Gefühl Wie Blasenentzündung Ist Aber Keine?

Was fühlt sich so ähnlich an wie Blasenentzündung?

Obwohl die Reiz­blase bei weitem kein Einzel­schicksal ist, sind die genauen Ur­sachen, aufgrund derer es zu einer Reiz­blase kommt, derzeit nicht voll­ständig geklärt. Die Symptome ähneln zunächst denen einer Blasen­entzündung:

Dauernder starker Harn­drang führt zu übermäßig häufigen Toiletten­gängen, bei denen jeweils nur geringe Urin­mengen abgegeben werden. Brennen beim Wasserlassen Schmerzen im Unterbauch

Krank­machende Keime können jedoch meist nicht nach­gewiesen werden. Verursacher einer Reiz­blase können wieder­kehrende Entzünd­ungen der Harn­blase sein, die auf­grund der dadurch bedingten Reizung der Blasen­schleimhaut zu einer übersensiblen Blase führen.

Was kann es sein wenn es keine Blasenentzündung ist?

DAS UNBEKANNTE BLASENSCHMERZSYNDROM Die interstitielle Zystitis (auch: Blasenschmerzsyndrom) ist eine seltene chronische Form der Blasenentzündung ohne Bakterien oder Viren als deren Ursache. Die Symptome werden eher durch Autoimmunprozesse oder Gefäßverschlusse ausgelöst.

Was kann man mit Blasenentzündung verwechseln?

Blasenspiegelung bringt meist Gewissheit – Die Interstitielle Zystitis ist selten und die Beschwerden ähneln oft anderen, häufiger auftretenden Erkrankungen. Aus diesem Grund wird sie vor allem im frühen Stadium meist verwechselt, zum Beispiel mit der überaktiven Blase oder mit der Prostataentzündung (Prostatitis) beim Mann.

Mittels einer Blasendehnung im Rahmen einer Blasenspiegelung kann die Interstitielle Zystitis in der Regel eindeutig diagnostiziert werden. Bei dieser Untersuchung, die unter Narkose vorgenommen wird, hält der Arzt Ausschau nach chronisch entzündeten Gewebebereichen (wie den sogenannten Hunner-Läsionen) und nach stecknadelgroßen Einblutungen in der Blasenwand, in der Fachsprache Petechien oder Glomerulationen genannt, die für die Interstitielle Zystitis charakteristisch sind.

Fällt die Diagnose positiv aus, sollte der Arzt so schnell wie möglich eine Behandlung einleiten. Seit kurzem gibt es eine offizielle medizinische Leitlinie 1, die die Behandlung der Interstitiellen Zystitis für Arzt und Patient erleichtern soll und die in einer patientenfreundlichen Version online unter einzusehen ist.

Diese enthält eine Übersicht über medikamentöse Behandlungsformen, aber auch Empfehlungen zur Ernährung, Entspannungsmethoden und Physiotherapie bei Interstitieller Zystitis. Darüber hinaus kann die Broschüre „Chronischer Blasenschmerz ‑ Interstitielle Zystitis” kostenfrei postalisch und über das Internet angefordert oder heruntergeladen werden: BGV e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn,,

Diese gibt einen Überblick über das Krankheitsbild, Begleiterkrankungen, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten und richtet sich an Interessierte, Patienten und Personen mit bislang ungeklärten chronischen Blasenschmerzen.

Warum habe ich ständig das Gefühl auf Toilette zu müssen?

Wodurch entsteht Tenesmus? – Tenesmus kann verschiedene Ursachen haben, zumeist sind sie krankheitsbedingt,3,5,7

Tenesmus ani

Eine der häufigsten Ursachen für einen krankhaften Stuhldrang sind Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED). Dazu gehören: 8,9,10

  • Morbus Crohn (den gesamten Darm betreffend) und
  • Colitis ulcerosa (den Dickdarm betreffend)

Bis zu 30 % der Menschen mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn leiden unter Tenesmus. In diesen Fällen ist der rektale Tenesmus eine Nebenwirkung der chronischen Entzündung im unteren Teil des Darms. Durch die Entzündung ist dieser geschwollen und empfindlich.

Es gibt weniger Platz für den normalen Stuhlgang, wodurch sich der Darm voller anfühlen kann, und die Nerven, die den Darm auskleiden, sind bereits gereizt. Diese Nerven können überreagieren und Ihrem Gehirn oder Ihren Muskeln mitteilen, dass Sie Ihren Darm entleeren müssen.6 Ist vor allem der Enddarm entzündet, bezeichnen Experten das als Proktitis,

Diese Entzündung kann durch eine CED aber auch durch eine Infektion mit Krankheitserregern ausgelöst werden und ist oft durch Tenesmen gekennzeichnet. Oftmals handelt es sich hierbei um vor allen sexuell übertragbare Krankheitserreger wie Chlamydien, Gonokokken, Syphilis oder Trichomonaden.13 Neben chronischen Entzündungen können auch eine akute Magen-Darmerkrankung (Gastroenteritis) 4 oder Tumoren des Verdauungssystems 3 mit ständigem Stuhldrang verbunden sein.

Tenesmus vesicae

Eine der häufigsten Ursachen für den ständigen Drang zum Wasserlassen ist eine Blasenentzündung (Zystitis), die vor allem bei Frauen vorkommt. Sie berichten oft von einem schmerzhaften Brennen, wenn sie vergeblich versuchen, Urin abzulassen. Bei Männern kann beispielsweise eine Prostataentzündung Tenesmus auslösen.3,6,14

Wie macht sich Blasenkrebs bemerkbar?

Auch Blasenkrebs weist wie viele andere Krankheiten keine eindeutig spezifischen Beschwerden auf. Als frühestes Symptom tritt meist Blut im Urin (Hämaturie) auf: entweder in großen Mengen, sichtbar als roter Urin ( Makrohämaturie ) oder in kleinen Mengen, unsichtbar (Mikrohämaturie).

  • Eine Mikrohämaturie wird beim Arzt durch Urinteststreifen oder durch Urinmikroskopie nachgewiesen.
  • Blut im Urin kommt bei vielen urologischen Erkrankungen vor und ist deshalb nicht eindeutig dem Blasenkrebs zuzuordnen.
  • Ohne Fieber oder eindeutige Harnwegsinfektion ist es jedoch immer verdächtig und sollte in Hinblick auf Blasenkrebs untersucht werden.

Häufiges und schmerzhaftes Wasserlassen tritt v.a. im fortgeschrittenen Krankheitsstadium auf, wenn der Tumor auf die Harnblase drückt oder z.B. den Harnabfluss behindert. Hierbei kann es auch zur Stauung des Harns in der Niere und nachfolgenden Problemen kommen. Quelle: © dkg-web.gmbh Fachliche Beratung Prof. Dr. Carsten Ohlmann Johanniter-Kliniken Bonn Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 23.01.2021

Wie fühlt sich eine gereizte Harnröhre an?

Symptome: Männer leiden oft stärker an Symptomen – Häufiges Anzeichen für eine Harnröhrenentzündung sind Schmerzen beim Wasserlassen. Bei Frauen strahlen diese manchmal in den gesamten Unterbauch aus. Oft tritt gleichzeitig ein unangenehmer Juckreiz auf.

Auch ein weisslicher bis grünlicher Ausfluss, den die Harnröhre absondert, ist typisch. Bei Männern tritt zudem morgens vor dem ersten Wasserlassen oft ein Eiter-Tropfen (Bonjour-Tropfen) aus der Harnröhre aus. Manche Betroffene spüren auch gar keine Symptome. Vor allem Frauen bemerken eine Harnröhrenentzündung oft erst sehr spät.

Denn generell sind die Beschwerden einer Harnröhrenentzündung bei Männern stärker ausgeprägt als bei Frauen. Das liegt an einem anatomischen Unterschied: Die Harnröhre ist bei Männern deutlich länger als bei Frauen. Somit bietet sie auch mehr Schleimhautoberfläche, die sich entzünden und Probleme hervorrufen kann.

Was beruhigt die gereizte Blase?

Spätestens wenn plötzlich auftretendes Fieber, Schüttelfrost, starke Schmerzen in der Nierengegend, Übelkeit und allgemeinem Unwohlsein dazukommen, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden. Denn dann liegt wahrscheinlich eine Nierenbeckenentzündung vor, die akut bedrohlich werden kann und langfristig sogar zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion führen kann.

  • Schmerzen nicht verdrängen, sondern behandeln Ist die Blase akut entzündet, hilft eine Antibiotikatherapie meist zuverlässig.
  • Wird die Blasenentzündung chronisch mit unzureichender Abheilung der Entzündung oder tritt die Entzündung sehr häufig auf, ist die Therapie schwieriger.
  • Bei chronischen Entzündungen der Blase sind oft mehrere Harnwegsinfekte vorausgegangen, welche nicht ausreichend behandelt worden waren”, sagt Dr.

Katzenwadel. Anhand einer Urinkultur bestimmt der Arzt die Erreger und kann auf dieser Basis ein geeignetes Antibiotikum für die Behandlung auswählen. Blasenentleerungsstörungen mit unvollständiger Blasenentleerung, fortgeschrittenes Alter, die Wechseljahre, Östrogenmange begünstigen die Entstehung von Harnwegsinfekten.

  1. Manche Frauen bekommen Harnwegsinfekte fast regelmäßig kurze Zeit nach vorausgegangenem Geschlechtsverkehr.
  2. Um einer Blasenentzündung vorzubeugen, ist es hilfreich, ausreichend viel zu trinken und Kälte eher zu meiden.
  3. Der Toilettengang sollte möglichst regelmäßig erfolgen.
  4. Da häufiger Geschlechtsverkehr gerade bei jungen Frauen die Wahrscheinlichkeit einer Harnwegsinfektion erhöht, sollte möglichst frühzeitig nach dem Geschlechtsverkehr die Toilette aufsucht werden, damit durch die Entleerung der Blase eventuell in die Harnröhre gelangte Keime wieder mechanisch ausgespült werden.

Reizblase oft ohne klare Ursache Doch nicht immer ist eine wirkliche Entzündung der Grund für den ständigen Drang zum Wasserlassen. „Wesentlich häufiger als echte Harnwegsinfekte mit Bakterien sind Reizzustände der Blase ohne nachweisbare Ursache – auch,überaktive Blase’ genannt”, sagt der Urologe des Universitätsklinikums Freiburg.

Dies äußert sich in besonders häufigem Harndrang, welcher so abrupt und stark auftreten kann, dass auch ein unkontrollierter Urinverlust möglich ist. „Die Kombination aus Harndrang und unkontrolliertem Urinverlust bis hin zur kompletten ungewollten Entleerung der Blase ist für die Betroffenen besonders belastend”, sagt Dr.

Katzenwadel. Ein Grund für eine Reizblase ist die Irritation des für die Blasensteuerung zuständigen vegetativen Nervensystems. Die genauen Ursachen lassen sich oft nicht eindeutig klären. Es müssen jedoch Erkrankungen wie akute Entzündungen, Harnsteinleiden und auch Tumoren der Harnblasenregion ausgeschlossen werden.

Auch eine Bandscheibenproblematik der Lendenwirbelsäule kann zu einer Reizblasensituation führen. Einfache Maßnahmen bei Reizblase Um die Beschwerden bei überaktiver Blase oder Reizblase zu verringern, können allgemeine Maßnahmen, wie Stressabbau, der Verzicht auf Rauchen, Kaffee, und Alkohol helfen.

Außerdem wird ein Beckenbodentraining empfohlen: die Anspannungs- und Entspannungsübungen der Beckenbodenmuskulatur wirken sich oft positiv auf die Blase aus. Ist damit keine ausreichende Besserung zu erzielen, kann mit „blasendämpfenden Medikamenten” – sogenannten Anticholinergica – behandelt werden.

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Leider können hier auch Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit oder Verstopfungsneigung auftreten. Neuere Medikamente werden von den meisten Patienten besser vertragen”, sagt der Freiburger Urologe. Ist mit Medikamenten keine Besserung zu erzielen können die Ärzte die Blasenaktivität mit Hilfe eines endoskopischen Eingriffs dämpfen.

Dafür wird das Nervengift Botulinum unter die Harnblasenwand gespritzt. Allerdings hält der Effekt dann meist nur sechs bis neun Monate an, so dass die Behandlung dann wiederholt werden muss. In der Regel kann eine akute Harnwegsinfektion wirksam mit einer von einem Arzt verschriebenen Antibiotikatherapie behandelt werden.

Ist eine Blasenentzündung immer im Urin nachweisbar?

Urinprobe bei Blasenentzündung – In der Regel begutachtet der Arzt bei der Vermutung einer Blasenentzündung den Harn des Patienten. Hierfür kann er den Urin nach Erregern wie E. coli-Bakterien kontrollieren, die oftmals hinter einer Zystitis stecken. Jedoch sind diese bei circa 50 Prozent der Blasenentzündungen für eine eindeutige Diagnose nicht ausreichend im Urin nachweisbar.2 Sind keine Bakterien der Auslöser der Blasenentzündung, spricht man von einer interstitiellen Zystitis,

Können sich Chlamydien wie eine Blasenentzündung anfühlen?

Chlamydien – Verlauf – Der Verlauf einer Chlamydien-Infektion ist von vielen Faktoren abhängig, dazu zählen

Chlamydien-Art und Subtyp, betroffene Körperareale, Geschlecht und Alter der Infizierten sowie der Zeitpunkt von Diagnose und Behandlungsbeginn.

Chlamydia trachomatis wird in verschiedene Serotypen unterteilt. In Deutschland kommen v.a. Serotypen D-K vor, diese lösen urogenitale Chlamydien-Infektionen und Augenerkrankungen (Paratrachom) aus. Die Serotypen L1-L3 führen zu einem bestimmten Typ der urogenitalen Infektion (Lymphogranuloma venereum, LGV) und Serotypen A-C, welcher häufig in tropischen Regionen vorkommen, verursachen Infektionen der Augen (Trachome).

  • Eine der gravierendsten Spätfolgen von unbehandelten Chlamydien-Infektionen im Urogenitalbereich ist das Risiko einer Unfruchtbarkeit,
  • Davon können sowohl Frauen als auch Männer betroffen sein.
  • Weitere mögliche Komplikationen infolge einer Infektion mit C.
  • Trachomatis sind: Urethritis (Entzündung der Harnröhre) Bei einer Chlamydien-Infektion der Harnröhre kommt es zu typischen Beschwerden eines Harnwegsinfektes.

Dazu gehören Druckgefühl und Schmerzen im Unterbauch sowie Brennen beim Wasserlassen, In vielen Fällen kommt es zu eitrigem Ausfluss aus der Harnröhre. Prostatitis, Epididymitis, MAGI (bei Männern) Chlamydien können von der Harnröhre in andere Körperregionen aufsteigen und an den jeweiligen Orten sehr schmerzhafte Entzündungen auslösen.

Eine Prostatitis ist eine Schwellung bzw. Entzündung der Prostata. Damit assoziiert sind Schmerzen im Bereich der Hoden und am After. Stuhlgänge können dabei extreme Schmerzen verursachen. Bei der Epididymitis handelt es sich um eine Entzündung der Nebenhoden. Typische Symptome sind Rötung, Schwellung und Schmerzen am Hodensack (Skrotum).

Die Abkürzung MAGI steht für den englischen Begriff Male Accessory Gland Infection, zu Deutsch Infektion der männlichen akzessorischen Geschlechtsdrüse. Diese Drüsen haben eine wichtige Funktion bei der Produktion von Ejakulat. Chronische Entzündungen führen deshalb nicht selten zu Unfruchtbarkeit.

  • Zervizitis, Adnexitis, Perihepatitis (bei Frauen) Zerivzitis ist eine Entzündung des Gebärmutterhalses.
  • In etwa 80 Prozent der Fälle verläuft die durch Chlamydien verursachte Zervizitis ohne Symptome, bei etwa 20 Prozent der betroffenen Frauen kommt es zu eitrigem, teilweise übelriechendem Ausfluss aus der Scheide.

Daraus kann sich eine Adnexitis bzw. PID ( pelvic inflammatory disease ) entwickeln. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der inneren weiblichen Genitale. Wenn die Eileiter befallen sind, kann es auf Dauer und ohne Therapie zu Verklebung und Vernarbung kommen.

  • Langfristig kann dies zu chronischen Schmerzen, Unfruchtbarkeit und extrauterinen Schwangerschaften führen.
  • Weiterhin kann eine urogenitale Infektion mit C.
  • Trachomatis bei Frauen eine Entzündung des Bauchfellüberzugs der Leber, fachsprachlich Perihepatitis, auslösen.
  • Geht diese mit rechtsseitigen Schmerzen im Oberbauch sowie einer Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum einher wird das Krankheitsbild als Fitz-Hugh-Curtis-Syndrom bezeichnet.

Lymphogranuloma venereum (LGV) Der Befall mit Chlamydia trachomatis Serotyp L1-L3 äußert sich anfangs mit schmerzlosen Bläschen in der Leistengegend, im Verlauf kommt es dann zu Schwellung von Lymphknoten, narbiger Abheilung, Abszessbildung und Blockierung von Lymphbahnen.

Die Lymphflüssigkeit kann dann nicht mehr richtig abfließen und staut sich auf. Dieser Serotyp und damit auch die Erkrankung sind in Europa sehr selten. Die Erkrankung wird auch Lymphogranuloma inguinale genannt. Therapie der Wahl ist, wie auch bei anderen urogenitalen Chlamydien-Infektionen, das Antibiotikum Doxycyclin, allerdings mit verlängerter Behandlungsdauer von 3 Wochen.

Chlamydia trachomatis-indizierten reaktive Arthritis (Ct-REA) Eine reaktive Arthritis, also eine Gelenkentzündung als Folge einer Infektion, die an einem anderen Ort des Körpers begonnen hat, kommt bei Chlamydien in einigen Fällen vor. Typisch ist eine schmerzhafte Schwellung von mehreren kleinen Gelenken, nachdem eine Entzündung im Genitalbereich stattgefunden hat.

Diese muss dafür aber nicht zwangsläufig Symptome gezeigt haben, beziehungsweise bemerkt worden sein. Die Chlamydia trachomatis -indizierten reaktive Arthritis (Ct-REA) ist eine sogenannte Trias aus drei Symptomen. Zusätzlich zu den Gelenkentzündungen (Arthritis) kann es zu einer Harnröhrenentzündung (Urethritis) und/oder Bindehautentzündung (Konjunktivitis) kommen.

Die Serotypen A-C der Chlamydia trachomatis werden meist unter schlechten hygienischen Bedingungen übertragen, v.a. durch Schmierinfektionen oder mit Fliegen als Zwischenwirt. Sie lösen bei langfristigem Befall eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) aus, die bei jeder neuen Infektion zum Fortschreiten der Symptome führt.

Es kommt zu Vernarbung und Schrumpfung der Bindehaut, das Augenlid klappt sich nach innen und auf Dauer folgen, ohne angemessene Therapie, eine Eintrübung und letztendlich Erblindung. Auch die Serotypen D-K, welche in Deutschland weitverbreitet sind, können zu okulären Infektionen führen. Häufigstes Beispiel dafür ist eine Übertragung der Erreger während der Geburt von der Genitalregion der Mutter auf die Bindehäute des Neugeborenen.

Unbehandelt kommt es zu einer chronisch verlaufenden Konjunktivitis. Weiterhin wurden Ansteckungen über infektiöses Badewasser berichtet. Proktitis (Enddarmentzündung) Bei der Proktitis handelt es sich um eine Entzündung der Schleimhäute im Enddarm (Rektum).

  1. Mögliche Symptome sind eitriger Ausfluss aus dem Enddarm sowie Unregelmäßigkeiten und Schmerzen beim Stuhlgang.
  2. Eine Enddarmentzündung kann, wie auch die meisten anderen Chlamydien-induzierten Infektionen, durch die Serotypen D-K von C.
  3. Trachomatis hervorgerufen werden.
  4. Eine Übertragung der Erreger geschieht in den meisten Fällen durch ungeschützten Analverkehr, aber auch gemeinsam genutztes Sexspielzeug kann diese Bakterien von einer Person auf andere übertragen.

Häufig betroffen sind Männer, die Sex mit Männern haben (MSM). Kondome können das Infektionsrisiko nicht komplett eliminieren, jedoch auf 60 Prozent reduzieren. Etwa 80 Prozent der rektalen Chlamydien-Infektionen verlaufen symptomlos und sind nur durch einen Test diagnostizierbar.

Pharyngitis (Rachenentzündung) Bei ungeschütztem Oralverkehr kann es zur oropharyngealen-urogenitalen Übertragung von C. trachomatis kommen. Das bedeutet, die Bakterien werden aus dem Harn- und Geschlechtsbereich in dem Mund- und Rachenraum übertragen, In seltenen Fällen kommt es dadurch zu einer Rachenentzündung.

Diese verläuft meist asymptomatisch und wird wegen unspezifischer Symptome oft als eine anderweitige Entzündung des Rachenraums klassifiziert.

Wie kann ich testen ob ich eine Blasenentzündung habe?

Blasenentzündung Teststreifen Ärztlich geprüft durch das MySummer Ärztinnen-Team Blasenentzündungen sind nicht nur unangenehm und können die unterschiedlichsten Symptome verursachen, sondern sind im Falle einer daraus resultierenden Nierenentzündung auch sehr gefährlich. Bei Verdacht auf eine Blasenentzündung (Zystitis) ist es daher wichtig, sofort zu handeln, damit die Beschwerden schnell gelindert werden können.

Mit Teststreifen lassen sich Harnwegsinfektionen, Nierenerkrankungen oder Diabetes erkennen. Die Testdurchführung ist einfach und schnell gemacht. Teststreifen geben lediglich erste Anhaltspunkte, weitere Untersuchungen sind sinnvoll.

Die Teststreifen dienen nicht nur dazu, Blasen- und Harnwegsinfektionen, sondern auch Nierenentzündungen und -erkrankungen oder Diabetes zu erkennen. Je nach Test lassen sich verschiedene Substanzen im Urin bestimmen :

Ist die Anzahl roter (Erythrozyten) und weißer Blutkörperchen (Leukozyten) erhöht, ist von einer Blasen- oder Nierenentzündung auszugehen Glucose kann auf eine Zuckerkrankheit, bestimmte Krebsarten oder eine Schwangerschaft hinweisen Nitrit ist ein Hinweis auf eine bakterielle Infektion der Harnwege (Nierenbecken, Niere, Blase, Harnröhre, Harnleiter)Ein abweichender pH-Wert gibt Rückschlüsse auf eine Harnwegsinfektion oder Zuckerkrankheit (der normale pH-Wert liegt zwischen 5 und 6) Eiweiß ist ein Indikator für eine Nierenerkrankung, beispielsweise eine Nierenentzündung Ketone deuten auf einen erhöhten Fettabbau hin. Bei Diabetes-Patienten sind sie ein Warnzeichen für einen entgleisten StoffwechselKommt das Hämoglobin-Abbauprodukt Bilirubin vermehrt im Harn vor, kann eine Lebererkrankung dahinterstecken

Vor allem ein erhöhter Nitrit-Wert und weiße Blutkörperchen im Urin belegen eine Entzündung der Blase, Nitrit ist ein bakterielles Abbauprodukt, welches bei einem Harnwegsinfekt durch die Konzentration von Bakterien entsteht. Ein Teststreifen ist eine unterstützende Maßnahme bei Verdacht auf eine Zystitis, wenn bereits Symptome wie Schmerzen beim Wasserlassen, übel riechender Urin, Unterbauchschmerzen oder häufiger Harndrang bestehen.

AppetitlosigkeitKopfschmerzenAbgeschlagenheitMüdigkeitÜbelkeitFieber

Ein Testkit besteht aus einem Teststreifen sowie einer Übersicht zu den getesteten Stoffen. Diese werden anhand einer Farbskala ausgewertet, Die Durchführung ist sehr einfach und dauert nicht lange. Im ersten Schritt urinierst Du in einen sauberen Becher und hältst den Teststreifen für ein paar Sekunden in Deine Urinprobe.

  • Je nach Produkt wird in einigen Fällen nur Mittelstrahlurin verwendet.
  • Daher solltest Du vor dem Gebrauch immer die Packungsbeilage gründlich lesen,
  • Nachdem Du den Teststreifen herausgenommen hast, verfärbt er sich innerhalb von wenigen Minuten.
  • Die Verfärbungen vergleichst Du anschließend mit der Skala auf der Produktverpackung.

Auf diese Weise erfährst Du, welche Substanzen in welcher Konzentration in Deinem Urin enthalten sind. Vorsicht bei der gleichzeitigen Einnahme von Arzneimitteln. Antibiotika können Dein Testergebnis beispielsweise verfälschen. Der Test dient dazu, erste Anhaltspunkte zu liefern und ersetzt nicht den Gang zum Arzt. Gefühl Wie Blasenentzündung Ist Aber Keine Schritt 1: Fange Deinen Urin in einem sterilen Gefäß auf und entnehme dem Behälter einen Teststreifen. Verschließe diesen im Anschluss sofort wieder. Schritt 2: Tauche den Teststreifen kurz in Deinen Urin, bis alle Testfelder benetzt wurden. Schritt 3 : Es dauert bis zu zwei Minuten, bis sich der Test verfärbt und Du die Reaktionsfarben mit der Farbvergleichsskala auf dem Behälter prüfen kannst.

Mithilfe von Harnteststreifen findest Du schnell und einfach heraus, ob eine Blasen- oder Harnwegsinfektion bzw. eine Nierenerkrankung vorliegt. Die Teststreifen erhältst Du rezeptfrei in einer (Online-)Apotheke. Bitte beachte: Diese Tests ersetzen nicht den Gang zum Arzt. Verschlimmern sich Deine Symptome oder halten über mehrere Tage an, suche dringend eine Urologin / einen Urologen auf.

Wie kann man testen, ob man eine Blasenentzündung hat? Mit Harntest-Streifen kannst Du überprüfen, ob Du eine Blasenentzündung hast. Meist werden die Tests angewendet, wenn bereits typische Symptome wie häufiger Harndrang oder Schmerzen beim Wasserlassen bestehen.

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Was sagen Urinteststreifen aus? Urinteststreifen sollten nicht als einziges Hilfsmittel zur Bestimmung einer Blasenentzündung herangezogen werden. Sie geben lediglich erste Anhaltspunkte. Eine spezifische Diagnose ist nur unter Berücksichtigung der Symptome und Beschwerden mit weiteren Untersuchungen sinnvoll.

Was kann man mit Urinteststreifen testen? Mit Urinteststreifen können sowohl Frauen als auch Männer Blasen- und Harnwegsentzündungen, Erkrankungen der Nieren und Leber sowie Diabetes testen. Was macht der Urologe / die Urologin bei einer Blasenentzündung? Der Urologe / die Urologin ordnet eine Urinuntersuchung an.

  1. Durch die gewonnenen Informationen kann er / sie das für Deine Behandlung passende Antibiotikum mittels Urinkultur und Bakterienstamm-Bestimmung herausfinden.
  2. Die eingeleitete Therapie mit Antibiotika soll die Krankheitserreger abtöten.
  3. Links Awinta. (o.J.).
  4. Harnteststreifen.
  5. Www.mediherz-shop.de.
  6. Abgerufen 12.

August 2022, von www.mediherz-shop.de/diabetes/diabetikerbedarf/harnteststreifen Kilmartin, A. (1999). Blasenentzündung: Anleitungen zur Selbsthilfe (A. Eichholz, Übers.). Ehrenwirth. Urin-Untersuchung: Harnanalyse durch Teststreifen und Labor. (2013, Mai 14). : Blasenentzündung Teststreifen

Wie fühlt sich Chlamydien an?

Symptome und Folgen bei Chlamydien – Häufig verursachen Chlamydien keinerlei Beschwerden, Treten Symptome auf, kommt es bei Infektionen an der Harnröhre oder den Geschlechtsorganen nach ein bis drei Wochen zu Ausfluss aus der Harnröhre, der Vagina und/oder zu Jucken, Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen, Eine unbehandelte Infektion mit Chlamydien kann im Körper aufsteigen:

Die Infektion kann in die Gebärmutter, Eileiter und Bauchhöhle wandern und dort Entzündungen hervorrufen. Zeichen dafür sind Fieber, starke Regelblutungen oder Zwischenblutungen, In manchen Fällen führt eine unbehandelte Chlamydien-Infektion zu Unfruchtbarkeit, Bauchhöhlen- oder Eileiterschwangerschaften, Fieber und Schmerzen in Hoden oder Unterbauch können Anzeichen für das Aufsteigen der Bakterien sein. Das kann zu Entzündungen von Samenleiter, Prostata und Nebenhoden mit der möglichen Folge von Unfruchtbarkeit führen.

Chlamydien-Infektionen des Enddarms verlaufen ebenfalls in den meisten Fällen symptomlos oder symptomarm. Die Infektionen können aber auch zu schleimig-eitrigem Ausfluss, Schmerzen, Juckreiz, durchfallähnlichen Beschwerden oder einem entzündlichen Ausschlag führen.

Was ist wenn ich das Gefühl habe aufs Klo zu müssen es aber nichts kommt?

An welchen Symptomen erkennen Sie eine Harnverhaltung? – Bei der akuten Form der Ischurie ist das Wasserlassen trotz eines Harndrangs ganz plötzlich nicht mehr möglich. Betroffene leiden dann meist an starken Schmerzen. Deshalb, aber auch wegen möglicher Folgeerkrankungen, handelt es sich dabei immer um einen Notfall und man sollte schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.

häufig auftretender Harndrang bei gleichzeitigem Unvermögen, viel Urin abzugebenHarndrang, obwohl gerade ein Toilettengang erfolgt isthäufiges Urinieren Inkontinenz

Beide Formen des Harnverhalts sind in jedem Fall behandlungsbedürftig, Bei einem akut auftretenden Fall wird der Betroffene kaum um eine sofortige Behandlung herumkommen, aber auch ein chronischer Harnverhalt sollte möglichst zeitnah von einem Arzt behandelt werden. So lässt sich das Risiko von Folgeerkrankungen senken und der Leidensdruck der Betroffenen kann gemindert werden.

Was beruhigt den Harndrang?

Trinken Sie viel! Sie sollten mindestens 11/2 Liter Flüssigkeit, wie Wasser (am besten ohne Kohlensäure) oder Kräutertee (es gibt blasenberuhigende Kräutertees), getrunken haben. Bei zu geringer Trinkmenge wird der Urin stark konzentriert und reizt die Blase zusätzlich. Die Farbe des Urins sollte immer hellgelb sein.

Kann eine Reizblase wieder verschwinden?

Operation als letzte Option – Ob nun Medikamente oder Beckenbodentraining – die Therapie einer Reizblase erfordert viel Geduld. Selbst Medikamente wirken erst nach einigen Wochen. Vollständig heilbar ist das Krankheitsbild nur in den seltensten Fällen.

Bessern sich die Beschwerden der Blasenreizung trotz aller Maßnahmen nicht oder nur unzureichend, gibt es übrigens auch operative Behandlungsmöglichkeiten. Sei es nun das Einspritzen von Botox in die Blasenwand oder das Anbringen von Elektroden an die Nervenenden im Kreuzbein – nicht selten ist eine Operation der letzte Ausweg für Betroffene.

Letzte Möglichkeiten beim Versagen aller schonenden Behandlungsmaßnahmen sind ein Harnblasenersatz oder eine Blasenaugmentation – eine operative Vergrößerung der Harnblase.

Wie merkt man das mit der Blase etwas nicht stimmt?

Schmerzen, häufiges oder seltenes Wasserlassen, ungewollter Urinverlust oder auch blutiger, trüber und übelriechender Urin – typische Symptome, die auf ein Problem mit der Blase hindeuten.

Wie ist der Urin bei Blasenkrebs?

Blasenkrebs: Ärzte und Krankenhäuser finden – Erste Ansprechpersonen bei Verdacht auf Blasenkrebs sind normalerweise Hausärzte oder Fachärzte für Urologie. Geht es konkret um die Diagnose oder Behandlung, sollten sich Betroffene an eine spezialisierte Klinik oder an spezialisierte Ärztinnen oder Ärzte wenden: Krankenhäuser, die besonders viel Erfahrung bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Harnblasenkrebs haben, können sich dies durch eine Zertifizierung der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) bestätigen lassen.

Die Adressen von zertifizierten Zentren finden Sie über die Suchmaschine OncoMap, wenn Sie unter “Tumore” “Harnblase” auswählen.

Kliniken mit diesem Siegel sind von der DKG zertifiziert. © Deutsche Krebsgesellschaft Wichtig zu wissen: Auch Zentren ohne Zertifizierung können sehr viel Erfahrung bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Blasenkrebs haben, etwa große Krankenhäuser oder Universitätskliniken mit urologischen Abteilungen.

Ist Blasenkrebs im Anfangsstadium heilbar?

Bei 75% der betroffenen Patienten wird der Tumor in einem frühen Stadium (Stadien pTa, T1, CIS ) entdeckt und hat daher eine sehr gute Prognose. Nach operativer Entfernung durch die transurethrale Resektion ( TUR-B ) sind regelmäßige Kontrollen wichtig.

  1. Die Rate eines wiederauftretenden Tumors hängt von der Anzahl der Tumore, der Aggressivität und der Eindringtiefe ab.
  2. Anhand dieser Angaben kann das Risiko des Wiederauftretens berechnet werden, dass in den ersten fünf Jahren bei 50-70% liegt und sich unter Umständen durch eine lokale Immun- oder Chemotherapie in der Harnblase um 20% senken lässt.

Allgemein kann das oberflächliche Blasenkarzinom auch bei wiederholtem Auftreten durch regelmäßige Untersuchungen und entsprechender Resektion (TUR-B) unter Kontrolle gehalten werden. Bis zu 25% der Patienten weisen schon zu Beginn Karzinome in höheren Stadien auf oder entwickeln diese im weiteren Verlauf einer oberflächlichen Tumorerkrankung.

  • Sie werden gemäß der Therapie des invasiven Blasenkrebses behandelt.
  • Meist wird eine radikale Blasenentfernung angestrebt, alternativ eine TUR-B mit kombinierter Strahlen- /Chemotherapie.
  • Nach der Radikalentfernung wird der Urin üblicherweise über ein Urostoma oder über eine Darmersatzblase, die an die Harnröhre angeschlossen ist, abgeleitet.70% der Betroffenen weisen mit der Darmersatzblase keine Probleme auf, 15% leiden unter dauerhafter Inkontinenz (unkontrollierter Harnabgang) und 15% unter nächtlicher Inkontinenz,

Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei der Harnblasenentfernung je nach Tumorstadium zwischen 80% ( Stadium pT2 ) und 20% ( Stadium pN1-3 mit Lymphknotenbefall ). Bei einer Ausbreitung des Krebses mit Tochtergeschwülsten in Lunge, Leber oder Skelett ist die Prognose deutlich schlechter.

Mit einer systemischen Chemotherapie liegt dann die mittlere Überlebenswahrscheinlichkeit bei etwas über einem Jahr. (red) Literatur: R. Andreesen, A. Böhle, C. Bokemeyer et al.: Harnblasenkarzinom, in: Kurzgefasste interdisziplinäre Leitlinien, Deutsche Krebsgesellschaft (Hrsg.), W. Zuckschwerdt Verlag 2008 H.-J.

Schmoll.K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006 Quelle: © dkg-web.gmbh Fachliche Beratung Prof. Dr. Carsten Ohlmann Johanniter-Kliniken Bonn Aktuell | Informativ | Kompetent – Wichtige Infos zum Thema Krebs nicht verpassen! Der Newsletter für Patienten und Interessierte: Bleiben Sie auf dem Laufenden mit dem monatlichen Newsletter des ONKO-Internetportals! Zur Newsletteranmeldung Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 23.01.2021

Woher kommt Blasenentzündung ohne Bakterien?

Chronische, nicht bakterielle Blasenentzündung Chronische Interstitielle Cystitis – Die sogenannte interstitielle Cystitis (IC) ist eine Sonderform der Blasenentzündung. Sie wird nicht durch Bakterien oder Viren verursacht, man vermutet als Ursache Autoimmunprozesse, Gefäßverschlüsse, hormonelle oder psychogene Faktoren.

Betroffen sind hauptsächlich Frauen ab dem 40. Lebensjahr. Viele haben einen langen Leidensweg hinter sich, bis der richtige Befund erhoben wird. Die interstitielle Zystitis macht sich durch starke Schmerzen in der Blasen- und Unterbauchregion und sehr häufigem, nicht zu unterdrückenden Harndrang bemerkbar.

Die Betroffenen müssen teilweise bis zu 60 mal am Tag zur Toilette. Das funktionelle Harnblasenvolumen ist deutlich erniedrigt, das heißt, die Menge Harn, die gehalten werden kann, ist deutlich geringer, als bei einer gesunden Blase. Häufig treten gleichzeitig rheumaartige Gelenkschmerzen, migräneartige Kopfschmerzen, Allergien und/oder Magen- oder Darmprobleme auf.

Kann eine Blasenentzündung vom Darm kommen?

Blasenentzündung Bakterien können zwischen Darm und Harntrakt wechseln Lästiges Ziehen im Unterleib, Schmerzen beim Wasserlassen: Viele Frauen werden regelmäßig von Blasenentzündungen geplagt. Jetzt haben Forscher einen Mechanismus entschlüsselt, der die wiederkehrenden Harnwegsinfekte erklären könnte. Gefühl Wie Blasenentzündung Ist Aber Keine E.-coli-Bakterien (Illustration): Allgegenwärtiger Erreger verursachen Harnwegsinfekte Foto: Corbis Hamburg – Blasenentzündungen sind im besten Fall nur lästig, schlimmstenfalls wird aus dem Ziehen im Unterleib eine Infektion der Niere. Normalerweise bleibt es bei unangenehmen Beschwerden: Bauchschmerzen, ständiger Harndrang und Brennen beim Wasserlassen.

  • Vor allem Frauen sind von Harnwegsinfekten betroffen.
  • Diese Ungerechtigkeit ist anatomisch begründet: Die weibliche Harnröhre ist wesentlich kürzer und erleichtert den Bakterien den Aufstieg in die Harnblase, wo sie sich gut vermehren können.
  • Zudem mündet die Harnröhre bei Frauen näher am Anus.
  • Oft bleibt es nicht beim einmaligen Harnwegsinfekt, viele Frauen müssen immer wieder mit den Beschwerden kämpfen.
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Auf der Suche nach der Ursache von wiederkehrenden Infektionen haben Wissenschaftler jetzt einen Mechanismus enttarnt, der bei der Behandlung und Vorsorge eine Rolle spielen könnte: Offenbar überdauern die typischen Erreger vom Typ Escherichia coli (E.

  • Coli) im Darm der Betroffenen, berichten Swaine Chen und seine Kollegen von der Washington University in St. Louis,
  • Einige E.-coli-Arten sind demnach in der Lage, sich zwischen dem Harntrakt und dem Darm der Patientinnen zu bewegen.
  • Bisher gingen Biologen davon aus, dass Bakterien sich nur an eine Umgebung anpassen: Erreger, die auf den Harntrakt spezialisiert sind, so die Annahme, verlieren die Fähigkeit, sich auch im Darm festzusetzen.

Doch das Team um Chen identifizierte bei Frauen, die regelmäßig unter Harnwegsinfekten litten, E.-coli-Unterarten, die sowohl im Darm als auch im Harntrakt überleben. Was die Wissenschaftler besonders verblüffte, war die Tatsache, dass bestimmte Bakterien offensichtlich in der Lage sind, Harntrakt und Darm von Patientinnen regelrecht zu übernehmen: Bei einigen Patientinnen wurde eine erneute Blasenentzündung von einer anderen Bakterienunterart ausgelöst als die vorherige – die neuen Bakterien fanden sich anschließend nicht nur im Harntrakt, sondern auch im Darm der Betroffenen.

  • Nicht alleine die Bakterien im Harntrakt sind entscheidend In der Praxis könnte das bedeuten, dass es nicht ausreicht, bei einem Harnwegsinfekt nur die Bakterien im Harntrakt der Patientinnen zu untersuchen.
  • Besonders bei Frauen, die regelmäßig unter den Infektionen leiden, könnte auch die Zusammensetzung der E.-coli-Bakterien im Darm eine Rolle spielen, um Wiederinfektionen zu vermeiden, schreiben die Autoren.

Allerdings handelt es sich bei den Ergebnissen der Wissenschaftler nicht um eine große Studie an einer Vielzahl betroffener Frauen, sondern lediglich um die Untersuchung eines möglichen Mechanismus: Mit großem Aufwand untersuchten die Forscher dafür insgesamt 45 verschiedene Unterarten von E.

coli aus Stuhl und Urin von vier Patientinnen. Bei zwei Frauen blieben die E.-coli-Unterarten bei wiederkehrenden Harnwegsinfekten gleich, bei den anderen beiden übernahmen die neuen Erreger sowohl Harntrakt als auch Darmflora. Die Bakterien, denen es gelang, andere Erreger aus Harntrakt und Darmflora zu vertreiben, hatten sich besser an beide Umgebungen angepasst.

Zu diesem Resultat kamen die Forscher anhand von Versuchen an Mäusen. Ursprünglich hatten die Wissenschaftler erwartet, dass sich die Bakterien auf eine der beiden Umgebungen spezialisieren. Bisher galt der Harntrakt als Sackgasse für E.-coli-Bakterien, aus der sie nicht mehr herauskommen, um andere Umgebungen zu bevölkern.

Chen und seine Kollegen werfen jetzt die Frage auf, ob E.-coli nicht doch auch in der Lage sein könnte, vom Harntrakt aus den Darm zu besiedeln. Bewiesen ist diese Theorie aber auch nach den Versuchen der Forscher noch nicht. Die meisten Blasenentzündungen werden von verschleppten Erregern aus dem Darm ausgelöst.E.-coli gehören zur normalen Darmflora und sind für die Verdauung ebenso wie viele andere Bakterien notwendig.

Die Forscher empfehlen weiterführende Studien: Darin sollte bei Frauen, die von wiederkehrenden Blasenentzündungen betroffen sind, die Herkunft des Erregers geklärt werden. Kommt die Infektion aus dem Darmtrakt der Patientin? Oder hat sich die Frau mit einer für sie neuen Unterart infiziert? Anhand künftiger Ergebnisse hoffen die Wissenschaftler, mehr über das Hin- und Herwandern zwischen Darm und Harntrakt der Bakterien zu erfahren.

Was ist der Unterschied zwischen Reizblase und Blasenentzündung?

Spätestens wenn plötzlich auftretendes Fieber, Schüttelfrost, starke Schmerzen in der Nierengegend, Übelkeit und allgemeinem Unwohlsein dazukommen, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden. Denn dann liegt wahrscheinlich eine Nierenbeckenentzündung vor, die akut bedrohlich werden kann und langfristig sogar zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion führen kann.

Schmerzen nicht verdrängen, sondern behandeln Ist die Blase akut entzündet, hilft eine Antibiotikatherapie meist zuverlässig. Wird die Blasenentzündung chronisch mit unzureichender Abheilung der Entzündung oder tritt die Entzündung sehr häufig auf, ist die Therapie schwieriger. „Bei chronischen Entzündungen der Blase sind oft mehrere Harnwegsinfekte vorausgegangen, welche nicht ausreichend behandelt worden waren”, sagt Dr.

Katzenwadel. Anhand einer Urinkultur bestimmt der Arzt die Erreger und kann auf dieser Basis ein geeignetes Antibiotikum für die Behandlung auswählen. Blasenentleerungsstörungen mit unvollständiger Blasenentleerung, fortgeschrittenes Alter, die Wechseljahre, Östrogenmange begünstigen die Entstehung von Harnwegsinfekten.

Manche Frauen bekommen Harnwegsinfekte fast regelmäßig kurze Zeit nach vorausgegangenem Geschlechtsverkehr. Um einer Blasenentzündung vorzubeugen, ist es hilfreich, ausreichend viel zu trinken und Kälte eher zu meiden. Der Toilettengang sollte möglichst regelmäßig erfolgen. Da häufiger Geschlechtsverkehr gerade bei jungen Frauen die Wahrscheinlichkeit einer Harnwegsinfektion erhöht, sollte möglichst frühzeitig nach dem Geschlechtsverkehr die Toilette aufsucht werden, damit durch die Entleerung der Blase eventuell in die Harnröhre gelangte Keime wieder mechanisch ausgespült werden.

Reizblase oft ohne klare Ursache Doch nicht immer ist eine wirkliche Entzündung der Grund für den ständigen Drang zum Wasserlassen. „Wesentlich häufiger als echte Harnwegsinfekte mit Bakterien sind Reizzustände der Blase ohne nachweisbare Ursache – auch,überaktive Blase’ genannt”, sagt der Urologe des Universitätsklinikums Freiburg.

Dies äußert sich in besonders häufigem Harndrang, welcher so abrupt und stark auftreten kann, dass auch ein unkontrollierter Urinverlust möglich ist. „Die Kombination aus Harndrang und unkontrolliertem Urinverlust bis hin zur kompletten ungewollten Entleerung der Blase ist für die Betroffenen besonders belastend”, sagt Dr.

Katzenwadel. Ein Grund für eine Reizblase ist die Irritation des für die Blasensteuerung zuständigen vegetativen Nervensystems. Die genauen Ursachen lassen sich oft nicht eindeutig klären. Es müssen jedoch Erkrankungen wie akute Entzündungen, Harnsteinleiden und auch Tumoren der Harnblasenregion ausgeschlossen werden.

Auch eine Bandscheibenproblematik der Lendenwirbelsäule kann zu einer Reizblasensituation führen. Einfache Maßnahmen bei Reizblase Um die Beschwerden bei überaktiver Blase oder Reizblase zu verringern, können allgemeine Maßnahmen, wie Stressabbau, der Verzicht auf Rauchen, Kaffee, und Alkohol helfen.

Außerdem wird ein Beckenbodentraining empfohlen: die Anspannungs- und Entspannungsübungen der Beckenbodenmuskulatur wirken sich oft positiv auf die Blase aus. Ist damit keine ausreichende Besserung zu erzielen, kann mit „blasendämpfenden Medikamenten” – sogenannten Anticholinergica – behandelt werden.

  • Leider können hier auch Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit oder Verstopfungsneigung auftreten.
  • Neuere Medikamente werden von den meisten Patienten besser vertragen”, sagt der Freiburger Urologe.
  • Ist mit Medikamenten keine Besserung zu erzielen können die Ärzte die Blasenaktivität mit Hilfe eines endoskopischen Eingriffs dämpfen.

Dafür wird das Nervengift Botulinum unter die Harnblasenwand gespritzt. Allerdings hält der Effekt dann meist nur sechs bis neun Monate an, so dass die Behandlung dann wiederholt werden muss. In der Regel kann eine akute Harnwegsinfektion wirksam mit einer von einem Arzt verschriebenen Antibiotikatherapie behandelt werden.

Wie fühlt sich eine gereizte Harnröhre an?

Symptome: Männer leiden oft stärker an Symptomen – Häufiges Anzeichen für eine Harnröhrenentzündung sind Schmerzen beim Wasserlassen. Bei Frauen strahlen diese manchmal in den gesamten Unterbauch aus. Oft tritt gleichzeitig ein unangenehmer Juckreiz auf.

  • Auch ein weisslicher bis grünlicher Ausfluss, den die Harnröhre absondert, ist typisch.
  • Bei Männern tritt zudem morgens vor dem ersten Wasserlassen oft ein Eiter-Tropfen (Bonjour-Tropfen) aus der Harnröhre aus.
  • Manche Betroffene spüren auch gar keine Symptome.
  • Vor allem Frauen bemerken eine Harnröhrenentzündung oft erst sehr spät.

Denn generell sind die Beschwerden einer Harnröhrenentzündung bei Männern stärker ausgeprägt als bei Frauen. Das liegt an einem anatomischen Unterschied: Die Harnröhre ist bei Männern deutlich länger als bei Frauen. Somit bietet sie auch mehr Schleimhautoberfläche, die sich entzünden und Probleme hervorrufen kann.

Was ist der Unterschied zwischen einem Harnwegsinfekt und einer Blasenentzündung?

Was ist eine Harnwegsinfektion – und was ist der Unterschied zur Blasenentzündung? – Harnwegsinfektionen sind Infektionen, die die Blase, die Nieren und/oder die dazugehörigen Harnwege befallen können. Die Blasenentzündung betrifft die Blase und wird daher auch untere Harnwegsinfektion genannt.

Wie äußert sich Endometriose in der Blase?

Endometriose an der Blase: Symptome und Therapie Die Endometriose neigt dazu, sich auszubreiten. Ein Wachstum, bei dem Gewebe, welches den Zellen der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, andere Organe besiedelt, ist das Hauptmerkmal der Erkrankung. Häufig sind davon der Bauch – und Beckenraum oder die und Eileiter betroffen.

  • Grundsätzlich ist es jedoch möglich, dass sich das Gewebe an jeder Stelle im weiblichen Körper niederlässt.
  • So bleibt auch die Harnblase nicht verschont.
  • Eine Endometriose des Harntrakts (urinary tract endometriosis = UTE) wird mit einer Häufigkeit von 1-2 % angegeben.
  • Das bedeutet, dass etwa zwei von 100 Endometriose-Patientinnen eine Endometriose des Harntraktes entwickeln.

Mediziner unterscheiden an dieser Stelle, ob die Blase oder der betroffen ist. Die Wucherungen im Harntrakt werden vor allem bei Frauen mit der sogenannten tief infiltrierenden Endometriose (TIE) beobachtet.

Die UTE betrifft in 80% der Fälle die Harnblase. Bei der UTE sind in 20% der Fälle die Harnleiter mit Wucherungen besiedelt.

Typisch für die tief infiltrierende Endometriose ist, dass sich das unerwünschte Gewebe nicht nur oberflächlich ablagert, sondern tief in die Organe einwächst. Bei einer Blasenendometriose stehen unspezifische Symptome im Vordergrund. Demnach können die nicht als eindeutige Wegweiser für eine genutzt werden. Folgende Symptome kannst Du bei einer Blasenendometriose entwickeln:

im Unterbauch häufiges Wasserlassen, bei dem nur kleine Mengen ausgeschieden werden Harndrang schmerzhafte Harnentleerung Schmerzen bei der Blasenfüllung Beimengungen von Blut im Urin (nicht immer mit dem bloßen Auge sichtbar und nur bei ca.20% vorhanden)

Die Symptome ähneln denen, die bei einem Harnwegsinfekt auftreten können. Aus diesem Grund werden Patientinnen nicht selten zunächst fälschlicherweise mit Antibiotikum behandelt.