Krebs Endstadium Wie Lange Noch?

Wie merkt man dass man Krebs im Endstadium hat?

Symptome bei Krebs im Endstadium – Krebs im Endstadium verlangt dem Körper viele Kräfte ab, wodurch die Organe oft nicht mehr ihren natürlichen Funktionen gerecht werden können. Dies äußert sich dann meist durch Gewichtsverlust, Müdigkeit und Wassereinlagerungen.

Wie lange lebt man mit Krebs Stadium 4?

Darmkrebs: Prognose & Verlauf Je früher entdeckt wird, desto größer sind die Überlebenschancen der Patienten. Die Prognose für den weiteren Verlauf der Erkrankung hängt davon ab, in welchem Stadium sich der zum Zeitpunkt der Entdeckung befindet, d.h. wie sehr er die Darmwand befallen hat und ob bereits in oder andere Organe eingedrungen sind.

Grundsätzlich gilt: Je früher Darmkrebs behandelt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Bei einer mikroskopischen Untersuchung von Tumorgewebe kann neben der Tumorart auch die Aggressivität und Wachstumsgeschwindigkeit eines Tumors abgeschätzt werden. Anhand der Stadieneinteilung der UICC können Darmtumore nach ihrem Entwicklungsstadium eingeteilt und die Ausbreitung anhand der TNM Klassifikation beurteilt werden.

Diese Einteilungen bestimmen den Krankheitsverlauf und die Heilungschancen. So haben kleine Tumore ohne Lymphknotenbefall und ohne Tochtergeschwülste eine günstigere Prognose. Beim Mastdarmkrebs ist die Prognose zusätzlich abhängig von der Lage. Je tiefer der Tumor sitzt, desto ungünstiger sind die Heilungschancen, da dort die Streuung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) über mehrere Lymphbahnen erfolgt.

Rektumkarzinom Kolonkarzinom
Stadium I 95% 95%
Stadium II 85% 90%
Stadium III 55% 65%
Stadium IV 5% 5%

Ein wichtiger Faktor für die Prognose spielt auch die Erfahrung des Chirurgen und die Häufigkeit, mit der Darmkrebs in der jeweiligen Klinik operiert wird. Bei einem erfahrenen Operateur kann die Überlebensrate bis zu 30% höher sein. In den Stadien 0 und I ist eine unterstützende Chemotherapie wegen der sehr guten Heilungsraten nicht notwendig, in Stadium II wird sie nur bei bestimmten Risikofaktoren empfohlen.

  1. In Stadium III und IV kann die Prognose durch begleitende Chemotherapie etwas verbessert werden.
  2. Patienten mit Tumoren im Endstadium (Stadium IV) können in der Regel nicht mehr geheilt werden.
  3. Eine Chemotherapie kann die Lebenserwartung und Lebensqualität dieser Patienten erhöhen.
  4. Unbehandelt beträgt die Lebenserwartung in diesem Stadium 12 Monate, mit einer Chemotherapie zurzeit maximal etwa 24 Monate.

Darmkrebs-Patienten sind sowohl durch das Weiterwachsen des ursprünglichen Tumors als auch durch das spätere Auftreten weiterer Tumore gefährdet. Aus diesem Grund sind nach der Krebsbehandlung lebenslang regelmäßige Untersuchungen erforderlich. : Darmkrebs: Prognose & Verlauf

Wann gilt Krebs als unheilbar?

Metastasen: Vorbeugen, Früherkennung, Prognose – Es gibt keine besonderen Massnahmen, mit denen Sie der Entwicklung von Metastasen vorbeugen können. Wichtig ist immer, dass nach einer Krebsdiagnose ohne Metastasen die erste Krebsbehandlung (oft mit Operation, Chemotherapie, Bestrahlung) so früh wie möglich beginnt und Sie die Behandlungen auch nicht abbrechen.

  • Sie dauern oft mehrere Monate lang und Sie brauchen Durchhaltevermögen.
  • Dann stehen die Chancen – je nach Krebsart – oft gut, dass sich im Verlauf keine Metastasen entwickeln.
  • Aber auch Jahre nach einer überstandenen Krebserkrankung können Metastasen auftreten.
  • Allgemein gilt der Grundsatz: Nach fünf Jahren ohne Rückfall gilt eine Krebserkrankung als geheilt.

Dies stimmt jedoch nicht immer und auch nicht für alle Krebsarten. Bei Brustkrebs gehen Fachleute zum Beispiel von einer deutlich längeren Zeitspanne für das Rückfallrisiko aus – nämlich von mehr als 20 Jahren. Allerdings sinkt das Risiko mit der Zeit, dass der Krebs zurückkehrt.

  1. Besondere Massnahmen zur Früherkennung von Metastasen gibt es (noch) nicht.
  2. Ärztinnen und Ärzte suchen nicht routinemässig im Rahmen der Nachsorge mit bildgebenden Verfahren nach Metastasen.
  3. Sie können Hinweise aus dem Blut ablesen oder befragen Sie genau zu Ihren Symptomen.
  4. Wurden schon bei der ersten Krebsdiagnose Metastasen gefunden, beobachten und kontrollieren Ärztinnen und Ärzte ihr Wachstum und ihre Ausbreitung regelmässig.

Metastasen lassen sich behandeln und in Schach halten, oft über lange Zeit.

Wie lange kann man mit Metastasen noch Leben?

Wie verläuft die Brustkrebserkrankung? – Rechtzeitig erkannt und leitliniengerecht behandelt, sind die meisten Brustkrebs-Erkrankungen heilbar, Die Zahl der Sterbefälle sinkt seit Jahrzehnten kontinuierlich, obwohl mehr Frauen an Brustkrebs erkranken.

  • Fünf Jahre nach der Diagnose sind 87 Prozent der Patientinnen noch am Leben.
  • Allerdings muss bei Brustkrebs – im Gegensatz zu vielen anderen Krebserkrankungen – mitunter auch nach längerer Zeit noch mit dem Auftreten von Lokalrezidiven oder Metastasen gerechnet werden, so dass oft langfristige Anschlusstherapien empfohlen werden.

Voraussetzung für eine dauerhafte Heilung ist, dass der Tumor vollständig zerstört wird. Dies gelingt am besten, wenn er in einem frühen Stadium erkannt wird und noch keine Metastasen in anderen Körperregionen vorhanden sind. Bei etwa 20 Prozent der Brustkrebspatientinnen streut der Tumor allerdings trotz Behandlung in andere Körperregionen, bildet also Metastasen.

  1. Bei 7 Prozent der Frauen sind Metastasen bereits bei der Erstdiagnose „Brustkrebs” vorhanden.
  2. Im fernmetastasierten Stadium besteht mit den heute bekannten Behandlungsmethoden keine Aussicht auf vollständige Heilung, d.h.
  3. Auf dauerhafte Entfernung aller Tumorzellen aus dem Körper.
  4. Die Therapie ist in dieser Situation darauf ausgerichtet, das Fortschreiten der Erkrankung zu verzögern und die Lebensqualität so lange wie möglich zu erhalten, z.B.
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durch Linderung von Symptomen, Einige Therapieansätze haben auch zu einer Verlängerung des Überlebens geführt. Wie lange eine Patientin mit einem metastasierten Brustkrebs überleben kann, ist abhängig von der Bösartigkeit des Tumors und von der Art der Metastasen.

  • Während Patientinnen mit Knochen- und Hautmetastasen eine verhältnismäßig günstige Prognose haben, ist die Situation bei Metastasen in Lunge, Hirn und Leber leider oft weniger gut.
  • Die durchschnittliche Lebenserwartung bei metastasiertem Brustkrebs liegt bei etwa zwei bis vier Jahren nach dem ersten Auftreten von Metastasen.

Doch etwa ein Viertel der Patientinnen lebt noch nach fünf Jahren und jede zehnte Betroffene zehn Jahre oder länger. Diese Angaben beruhen jedoch auch auf historischen Betrachtungen; wie lange eine Patientin mit den heutigen, modernen Therapien leben kann, ist noch nicht bekannt. Quelle: © DIGIMED Verlag GmbH Fachliche Beratung Prof. Dr. med. Diana Lüftner ist ärztliche Leitung und Chefärztin der Immanuel Klinik Märkische Schweiz mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie. Ihr Schwerpunkt liegt auf dem Gebiet der soliden Tumore, insbesondere des Mammakarzinoms in allen Erkrankungsstadien, der gastrointestinalen Tumore sowie der Supportivtherapie. Quelle: © DIGIMED Verlag GmbH Fachliche Beratung Prof. Dr. med. Volkmar Müller ist Stellvertretender Klinikdirektor mit leitung der konservativen gynäkologischen Onkologie und der onkologischen Tagesklinik im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Quelle: © DIGIMED Verlag GmbH Fachliche Beratung Prof. Dr. med. Anton Scharl ist Direktor der Frauenklinik der Kliniken Nordoberpfalz AG. Er leitet zudem das zertifizierte Brustzentrum und das Perinatalzentrum. Kliniken Nordoberpfalz AG Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 28.06.2022 Aktuell | Informativ | Kompetent – Wichtige Infos zum Thema Krebs nicht verpassen! Der Newsletter für Patienten und Interessierte: Bleiben Sie auf dem Laufenden mit dem monatlichen Newsletter des ONKO-Internetportals! Zur Newsletteranmeldung

Wie lange kann man mit einer palliativen Chemo Leben?

Es wird geschätzt, dass fast jeder zweite Krebspatient mit unheilbarer Erkrankung innerhalb der letzten vier Lebenswochen eine Chemotherapie erhält – und das, obwohl es immer mehr Hinweise dafür gibt, dass das den Patienten eher schadet als nützt. Einen solchen Hinweis liefern jetzt US-Ärzte mit den Ergebnissen einer weiteren Auswertung der “Coping with Cancer”-Studie ( BMJ 2014; 348: g1219 ).

  1. Die Onkologen um Dr. Alexi A.
  2. Wright vom Dana-Farber Cancer Institute und Professor Holly G.
  3. Prigerson von der Harvard Medical School in Boston werteten dazu die Informationen von 386 Krebspatienten aus, die zwischen 2002 und 2008 in die Studie aufgenommen worden und im Verlauf gestorben waren.
  4. Alle Teilnehmer hatten eine metastasierte Erkrankung, und bei allen prognostizierten die behandelnden Ärzte eine Lebenserwartung von noch maximal einem halben Jahr.56 Prozent der Patienten erhielten eine palliative Chemotherapie bei Aufnahme in die Studie.

Zwei Wochen vor dem Tod waren es nur 6,2 Prozent, dagegen zwischen 20 und 50 Prozent innerhalb der letzten vier Lebenswochen. Wurden schließlich die letzten acht Lebenswochen betrachtet, lag der Anteil der Patienten mit Chemotherapie sogar bei 62 Prozent.

Was sagt man nicht zu einem krebskranken?

Sagen, dass man verstehst, was die Person durchmacht – Solange man nicht selbst eine Krebser­krankung durchgemacht hat, wird man nie verstehen, wie sich die betroffene Per­son fühlt. Deshalb sollte man auch dar­auf verzichten, dies zu kommentieren. «Ich weiss, was du gerade durchmachst.» «Ich kann wirklich verstehen, wie du dich gerade fühlst» Krebs Endstadium Wie Lange Noch Lasst die betroffene Person wissen, dass ihr an sie denkt und für sie da seid. Es ist auch in Ordnung zuzugeben, dass man nicht weiss, was man sagen soll. «Es tut mir leid, was dir widerfahren ist. Ich denke an dich.» «Ich bin mir nicht sicher, was ich sagen soll. Ich will aber, dass du weisst, dass ich für dich da bin.» «Tut mir von ganzem Herzen leid, dass du das gerade durchmachen musst.»

Was sagt man wenn jemand todkrank ist?

Angesichts des bevorstehenden Todes eines nahen Menschen verfallen viele in Hilf- und Sprachlosigkeit: „Das wird schon wieder!” oder „Du musst nur kräftig essen!” Doch diese Phrasen wollen Todkranke nicht hören. Die Medizinjournalistin Anke Nolte hat für ein Buch mit Patienten und ihren Familien, mit Hospizmitarbeitern, Psychologen und Palliativmedizinern darüber gesprochen, was sich Sterbende und ihre Angehörigen wünschen.

  • Frau Nolte, warum fällt es den Menschen so schwer, über das Sterben oder den eigenen Tod zu reden? Auch wenn das Thema in den Medien recht präsent ist – sobald jemand in der Familie betroffen ist, ist es noch immer ein sehr großes Tabu.
  • Die Fachleute nennen das „gekreuztes Schweigen”: Sowohl die sterbenskranken Menschen als auch die Angehörigen sprechen das Thema Tod nicht an.

Warum nicht? Zum einen haben wir einfach Angst. Es ist für uns nicht vorstellbar, dass wir selbst sterben oder ein Vertrauter. Weder in der Philosophie noch in der Medizin gibt es ja eine Antwort auf die Frage: Was kommt eigentlich danach? Uns fehlt aber nicht nur der Mut.

Vielmehr dient das Schweigen auch dem nötigen Selbstschutz. Das gilt für den Sterbenskranken ebenso wie für die Angehörigen. In der Psychologie werden Phasen der Verarbeitung von Trauer beschrieben. Dazu gehört auch, den baldigen Tod nicht so nah an sich heranzulassen, weil man es einfach nicht verkraften würde.

Viele Menschen möchten andere schonen und ihnen die Wahrheit nicht zumuten. Auf Dauer tut das jedoch nicht gut. Worüber möchten Sterbenskranke denn reden? Das hängt stark von dem jeweiligen Menschen ab. Redet Die- oder Derjenige generell über sich und seine Gefühle oder eher nicht? Sie oder er wird sich fragen: Wer sitzt da überhaupt am Bett? Haben wir eine gute Beziehung und können wir miteinander reden? Gezeigt hat sich, dass Sterbenskranke oftmals formale Dinge regeln wollen – Patientenverfügung, Testament oder sogar die Beerdigung.

  1. Das eröffnet einen guten Zugang zum Thema Tod und Sterben.
  2. Viele empfinden das als erleichternd.
  3. Ich habe zum Beispiel mit einem Geschwisterpaar gesprochen.
  4. Der Bruder war sterbenskrank und hatte genaue Vorstellungen von seiner Beerdigung.
  5. Jeder Gast sollte zwei Schnapsgläser bekommen, eins für sich und eins für das Grab.
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Er meinte scherzend: Ich werde sternhagelvoll sein. Die Schwester und er konnten darüber lachen. Das ist eine Möglichkeit, damit umzugehen. Es gibt aber auch Menschen, die bis zum Schluss nicht wahrhaben wollen, dass sie sterben werden. Das kann für alle sehr belastend sein.

Welche Rolle spielen persönliche Erinnerungen? Ein Rückblick auf das Leben ist ganz wichtig. Sterbenskranke suchen Antworten auf Fragen wie: Habe ich das Leben gelebt, was ich leben wollte? Habe ich meine Werte gelebt? Welche Krisen habe ich überstanden und wie bin ich daraus hervorgegangen? Habe ich jemanden verletzt und kann ich das wieder gutmachen? Schuldgefühle können auftauchen und der Wunsch, alte Familienkonflikte zu bereinigen.

Eltern wollen beispielsweise ihre Kinder sehen, zu denen sie jahrelang keinen Kontakt hatten. Wenn das nicht erwünscht ist, ist das oft nur sehr schwer auszuhalten. Doch neben der Vergangenheit geht es auch um die Gegenwart und Zukunft. Wie meinen Sie das? Man vergisst häufig, dass Sterbenskranke je nach Diagnose ja vielleicht noch einige Wochen und Monate, vielleicht sogar Jahre leben.

  1. Es geht also auch um folgende Fragen: Wie möchte ich jetzt leben? Gibt es einen Herzenswunsch, den ich mir erfüllen möchte? Das können große oder kleine Sachen sein.
  2. Ein Freund von mir etwa wollte gerne noch einmal einen Nachtspaziergang im Berliner Grunewald machen.
  3. Auch wenn jemand bettlägerig ist, gibt es erfüllbare Wünsche, wie etwa eine Oper zusammen zu hören.

Das ist auch eine Grundaussage des Buches: Es ist nicht alles vorbei, wenn man nur noch eine bestimmte Zeit zu leben hat, sondern es geht darum, diese Zeit soweit es geht mitzugestalten. Gibt es den richtigen Ort und die richtige Zeit für solche Gespräche? Gute Gespräche können oft nur in einer guten Atmosphäre entstehen.

  • Für mich ist ein Hospiz zum Beispiel ein wohltuender Ort dafür.
  • Dort gehen die Mitarbeiter auf natürliche, teilweise fröhliche Art mit dem Thema Sterben um.
  • Der Tod wird angenommen, nicht verdrängt.
  • Ich habe ein Paar kennengelernt, das sich immer nachmittags in den Garten des Hospizes gesetzt, Kaffee getrunken und dort viele gute Gespräche geführt hat.

Man kann auch in ein Café gehen. Ist der sterbenskranke Mensch zu Hause, sollte die Familie für krankheitsfreie Räume sorgen. In einer Sitzecke lässt es sich besser reden als am Bett. Wie gelingt ein guter Einstieg? Menschen stecken immer wieder in diesen Verdrängungsphasen und machen dicht.

Da sind Vorwürfe und ein Satz wie „Na nun sag doch mal” nicht förderlich. Besser man beginnt aus der eigenen Perspektive mit Ich-Botschaften: „Ich erlebe das gerade so”, „Ich habe damit zu kämpfen, dass”, „Ich habe etwas auf dem Herzen. Hast du jetzt ein Ohr dafür oder morgen?”. Man kann sich verabreden und sich so besser auf ein Gespräch einstellen.

Wichtig ist, immer zu sagen, wenn einem etwas auf dem Herzen liegt, sich nicht entmutigen zu lassen, sondern immer wieder zu probieren, was geht. Man kann es aber auch über formale Dinge versuchen: „Du, wir haben noch keine Patientenverfügung gemacht.

  1. Das sollten wir noch mal klären.” Man kann also gar nichts Falsches sagen? Ich glaube, das größere Problem ist es, zu wenig miteinander zu reden.
  2. Zur Not muss man sich etwas einfallen lassen.
  3. Ich habe mit einem Ehepaar mit zwei kleinen Kindern gesprochen.
  4. Die Frau litt unter einem Gehirntumor.
  5. Es gab jede Menge zu regeln, doch sie wollte darüber nicht reden.

Irgendwann schlug der Mann ihr vor: Wir müssen das jetzt klären, also sag nur ja oder nein. Möchtest du zu Hause sterben, ja oder nein? Möchtest du verbrannt werden, ja oder nein? Möchtest du bei deinem Vater beerdigt sein, ja oder nein? Heute sagt der Mann, dass es der richtige Weg für sie war.

  • Gibt es Themen, die man besser nicht ansprechen sollte? Das hängt von der Situation ab.
  • Gut ist, immer von sich auszugehen, egal ob als Kranker oder Angehöriger: Wenn ich über etwas sprechen möchte, sollte ich das tun und auf den richtigen Zeitpunkt warten.
  • Das heißt aber nicht, es immer weiter herauszuschieben.

Irgendwann kann man auch auf den Tisch hauen und sagen: „Du, mir liegt wirklich was auf dem Herzen. Ich sag dir jetzt mal, wie ich das sehe!” Also sollten sich Angehörige nicht aus Rücksicht zurückhalten? Mir hat eine Frau geschildert, dass sie nie geweint hat, wenn sie bei ihrer sterbenskranken Mutter war.

  1. Sie wollte das nicht zeigen und hat nur nachts zu Hause geweint.
  2. Ihrem innigen Verhältnis zueinander hat das keinen Abbruch getan.
  3. Generell sollte man ruhig sagen und zeigen, wenn man gerade wahnsinnig traurig ist.
  4. Manchmal ist das aber auch gar nicht nötig, weil das Gegenüber es ohnehin bemerkt.
  5. Es ist auch empfehlenswert, dass Angehörige andere Menschen ins Vertrauen ziehen und mit ihnen über die eigenen Gefühle sprechen.
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Das können enge Freunde oder Verwandte sein oder Menschen, die schon die Erfahrung einer Sterbebegleitung gemacht haben. Auch Ärzte oder Hospizmitarbeiter können für Angehörige und auch die Sterbenskranke gute Ansprechpartner sein. Neben der Trauer spüren viele auch Wut und Ärger.

  1. Tatsächlich wird viel gestritten.
  2. Hier gilt dasselbe wie für andere Konfliktgespräche auch: Spürt jemand, dass er verärgert und wütend ist, heißt es, einmal tief Luft holen, drüber schlafen und überlegen, wie man das Thema am besten ansprechen kann.
  3. Oftmals entsteht die Wut aus einer Überforderung heraus.

Eine Regel für Konfliktgespräche ist es, Vorwürfe in Wünsche zu verwandeln. Also statt „Du lässt dich nur bedienen” etwa zu äußern „Ich würde mir wünschen, dass du auch ein paar Aufgaben übernimmst”. Natürlich kann es passieren, dass in der Wut böse Worte fallen.

  1. Aber das sollte man sich auch verzeihen.
  2. Wie wichtig ist Ehrlichkeit? Sterbenskranke wünschen sich absolute Ehrlichkeit.
  3. Hospizmitarbeiter und Sterbebegleiterinnen berichten, dass die Patienten hochsensibel sind und die Wahrnehmung viel geschärfter ist.
  4. Sie spüren sofort, wenn nicht stimmig ist, was gesagt wird.

Also Phrasen wie „Das wird schon wieder” oder „Du schaffst das schon” sollte man sich sparen. Andererseits kann es auch sein, dass der Sterbenskranke die Wahrheit in dem Moment nicht aushalten kann. Zum Beispiel schreibe ich von einer Frau, die ihre Schmerzen immer auf den Ischias geschoben hat.

Sie wollte nicht wahrhaben, dass sie vom Krebs kommen. Die Tochter hat geschwiegen und nicht etwa gesagt: Das kommt doch von deinem Krebs. Sie hat gemerkt, dass es keinen Sinn gehabt hätte. Gehen Männer und Frauen eigentlich unterschiedlich mit der Situation um? Das ist nicht pauschal zu beantworten. Ich glaube, es ist eher eine Altersfrage.

Die Generation der heute über 80-Jährigen, also die Kriegskinder, musste immer viel verdrängen. Ihnen fällt es tendenziell schwerer, über Gefühle und über das Sterben zu reden. Ich habe von vielen Familien gehört, dass es ganz schwierig ist, mit den alten Eltern darüber ins Gespräch zu kommen.

Wie sollten sich Angehörige verhalten, wenn der Erkrankte den Wunsch äußert, zu sterben? Sie sollten es ernst nehmen und den Gedanken zulassen: Viele Sterbenskranke sind verzweifelt, und es ist wichtig, den Sterbewunsch zu äußern. Die Angehörigen können dann Fragen stellen: Was genau ist es, was du nicht mehr aushälst? Es können Schmerzen, Übelkeit, Atemnot, Schwäche sein.

Wenn es daran liegt, sollte ein Palliativmediziner zurate gezogen werden, Mitarbeiter aus dem Hospiz, Schmerzmediziner. Sie können helfen, die Symptome zu lindern. Hinzu kommt, dass Sterbenskranke sich überflüssig und wertlos fühlen, sie wollen niemandem zur Last fallen.

  1. Dann geht es darum, demjenigen zu sagen: Auch wenn du krank bist, du bist genauso viel wert wie ein gesunder Mensch.
  2. Ich liebe dich und möchte dich bei mir haben.
  3. Ist es manchmal besser, einfach zu schweigen und da zu sein? In der Sterbephase ganz sicher.
  4. Dann gilt es, nur ruhig am Bett zu sitzen und die Stille zuzulassen.

Und versuchen zu spüren, was der Andere möchte, eine Berührung oder etwas frische Luft. Auch sonst muss nicht immer geredet werden. Momente, in denen man miteinander schweigen kann, können intensiv und wertvoll sein. Das Gespräch führte Kornelia Noack.

Wie lange kann man mit einer palliativen Chemo Leben?

Bei Menschen mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung liegt der Schwerpunkt der medizinischen Behandlung auf einer palliativen Betreuung: Symptome werden gezielt gelindert und die Lebensqualität bestmöglich gefördert. Auch hier gilt: Krebs ist nicht gleich Krebs,

  1. Neben den verschiedenen Krebserkrankungen gibt es auch zahlreiche Ausbreitungsstadien, die unterschiedlich schnell voranschreiten können.
  2. Dank moderner Medizin gibt es viele Therapieansätze, die dann eingesetzt werden.
  3. Hat sich der Krebs bereits im Körper ausgebreitet oder kann nicht mehr geheilt werden, sprechen Medizinerinnen und Mediziner von einem palliativen Therapieansatz,

Der Begriff „Palliativ” stammt ab vom lat. Begriff palliare „mit einem Mantel bedecken”. Gemeint ist, dass Menschen mit einem Mantel umhüllt werden, der sie bis zuletzt wärmt und stärkt.1 Die Palliativmedizin zielt nicht auf Heilung ab, sondern macht es sich zur Aufgabe, das Tumorwachstum möglichst einzudämmen, Schmerzen und andere Begleiterscheinungen zu lindern und die Lebensqualität zu erhöhen oder zu erhalten.

  1. Das Ziel einer palliativen Behandlung richtet sich dabei individuell nach den Bedürfnissen und Wünschen der Patientin oder des Patienten.
  2. Eine wirkungsvolle Schmerztherapie ist zum Beispiel eine wichtige Säule der Palliativmedizin.
  3. Wichtig: Die Entscheidung für eine Palliativtherapie bedeutet nicht, dass ein Leben zu Ende geht.

Palliativmedizin wird häufig im allgemeinen Sprachgebrauch verstanden als „die Behandlung in den letzten Lebenswochen” – das ist jedoch nicht richtig. „Palliativ” bezieht sich vor allem auf das Therapieziel : Im Gegensatz zu einer „kurativen” Therapie geht es bei der Palliativmedizin nicht um eine Heilung der Krebserkrankung, sondern darum, eine möglichst gute Lebensqualität zu schaffen.