Oberschenkel Schmerzen Wie Muskelkater?

Was können Schmerzen in den Oberschenkel bedeuten?

Ursache für Schmerzen am Oberschenkel – Eine Meralgia paraesthetica (auch Bernhardt-Roth Syndrom oder Inguinaltunnel-Syndrom) gilt als dritthäufigstes Engpasssyndrom und damit als mögliche Ursache für anhaltende Schmerzen im äußeren und vorderen Oberschenkelbereich,

  • Besonders häufig tritt die Meralgie in der Altersgruppe 30 bis 40 auf und oft im Zusammenhang mit Diabetes, Schwangerschaft und Übergewicht auf.
  • Die Schmerzen entstehen hierbei meist spontan.
  • Die Ursachen für die Entstehung können mechanischer oder metabolischer Natur sein: Als mechanische Gründe gelten zu enge Kleidung, rasche Gewichtszunahme und erhöhter Druck im Bauchraum,

Metabolische Ursachen sind vorwiegend Diabetes und Alkohol geschuldet. Eine weitere, seltenere Ursache kann eine iatrogene Verletzung sein, also durch einen chirurgischen Eingriff verursacht (z.B. bei Osteotomien).

Habe Schmerzen in den Beinen wie Muskelkater?

Schmerzen in den Beinen wie Muskelkater – Beinschmerzen, die sich wie Muskelkater anfühlen, sind meist überlastungsbedingt. Oftmals treten diese Beschwerden bei untrainierten Menschen z.B. nach einer langen Wanderung oder nach langem Stehen oder Gehen auf.

Wie macht sich eine Muskelentzündung im Oberschenkel bemerkbar?

Folgende Anzeichen können auf eine Muskelentzündung hindeuten: –

Muskelschwäche und Muskelschwund – betroffen sind die Muskeln am Rumpf und an den Extremitäten in der Nähe der Körpermitte Muskelschmerzen Bewegungseinschränkungen: Probleme beim Treppensteigen oder Aufstehen von einem Stuhl oder beim Heben oder Tragen von Gegenständen, Stolpern, Stürze, Fallenlassen von Gegenständen Schluckstörungen, wenn die Schlundmuskulatur betroffen ist.

Woher kommen Muskelschmerzen im Oberschenkel?

Schmerzen am inneren Oberschenkel: Adduktorenzerrung Oberschenkel Schmerzen Wie Muskelkater Bild: imago images/imagebroker • Verletzungen der Adduktoren treten typischerweise als Sportverletzungen auf. • Zentrales Symptom sind Schmerzen bei Bewegung, vor allem beim Abspreizen oder nach innen ziehen des Beines. • Besonderes Risiko besteht bei Sportarten mit vielen Tempowechseln oder abrupten Gegenbewegungen beim Laufen.

• Wichtigste Maßnahme beim Verdacht auf Zerrung: Schonung, Aussetzen des Trainings und in den ersten 48 Stunden kühlen und hochlagern des Beines. Die Adduktoren sind eine Muskelgruppe aus sechs Muskeln an der Oberschenkelinnenseite, die das Becken (Schambein) mit dem Knochen des Oberschenkels verbinden.

Diese Adduktorenmuskeln sind in Schichten angeordnet, entspringen an der und je weiter unten (Richtung ) sie am Oberschenkel “andocken”, desto länger ist der Muskelstrang (siehe Bild). Der längste, kräftigste und tiefste Muskel der Adduktoren reicht dabei bis ans Knie und wird auch ” großer Schenkelanzieher ” genannt, lateinisch: Musculus adductor magnus. Oberschenkel Schmerzen Wie Muskelkater Der Name Adduktoren leitet sich vom lateinischen Begriff für “heranziehen” oder “hinziehen” ab und in der Tat ist die wichtigste Aufgabe der Adduktoren das Bein nach innen zu ziehen – z.B. beim Tritt gegen einen Ball. Außerdem stabilisieren die Adduktoren das Becken.

Verletzungen wie eine Adduktorenzerrung oder ein Muskelfaserriss an einem der Adduktorenmuskeln treten typischerweise als Sportverletzungen auf. Bekannt sind die schmerzhaften Verletzungen vor allem aus dem Fußball: Der Klassiker ist die von Adduktorenmuskeln nach einer Grätsche. Aber auch beim Hockey, Eislaufen, Skilaufen (Langlauf) oder Sportarten mit hohem Laufanteil treten Adduktorenverletzungen häufig auf.

Genau genommen sind bei einer Zerrung der Adduktorengruppe Sehnen gezerrt : nämlich die Sehnen, die die Muskelgruppe der Adduktoren an der Hüfte mit dem Knochen verbinden. Häufig ist darum auch von Leistenzerrung die Rede, auch wenn eigentlich genauer die Adduktorengruppe gemeint ist.

  1. Durch Abspreizen des Beins nach außen ( Abduktion – ist das Gegenteil von Adduktion – also heranziehen), können die verletzten Sehnen entweder einmalig überdehnt werden oder es kommt z.B.
  2. Durch Dauerbelastung (Lauftraining) zu einer Reizung und Entzündung.
  3. Übrigens: Auch werden häufig mit Adduktoren in Verbindung gebracht.

Diese Vermutung beruht aber eher auf ausstrahlendem Schmerz oder Ungenauigkeit in der Sprache: Die Adduktorengruppe ist nicht direkt mit dem Hüftgelenk verbunden – allerdings mit dem Hüftknochen. Typische Symptome für eine Adduktorenzerrung (ungenauer: Leistenzerrung) sind: • Schmerzen in der Leistengegend: am Sehnenansatz im und in der Schambeinregion.

  1. Die Schmerzen können dauerhaft sein, häufiger aber sind Bewegungsschmerzen.
  2. Manchmal können die Schmerzen gefühlt auch das Hüftgelenk betreffen – bei Unsicherheit ist die Diagnose von Ärztin oder Arzt entscheidend.
  3. Oberschenkelschmerzen (Muskulatur der Innenseite).
  4. Bewegungseinschränkung durch Belastungsschmerzen beim nach innen Ziehen des Beines (Adduktion).
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• Bewegungseinschränkung durch Belastungsschmerzen beim Abspreizen des Beins (Abduktion) zur Seite. • im Bereich der Oberschenkelinnenseite. • Auch oder • sind möglich. Typisch bei einer Adduktorenzerrung (manchmal auch ungenauer Leistenzerrung genannt) sind stechende Belastungsschmerzen bzw.

Bewegungsschmerzen, Sie betreffen besonders Drehungen, die Abspreizung und das Heranziehen des Beins (Abduktion und Adduktion) und können die Beweglichkeit stark einschränken. Je nach Schweregrad können Blutergüsse (Muskelfaserriss z.B.) oder Schwellungen dazu kommen. Eine Verletzung der Muskelgruppe der Adduktoren entsteht klassischerweise durch eine,

Das kann zwar auch durch einen Unfall passieren (z.B. Wegrutschen des Beins auf eisigem Grund im Winter), ist aber typischerweise eine Sportverletzung. Die Adduktorenzerrung wird als Sportverletzung entweder durch einzelne, besonders extreme Bewegungen ausgelöst oder durch eine generelle Überlastung der Oberschenkelmuskulatur (z.B.

  • Beim Joggen).
  • Bei einer einzelnen, rückhaften Überdehnung spielt oft fehlendes Aufwärmen der Muskulatur eine Rolle.
  • Bei diesen klassischen ist das Risiko für Adduktorenzerrung besonders hoch: • Fußball • Hockey und Eishockey • Eislaufen • Tennis • Squash • Tischtennis • Federball • Football • Baseball • Basketball • Handball Auch beim Skilaufen kann es durch Wegrutschen zu Verletzungen der Adduktorenmuskeln kommen; beim Langlauf ist dafür eher das Risiko durch Überlastung der Oberschenkelinnenmuskulatur gegeben.

Grundsätzlich gilt: Sportarten, bei denen, • häufige durch die Oberschenkelmuskeln eingeleitet werden • es ein hohes Laufpensum gibt und • es viele Tempowechsel oder abrupte Gegenbewegungen beim Laufen gibt (viele Sprints) bergen das Risiko von Adduktorenschmerzen durch, Muskelfaserrisse oder Entzündungen.

Die Adduktorenschmerzen entstehen im Endeffekt alle durch Überforderung der Muskeln – entweder in einer besonderen Situation oder auf Dauer. Fehlstellungen der Hüfte bzw. des Hüftknochens können das Risiko für eine Adduktorenzerrung erhöhen, sind aber keine zwingende Ursache. Wichtig ist, dass der verletzte Bereich, konkreter die betroffene seitliche Oberschenkelmuskulatur, ausheilen und sich erholen kann.

Darum sollte man bei Zerrung oder Muskelfaserriss vor allem erst einmal die Innenseite der Oberschenkelmuskulatur schonen, Konkret heißt das: Trainingspause bis die Schmerzen vorüber sind und auch sonst in jedem Fall schmerzhafte Bewegungen vermeiden.

  • Binnen der ersten 48 Stunden nach der Verletzung gilt die PECH-Regel als sehr effizient, wie auch sonst bei oder, um Schaden durch eine Zerrung einzudämmen.
  • Die Anfangsbuchstaben stehen für die einzelnen Maßnahmen: P wie Pause : Den betroffenen Bereich ruhigstellen.
  • E wie Eis : Den betroffenen Bereich sofort kühlen.

C wie Kompression : Einen Druckverband oder Bandagen anlegen H wie Hochlagern des betroffenen Bereichs. Steht die Diagnose fest, können schmerzlindernde Maßnahmen durch Medikamente, die Behandlung unterstützen. Konkret können in der akuten Schmerzphase zum Beispiel durchaus über ein paar Tage zum Einsatz kommen, am besten berät man sich dazu nach der Diagnose gleich mit Ärztin oder Arzt.

  1. Wichtig: Bei Schmerzen der Innenseite der Oberschenkelmuskulatur und Verdacht auf eine Adduktorenzerrung sollten Sie in jedem Fall spätestens dann einen Arzt oder eine Ärztin hinzuziehen, wenn,
  2. Sich Schwellungen an der Innenseite der Oberschenkelmuskulatur zeigen, • die Schmerzen stark sind, • auch Ruheschmerzen auftreten, • Sie die Schmerzen nicht zuordnen können, • Bewegungsschmerzen sich auch nach ein paar Tagen Schonung gar nicht verbessern, • Sie in ihrer Bewegung so eingeschränkt sind, dass es Ihren Alltag belastet.

Mi 21.06.2023 | 20:15 | rbb Praxis Wiedereinstieg in den Sport fällt oft schwer: Auch wenn’s gesund ist, fehlen Motivation & Muskeln. Wie kann man sich überwinden? Was schützt vor Überforderung? Entscheidend ist außerdem: Die Muskulatur nicht zu früh wieder belasten und mit Übungen anfangen! Vorzeitige Belastung der inneren Oberschenkelmuskulatur kann Patientinnen und Patienten im Heilungsprozess wieder zurückwerfen oder eine Zerrung noch verstärken! Grundprinzip: Weglassen, was weh tut.

  • Bessert sich die Lage gilt: langsam wieder einsteigen und die Muskeln durch Übungen leicht dehnen, um weitere Verletzungen und Zerrungen der Adduktoren zu vermeiden.
  • Auch Physiotherapie mit Übungen zur Dehnung und Krafttraining für unterstützende Muskeln (z.B.
  • Der Hüfte) kann helfen, in Zukunft erneute Adduktorenzerrungen zu vermeiden.
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Sehr selten ist eine OP nötig, Das kann der Fall sein bei einem kompletten Muskelriss oder wenn die Adduktorenschmerzen chronisch sind. Bei einem Riss kann die entsprechende Sehne über Knochenanker oder Schrauben wieder am Knochen befestigt werden. Bei chronischen Beschwerden oder vernarbtem Sehnengewebe kann der umgekehrte Schritt nötig sein, also einen Teilbereich eines Adduktorenmuskels vom Knochen zu lösen.

Entscheidend für die Genesungszeit ist die Schwere der Verletzung – klar. Für alle, die keine sind, gilt: Bei einer sehr leichten Zerrung können schon 4 – 5 Tage Ruhe mit Belastungs- und Sportpause reichen. Bei einer “normalen, leichten Zerrung” geht man von 1 – 2 Wochen aus. Trotzdem sollte man sich danach nicht wieder voll ins Training stürzen, sondern nach einer Zerrung mindestens noch einen Monat einen Gang runter schalten, auch bei Schmerzfreiheit.

In schweren Fällen kann eine Adduktorenzerrung auch 3 – 6 Monaten für die Heilung brauchen. Zentrales Kriterium für Betroffene ist der Schmerz, Was auch immer Sie tun, Schmerzen der Muskulatur sollten Sie dabei nicht haben, sonst ist die Heilung noch nicht abgeschlossen.

Die Adduktorenmuskeln braucht dann in jedem Fall noch mehr Schonung und Ruhe. Eine wichtige Landmarke kann das Laufen sein: Sobald Sie Richtungswechsel ohne Schmerzen hinbekommen und es auch im Nachhinein (abends nach dem Laufen zum Beispiel) keine Probleme gibt, können Sie wieder zum spezielleren Training in Ihrer eigenen Sportart zurückkehren.

Es bleibt aber wichtig es nicht gleich zu übertreiben und vor allem: auf die Signale des eigenen Körpers zu achten. Beitrag von Lucia Hennerici Schleimbeutelentzündung (Bursitis) im Gelenk entsteht oft durch eine Überbelastung beim Sport oder langes Knien.

Lesen Sie mehr zu Symptomen & was hilft. Schmerzen am Fußballen treten oft beim Auftreten & Abrollen auf, bei Belastung von Fußsohle und Vorfuß. Mögliche Ursachen: Fehlstellung & Überbelastung. unsplash/Michal Parzuchowski Schmerzmittel sind beliebt und in der Apotheke gibt es eine große Auswahl ohne Rezept zu kaufen.

Das heißt aber nicht, dass Schmerzmittel generell harmlos sind. Und in manchen Fällen brauchen wir sie. Nur: Welche Pille hilft wem? Welche Nebenwirkungen haben sie und wer darf sie wie lange einnehmen? imago images / Panthermedia Eine Schnittverletzung passiert im Alltag besonders häufig – auch am Finger.

Desinfizieren? Pflaster ja – nein? Das sollten Sie bei der Erstversorgung beachten. Imago Images/Science Photo Library Die Fehlstellung im Hüftgelenk fällt i.d.R. bei Säuglingen auf. Bei Erwachsenen kann sie Schmerzen & Hüftarthrose (Coxarthrose) auslösen. Hilfe bieten OPs. Calcium und Magnesium sind wichtige Mineralstoffe für den Körper – können von ihm selbst aber nicht produziert werden.

Daher ist es wichtig, genug Calcium und Magnesium über die Nahrung zu sich zu nehmen. Nur: Was ist ausreichend? Wie bemerkt man überhaupt Mangel? Und was, wenn man zu viel dieser Mineralien geschluckt hat? Hohe Temperaturen können das Herz-Kreislauf-System überfordern.

Wie macht sich eine Schleimbeutelentzündung im Oberschenkel bemerkbar?

Leitbeschwerden – Bursitis trochanterica:

Druckschmerzen an der Außenseite des körpernahen Oberschenkels und der Hüfte, vor allem im Liegen Starke bewegungsabhängige Schmerzen Manchmal Ausstrahlen der Schmerzen ins Knie oder Gesäß Selten Rötung und Schwellung außen an der Hüfte Fieber und Schüttelfrost bei der bakteriellen Schleimbeutelentzündung.

Bursitis iliopectinea :

Druckschmerz im Bereich der Leiste Schmerzen beim Strecken der Hüfte Fieber und Schüttelfrost bei der bakteriellen Schleimbeutelentzündung.

Wie fühlt sich eine Muskelverhärtung im Oberschenkel an?

So machen sich verhärtete Muskeln bemerkbar – Muskelverhärtungen äußern sich durch dumpfe Schmerzen in den betroffenen Muskeln. Eine Bewegung des Muskels ist nur unter Schmerzen oder überhaupt nicht mehr möglich. Typisch für eine Myogelose sind außerdem druckempfindliche Knoten oder strangförmige Verdickungen im Muskelgewebe.

  1. Diese Verhärtungen sind deutlich beim Massieren der entsprechenden Stelle zu spüren.
  2. Vor allem die Waden, Oberschenkel sowie Nacken, Schultern und der Rücken sind oft von Muskelverhärtungen betroffen.
  3. Lein aber fies: Sogenannte Triggerpunkte sind ebenfalls Muskelverhärtungen – nur eben punktförmig.
  4. Die „Knubbel” haben meist nur einen Durchmesser von wenigen Millimetern.
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Beim Ertasten schmerzt die Stelle deutlich. Die Knötchen strahlen jedoch oft ganz andere Körperbereiche aus, was dazu führt, dass viele Menschen an Schmerzen leiden, deren Ausgangspunkt sie nicht kennen.

Können Schmerzen in den Oberschenkel mit dem Darm in Zusammenhang?

Spontan erscheint es uns völlig logisch, dass bei Rückenschmerzen etwas mit der Wirbelsäule nicht stimmt und wir bei einem Ziehen im Oberschenkel wohl eine falsche Bewegung gemacht haben. Physiotherapeut Johannes Randolf bringt uns in seinem neuen Buch „ Körperlogik verstehen ” jedoch eine völlig andere Logik nahe: Anhand wissenschaftlicher Fakten und vieler Beispiele aus seiner Praxis veranschaulicht er, dass Schmerzen nur selten dort auftreten, wo die tatsächliche Ursache zu finden ist.

Im Interview hat er uns die Zusammenhänge unseres Körpers erläutert und verraten, wie wir mit diesem Wissen Schmerzen behandeln und vorbeugen können. Mobil-e: Herr Randolf, der Begriff „Körperlogik” klingt sehr komplex – was genau verbirgt sich dahinter? Johannes Randolf: Im Grunde ist es ganz einfach: Unser Körper will, dass es ihm gut geht.

Deshalb tut er alles, um Lösungen für Probleme zu finden, die sein Gleichgewicht zu stören drohen. Dazu nutzt er alle seine Systeme: den Bewegungsapparat, die biochemischen Prozesse wie zum Beispiel Atmung und Verdauung und die Psyche. Gibt es in einem dieser drei Bereiche einen Mangel oder eine Störung, zieht der Körper zum Ausgleich automatisch Ressourcen aus einem der anderen Bereiche ab – er kompensiert die Defizite.

  • Mithilfe der Körperlogik kann man die „Schleichwege” und Ausgleichsmechanismen, die jeder Körper im Laufe der Jahre entwickelt, nachvollziehen und therapeutisch nutzen.
  • Mobil-e: Was genau passiert denn im Körper, wenn das Gleichgewicht gestört wird? Johannes Randolf: Das Kompensationspotenzial des Körpers ist sehr groß, doch irgendwann ist es erschöpft und es kommt zu Beschwerden.

Es kann dann sein, dass irgendwo im Körper Schmerzen auftreten, aber auch Müdigkeit und ein generelles Unwohlsein oder Niedergeschlagenheit sind häufige Symptome. Mobil-e: Und wie erkennt man dann die Ursache für die Beschwerden? Haben Sie ein Beispiel? Johannes Randolf: Besonders aufschlussreich ist die Beziehung zwischen Muskeln und Organen – dennoch wird sie oft nicht berücksichtigt.

Jeder Muskel steht über Nervenbahnen mit einem bestimmten Organ in Verbindung. Ist dieses Organ in Dysbalance, reagiert der mit ihm verbundene Muskel mit einer Über- oder Unterspannung. So ist der Dünndarm beispielsweise mit dem Oberschenkelmuskel verbunden. Ist unsere Darmgesundheit beeinträchtigt, kann sich das durch Schmerzen im Oberschenkel äußern.

Andersherum kann es genauso laufen: Weist der Oberschenkelmuskel eine starke Verletzung auf, reagiert der Darm ebenfalls und die Verdauung wird gestört. Auf ähnliche Weise schwächt zum Beispiel eine erhöhte Magensäurekonzentration einen Teil des Brustmuskels.

  • Und einer der Schultermuskeln hat eine Verbindung zu den Lungen.
  • Ich habe schon mehrfach erlebt, dass Patienten wegen Schulterproblemen in die Praxis kamen und sich letztlich ein langwieriger Infekt in der Lunge als eigentliche Ursache herausstellte.
  • Eine solche Störung der Muskel-Organ-Beziehung kommt sehr häufig vor.

Mobil-e: Was kann man tun, um den Körper in der Balance zu halten? Johannes Randolf: Im Grunde sind es die bekannten Dinge – von ausreichend Bewegung über Stressvermeidung bis hin zu gesunder Ernährung. Sie alle sind wichtig, damit der Körper funktionieren kann.

  • Ich möchte jedoch auf zwei weitere Aspekte hinweisen.
  • Zum einen trinken die allermeisten Menschen viel zu wenig Wasser, dabei gibt es keine Funktion, keine Zelle, die kein Wasser benötigt.
  • Wasser hält die Muskeln elastisch, stellt sicher, dass das Blut flüssig genug ist, schwemmt die Schadstoffe, die bei der Verbrennung anfallen, aus dem Körper und vieles mehr.

Mindestens zwei, besser drei Liter am Tag sollte man deshalb trinken, bei Hitze oder körperlicher Aktivität entsprechend mehr. Zum anderen spielt unsere Atmung eine ganz grundlegende Rolle. Wir alle sitzen sehr viel, im Sitzen hat die Lunge jedoch kaum Platz, sodass die meisten von uns einen permanenten Sauerstoffmangel haben.