Pfeiffersches Drüsenfieber Wie Lange Ansteckend?

Ist man mit Pfeifferschem Drüsenfieber ansteckend?

Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist eine Virusinfektion. Sie ist auch als infektiöse Mononukleose oder Kusskrankheit bzw. kissing disease bekannt. Sie kommt weltweit vor. Auslöser ist das Epstein-Barr-Virus, kurz EBV, das zur Gruppe der Herpesviren gehört.

  • Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist sehr ansteckend.
  • In Europa machen etwa 95 Prozent der Bevölkerung bis zum 30.
  • Lebensjahr eine Infektion mit dem Eppstein-Barr-Virus durch.
  • Bei Kindern verläuft die Infektion meist symptomlos oder äußerst mild.
  • Bei Jugendlichen und Erwachsenen treten oft grippeähnliche Symptome auf.

Schwerwiegende Komplikationen kommen sehr selten vor.

Wie lange darf man bei Pfeifferschem Drüsenfieber nicht küssen?

Infektiöse Mononukleose oder Kuss-Krankheit: Mindestens 3 Wochen schonen 19.01.2022 Heranwachsende, die sich mit dem Epstein-Barr-Virus infizieren und eine infektiöse Mononukleose, auch „” oder “Kuss-Krankheit” genannt, entwickeln, sollten sich mehrere Wochen schonen, viel trinken und vier bis sechs Wochen keinen Sport treiben. „Die Milz ist bei einer infektiösen Mononukleose vergrößert und besonders empfindlich, sodass sie in sehr seltenen Fällen – bei etwa 1% der Erkrankten- reißen kann. Insbesondere Kontaktsportarten und Heben von schweren Gewichten sind riskant. Ein Milzriss bzw.

eine Milzruptur ist gefährlich, da innere Blutungen die Folge sind, die eine Notoperation erforderlich machen”, erklärt Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin und Mitglied des Expertengremiums vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Ein Milzriss löst und im linken Oberbauch aus. Die Hauptsymptome der Mononukleose sind, Halsschmerzen, geschwollene Lymphknoten und Müdigkeit.

Der Kinder- und Jugendarzt kann durch Befragung, Untersuchung und Blutabnahme erkennen, ob ein Heranwachsender unter dem Pfeifferschen Drüsenfieber leidet. Bei kleinen Kindern kann die Krankheit aber auch ohne Beschwerden verlaufen. Selten können Kinder, die an Mononukleose erkranken, in der Folge eine oder Herzmuskelentzündung entwickeln, auch ein starker Rückgang der Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder eine Entzündung der Hoden (Orchitis) ist möglich.

Das Epstein-Barr-Virus gehört zu der Familie der Herpes-Viren. Das Virus wird durch Speichel, Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen. Besonders häufig sind Menschen im Alter zwischen 15 und 30 Jahren betroffen. „Gegen Mononukleose gibt es keine und keine Medikamente, es ist nur möglich, die Beschwerden, wie Fieber und Schluckbeschwerden, zu lindern.

Erst wenn sich Bakterien zusätzlich zur Viruserkrankung stark verbreiten können, z.B. in Form einer bakteriellen Superinfektion der Mandeln, sind Antibiotika sinnvoll,” verdeutlicht Dr. Niehaus. Eine Ansteckung ist oft schwer zu vermeiden. Eltern können darauf achten, dass ihr Kind nicht mit anderen Geschirr und Besteck teilt.

Nachdem sich ein Mensch infiziert hat, bleiben die Viren „schlafend” lebenslang im Körper. Wenn das Immunsystem aktiv wird, z.B. durch einen anderen Erreger, können sich die Viren wieder vermehren und der Träger kann sie über den Speichel oder andere Körperflüssigkeiten erneut an andere weitergeben. Ein Großteil der Erwachsenen ist vermutlich Virusträger.

Quellen:, _ Dies ist eine Pressemeldung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ). Der Abdruck dieser Pressemeldung oder von Teilen des Artikels ist unter folgender Quellenangabe möglich: www.kinderaerzte-im-netz.de. Bei Veröffentlichung in Online-Medien muss die Quellenangabe auf diese Startseite oder auf eine Unterseite des BVKJ-Elternportals verlinken.

Wann ist Pfeiffersches Drüsenfieber ausgeheilt?

Auf einen Blick: –

Symptome : Anzeichen einer Infektion mit dem Eppstein-Barr-Virus sind grippeähnliche Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Fieber sowie geschwollene Mandeln und Lymphknoten (besonders an Hals und Nacken). Ursachen : Ausgelöst wird das Pfeiffersche Drüsenfieber durch das Epstein-Barr-Virus, kurz EBV, das zu den Herpes-Viren zählt. Verlauf : In der Regel klingt das Pfeiffersche Drüsenfieber nach rund drei Wochen ab. In einigen Fällen leider Betroffene noch wochen- oder sogar monatelang unter chronischer Müdigkeit, Diagnostik : Für die Diagnose mit seinen klassischen Symptomen reicht Ärztinnen und Ärzten oft ein kurzes Gespräch. Bei Bedarf lassen sich durch einen Bluttest Abwehrstoffe gegen das Virus sowie charakteristische Veränderungen der weißen Blutkörperchen (B-Lymphozyten) nachweisen. Therapie : Bei einer unkomplizierten Ansteckung mit dem Epstein-Barr-Virus wird nichts unternommen, da es keine Medikamente gibt, um die Viren direkt zu bekämpfen. Die Symptome können durch fiebersenkende Schmerzmittel gelindert werden.

Kann man mit Pfeifferschem Drüsenfieber arbeiten?

Während das Pfeiffersche Drüsenfieber bei Kindern meist harmlos verläuft, leiden junge Erwachsene oft unter starken Halsschmerzen, geschwollenen Lymphknoten und Müdigkeit. Selbst wenn Fieber und Halsentzündung abgeklungen sind, sollten sich Betroffene noch schonen.

  • ©Syda Productions – Fotolia.com Müdigkeit und Appetitlosigkeit können erste Anzeichen für ein sein.
  • Es folgen typischerweise Fieber, eine Schwellung der Lymphknoten sowie starke Halsschmerzen und Schluckbeschwerden aufgrund einer Rachen- bzw.
  • Mandelentzündung.
  • Viele Menschen haben die Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) bereits unbemerkt im Kindesalter durchgemacht.

Bei Kindern verläuft die Erkrankung oft nahezu symptomlos und heilt in der Regel problemlos aus. Doch erkranken Menschen erst als Heranwachsende oder im jungen Erwachsenenalter kommt es meist zu einer ausgeprägten Symptomatik. Der Körper erholt sich nur langsam.

  • Viele Pfeiffer-Patienten klagen wochenlang über anhaltende Erschöpfung, extreme Müdigkeit und Konzentrationsmangel.
  • Eine Antibiotika-Therapie ist beim Pfeiffer-Drüsenfieber nicht angeraten bzw.
  • Nur sinnvoll, um eine Sekundärinfektion zu vermeiden.
  • Bei schweren Symptomen und Verläufen kann sogar eine stationäre Behandlung notwendig sein.

Bei geschwollenen Lymphknoten, Abgeschlagenheit, und/oder Schluckbeschwerden sollten Betroffene einen HNO-Arzt aufsuchen. Er kann feststellen, ob das Pfeiffersche Drüsenfieber die Beschwerden verursacht. Liegt eine akute EBV-Infektion vor, müssen die Patienten unbedingt Ruhe einhalten, um den Körper nicht weiter zu belasten.

Da auch die Milz meist betroffen ist, muss von sportlichen Aktivitäten für mindestens drei Wochen Abstand genommen werden. Durch eine Vergrößerung ist die Milz besonders verletzungsgefährdet. Eine Überbeanspruchung oder Stöße und Überdehnungen in Bauch oder Brust, wie sie bei Kontaktsportarten oder beim Krafttraining teilweise auftreten, können einen Milzriss oder eine Milzruptur verursachen.

Am häufigsten wird das Epstein-Barr-Virus durch Speichelkontakt übertragen, daher wird die Infektion auch umgangssprachlich als „Kuss-Krankheit” oder “Studentenfieber” bezeichnet. Wie bei Windpocken erkrankt man nur einmal im Leben am Pfeifferschen Drüsenfieber.

Das Virus überdauert aber, wie bei Windpocken auch, „schlafend” im Körper. Bei starken Beeinträchtigungen des Immunsystems (Chemotherapie, AIDS-Erkrankung etc.) kann es, ähnlich wie bei einer Gürtelrose, reaktiviert werden und dann massive Probleme verursachen. Einen Impfstoff gegen EBV gibt es nicht.

äin-red, dpa : Pfeifferisches Drüsenfieber: Auch nach Abklingen der Symptome schonen

Kann man Drüsenfieber 2 mal bekommen?

Pfeiffersches Drüsenfieber – Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist eine häufig vorkommende Viruserkrankung, die durch das sogenannte Epstein-Barr-Virus (EBV) verursacht wird. Das Epstein-Barr-Virus infiziert die Schleimhäute von Nase, Mund, Rachen sowie eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen (sogenannte B-Lymphozyten).

  • Das Pfeiffersche Drüsenfieber wird im medizinischen Sprachgebrauch auch als infektiöse Mononukleose bezeichnet; umgangssprachlich finden sich auch die Begriffe “Kusskrankheit”, “Kissing Disease” oder “Studentenfieber”.
  • Die Viruserkrankung ist weit verbreitet: Mehr als 95 Prozent der Erwachsenen haben sich bis zum 30.

Lebensjahr infiziert, meist ohne etwas davon zu merken. Im Rahmen des Pfeifferschen Drüsenfiebers, auch Mononukleose genannt, werden Antikörper gegen das Virus gebildet. Dadurch gewinnt man eine lebenslange Immunität. Das heißt: Menschen mit einem intakten Immunsystem können nur einmal an Pfeifferschen Drüsenfieber erkranken.

Wie fängt Pfeiffersches Drüsenfieber an?

Symptome – Die Zeit zwischen einer Ansteckung mit dem EBV bis zu einem akuten Ausbruch wird mit ein bis sechs Wochen angegeben. Je jünger der Patient, desto schneller treten die Symptome auf. Die ersten Anzeichen einer ausgebrochenen EBV-Infektion sind:

  • Müdigkeit
  • Erkältungssymptome wie Husten und Schnupfen
  • Halsschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • allgemeine Abgeschlagenheit
  • Schwellung der Lymphknoten an Hals und Leisten

Diese Symptome treten bei den Betroffenen in unterschiedlicher Stärke und Kombination auf und werden häufig fälschlicherweise als grippale Infekte und Erkältungskrankheiten diagnostiziert und behandelt.

Wie lange ist das Immunsystem nach Pfeifferschem Drüsenfieber geschwächt?

Pfeiffersches Drüsenfieber: Infektion mit gravierenden Folgen Zwar gilt das Pfeiffersche-Drüsenfieber als harmlose Viruserkrankung; es kann aber wochen- bis monatelange Erschöpfungszustände nach sich ziehen, die durch die starke Reaktion des Immunsystems auf die Primärinfektion ausgelöst werden – auch wenn die Symptome schon abgeklungen sind.

Von Doris Kreindl Nur bei circa 25 Prozent der Betroffenen verläuft die Akutinfektion als klinisch apparente Infektion, weiß Univ. Prof. Elisabeth Puchhammer-Stöckl vom Department für Virologie der Medizinischen Universität Wien. Die klassischen Symptome sind vor allem Lymphadenopathie, Tonsillitis mit einem weißen Belag, die oft mit einer bakteriellen Angina verwechselt wird, erhöhte Leberwerte, manchmal kommt ein Ausschlag dazu sowie Müdigkeit, Fieber und ein starkes Krankheitsgefühl.

Bei der Mehrzahl der Betroffenen verläuft die Infektion asymptomatisch. In jedem Fall wird das Immunsystem stark in Mitleidenschaft gezogen. Nicht nur die Infektion an sich kann bei den Patienten die wochen- oft monatelange andauernden Krankheitsgefühle auslösen, sondern die starke Reaktion des Immunsystems auf die Primärinfektion, auch wenn die Symptome schon abgeklungen sind.

  • Der Erreger infiziert anfänglich die Epithelzellen von Nase, Mund und Rachen sowie eine Gruppe der Leukozyten, die B-Lymphozyten.
  • In der Akutphase können bis zu 50 Prozent der zirkulierenden B-Zellen das Virus in sich tragen.
  • Das ist enorm! Im selben Ausmaß aktiviert das Immunsystem zur Bekämpfung dann die T-Lymphozyten-Antwort”, erklärt Puchhammer.

„Angesichts der dramatischen Vorgänge im Immunsystem ist es für mich immer wieder verwunderlich, warum das Drüsenfieber dann so oft asymptomatisch verläuft”, so die Expertin. Die Bandbreite der Symptome kann beträchtlich sein. Auch bei gewöhnlichem Krankheitsverlauf können noch Appetitlosigkeit, Schwindelgefühle, Schüttelfrost, trockener Husten, Übelkeit, Depressionen sowie Bauch-, Muskel- oder Kopfschmerzen hinzukommen.

Schweregrad und Ausprägung dürften dabei im Wesentlichen mit dem Alter der Patienten zusammenhängen, wobei bei Kindern und Jugendlichen die Infektion milder verläuft als bei Erwachsenen. Manche Personen leiden nach der akuten Infektion noch monate- oder jahrelang unter Antriebsschwäche, Fieber, Müdigkeit und Lymphadenopathie.

Ein Zusammenhang zwischen dem Epstein-Barr-Virus, dem Erreger der Mononucleosis infectiosa, und dem Chronic Fatigue Syndrom konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Nach der Primärinfektion bleibt das Virus lebenslang latent im Körper und kann gelegentlich reaktiviert werden; unter welchen Umständen es zur Reaktivierung kommt, konnte bisher wissenschaftlich nicht im Detail erfasst werden.

  1. Am Beispiel von prominenten Leistungssportlern wie der Schwimmerin Mirna Jukic oder dem Tennisspieler Roger Federer zeigt sich aber, dass das Drüsenfieber selbst bei normalem Verlauf durchaus schwerwiegende Folgen haben kann.
  2. Beide Sportler mussten monatelange das Training einstellen, da sie nach einer Erstinfektion mit dem Epstein-Barr-Virus unter schweren Erschöpfungszuständen litten.

„Das Gemeine bei einer Infizierung mit dem Epstein-Barr-Virus ist, dass man Beschwerden bis zu einem Jahr haben kann”, erklärt Univ. Prof. Christoph Steininger von der Klinischen Abteilung für Infektionen und Tropenmedizin der Medizinischen Universität Wien.

  • Einen ursächlichen Zusammenhang zwischen der permanenten Trainingsbelastung bei Leistungssportlern und dem Drüsenfieber sieht Steininger jedoch nicht.
  • Sportler neigen nicht mehr oder weniger als andere dazu, diese Infektion zu entwickeln.
  • Wieso einige Menschen Beschwerden haben und andere nicht, ist nach wie vor nicht geklärt”, so Steininger.

Sorgsame Diagnostik In der Praxis wird das Pfeiffersche Drüsenfieber sehr häufig nicht diagnostiziert. Bei extremer Müdigkeit und Schwächegefühlen ist auch an eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus zu denken; es ist jedoch nicht immer die Ursache für die andauernden Ermüdungszustände und Krankheitsgefühle.

Ein weiteres Problem beim Pfeifferschen Drüsenfieber ist, dass das Epstein-Barr-Virus manchmal mit verschiedenen anderen Infektionskrankheiten assoziiert wird, nur weil man einfach EBV-spezifische IgG-Antikörper im Blut der Patienten nachweist”, berichtet Puchhammer. Verwechslungen sind etwa mit einer durch Streptokokken verursachten eitrigen Angina möglich, aber gelegentlich auch anderen Infektionskrankheiten, die mit Exanthemen oder Lymphknotenschwellungen einhergehen.

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Auch Steininger weist ausdrücklich auf die Notwendigkeit einer sorgfältigen und korrekten Diagnose hin: „Ohne Zweifel ist die Diagnose beim Epstein-Barr-Virus nicht einfach. Bei chronischer Abgeschlagenheit kann es passieren, dass der virologische Test nicht korrekt interpretiert wird.

  • Bei chronischen Infekten wird dann oft das Epstein-Barr-Virus diagnostiziert, obwohl die Ursache ganz andere Gründe haben kann.
  • Es kann durchaus positive virologische Befunde geben und die Ursache hängt trotzdem nicht mit dem Epstein-Barr-Virus zusammen.
  • Die Unterscheidung ist tatsächlich sehr schwierig.” Schätzungsweise 95 Prozent aller Europäer, die jünger als 30 Jahre sind, infizieren sich mit dem Virus; eine Infektion wird durch EBV-spezifische Antikörper im Blut nachgewiesen.

Eine rezente Primärinfektion mit dem EBV gilt erst dann als gesichert, wenn der Antikörpertest eine bestimmte Konstellation aufweist. Neben einer auffälligen Erhöhung der Leukozytenanzahl – zwischen 10.000 und 25.000 pro mm³ mit 60 bis 80 Prozent lymphoiden (mononuklären) Zellen, davon ein Teil atypische Lymphozyten – sind auch die Leberwerte erhöht.

  1. Differentialdiagnostisch ist unter anderem eine Infektion mit dem HI-Virus abzuklären.
  2. Außerdem ist festzustellen, dass es sich nicht immer um das Epstein-Barr-Virus handelt, sondern auch um das Cytomegalie-Virus handeln kann, das ein recht ähnliches Krankheitsbild hervorruft”, so Steininger.
  3. Der Anteil der Cytomegalie-Virus-Infektionen an der Mononukleose beträgt rund 20 Prozent.

Nach einer Infektion verbleibt der Erreger – wie alle Herpesviren – lebenslang im menschlichen Körper und persistiert latent in den B-Lymphozyten. Mehr als 90 Prozent der Bevölkerung weltweit und auch in Österreich tragen das Virus in sich. Eine spezielle antivirale Therapie gegen das Drüsenfieber oder zur Vorbeugung gibt es bisher nicht.

Bestimmte Antibiotika wie Ampicillin oder Amoxicillin sind kontraindiziert, da sie bei einer Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus schwere Hautausschläge verursachen können. Steininger dazu: „Eine Penicillin-Allergie wird häufig in dieser Konstellation diagnostiziert. Nur die wenigsten dieser Patienten vertragen jedoch kein Penicillin.

Es sollte jedenfalls vor der nächsten Penicillingabe ausgetestet werden.” Die Forschung beschäftigt sich derzeit hauptsächlich mit den tumorgenen Eigenschaften des EBV, das unter anderem mit der Genese des Hodgkin-Lymphoms, das bei Transplantations-Patienten und HIV-Patienten vorkommt, assoziiert wird.

Mononucleosis infectiosa Der Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers (Mononucleosis infectiosa) wird in erster Linie direkt über den Speichel übertragen. Als weitere Übertragungswege werden aber auch Tröpfchen-, Schmier- und Kontaktinfektion vermutet. Im 19. Jahrhundert bemerkte der Wiesbadener Kinderarzt und Forscher Emil Pfeiffer durch Beobachtungen, dass die Krankheit in Epidemien auftritt, woraus er schloss, dass es sich beim Drüsenfieber um eine Infektionskrankheit handeln müsse. Die Erkrankung „tritt in Epidemien auf und zwar in Hausepidemien”, berichtet er 1888 in einem Vortrag. Pfeiffer erstellte eine systematische Dokumentation der Symptome und bezeichnete das Drüsenfieber in Anlehnung an die Aufzeichnungen des Moskauer Arztes Nil Flatov als „Idiopathische Adenitis”. Einige Weggefährten stimmten Pfeiffers Thesen zu, bald jedoch mehrten sich die kritischen Stimmen, die das Drüsenfieber nicht als eigenständiges neues Krankheitsbild anerkannten. So wie damals liegt auch heute die Schwierigkeit vor allem in einer gesicherten Diagnose, da das Drüsenfieber wie selten eine andere Krankheit in der Symptomatik und Ausprägung höchst variabel ist.

Österreichische Ärztezeitung Nr.21 / 10.11.2012 : Pfeiffersches Drüsenfieber: Infektion mit gravierenden Folgen

Was passiert wenn man Pfeiffersches Drüsenfieber nicht behandelt?

Mögliche Komplikationen » Pfeiffersches Drüsenfieber » Krankheiten » HNO-Ärzte-im-Netz » Bei etwa 10% der an Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankten Menschen kommt es zu einer zusätzlichen Infektion (Superinfektion) mit Streptokokken, die mit Antibiotika behandelt wird.

Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass keine Ampi- oder Amoxicillin-Präparate gegeben werden, da sie häufig zu einem gefährlichen pseudo-allergischen Hautausschlag (Exanthem) führen. Es handelt sich dabei um keine Allergie, sondern um eine Interaktion des Medikamentes mit den Lymphozyten. In schweren Fällen kann sich dieser Ausschlag zu einem „Syndrom der verbrühten Haut” (Lyell-Syndrom) auswachsen und sogar lebensbedrohlich werden.

Ansonsten treten bei einem typischen Verlauf Komplikationen eher selten auf, können aber teilweise schwerwiegend sein. Wie bei vielen Infektionskrankheiten drohen als Folge (Meningoenzephalitis), Herzmuskelentzündung (Myokarditis), Nierenentzündung (Nephritis) oder Leberentzündung (Hepaptits).

Nachdem der Erreger meistens auch Leber und Milz befällt, treten häufig Schwellungen dieser Organe auf. Zu einem Milzriss (Milzruptur) kommt es glücklicherweise sehr selten, wenn der Patient die vom Arzt verordnete Ruhephase einhält und ca.8 Wochen auf Sport verzichtet. Eine durch Leberentzündung verursachte Gelbsucht (Ikterus) kann mit einer speziellen Diät behandelt werden und verschwindet meist völlig.

Im Blut können rote und weiße Blutkörperchen und Blutplättchen in ihrer Zahl vermindert sein (Hämolytische Anämie/Thrombozytopenie). Bei Patienten mit einem Immundefekt kann das Pfeiffersche Drüsenfieber einen bedrohlichen Verlauf nehmen mit schweren Lymphknoten-Wucherungen (Lymphoproliferation) bis hin zu bösartigen (malignen) Tumoren.

Wann wieder fit nach Pfeifferschem Drüsenfieber?

Drei Wochen kein Sport Nach Drüsenfieber lange schonen – Köln · Fast jeder steckt sich in jungen Jahren mit dem Epstein-Barr-Virus an – doch längst nicht immer wird daraus ein Pfeiffersches Drüsenfieber. Zum Glück, denn Betroffene liegen oft wochenlang flach.22.01.2020, 11:55 Uhr Pfeiffersches Drüsenfieber vergrößert unter anderem die Milz – dadurch ist das Organ besonders empfindlich.

Foto: Christin Klose/dpa-tmn Foto: Christin Klose Das Pfeiffersche Drüsenfieber gehört zu den hartnäckigeren Krankheiten: In der Regel dauern die Beschwerden mehrere Wochen an. Und selbst wenn Fieber und Halsentzündung abgeschwollen sind, sollten sich Betroffene lange schonen. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin.

Die Krankheit, auch Mononukleose genannt, trifft vor allem Jugendliche und junge Erwachsene. Warum ist die zusätzliche Schonung so wichtig? Weil zu den Symptomen der Mononukleose auch eine Vergrößerung der Milz gehört. Dadurch ist das Organ besonders verletzungsgefährdet – Stöße in Bauch oder Brust können, beim Sport etwa, schnell einen Milzriss oder eine -ruptur verursachen.

Der BVKJ rät jungen Leuten daher, nach dem Ende der Krankheit mindestens drei Wochen lang auf Sport zu verzichten. Gefährlich sind vor allem Kontaktsportarten und Gewichtheben. Das für Mononukleose verantwortliche Epstein-Barr-Virus wird häufig durch Speichel beim Küssen übertragen. Daher trägt die Krankheit auch Spitznamen wie Kuss-Krankheit oder Studentenfieber.

Andere Infektionswege sind gemeinsam genutztes Besteck oder Blut und weitere Körperflüssigkeiten. Bis zum 30. Lebensjahr haben sich den Angaben nach rund 95 Prozent aller Europäer mit dem Virus angesteckt – die Krankheit bricht aber längst nicht bei allen aus ( www.kinderaerzte-im-netz.de ).

Warum bekommt man Pfeiffersches Drüsenfieber?

Was sind die Ursachen für das Pfeiffersche Drüsenfieber? – Auslöser des Pfeifferschen Drüsenfiebers ist eine Infektion mit dem Epstein-Barr- Virus (EBV). Dieses Virus gehört zur Gruppe der Herpesviren. Zunächst befällt das Virus die Schleimhautzellen im Nasen-Rachen-Raum und vermehrt sich dort stark. Später greift es auf die weißen Blutkörperchen über – wichtige Zellen des Immunsystems, Diese gelangen über die Lymphe und das Blut in die Lymphknoten und später in andere Organe wie Milz und Leber, die dadurch anschwellen.

Das Virus wird hauptsächlich über Kontakt mit Speichel übertragen, häufig durch inniges Küssen der Partnerin oder des Partners. Stecken sich kleine Kinder an, passiert das meist über Küsse der Eltern. Auch wer aus den gleichen Gefäßen trinkt oder mit demselben Besteck Essen teilt, kann sich mit EBV anstecken.

Eine EBV-Infektion während der Schwangerschaft birgt keine nachweisliche Gefahr für das ungeborene Kind. Zu einer Übertragung der Viren über den Mutterkuchen (Plazenta) kommt es selten.

Kann man Pfeiffersches Drüsenfieber verschleppen?

Pfeiffersches Drüsenfieber Pfeiffersches Drüsenfieber Wie Lange Ansteckend Zahlreichen namhaften Spitzenathleten in sämtlichen Sportarten bereitete das Virus des Pfeifferschen Drüsenfiebers eine ungewollte Auszeit zu unpassender Gelegenheit oder bescherte sogar einen ärgerlichen Karriereknick. Gerade unter jungen Leistungssportlern stellt das Pfeiffersche Drüsenfieber eine häufige Infektionskrankheit dar.

Sie verläuft oftmals ohne klare Symptome oder unter dem Deckmantel einer banalen Grippe und wird schließlich erst nach einer längeren Phase mit Leistungseinbuße, chronischer Müdigkeit und Schwächegefühl diagnostiziert. Das Pfeiffersche Drüsenfieber, auch infektiöse Mononukleose oder Kuss-Krankheit (kissing disease) genannt, zählt zu den sehr häufigen und meist harmlos verlaufenden Viruserkrankungen, die durch das Epstein-Barr-Virus (EBV), das zur Gruppe der Herpes-Viren gehört, hervorgerufen wird.

Übertragen wird der Erreger über den Speichel beziehungsweise Tröpfchen- oder Schmierinfektion, was den hohen Durchseuchungsanteil im Kindes- und Jugendalter erklärt. Schätzungsweise 95 Prozent der Europäer infizieren sich bis zum 30. Lebensjahr mit dem Virus.

Während bei Kindern unter zehn Jahren die Infektion meist völlig symptomlos verläuft, zeigen Jugendliche und Erwachsene grippeähnliche Erscheinungen und es kann auch zu Komplikationen kommen. Krankheitsverlauf und Diagnose Die Inkubationszeit (Zeitspanne zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit) beträgt bei Kindern 10 bis 30 Tage, bei Erwachsenen bis zu 50 Tage.

Die Krankheit beginnt dann häufig mit (grippeähnlichen Symptomen wie) Fieber, Gliederschmerzen, starker Müdigkeit und Nachtschweiß. Viele Betroffene klagen über eine Hals- beziehungsweise Mandelentzündung. Der Gaumen ist gerötet und die Mandeln sind mit einem schmutziggrauen Belag überzogen, wodurch häufig ein fauliger Mundgeruch entsteht.

Zusätzlich schwellen die Lymphknoten an Hals, Nacken, Achselhöhle und auch Leiste an. Bei 50 Prozent der Betroffenen vergrößert sich die Milz, manchmal auch die Leber. Schnupfen sowie Bindehautentzündung des Auges und Schwellung der Augenlider können ebenfalls auf die Krankheit hinweisen. Nach wenigen Wochen ist die Erkrankung in aller Regel ausgestanden, sie kann sich jedoch auch einmal über einige Monate erstrecken.

Nach Abklingen der akuten Symptome stellt sich ein lebenslanger Trägerstatus ein. Normalerweise erkrankt ein Mensch in seinem Leben nur einmal am Pfeifferschen Drüsenfieber, jedoch verbleibt, ähnlich wie bei anderen Herpes-Viren, das Epstein-Barr-Virus lebenslang im Körper.

Eine durchgemachte Infektion, egal ob symptomlos im Kindesalter oder in mehr oder weniger starker Ausprägung im Jugend- oder Erwachsenenalter lässt sich also immer im Blut nachweisen. Im Erwachsenenalter ist mit dem Virus nicht zu spaßen. Insbesondere bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder bei Verschleppung einer nicht ausgeheilten Primärinfektion kann es zu Komplikationen kommen wie Herzmuskelentzündung, Milz- und Leberschwellung bis hin zum Milzriss.

Verlaufsformen mit monatelanger Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Antriebsschwäche und chronischer Lymphknotenschwellung sind ebenfalls bekannt. Zudem ist bei einer Schwächung des Immunsystems ein erneutes Aktivwerden des Epstein-Barr-Virus – wie bei allen Herpes-Viren – immer wieder möglich, wobei allerdings dann in diesen Fällen die Erkrankung in abgeschwächter Form verläuft.

  • Langandauernde extreme Müdigkeit, Schwächegefühl und Leistungsabfall sollten immer an eine kürzlich abgelaufene Epstein-Barr-Infektion denken lassen.
  • Charakteristische Veränderungen des Blutbildes liefern eindeutige Hinweise auf eine EBV-Infektion.
  • So zeigt sich eine auffällige Erhöhung der weißen Blutkörperchen (Leukozyten), insbesondere der B-Lymphozyten, die bei der Immunabwehr eine große Rolle spielen.

Außerdem lassen sich bestimmte Antikörper gegen das Virus im Blut nachweisen. Zu Beginn der Erkrankung treten sogenannte IgM-Antikörper auf, später dann IgG-Antikörper. Somit lässt sich zwischen frischer und abgelaufener Infektion unterscheiden. In vielen Fällen sind auch die Leberwerte erhöht.

Warum gerade Sportler? Der betroffene Sportler sollte zunächst jegliches Training und sportliche Betätigung einstellen, sich Ruhe gönnen und auf eine ausreichende Erholung achten. Solange körperliche Symptome wie Schwellung der Lymphknoten oder Halsschmerzen vorhanden sind, ist ein Training absolut tabu.

Eine Milzvergrößerung muss mittels Ultraschalluntersuchung ausgeschlossen werden. Solange diese noch vergrößert ist, verbietet sich wegen der Gefahr eines Milzrisses mit möglicher innerer Verblutung ebenfalls jegliche körperliche Anstrengung. Außerdem sollen die Leberwerte wieder im Normbereich sein, bevor das Training wieder aufgenommen wird.

Spezifisch wirkende Medikamente gegen das Pfeiffersche Drüsenfieber gibt es nicht. Schmerzstillende und fiebersenkende Medikamente können in der Akutphase Fieber, Hals und Gliederschmerzen lindern. Bei Fieber ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Außerdem sollte sich der Erkrankte viel Ruhe und ausreichend Schlaf gönnen sowie auf körperliche Anstrengung verzichten (was man meist freiwillig tut).

Somit wird dem Körper die Chance gegeben, die Infektion zu bekämpfen und das Immunsystem zu stärken. Prophylaktisch kann man nur den Kontakt zu erkrankten Personen meiden und auf ein gesundes und gestärktes Immunsystem achten. An der Entwicklung eines Impfstoffes wird gearbeitet, jedoch dauert es Jahre bis ein entsprechendes Präparat marktreif ist.

  1. Auch wenn es schwer fällt: Mehrere Wochen Trainingspause sind die Regel.
  2. Die Wiederaufnahme eines leistungsorientierten Trainings sollte erst dann erfolgen, wenn der Arzt grünes Licht gibt und der Sportler sich subjektiv wieder wohl fühlt.
  3. Ansonsten drohen langfristige Verläufe und mögliche Komplikationen.

Der eigene Körper wird es einem danken. Und vielleicht ist während einer solch ungewollten Zwangspause auch einmal Zeit für Dinge, die während des Trainingsstresses auf der Strecke geblieben sind. Think positiv! Text: Dr. Kathrin Egger Foto: Fotolia | Frank Wagner : Pfeiffersches Drüsenfieber

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Wie lange dauert Pfeiffersches Drüsenfieber bei Kindern?

Ursachen und Symptome von Pfeifferschem Drüsenfieber bei Kindern – Besonders häufig sind junge Menschen vom Pfeifferschen Drüsenfieber betroffen. Die Infektion mit dem Erreger erfolgt gewöhnlich durch den Kontakt zu infektiösem Speichel. Dies kann im Rahmen der Tröpfcheninfektion oder der Schmierinfektion geschehen.

erhöhte Körpertemperatur oder Fieber;Kopf- und Muskelschmerzen;Halsschmerzen oder Mandelentzündung, weiße Beläge im Rachenraum;schmerzhafte Schwellungen der Lymphknoten am Hals (oder seltener in den Achselhöhlen);anhaltende Müdigkeit;Vergrößerung der Milz, die mit Schmerzen im Oberbauch und Übelkeit einhergeht;Vergrößerung der Leber, die von Gelbsucht gefolgt sein kann;Abgeschlagenheit, Antriebsschwäche und depressive Stimmung.

Bei kleinen Kindern kann das Pfeiffersche Drüsenfieber auch ohne Symptome verlaufen. Gewöhnlich klingt die Erkrankung nach wenigen Wochen vollständig wieder ab. Verläuft das Pfeiffersche Drüsenfieber jedoch chronisch, so können die Symptome über die Dauer von mehreren Monaten oder gar Jahren anhalten.

Da die Symptome der Erkrankung recht unspezifisch sind und auch als Beschwerden bei anderen Krankheitsbildern auftreten, wird das Pfeiffersche Drüsenfieber oft erst spät diagnostiziert. Der eindeutige Nachweis erfolgt anhand einer Blutuntersuchung. Im Blut finden sich Antikörper gegen das Epstein-Barr-Virus und die Anzahl der Leukozyten ist erhöht.

Weiterhin sind sogenannte Pfeifferzellen oder Virozyten im Blut nachweisbar. Eine einmal überstandene Infektion führt zu lebenslanger Immunität. In Westeuropa kommen 95 Prozent der Bevölkerung bis zu ihrem 30. Lebensjahr mit dem Erreger in Kontakt.

Wie lange Erschöpfung nach Pfeiffersches Drüsenfieber?

Keine Medikamente gegen EBV bekannt – In den meisten Fällen heilt das Pfeiffersche Drüsenfieber nach drei bis sechs Wochen wieder aus, in denen die Patientinnen und Patienten sich schonen müssen. Sport und körperliche Anstrengungen können den Genesungsprozess verlangsamen.

Doch es gibt auch schwere Fälle, die nicht so schnell ausheilen. Bis heute gibt es kein Medikament, das das Virus beseitigen kann, es können nur die Symptome des Pfeifferschen Drüsenfiebers behandelt werden. “Nach sechs Monaten hat etwa einer von zehn Patienten noch Beschwerden, nach 12 Monaten immerhin noch einer von zwanzig, das sind schon sehr viele Leute.” Prof.

Uta Behrends, Kinder- und Jugendärztin, TU München Uta Behrends und ihr Team versuchen herauszufinden, ob es genetische Risikofaktoren gibt, die zu einem besonders schweren Verlauf führen. Dazu haben sie im Rahmen der IMMUC-Studie 200 betroffene Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene untersucht und Proben genommen.

Warum kein Sport bei Pfeifferschem Drüsenfieber?

Weil zu den Symptomen der Mononukleose auch eine Vergrößerung der Milz gehört. Dadurch ist das Organ besonders verletzungsgefährdet – Stöße in Bauch oder Brust können, beim Sport etwa, schnell einen Milzriss oder eine -ruptur verursachen.

Kann man Pfeiffersches Drüsenfieber nur durch Küssen bekommen?

Wie wird das Virus übertragen? – Das Pfeiffersche Drüsenfieber, im Fachjargon infektiöse Mononukleose, ist eine Viruserkrankung, die durch das Epstein-Barr-Virus verursacht wird. Es kann nur von Mensch zu Mensch übertragen werden. Das geschieht hauptsächlich über den Speichel.

Was trinken bei Pfeiffersches Drüsenfieber?

Ernährungsmedizin –

Beachtung folgender spezieller Ernährungsempfehlungen während der Erkrankung:

Keine harten Speisen zu sich nehmen, sondern eher weiche Speisen wie Suppen und Tee, z.B. Kamillentee. Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme! Da es im Verlauf einer fieberhaften Erkrankung zu starken Flüssigkeitsverlusten kommt, sollte die Flüssigkeitsaufnahme bei nieren- und herzgesunden Erwachsenen nach folgender Faustregel erfolgen: bei jedem Grad Körpertemperatur über 37 °C zusätzlich 0,5-1 Liter pro °C, Am besten geeignet sind Tees. Bei fieberhaften Erkrankungen empfiehlt sich eine leichte Vollkost, Im Rahmen dieser Ernährung sollte auf folgende Lebensmittel und Zubereitungsverfahren verzichtet werden, da sie erfahrungsgemäß häufig Beschwerden verursachen:

voluminöse und fettreiche Mahlzeiten Hülsenfrüchte und Gemüse wie Weißkohl, Grünkohl, Paprika, Sauerkraut, Lauch, Zwiebeln, Wirsing, Pilze rohes Stein- und Kernobst frisches Brot, Vollkornbrot hartgekochte Eier kohlensäurehaltige Getränke frittierte, panierte, geräucherte, sehr stark gewürzte oder sehr süße Lebensmittel zu kalte bzw. zu heiße Lebensmittel

Ernährung reich an:

Vitaminen (Vitamin C ) – Auf Grund des Fiebers kann es zu einem Mangel an Vitamin C kommen. Zudem ist Vitamin C wichtig für das Immunsystem. Vitamin C-reiche Lebensmittel sind Gemüse wie Spinat und Obst (Apfelsinen, Erdbeeren, Kiwis, Johannisbeeren), die zudem während einer Infektion gut vertragen werden.

Nach der Genesung ggf. Ernährungsberatung auf der Grundlage einer Ernährungsanalyse

Auswahl geeigneter Lebensmittel auf Grundlage der Ernährungsanalyse

Ggf. Einnahme eines geeigneten Nahrungsergänzungsmittels Für Fragen zum Thema Nahrungsergänzungsmittel stehen wir Ihnen gerne kostenfrei zur Verfügung. Nehmen Sie bei Fragen dazu bitte per E-Mail – [email protected] – Kontakt mit uns auf, und teilen Sie uns dabei Ihre Telefonnummer mit und wann wir Sie am besten erreichen können. Detaillierte Informationen zur Ernährungsmedizin erhalten Sie von uns.

Welche Medikamente bei Pfeifferschem Drüsenfieber?

Pfeiffersches Drüsenfieber – Behandlung beim HNO-Arzt Da es keine Medikamente gegen das Pfeiffersche Drüsenfieber gibt, steht die symptomatische Behandlung im Vordergrund. Gegen das Fieber und die Schmerzen können Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac verabreicht werden.

  • Acetylsalicylsäure sollte jedoch vermieden werden, weil sie im Falle einer operativen Entfernung der Mandeln Blutungsprobleme verursachen kann.
  • Antibiotika, z.B.
  • Ein Doxycyclin-Präparat, werden nur im Falle einer sicher diagnostizierten bakterieller Überinfektionen gegeben.
  • Dabei darf kein Ampicillin oder Amoxicillin verabreicht werden, weil diese Medikamente oft hervorrufen.

Abschwellende Kortikosteroide (z.B.) werden in schweren Fällen gegeben, beispielsweise wenn die Schwellungen im Hals das Atmen erschweren. Da es sich um eine generalisierte Erkrankung des lymphatischen Systems handelt, besteht keine grundsätzliche Indikation zur Entfernung der Gaumenmandel,

Erfahrungsgemäß führt jedoch diese Operation, durchaus angezeigt bei einem schweren Verlauf der Erkrankung, zu einer eindrucksvollen zeitlichen Verkürzung des Krankheitsverlaufes. Um einen Riss der möglicherweise angegriffenen Milz zu vermeiden, sollte der Patient für ca.8 Wochen keinen Sport treiben.

: Pfeiffersches Drüsenfieber – Behandlung beim HNO-Arzt

Wie testet man ob man Pfeiffersches Drüsenfieber hat?

Pfeiffersches Drüsenfieber – Untersuchung und Diagnose Bei Verdacht auf Pfeiffersches Drüsenfieber tastet der HNO-Arzt die verschiedenen Lymphknoten ab, um eine Schwellung festzustellen. Darüber hinaus untersucht er mit dem Spiegel den Rachen und die Mandeln, die typischer Weise hochrot geschwollen mit grauen Belägen erscheinen.

Bei einem klassischen Krankheitsbild ist es relativ einfach, das Pfeiffersche Drüsenfieber zu diagnostizieren. Es kommt aber sehr häufig vor, dass die Krankheit nicht erkannt wird, weil typische Symptome wie die fehlen. Bei extremer Müdigkeit und Schwächegefühl sollte man deshalb auch immer an eine vorausgegangene Epstein-Barr-Infektion denken.

Zur endgültigen Abklärung wird der Arzt dem Patienten Blut abnehmen. Zu Beginn der Infektion ist die Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) stark verringert (Leukopenie). Aber nach einigen Tagen zeigt sich das für das Pfeiffersche Drüsenfieber charakteristische „bunte Blutbild” mit einer auffälligen Erhöhung der Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozytose) auf 10.000 bis 30.000 pro mm³ und einem 60-80%igen Anteil an veränderten mononukleären Zellen, den „Drüsenfieberzellen”.

  • In seltenen Fällen sind weitere Untersuchungen notwendig: Serologisch lassen sich sowohl Antikörper wie auch direkte EBV-Antigene im Blut nachweisen.
  • Dafür stehen Schnelltests zur Verfügung, die allerdings meist nicht eindeutig sind.
  • Am sichersten lässt sich eine Mononukleose mit der sog.
  • ELISA-Methode diagnostizieren, die die genaue Menge der verschiedenen EBV-Antigene feststellt.

Besteht der Verdacht, dass Leber und Milz angegriffen sind, überweist der HNO-Arzt an einen internistischen Kollegen. Um festzustellen, dass Leber und Milz infiziert sind, wird dieser u.a. die Leberenzyme im Blutserum bestimmt.

Was kann man gegen Pfeiffersches Drüsenfieber tun?

Das Pfeiffersche Drüsenfieber (Mononukleose) ist eine Infektionskrankheit, die durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) verursacht wird. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch Müdigkeit, Fieber, Entzündung im Rachenraum und Lymphknotenschwellungen. In der Regel heilt das Pfeiffersche Drüsenfieber innerhalb von 2-3 Wochen folgenlos ab.

  1. Gelegentlich verläuft die Krankheit aber auch länger, verbunden mit chronischer Müdigkeit und Leistungsverminderung.
  2. Die Krankheit ist nach ihrem Entdecker, dem Kinderarzt Emil Pfeiffer, benannt.
  3. Das Pfeiffersche Drüsenfieber befällt vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.
  4. Der Verursacher, das Epstein-Barr-Virus, ist weit verbreitet.

Man geht davon aus, dass über 90% der Erwachsenen sich bis zum 30. Lebensjahr mit dem Epstein-Barr-Virus angesteckt haben. Die Ansteckung erfolgt vor allem über den Speichel sowie über Tröpfchen in der Atemluft beim Niessen oder Husten. Da die Übertragung der Viren oft von Mund zu Mund stattfindet, wird die Erkrankung auch Kusskrankheit genannt.

Wer einmal angesteckt wurde, ist lebenslang gegen das Epstein-Barr-Virus immun. Die Symptome des Pfeifferschen Drüsenfieber sind ähnlich wie bei einer Grippe oder Erkältung. Die Krankheit wird daher häufig, vor allem im Kindesalter, mit einer Grippe verwechselt. Neben Fieber und Entzündungen im Halsbereich sind Müdigkeit und Lymphknotenschwellungen typische Beschwerden beim Pfeifferschen Drüsenfieber.

Das Virus befällt Abwehrzellen, die B-Lymphozyten, was zu Schwellungen der Lymphorgane, wie Lymphknoten, Milz und Mandeln führen kann. Gelegentlich, insbesondere bei Erwachsenen, verläuft die Erkrankung chronisch über mehrere Monate mit ausgeprägter Müdigkeit und Leistungsabfall.

Diagnostiziert wird das Pfeiffersche Drüsenfieber aufgrund der Krankheitsgeschichte und der Beschwerden. Ein Nachweis von Antikörpern im Blut gegen das Epstein-Barr-Virus beweist die Infektion. Die Therapie beim Pfeifferschen Drüsenfieber ist rein symptomatisch. Ruhe, Schonung und bei Bedarf fiebersenkende Mittel stehen im Vordergrund der Behandlung.

Normalerweise heilt das Pfeiffersche Drüsenfieber innerhalb von 2-3 Wochen ab. Die Müdigkeit kann manchmal noch etwas länger dauern. Gelegentlich dauert es aber auch mehrere Monate bis zur vollständigen Erholung.

Welche Spätfolgen bei Pfeifferschem Drüsenfieber?

DZIF-Wissenschaftler ergründen die Ursachen schwerwiegender Verläufe des Pfeifferschen Drüsenfiebers und suchen nach den „Risikomarkern”. Darüber hinaus wird der Zusammenhang zwischen dem Krankheitserreger – dem Epstein-Barr-Virus – und Krebs untersucht. Mehr als 90 Prozent der Menschen infizieren sich im Laufe des Lebens mit dem Epstein-Barr-Virus, kurz EBV genannt. Die Infektion erfolgt in der Regel im jungen Kindesalter, verläuft dann meist ohne Symptome und bleibt bei den meisten Menschen folgenlos.

  1. Besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen kann sich die frische Infektion jedoch als sogenanntes Pfeiffersches Drüsenfieber (infektiöse Mononukleose) äußern.
  2. Das Pfeiffersche Drüsenfieber geht typischerweise mit Fieber, Müdigkeit, Halsschmerzen und geschwollenen Lymphknoten einher, verläuft aber meist harmlos und heilt in der Regel rasch aus.

Bei einigen Erkrankten zeigen sich jedoch lebensbedrohliche Komplikationen, wie Atemnot, Milzriss oder Blutzellmangel, oder außerordentlich langwierige Verläufe, zum Beispiel mit chronischem Müdigkeitssyndrom. Auch scheint in der Folge eines Pfeifferschen Drüsenfiebers das Risiko für die Entwicklung einer Multiplen Sklerose oder eines Hodgkin-Lymphoms erhöht zu sein. Das Epstein-Barr-Virus, hier in Leukämiezellen grün angefärbt CDC/Dr. Paul M. Feorino Prof. Uta Behrends, TU München TUM/Uta Behrends „In einigen Fällen können bestimmte angeborene Immundefekte als Ursache für ungewöhnliche Verläufe der Infektion identifiziert werden, in den meisten Fällen bleiben die Ursachen jedoch unbekannt”, erklärt Professorin Uta Behrends von der Technischen Universität München.

  • Die Kinderärztin möchte diesen Ursachen auf den Grund gehen.
  • Im DZIF koordiniert sie daher die umfassende IMMUC-Forschungsstudie, in der die Risikoparameter für schwere oder besonders langwierige Verläufe identifiziert und damit auch die Behandlungsmöglichkeiten verbessert werden sollen.
  • IMMUC-Studie erfolgreich gestartet Die Studie unter dem Kürzel IMMUC (Studie zur infektiösen Mononukleose in München) wurde 2016 als Pilotprojekt gestartet; sie bindet zwölf DZIF-Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten sowie zahlreiche Münchner Kinderarztpraxen und -kliniken ein und ist damit weltweit einzigartig.50 junge Patientinnen und Patienten mit frisch diagnostiziertem Pfeifferschen Drüsenfieber beteiligten sich an dem Pilotprojekt, das vor Kurzem abgeschlossen wurde.

Sie kamen aus mehr als 20 Gesundheitseinrichtungen in der Region München. Alle Teilnehmenden wurden zu vier verschiedenen Zeitpunkten bis sechs Monate nach Erkrankungsbeginn mit hochmodernen virologischen und immunologischen Tests untersucht und individuell zu ihrem Erkrankungsverlauf beraten. Das elektronenmikroskopische Bild zeigt das Epstein-Barr-Virus. Der typische Aufbau des 170 nm großen Virus besteht aus Virushülle, Tegument und Capsid, welches die DNA umschließt (von außen nach innen). DKFZ/H.-J. Delecluse In drei Jahren werden die Ergebnisse aller beteiligten Forschergruppen an der Technischen Universität München, der Ludwig-Maximilians-Universität München, dem Helmholtz Zentrum München, dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg, der Medizinischen Hochschule Hannover und dem Centrum für Chronische Immundefizienz in Freiburg vorliegen und statistisch ausgewertet sein.

  • Gleichzeitig werden in der Studie Laborverfahren für den Gebrauch in der klinischen Routinediagnostik weiterentwickelt.
  • Wir erwarten, dass wir mit den Daten dieser Studie und den Tools, die wir entwickeln, viele Fragen zum unterschiedlichen Verlauf von EBV-Infektionen beantworten können”, erklärt Behrends.

Zusätzlich zur IMMUC-Studie widmen sich die Forscher auch anderen gut- und bösartigen EBV-assoziierten Er-krankungen sowie der Weiterentwicklung der EBV-spezifischen Zelltherapie und eines schützenden Impfstoffs. EBV-Infektionen und Krebsgefahr Prof. Henri-Jaques Delecluse, DKFZ DKFZ/Jutta Jung Der Ruf nach einem Impfstoff gegen EBV wird lauter, seit am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und am DZIF die krebstreibende Wirkung des Virus genauer entschlüsselt wurde. Die Heidelberger Wissenschaftler zeigten erstmals, dass ein bestimmter Proteinbestandteil des EBV die Krebsentstehung antreibt.

  • Alle bislang untersuchten Tumorviren des Menschen lösen Krebs auf eine völlig andere Art und Weise aus”, erklärt Professor Henri-Jacques Delecluse, DZIF-Wissenschaftler am DKFZ und Leiter verschiedener Forschungsprojekte zur krebserregenden Wirkung des EBV.
  • In der Regel müsse Erbmaterial des Virus dauerhaft in der infizierten Zelle vorliegen, sodass Virusgene abgelesen werden, die dann die Krebsentstehung fördern.
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Wie viele Tumoren auf das Konto von EBV gehen, ist derzeit noch offen. Delecluse und seine Kollegen befürchten, dass manche Krebserkrankungen bisher nicht mit EBV in Verbindung gebracht wurden, weil das virale Erbgut nicht zu finden war. Die Wissenschaftler fordern nun die schnelle Entwicklung einer Schutzimpfung gegen EBV.

„Bereits die erste Infektion”, so betont Delecluse, „stellt ein Krebsrisiko dar.” Prototypen eines solchen Impfstoffs haben Delecluse und sein Kollege Professor Wolfgang Hammerschmidt, ebenfalls DZIF-Wissenschaftler, vor einigen Jahren auf der Basis sogenannter „virusähnlicher Partikel”, kurz VLPs, entwickelt.

Diese leeren Kapseln aus Virusproteinen enthalten kein Erbgut, gaukeln aber dem Immunsystem eine EBV-Infektion vor. Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) Im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) entwickeln bundesweit mehr als 500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 35 Institutionen gemeinsam neue Ansätze zur Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von Infektionskrankheiten.

  1. Das DZIF ist eines von sechs Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG), die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Bekämpfung der wichtigsten Volkskrankheiten ins Leben gerufen wurden.
  2. Mehr Informationen finden Sie unter www.dzif.de,
  3. Ansprechpartner: Prof. Dr.
  4. Uta Behrends IMMUC-Studie Kinderklinik der Technischen Universität München und Abteilung Genvektoren am Helmholtz Zentrum München [email protected] Prof.

Dr. Dr. Henri Jacques Delecluse Pathogenese infektionsbedingter Tumoren DKFZ [email protected] Pressekontakt: DZIF-Pressestelle Karola Neubert und Janna Schmidt [email protected]

Kann man sich vor Pfeifferschem Drüsenfieber schützen?

Gefährliche Küsse: Speichel überträgt Pfeiffersches Drüsenfieber 09.05.2011 Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist eine Viruserkrankung, die durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) über den Speichel v.a. beim Küssen übertragen wird. Deshalb nennt man sie auch „kissing disease” oder „”.

Leine Kinder stecken sich beim “Schmusen” mit den Eltern an. Je jünger die Kinder sind, desto heftiger und kürzer verläuft die Erkrankung. Da das Virus noch Monate oder Jahre nach einer Infektion ausgeschieden werden kann, erfolgt eine Ansteckung meist „unbemerkt” Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Abgeschlagenheit und leichtes : Die meisten Menschen denken bei solchen Symptomen an eine Erkältung oder an einen und kümmern sich nicht weiter darum.

Wenn aber nach einigen Tagen die Körpertemperatur auf mehr als 38 Grad steigt und die Lymphknoten schmerzhaft anschwellen, ist nach dem Gang zum Arzt schnell klar: Hier handelt es sich um das Pfeiffersche Drüsenfieber – eine häufige, aber in der Regel harmlose Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus.80% der Menschen machen sie durch, nur tritt sie bei den meisten nicht in Erscheinung.

  1. So hat sich bis zum 30.
  2. Lebensjahr ein Großteil der Bevölkerung unbemerkt mit dem Verursacher infiziert, dagegen entwickelt und ist dadurch lebenslang immun.
  3. Zugleich bleibt aber das Virus auf Dauer im Körper und kann immer wieder über den Nasen-Rachen-Raum ausgeschieden werden.
  4. Heranwachsende besonders empfänglich Da das Virus hauptsächlich über den Speichel übertragen wird und am ehesten Menschen bis zum Alter vom 25 Jahren erwischt, wird die Krankheit auch als Kuss-Krankheit oder Studentenfieber bezeichnet.„Die Durchseuchung ist recht groß, das Virus ist überall präsent”, erklärt die in Weimar tätige Kinderärztin Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

So können sich Kleinkinder nicht nur durch Küsse der Eltern, sondern auch durch Tröpfchen- oder Schmierinfektionen zum Beispiel im Kindergarten anstecken. Auf den ersten Blick sieht das Pfeiffersche Drüsenfieber oft aus wie eine eitrige Angina. „Im Unterschied dazu sind die Mandeln aber schmierig grau belegt”, erläutert Niehaus.

  • Daher rühre ein auffällig übler, süßlicher Mundgeruch, der sich durch Zähneputzen nicht beseitigen lässt.
  • Das Krankheitsgefühl ist außerdem stärker als bei einer Angina.” Hinzu kommen die sehr ausgeprägten, schmerzhaften Schwellungen der Lymphknoten und häufig auch, die auf einer geschwollenen Leber und Milz beruhen.

Mehrere Wochen schonen Wen das Virus plagt, der muss das Bett hüten – und sich im Zweifelsfall im Anschluss für längere Zeit schonen. Eine spezifische Therapie gibt es nicht. Denn zum Beispiel Antibiotika wirken allein gegen Bakterien, nicht aber gegen Viren.

  1. Nur die Symptome,, die Halsschmerzen und Lymphknotenschwellungen, lassen sich mit Schmerzmittel behandeln: Als einfache, aber wirksame Hausmittel empfiehlt Niehaus Halswickel sowie flüssige Kost, um das Schlucken zu erleichtern.
  2. Alles, was kalt und glatt wie Eis oder Joghurt ist, ist gut”, rät die Kinderärztin.

Für Drüsenfieber-Patienten gilt außerdem für mehrere Wochen ein absolutes Sportverbot. Und danach sollten sie sich nur vorsichtig wieder an Belastungen herantasten. Niehaus schätzt, dass Kinder bis zu einem Vierteljahr in ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigt sind.

  • Bei erwachsenen Patienten macht Wimmer die erlaubte Belastung abhängig von den Leberwerten und davon, wie die Milz abschwillt.
  • Auch das kann dauern.
  • Wer sich nicht an die verordnete Schonung hält, läuft Gefahr, dass der Infekt weiterschwelt.
  • Die begleitende Leberentzündung bleibe erhalten, und der Betroffene sei deutlich leistungsgeschwächt.

Betroffene bekommen leichter schwere Infektionen wie eine oder eine, Eher selten kann es zu einer Hirnhaut-, Herzmuskel- oder Nierenentzündung kommen. Schützen kann man sich vor dem Pfeifferschen Drüsenfieber nicht – es gibt keine, „Im Prinzip muss man da durch”, so Niehaus.

Kann man Pfeiffersches Drüsenfieber nur durch Küssen bekommen?

Wie wird das Virus übertragen? – Das Pfeiffersche Drüsenfieber, im Fachjargon infektiöse Mononukleose, ist eine Viruserkrankung, die durch das Epstein-Barr-Virus verursacht wird. Es kann nur von Mensch zu Mensch übertragen werden. Das geschieht hauptsächlich über den Speichel.

Was kann man gegen das Pfeiffersche Drüsenfieber machen?

Das Pfeiffersche Drüsenfieber (Mononukleose) ist eine Infektionskrankheit, die durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) verursacht wird. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch Müdigkeit, Fieber, Entzündung im Rachenraum und Lymphknotenschwellungen. In der Regel heilt das Pfeiffersche Drüsenfieber innerhalb von 2-3 Wochen folgenlos ab.

  1. Gelegentlich verläuft die Krankheit aber auch länger, verbunden mit chronischer Müdigkeit und Leistungsverminderung.
  2. Die Krankheit ist nach ihrem Entdecker, dem Kinderarzt Emil Pfeiffer, benannt.
  3. Das Pfeiffersche Drüsenfieber befällt vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.
  4. Der Verursacher, das Epstein-Barr-Virus, ist weit verbreitet.

Man geht davon aus, dass über 90% der Erwachsenen sich bis zum 30. Lebensjahr mit dem Epstein-Barr-Virus angesteckt haben. Die Ansteckung erfolgt vor allem über den Speichel sowie über Tröpfchen in der Atemluft beim Niessen oder Husten. Da die Übertragung der Viren oft von Mund zu Mund stattfindet, wird die Erkrankung auch Kusskrankheit genannt.

Wer einmal angesteckt wurde, ist lebenslang gegen das Epstein-Barr-Virus immun. Die Symptome des Pfeifferschen Drüsenfieber sind ähnlich wie bei einer Grippe oder Erkältung. Die Krankheit wird daher häufig, vor allem im Kindesalter, mit einer Grippe verwechselt. Neben Fieber und Entzündungen im Halsbereich sind Müdigkeit und Lymphknotenschwellungen typische Beschwerden beim Pfeifferschen Drüsenfieber.

Das Virus befällt Abwehrzellen, die B-Lymphozyten, was zu Schwellungen der Lymphorgane, wie Lymphknoten, Milz und Mandeln führen kann. Gelegentlich, insbesondere bei Erwachsenen, verläuft die Erkrankung chronisch über mehrere Monate mit ausgeprägter Müdigkeit und Leistungsabfall.

  • Diagnostiziert wird das Pfeiffersche Drüsenfieber aufgrund der Krankheitsgeschichte und der Beschwerden.
  • Ein Nachweis von Antikörpern im Blut gegen das Epstein-Barr-Virus beweist die Infektion.
  • Die Therapie beim Pfeifferschen Drüsenfieber ist rein symptomatisch.
  • Ruhe, Schonung und bei Bedarf fiebersenkende Mittel stehen im Vordergrund der Behandlung.

Normalerweise heilt das Pfeiffersche Drüsenfieber innerhalb von 2-3 Wochen ab. Die Müdigkeit kann manchmal noch etwas länger dauern. Gelegentlich dauert es aber auch mehrere Monate bis zur vollständigen Erholung.

Wie gefährlich ist das EBV Virus?

Schon länger ist bekannt, dass das Epstein-Barr-Virus (EBV) bei verschiedenen Erkrankungen eine Rolle spielt. Eine aktuelle Studie aus den USA hat nun einen engen Zusammenhang zwischen dem EBV-Virus und der Multiplen Sklerose gezeigt. DZIF-Wissenschaftler am Forschungszentrum Helmholtz Munich entwickeln bereits einen Impfstoff, der 2023 in die klinische Prüfung gehen könnte.

  • Das Epstein-Barr-Virus ist weit verbreitet: Mehr als 90 Prozent der Bevölkerung weltweit sind lebenslang damit infiziert.
  • Die Infektion bleibt in den meisten Fällen ohne Folgen, doch kann das Virus auch schwere Krankheiten auslösen.
  • So weiß man seit längerem, dass es die Ursache für weltweit etwa 200.000 Krebserkrankungen pro Jahr ist.

Für Patientinnen und Patienten mit einer Immunschwäche stellt EBV ein lebensgefährliches Risiko dar, insbesondere nach einer Organtransplantation. Betroffen sind auch Jugendliche und junge Erwachsene, die aufgrund einer EBV-Infektion am Pfeifferschen Drüsenfieber (Infektiöse Mononukleose) erkranken.

  • Sie können in der Folge an einem chronischen Erschöpfungssyndrom leiden oder an Multipler Sklerose oder einem Hodgkin-Lymphom erkranken.
  • Epstein-Barr-Virus und Multiple Sklerose Dass das Virus in engem epidemiologischen Zusammenhang mit Multipler Sklerose steht, ist lange klar.
  • Doch ist es auch die Ursache, wie es die aktuell im Fachjournal Science veröffentlichte US-Studie nahelegt? Prof.

Wolfgang Hammerschmidt von Helmholtz Munich und dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) schränkt das ein: „Die Studie macht es sehr wahrscheinlich, dass eine EBV-Infektion Voraussetzung für Multiple Sklerose ist; das heißt aber noch nicht, dass es die Ursache ist.” In einem Punkt aber ist Hammerschmidt sich sicher: „Ein Impfstoff gegen EBV wäre von großer Bedeutung im Hinblick auf verschiedene Krankheiten – Multiple Sklerose ebenso wie das Pfeiffersche Drüsenfieber.” Der Wissenschaftler forscht seit vielen Jahren an EBV, unter anderem auch im Verbund im DZIF.

Die Arbeit hat sich gelohnt: „Wir haben jetzt einen Impfstoffkandidaten, für den der qualitätsgesicherte Herstellungsprozess aktuell optimiert wird.” Das ist die Vorstufe zu weiteren Arbeiten, die im Wesentlichen dazu dienen, den komplett entwickelten und sicher hergestellten Impfstoff in klinischen Prüfungen zu testen.

„Wir denken, dass wir diesen Punkt 2023 erreichen werden”, erklärt Hammerschmidt. Virus-ähnliche Partikel täuschen eine Infektion vor Die Entwicklung des Impfstoffkandidaten begann bei Helmholtz Munich vor etwa 20 Jahren mit der Konstruktion Virus-ähnlicher Partikel (VLPs) und wurde parallel dort und am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg fortgeführt.

  1. Diese VLPs bestehen aus Virusproteinen und einer Membran und haben die Struktur perfekter Viruspartikel, enthalten aber kein Erbgut des Virus.
  2. Die authentische Komposition der VLPs signalisiert dem Immunsystem aber eine EBV-Infektion, und die VLPs lösen so eine Abwehrreaktion, eine hochspezifische Immunantwort aus.

Sie sind ein sicherer und vielversprechender Impfstoffkandidat, da sie humorale und zelluläre Immunantworten effizient induzieren können. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass unser Impfstoff die Entstehung des Pfeifferschen Drüsenfiebers und des daran häufig gekoppelten chronischen Erschöpfungssyndroms sehr effizient verhindern wird”, erklärt Hammerschmidt.

  • Und ergänzt: „Da das Pfeiffersche Drüsenfieber ein bekannter Risikofaktor für Multiple Sklerose ist, wird der Impfstoff auch die Häufigkeit dieser chronischen neurodegenerativen Autoimmunkrankheit reduzieren.
  • Darüber hinaus wird er Immunsupprimierte vor dem Entstehen eines typischen B-Zell-Lymphoms schützen.” Hintergrund: Epstein-Barr-Virus Mehr als 90 Prozent der Menschen tragen dieses Herpesvirus lebenslang in sich.

Die Infektion bleibt meist ohne Folgen. Doch die Ruhe ist trügerisch, denn EBV kann verschiedene Krankheiten auslösen. Ein Beispiel ist das Pfeiffersche Drüsenfieber sowie einige Formen von Krebs. Das Pfeiffersche Drüsenfieber (Infektiöse Mononukleose), das immer häufiger auftritt, besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, kann Komplikationen haben und erhöht das Risiko für die Entwicklung einer Multiplen Sklerose oder eines Hodgkin-Lymphoms.

  • Ausreichend für eine Ansteckung ist meist ein Kuss mit Speichelübertragung, was der Krankheit den Spitznamen „Kusskrankheit” einbrachte.
  • Am DZIF erforscht Prof.
  • Uta Behrends von der TU München die langfristigen Auswirkungen des Pfeifferschen Drüsenfiebers.
  • Sie ist ebenfalls beteiligt an der Entwicklung der Vakzine.

Im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) entwickeln bundesweit circa 500 Wissenschaftler und Ärzte aus 35 Institutionen gemeinsam neue Ansätze zur Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von Infektionskrankheiten. Ziel ist die sogenannte Translation : die schnelle, effektive Umsetzung von Forschungsergebnissen in die klinische Praxis.

Damit bereitet das DZIF den Weg für die Entwicklung neuer Impfstoffe, Diagnostika und Medikamente gegen Infektionen. Weitere Informationen: www.dzif.de, Helmholtz Munich ist ein biomedizinisches Spitzenforschungszentrum. Seine Mission ist, bahnbrechende Lösungen für eine gesündere Gesellschaft in einer sich schnell verändernden Welt zu entwickeln.

Interdisziplinäre Forschungsteams fokussieren umweltbedingte Krankheiten, insbesondere die Therapie und die Prävention von Diabetes, Adipositas, Allergien und chronischen Lungenerkrankungen. Mittels künstlicher Intelligenz und Bioengineering transferieren die Forschenden ihre Erkenntnisse schneller zu den Patient:innen.