Wie Entsteht Ein Tornado?

Was braucht ein Tornado um zu entstehen?

Teil 1: Wie entstehen Tornados – Der stärkste Sturm der Welt Tornado – Spezial Tornados, die heftigsten Windsysteme der Erde, sind im Unterschied zu den bis zu 1000 Kilometer Durchmesser erreichenden “Hurrikans” oder auch “Taifunen”, sehr kleinräumige Wirbelstürme, die nur selten einen Durchmesser von mehr als einem Kilometer erreichen.

Ihr schlauchartig von Gewitterwolken bis auf den Erdboden herabreichender Sturmrüssel erinnert vom Aussehen an den rotierenden Wasserstrudel über einem Badewannenabfluss. Wegen den enormen Windgeschwindigkeiten, die innerhalb der kreisenden Luftsäule bis über 500 km/h erreichen können, hinterlassen Tornados entlang ihrer Zugbahn oft eine Schneise der Verwüstung.

Für die Entstehung von Tornados bedarf es dreier Grundzutaten: Bodennah feuchtwarme Luft, deutlich kühlere bzw. trockenere Luftmassen, die sich in der Höhe über diese Warmluft schieben sowie mit zunehmender Höhe deutliche Änderungen der Windrichtung und/oder Windgeschwindigkeit.

  1. Diese Voraussetzungen werden Jahr für Jahr besonders häufig im mittleren Westen der USA erreicht, weshalb dort weltweit die meisten und häufig auch die verheerendsten Tornados auftreten.
  2. Deshalb werden diese Regionen auch “Tornado-Alley” genannt.
  3. Trockene kühle Luftmassen in der Höhe treffen dort über den weiten, flachen Prärien besonders häufig auf bodennah feuchtwarme und damit sehr energiereiche Luftmassen aus der Golfregion.

Damit herrschen ideale Bedingungen für die Bildung besonders schwerer Gewitter. Von gewaltigen Aufwinden angetriebene Quellwolken schießen oft mehr als 14 km hoch in die Atmosphäre. Ändert der Wind nun mit zunehmender Höhe seine Richtung, so kann dieses auch als “Windrichtungsscherung” bezeichnete Phänomen den gesamten Wolkenkomplex einer solchen Gewitterzelle in Rotation versetzen – eine “Superzelle” ist geboren und damit auch “die Wiege” der meisten Tornados! Damit eine Superzelle einen Tornado hervorbringen kann, muss sie zunächst aber noch den Weg einer horizontal über die Erdoberfläche rollenden Windwalze kreuzen.

Solche unsichtbaren, meist einige Hundert Meter hohen Rollen aus Wind, entstehen häufig dort, wo die Windgeschwindigkeit mit der Höhe rasch zunimmt (“Geschwindgkeits-Scherung”). Dabei “überholt” der Höhenwind den schwächeren Bodenwind und erzeugt so bodennah eine Rollbewegung. Gelangt eine solche Windrolle unter den Aufwindbereich einer Superzelle, wird sie in die Höhe gerissen und stark gedehnt.

Dabei wird sie immer dünner und je weiter sich der Durchmesser der gedehnten Luftsäule verringert, desto schneller wächst ihre Rotationsgeschwindigkeit, bis sie schließlich einen engen, rasant rotierenden Luftschlauch formt. Kondensation im oberen Bereich der rotierenden Luftsäule führt zur Absenkung der Wolkenbasis unter der Superzelle und verleiht der Erscheinung die typische Form einer Trichterwolke, man bezeichnet diese Phase eines entstehenden Tornados auch als “Funnel” (siehe Bild weiter unten).

Was ist ein Tornado für Kinder erklärt?

logo!: Sturm ist nicht gleich Sturm!

In den vergangenen Wochen hat Zyklon “Freddy” über Südostafrika gewütet und viele Häuser zerstört.Neben Zyklonen gibt es viele andere Wirbelstürme: Tornados, Hurrikans, Orkane. Hier erfahrt ihr die Unterschiede.

Er ist der stärkste und längste Wirbelsturm der Geschichte: Zyklon “Freddy” hat über einen Monat im Südosten von Afrika gewütet. Dabei hat er sehr viele Häuser, Felder und Straßen zerstört, es kam zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Mehr als 400 Menschen sind dabei gestorben, viele Familien haben ihr Zuhause verloren. Besonders stark wütete der Zyklon in drei afrikanischen Ländern mit M: Malawi, Mosambik und Madagaskar, Das erste davon, Malawi, ist ein besonders armes Land: Für die Menschen dort ist die Ernte besonders wichtig, um genügend zu essen zu haben. Daher ist es dort besonders schlimm, dass der Zyklon so viele Felder zerstört hat. Laut Wettervorhersagen sieht es so aus, als ob “Freddy” in der nächsten Woche wieder aufs Meer ziehen und schwächer werden wird. Viele anderen Länder haben bereits ihre Hilfe angekündigt. Bildquelle: Reuters

Ein Zyklon kann also sehr zerstörerisch sein. Doch was ist bei diesem Sturm anders als bei einem Orkan, Hurrikan oder Taifun? Und wie kommt es, dass “Freddy” einen Namen trägt? All das erfahrt ihr in der Faktenbox:

Hat der Wind eine höhere Geschwindigkeit als 74 Kilometer pro Stunde, spricht man von einem Sturm. Von einem Orkan spricht man, wenn ein starker Sturm über 117 Kilometer in der Stunde schnell wird. Mit dieser Geschwindigkeit kann er große Schäden anrichten und auch Bäume entwurzeln. Bildquelle: Imago Ein Hurrikan ist ein tropischer Wirbelsturm, der über dem Meer entsteht. Damit er als Hurrikan bezeichnet werden kann, muss er Orkanstärke erreichen (also 117 Kilometer in der Stunde) und über dem atlantischen Ozean oder dem Nordpazifik entstehen. Das sind die beiden großen Meere westlich und östlich von Nord- und Mittelamerika. Ein Hurrikan zieht dann vom Meer ans Land und kann mehrere tausend Kilometer zurücklegen. Hurrikans entstehen meistens zur selben Zeit im Jahr, deshalb spricht man vor allem in Amerika von der “Hurrikan-Saison”. Die geht von Mai bis September. Hurrikans kann man mit Satellitenbildern sehr gut sehen und den Weg vorhersagen, den der Sturm vermutlich einschlagen wird. So können die Menschen gewarnt werden.

Bildquelle: Imago Ein Tornado ist ein Wirbelsturm, der an Land entsteht und auch “Windhose” genannt wird. Der Name Tornado kommt vom spanischen Wort “tornar”, das bedeutet “sich drehen” – und genau das macht ein Tornado. Dabei bilden die Wolken eine Art Rüssel, der bis auf den Boden reicht und großen Schaden anrichten kann.

  1. Ein Tornado entsteht sehr spontan und kann nicht besonders gut vorhergesagt werden.
  2. Der Durchmesser des Rüssels reicht von einigen wenigen Metern bis zu mehreren 100 Metern.
  3. Bildquelle: dpa Ein Monsun ist kein Sturm, sondern eine spezielle Strömung der Luft, die jedes Jahr ungefähr zur gleichen Zeit entsteht und starken Regen verursacht.

Vor allem in Indien ist der sogenannte “Monsunregen” bekannt und die Jahreszeiten werden in Trockenzeit und Regenzeit eingeteilt. Den Monsunregen gibt es aber nicht nur in Indien, sondern auch in Westafrika und im Norden von Australien. Bildquelle: Imago Ein Taifun ist wie ein Hurrikan ein tropischer Wirbelsturm, der über dem Meer entsteht und über 117 Kilometer in der Stunde schnell sein muss.

Dass er einen anderen Namen hat, liegt an der Region, in der er entsteht. Die ist nämlich – anders als beim Hurrikan – vor allem in Südostasien, Ostasien und dem nordwestlichen Pazifik. Von einem Taifun sind also besonders Länder wie die Philippinen, Vietnam, Japan, China oder Taiwan betroffen. Ein Taifun kann einen Durchmesser von tausend Kilometern erreichen und ist damit etwas größer als ein Hurrikan.

Wie ein Taifun entsteht, erfahrt ihr hier: Bildquelle: imago Ein Zyklon ist ebenfalls ein tropischer Wirbelsturm mit mindestens 117 Kilometern in der Stunde, der über dem Meer entsteht. Als Zyklon wird so ein Sturm dann bezeichnet, wenn er im indischen Ozean oder dem Südpazifik entsteht.

Weil der Bereich, in dem ein Zyklon entstehen kann, sehr groß ist, können besonders viele Länder von diesem Sturm betroffen sein. Dazu zählen zum Beispiel die Länder im Osten von Afrika, Indien, Australien (auf dem Bild) und der Süden Asiens. Bildquelle: epa Von dem Sturm habt ihr vermutlich noch nicht viel gehört.

Ein “Medicane” ist ein Sturm, der über dem Mittelmeer entsteht. Er gehört nicht zu den Tropenstürmen, ist ihnen aber ähnlich. Der Name Medicane setzt sich aus folgenden beiden Begriffen zusammen: Mediterran und Hurrikan (auf Englisch: Hurricane). Mediterran beschreibt den Mittelmeerraum, in dem der Sturm entsteht, einem Hurrikan ist er sehr ähnlich.

Auf der Karte könnt ihr sehen, wo welcher Sturm entsteht:Gelb = HurrikanViolett = MedicaneGrün = ZyklonRot = Taifun Bildquelle: Imago

Um verschiedene Stürme besser auseinanderhalten zu können, werden ihnen Namen gegeben, wie zum Beispiel Lothar, Thilo, Burglind, Friederike oder eben Sabine und Dennis. Die Stürme werden von verschiedenen Ländern unterschiedlich benannt. Dennis, der Sturm, der im Februar 2020 über Großbritannien fegte, hieß in Deutschland zum Beispiel Victoria.

  • In Deutschland bekommen Stürme mal Frauennamen und mal Männernamen.
  • Das richtet sich danach, ob der Sturm durch ein Hochdruck- oder ein Tiefdruckgebiet entstanden ist.
  • In einem Jahr bekommen alle Stürme aus Tiefdruckgebieten weibliche Namen und alle aus Hochdruckgebieten männliche Namen.
  • Im darauffolgenden Jahr ist es dann umgekehrt.

Mit der Beaufortskala werden Windstärken gemessen. Die Windstärke kann von 0 bis 12 reichen. Eingeteilt wird dabei nach der Geschwindigkeit, die der Wind erreichen kann. Bei einer Windstärke von 0 spricht man zum Beispiel von “Windstille” – wenn es bei Windstärke 0 überhaupt Wind gibt, ist er unter einem Kilometer in der Stunde schnell. Gemerkt auf “Mein ZDFtivi” Gemerkt auf “Mein ZDFtivi” HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert. Bitte beachten Sie die des ZDF. An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört.

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Warum in die Badewanne bei Tornado?

Erklr’s mir Ein Tornado ist ein schlimmer Sturm. Zu erkennen ist er an dem Windrssel, der von den Wolken bis zum Boden reicht. Der Rssel sieht hnlich aus wie der Wasserwirbel, der entsteht, wenn du in der Badewanne das Wasser ablsst. ber dem Abfluss dreht sich das Wasser im Kreis, immer schneller, bis es im Abfluss verschwindet.

Beim Tornado dreht sich die Luft im Kreis, manchmal bis zu 400 Stundenkilometer schnell. Sie reit Menschen, Autos und Huser mit sich. Tornados entstehen, wenn feuchtwarme und kalte Luft aufeinandertreffen. Die warme ist leichter als die kalte und steigt nach oben. Dabei entstehen Wolken. Starke Seitenwinde bringen die Wolken zum Drehen – wie einen Kreisel.

Der Kreisel dreht sich immer schneller. Durch den Sog werden Regentropfen, Schmutz und schlimmstenfalls Bume und Huser mitgerissen. Auch in Deutschland gibt es manchmal Tornados; sie heien Windhosen.

Wie kündigt sich ein Tornado an?

Tipps zum Schutz vor Tornados: Sicherheitsmaßnahmen und Verhaltensempfehlungen – 1. Beobachten und sofort fliehen Anzeichen für einen herannahenden Tornado sind schwüle, feuchte Luft, Sturm und sich schnell nähernde, gewundene Trichterwolken. Statt das Ereignis zu filmen und zu posten, ist es wichtig, die Bewegung des Trichters zu beobachten und sich sofort in Sicherheit zu bringen.2.

  1. Sicherheit suchen in Gebäuden oder im freien Feld Um nicht von umherfliegenden Trümmern getroffen zu werden, empfiehlt es sich, nach Möglichkeit Kellerräume und massive Steinhäuser aufzusuchen und sich von Fenstern und Türen fernzuhalten.
  2. Ist kein stabiles Schutzgebäude in der Nähe und kann dem Tornado nicht ausgewichen werden, hilft es, sich flach auf den Boden zu legen.

Noch besser ist es, so die amerikanischen Experten von Severe Weather Safety Tips, sich in eine Grube, Mulde oder einen Graben zu flüchten. Dort sollte man ausharren, bis man sicher sein kann, dass der Tornado vorbei ist. Die Dauer eines Tornados variiert von wenigen Sekunden bis zu einer Stunde, wobei die meisten Tornados etwa 10 Minuten dauern.

  1. Mit etwas Glück ziehen schwächere Tornados vorbei und die Wahrscheinlichkeit, von aufgewirbelten Gegenständen getroffen zu werden, sinkt.3.
  2. Halten Sie mindestens 500 Meter Abstand zum Tornado Wenn Sie sich im Freien befinden, versuchen Sie, einen Abstand von mindestens 500 Metern zum Tornado zu gewinnen.
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Beobachten Sie kurz die Bewegungsrichtung des Tornados und fliehen Sie dann in die entgegengesetzte Richtung. Tornados sind meist kleinräumig und haben einen Durchmesser von wenigen Metern bis knapp unter einem Kilometer. Sie bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 20 bis 60 km/h.4.

Weichen Sie dem gefährlichen Trichter aus Auf keinen Fall sollte man in den rotierenden Trichter des Tornados treten. Der rotierende Trichter eines Tornados kann je nach Stärke des Tornados Geschwindigkeiten von 65 bis 512 km/h erreichen. Das Betreten des rotierenden Trichters ist lebensgefährlich.5. Von Fahrzeugen fernhalten Viele Menschen glauben, dass es bei einem Tornado ähnliche Verhaltensregeln gelten wir bei einem schweren Gewitter,

Aber es gibt gravierende Unterschiede. Wird man von einem Tornado überrascht, dann bietet ein Auto – ganz anders als bei Gewittern – nahezu keinen Schutz, Bei einem Gewitter dient das Fahrzeug als Faradayscher Käfig, Bei einem schweren Tornado können Autos problemlos dutzende Meter in die Höhe gehoben werden.

  1. Bei kleineren Tornados kann ein fahrendes Auto zudem von der Straße geweht werden.
  2. Auf gar keinen Fall sollte mit einem Auto unter Brücken oder Unterführungen gehalten werden, empfiehlt die US-Wetterbehörde.
  3. Schwere Tornados, wie sie in den USA auftreten, können dazu führen, dass auch stabil erscheinende Brücken einstürzen.

Auch wenn diese schweren Tornados wie in den USA in Deutschland nicht auftreten, gibt es kleinräumige Wirbelstürme hierzulande öfter als gedacht. Lesen Sie auch: Hitze: Kühles Schlafzimmer im Sommer – Tipps und Tricks

Was war der schlimmste Tornado der Welt?

Welcher Tornado war der stärkste? );> Mit 510 km/h wurde am 3. Mai 1999 in einem Tornado der »unglaublichen« Art (F5) in Oklahoma/USA die bisher höchste auf der Erde registrierte Windgeschwindigkeit gemessen.48 Personen kamen ums Leben, und mit rund 1,1 Mrd. US-Dollar war es die bis dahin teuerste Naturkatastrophe dieser Art. Mit der außergewöhnlich hohen Geschwindigkeit von 95 km/h zog am 18. März 1925 ein Tornado über die drei US-Staaten Missouri, Illinois und Indiana hinweg. »Tri-State Tornado« nannten die Amerikaner dieses Phänomen, das innerhalb von 3,5 Stunden über 350 km verwüstete und fast 700 Todesopfer forderte. Gleich 148 Tornados querten am 3. und 4. April 1974 im »Super Outbreak« insgesamt 13 Staaten der USA. : Welcher Tornado war der stärkste?

Was passiert wenn sich 2 Tornados treffen?

Kein Happy End für Hurrikane – Wenn zwei tropische Wirbelstürme miteinander interagieren, deren äußere Winde sich oftmals in unterschiedliche Richtungen bewegen, dann scheinen beide Kraft zu lassen und werden eher ausgebremst. Das konnte in der Vergangenheit bereis mehrfach beobachtet werden.

  • So geschah es im Jahre 2001 mit den pazifischen Hurrikanen Gill und Henriette.
  • Als sie interagierten, verschlang Gil zunächst die Überbleibsel von Henriette, ehe er selbst zum Erliegen kam.
  • Für die Wirbelstürme war das kein Happy End, für alle anderen schon.
  • Das könnte Sie auch interessieren: Zufallsentdeckung: Forscher finden heraus, wie Stürme Beben auslösen Überraschende Studie: Was Hurrikans noch gefährlicher macht Wirbelstürme schwächen sich Wissenschaftlern zufolge wegen des Klimawandels über dem Festland langsamer ab als früher.

Japanische Forscher haben 71 Hurrikans ausgewertet, die seit 1967 über den Atlantik gezogen sind. Demnach sind Wirbelstürme ausdauernder geworden und längst nicht mehr nur eine Gefahr für Küstengebiete. Wie Entsteht Ein Tornado Play

Was ist schlimmer ein Hurrikan oder ein Tornado?

Sturm und Wetter: Wie stark können Tornados und Hurrikane werden? – Tornados werden auch “Windhosen” oder “Großtromben” genannt. Sie sind kleinräumiger als Hurrikane. Sind Tornados meist weniger als einen Kilometer breit, sind tropische Wirbelstürme wie die Hurrikane oft 500 Kilometer und größer.

Wo gibt es die meisten Tornados auf der Welt?

Wann & wo entstehen Tornados? – Tornados gibt es zu jeder Jahres- und Tageszeit und auf der ganzen Welt. Als Hochsaison gelten Frühjahr und Sommer, da dann ideale Bedingungen zur Entstehung großer Gewitterwolken herrschen. In den USA bilden sich wegen der klimatischen Bedingungen die meisten Tornados.

  • Etwa 1.200 sind es pro Jahr, vor allem in der Tornado Alley.
  • Das Gebiet im Mittleren Westen umfasst die Bundesstaaten Texas, Oklahoma, Kansas und Nebraska.
  • Durchschnittlich fordern Tornados in den USA jährlich 80 Tote und mehr als 1.500 Verletzte; Hauptursache sind umherfliegende Gegenstände.
  • Auch in Argentinien, Südafrika, Japan und Australien sind sie häufig.

In Europa bilden sich jährlich etwa 330, die meisten davon in Nordfrankreich, den Benelux-Staaten und im Nordwesten von Deutschland. In Deutschland tritt das Wetterphänomen zwischen 20 und 60 Mal im Jahr auf. Quellen: Physik Journal, National Geographic, Deutscher Wetterdienst

Wann treten Tornados auf?

Tornados weltweit – Tornados entstehen in Gewittern. Die meisten fegen durch die USA, denn hier toben jedes Jahr etwa 100.000 schwere Gewitterstürme. Aus denen formieren sich etwa 1200 wirbelnde Luftschläuche: Tornados! Im März, April und Mai haben sie Hochsaison.

Während dieser Zeit herrschen ideale Bedingungen zur Entstehung dieser Supergewitter oder der sogenannten Superzellen. Die Bundesstaaten Texas, Oklahoma, Kansas und Nebraska gelten als extrem tornadogefährdet: Sie liegen in der “Tornado Alley “, mitten in der Zugbahn der Gewitterzellen samt ihren Wirbelstürmen.

Aber auch in Deutschland, England, Italien, Osteuropa und Argentinien wüten regelmäßig Tornados. Wäre Deutschland ein Bundesstaat der USA, dann wäre es immerhin auf dem 10. Platz, was die Häufigkeit dieser Wirbelstürme angeht. Und auch die Stärke unserer Tornados ist absolut ernst zu nehmen.

  1. Oft wüten sie zwar weniger gewalttätig als die Twister in den Staaten, aber eben nur oft: Etwa jeder Hunderste ist verheerend, egal ob in Deutschland oder in den USA,
  2. In Nordamerika sind das im Schnitt etwa zwölf pro Jahr, in Deutschland immerhin während 20 bis 30 Jahren einer.
  3. Die Annahme, es gebe in Deutschland mehr Tornados als früher, lässt sich nicht belegen.

Wahrscheinlicher ist, dass einfach mehr Tornados beobachtet werden und mehr Menschen eine Kamera dabei haben, um die Naturgewalt festzuhalten. Außerdem gibt es mehr Tornadojäger, die sich sowohl in den USA als auch in Deutschland in Vereinen organisiert haben.

Was passiert wenn man in einem Tornado drinnen ist?

In “Todeszone” können Menschen nicht überleben – Für den Tornado von 1955 errechneten Vatistas und seine Kollegen, dass die Temperatur im Tornadoschlauch in größerem Abstand zur Rotationsachse zunächst auf 27 Grad Celsius stieg, im Zentrum des Wirbels dann aber auf zwölf Grad absank.

Wo ist man bei einem Tornado am sichersten?

Wie verhält man sich, wenn ein Tornado sichtbar ist? –

Wenn Sie zuhause sind: Bleiben Sie dort! Am sichersten sind Sie in einem massiven Steinhaus und dort im Keller oder in Räumlichkeiten, die in der Mitte des Hauses liegen. Da Wirbelstürme Dächer abdecken können, sollten sie Dachgeschosse meiden. Auch die Nähe von Fenstern und Türen ist tabu. Sie können durch herumfliegende Gegenstände durchschlagen werden.

Wo versteckt man sich bei einem Tornado?

Verstecken in einem fensterlosen Raum – Wer nun in einem festen Gebäude ist oder sich dahin zurückziehen kann, der sollte möglichst in den Keller gehen, rät Friedrich. „Also weit weg von jeder Tür und jedem Fenster in einen fensterlosen Raum. Denn dort ist man vor Trümmerteilen sicher, die der Tornado aufwirbelt und die Fenster, Rollläden, sogar Garagen mit Stahltoren durchschlagen können.” Weiterlesen nach der Anzeige Weiterlesen nach der Anzeige Ist man im freien Gelände unterwegs und kann dem Tornado weder ausweichen noch ein festes Gebäude erreichen, sollte man, wie bei einem Gewitter auch, sich eine Mulde im Gelände suchen.

Kann ein Tornado gestoppt werden?

Ein gezielter Einsatz von Sprengsätzen ist daher nahezu unmöglich.2. viel zu kräftig. Abgesehen von Punkt 1: Wenn es möglich wäre, solche Explosionen gezielt einzusetzen, wäre eine ungeheure Sprengkraft nötig, um das Wirbelgefüge durcheinander zu bringen.

Ist man im Haus sicher vor Tornados?

Wie Entsteht Ein Tornado Kaum ein Tag vergeht derzeit ohne Warnung vor Sturm oder kräftigen Gewittern. Diese können unwetterartige Formen annehmen. Am Donnerstag besteht in weiten Landesteilen Unwetter-Alarm. Es ziehen kräftige Gewitter auf, aus denen sich Tornados entwickeln können.

Wann war der letzte Tornado auf der Welt?

Häufige Fragen zu Tornados in Deutschland –

⁉️ Wann gab es den letzten Tornado in Deutschland? Der letzte dokumentierte Tornado war am 10. Mai 2023 in Bayern (Stand 10. Juni). Jährlich gibt es bis zu 60 Tornados in Deutschland. ⁉️ Was war der stärkste Tornado in Deutschland? Am 10. Juli 1968 beschädigte ein Tornado mehr als 2.000 Häuser und forderte zwei Todesopfer in Pforzheim, ⁉️ Wo sind in Deutschland die meisten Tornados? In Küstennähe treten Tornados in Deutschland am häufigsten auf. Die dort vorherrschenden Windbedingungen sind ideal. Allerdings sind Tornados oft Begleiterscheinungen von Gewittern und daher nicht auf küstennahe Regionen beschränkt. ⁉️ Kann es in Deutschland Tornados geben? Es gab bereits in der Vergangenheit mehrere schwere Tornados in Deutschland. Zwischen 2001 und 2022 gab es durchschnittlich 47 Tornados jährlich in Deutschland. ⁉️ Wie wahrscheinlich ist ein Tornado in Deutschland? Jährlich gibt es in Deutschland mehrere Tornados. Der Deutsche Wetterdienst geht jährlich von etwa 40 bis 60 Tornados in Deutschland aus. ⁉️ Woher weiß ich, dass ein Tornado kommt? Es kann sein, dass Tornados erstmal nur durch punktuell massiv aufgewirbelten Staub und Erde am Boden zu erkennen sind. In Kombination mit auffälligen Wolkenformationen könnte das auf eine Windhose hindeuten. ⁉️ Ist ein Tornado in Deutschland gefährlich? Tornados stellen grundsätzlich immer eine reale Gefahr dar, Durch starke Unwetter kann die Entstehung von Tornados begünstig werden. Laut Wetterexpert:innen nehmen mit steigenden Temperaturen die Schwere und Häufigkeit extremer Wetterphänomene zu.

Veröffentlicht: 22.06.2023 / Autorin: Carina Neumann-Mahlkau

Wie lange ging der längste Tornado der Welt?

Die längste Tornado-Serie wütete 16 Stunden lang am 3. und 4. April 1974 in 13 US-Staaten.

Was ist ein F5 Tornado?

Zerstörerischer Luftwirbel – Wandert ein starker Tornado übers Land, kann er extreme Schäden hinterlassen. Der Luftwirbel erfasst lose Gegenstände mit ungeheurer Kraft, reißt sie mit sich und schleudert sie später wieder fort. Auch Gebäude, Autos und Bäume sind dem Tornado ausgeliefert.

  1. Allerdings erreicht nicht jeder Tornado so hohe Geschwindigkeiten.
  2. Die Stärke eines Tornados wird auf der so genannten Fujita-Skala gemessen: F0 oder F1 bezeichnet eher schwache Tornados, doch auch sie können schon einen Kleinwagen von der Straße schieben.
  3. Tornados der Stärke F2 und F3 können Dächer abreißen, Holzhäuser zerstören und auch große Bäume entwurzeln.

Bei einem F4- oder F5-Tornado werden Autos und Züge in die Luft gehoben; sogar ganze Häuser können aus den Fundamenten gerissen und fortgetragen werden. Ob großer oder kleiner Tornado, die aufgewirbelten Gegenstände werden in jedem Fall zu gefährlichen Geschossen! Doch wie kommt es überhaupt zu einem Tornado?

Können Tornados in der Nacht entstehen?

Page 2 – Tornados sind vor allem aus den USA bekannt. Das Foto wurde im Mai 1999 in Oklahoma aufgenommen. Doch auch in Deutschland können Tornados entstehen, wie im Mai 2015 in Mecklenburg-Vorpommern und Bayern. (Foto: OAR/ERL/National Severe Storms Laboratory (NSSL)) Tornados sind in Deutschland kein seltenes Wetterphänomen. Auch in diesem Jahr wurden schon Windhosen gesichtet, etwa im unterfränkischen Kürnach als Anfang März 2017 ein Tornado die Dächer von fast 60 Häusern beschädigte. Gerade in den Sommermonaten treten in unseren Breitengraden immer wieder schadenträchtige Tornados auf. Ein Blick in die Wetterhistorie zeigt, was sie anrichten können. Im Mai 2015 kam es zu schweren Schäden in mecklenburgischen Bützow mit einem geschätzten Schadensvolumen von 40 Millionen Euro. Im gleichen Jahr fegte ein Tornado mit fast 250 Stundenkilometern Geschwindigkeit über mehrere Ortschaften bei Augsburg hinweg, durch den fast 180 Häuser beschädigt wurden. Pfingsten 2010 verursachte ein Tornado in Brandenburg und Sachsen Schäden an 3.000 Gebäuden. Dieser Tornado hatte die vermutete Stärke F3 und eine Geschwindigkeit von fast 300 Stundenkilometern. Über Pforzheim (Baden-Württemberg) zog am 10. Juli 1968 ein Tornado mit geschätzten maximalen Windgeschwindigkeiten von fast 400 km/h hinweg. Ein Jahrhundert-Tornado soll laut historischer Auszeichnungen im Frühsommer 1764 einen Landstrich in Mecklenburg heimgesucht haben. Historischen Quellen zufolge wird für diesen Tornado rund um Feldberg eine mögliche Stärke F5 angenommen. Er gilt als stärkster bekannter Tornado in Deutschland. Bis zu 60 Tornados im Jahr in Deutschland Tornados werden international mit der sogenannten Fujita-Skala klassifiziert. Sie ist unterteilt in die Stufen F0 bis F12. Die Werte F6 bis F12 sind allerdings nur theoretische Werte, die bis dato nicht gemessen wurden. Der Tornado in Bützow wird der Stufe F3 (ab 254 km/h) zugeordnet, der Sturm in Pforzheim gar der Stufe F4 (ab 333 km/h). F4 oder F5-Tornados – also Tornados mit enormer Zerstörungskraft – sind in Deutschland jedoch selten. Anders in den USA. Dort treten im Mittleren Westen mehrfach im Jahr Stürme mit mehr als 500 Stundenkilometern Windgeschwindigkeit auf. In den USA kommt es pro Jahr durchschnittlich zu 1.100 Tornadoereignissen (Brooks, 2013). Pro Jahr treten in Deutschland schätzungsweise zwischen 20 und 60 Tornados auf. Europaweit sind es nach Angaben der European Severe Weather Database etwa 300 bis 500 Ereignisse pro Jahr. Seit dem Jahr 2007 wird in den USA die Enhanced Fujita-Skala (EF) angewendet. Diese Skala teilt Tornados anhand ihres Schadensbildes ein, das sie hinterlassen. Die EF-Skala hat sechs Stufen (von EF0 bis EF5), beginnt aber bei höheren Geschwindigkeiten (EF0: 105 – 137 km/h) und endet bei geringeren (EF5: > 323 km/h).

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Klasse Geschwindigkeit (km/h) Wahrscheinlichkeit des Auftretens (%)
EF0 105–137 53,3
EF1 138–178 31,6
EF2 179–218 10,7
EF3 219–266 3,4
EF4 267–322 0,7
EF5 > 323 0,1

Doch was sind Tornados genau? Es handelt sich im Regelfall um kurzzeitige und kleinräumige Wirbelstürme (wenige 10 m bis maximal 1 km Durchmesser) extremer Stärke, die meist in Verbindung mit Gewittern auftreten. Meist wachsen sie als schlauchartiger, rotierender “Rüssel” aus einer Gewitterwolke (meist einer Superzelle) nach unten heraus.

Sie haben selten eine Lebensdauer von mehr als ein paar Minuten und verlagern sich wie die Gewitterwolke mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 50-60 km/h. Allerdings können auch erheblich größere oder langsamere Verlagerungsgeschwindigkeiten auftreten. Generell können Tornados überall in Deutschland auftreten.

Anders als in den USA, wo die „Tornado Alley” rund um die Bundesstaaten Oklahoma, Kansas, Missouri, Nebraska, South Dakota und Texas existiert, in der sich die Anzahl von Tornados stark häufen. In dieser fast 2.000 Kilometer breiten Region beiderseits des Mississippis kommt es jedes Jahr zu einer großen Anzahl von Tornados.

  1. Am dritten Maiwochenende 2015 registrierte der US-amerikanische Wetterdienst rund 30 Tornados, die vor allem in Oklahoma und Texas auftraten.
  2. Eine derartige Tornadostraße gibt es in Deutschland nicht.
  3. Die Verteilung der Tornados ist über das ganze Bundesgebiet relativ gleichmäßig.
  4. Der Deutsche Wetterdienst betreibt in Deutschland Wetterradargeräte an 17 verschiedenen Standorten.

Mit modernen Doppler-Radargeräten lassen sich rotierende Gewitterwolken (sogenannte Superzellen) identifizieren, die gelegentlich auch Tornados hervorbringen. Verdächtige Signaturen und Rotationen tauchen auf dem Radarbild manchmal schon eine Stunde vorher auf.

Exakte Vorhersagen darüber, ob und wann ein Tornado Bodenkontakt bekommt und welche Intensität er erlangt, sind jedoch noch nicht möglich. Der Deutsche Wetterdienst kann nach eigenen Angaben auf ein erhöhtes Tornadorisiko maximal 18 Stunden vorher hinweisen. Zunahme der Tornadohäufigkeit? Wie bei allen Extremereignissen gilt auch für Tornados: Die Variabilität der Häufigkeit ihres Auftretens ist von Jahr zu Jahr großen Schwankungen unterworfen.

In manchen Jahren treten sie gar nicht auf, in anderen sind die atmosphärischen Voraussetzungen zu ihrer Entstehung häufiger gegeben. Die Aussagen über eine Zunahme der Tornadohäufigkeit in den vergangenen Jahrzehnten sind jedoch schwer zu verifizieren und die Dunkelziffer ist hoch.

Dies hat mehrere Gründe: Es gibt einerseits kaum direkte Beobachtungen von Tornados. Auch können Tornados in der Nacht auftreten. Zudem beruhen Tornado-Informationen aus früherer Zeit auf Augenzeugenberichten und teilweise mehreren hundert Jahre alten Chroniken. Auch lassen sich die Zerstörungen nicht immer eindeutig einem Tornado zuordnen, sondern können auch einem Gewitter oder “normalen” Böen in Orkanstärke angelastet werden.

Grundsätzlich aber lässt sich festhalten: “Sollten Wetterlagen, die günstige Entstehungsbedingungen beispielsweise für Superzellen schaffen, häufiger werden, dann gilt das auch für Tornados”, sagt Diplom-Meteorologe Bernhard Mühr vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

  1. Wo finde ich bei einem Tornado Schutz? Schutz vor Tornados bieten in erster Linie gut gesicherte Kellerräume mit einer festen Decke, da ein Tornado dieser Stärke nicht nur Holzhäuser, sondern auch Steinbauten bis auf die Grundmauern zerstören kann.
  2. Gefährlich sind vor allem die geschossartig herum fliegenden Gegenstände, die der Tornado kilometerweit mit sich führt.

Daher sollte man sich auch nicht in der Nähe von Fenstern oder Türen aufhalten. Selbst Asphaltdecken halten einem starken Tornado nicht immer Stand. In freier Natur empfiehlt es sich, dem Tornado auszuweichen, da aufgrund der kleinräumigen Ausdehnung des Tornados bereits ein Abstand von einem Kilometer relative Sicherheit bietet.

Ist es hierfür zu spät und man wird von einem Tornado überrascht, hilft es, sich flach auf den Boden zu legen, um nicht von Trümmerteilen getroffen zu werden. Autos bieten keinen hinreichenden Schutz. Sie können von einem starken Tornado problemlos in die Höhe gehoben werden. Und die Insassen sind zudem durch umstürzende Bäume und umherfliegende Gegenstände gefährdet.

Informationen zu einem erhöhten Tornadorisiko in der eigenen Region bietet der an. Alternativ steht die kostenlose DWD Warnwetter-App, für iOS, Android, Windows und Blackberry als Download zur Verfügung. Quelle Brooks, H.E., Carbin, G.W., and Marsh, P.T., 2014: Increased variability of tornado occurrence in the United States.

Wie groß ist der größte Tornado der Welt?

Nordamerika – Vereinigte Staaten

Datum EF Tote Beschreibung Abbildung
24. Mai 1752 2 In Calvert County wurden alle Gebäude der Plantage von John Groves zerstört. Zwei Kinder wurden getötet, seine Frau sowie ein weiteres Kind schwer verletzt.
15. August 1787 2 Der Four-State Tornado Swarm, der erste in den Wetteraufzeichnungen von Neuengland registrierte Tornadoschwarm, tötete zwei Personen, forderte zahlreiche Verletzte und verursachte schwere Schäden in den Bundesstaaten Connecticut, Rhode Island, Massachusetts und New Hampshire.
7. Mai 1840 mind.317 Der Great Natchez Tornado zerstörte weite Teile der Stadt Natchez und viele Boote auf dem Mississippi, Die Opferbilanz beträgt mindestens 317 Menschen, könnte aber deutlich höher liegen, da möglicherweise Opfer unter den Sklaven in den Plantage der betroffenen Region nicht berücksichtigt wurden.
14. April 1886 72 Tornado in Sauk Rapids 1886
27. Mai 1896 mind.255 Der St. Louis–East St. Louis Tornado (F4) war einer der zerstörerischsten Tornado in der Geschichte der Vereinigten Staaten und das verheerendste Wetterereignis in St. Louis und East St. Louis,
18. März 1925 F5 695 Der Tri-State Tornado (F5) forderte in 3½ Stunden auf einer Länge von 352 km über dem Gebiet von drei US-Bundesstaaten (Missouri, Illinois und Indiana) 695 Todesopfer. Mit circa 95 km/h wies er eine ungewöhnlich hohe Zuggeschwindigkeit auf.
3./4. April 1974 315 Im Super Outbreak suchten insgesamt 148 Tornados in 13 Staaten den Süden und Mittleren Westen der USA heim, darunter 30 verheerende Fälle (F4/F5). Sie hinterließen 315 Todesopfer und einen Sachschaden von 600 Millionen US-Dollar.
27. Mai 1997 27 Der Jarrell-Tornado war in Jarrell (Texas) für den Tod von 27 Menschen verantwortlich.
3. Mai 1999 48 Über 70 Tornados des Oklahoma Tornado Outbreak zogen über Texas, Oklahoma und Kansas. Am schlimmsten traf es die Region um Oklahoma City,48 Personen kamen ums Leben, und mit einem gesamten Sachschaden von 1,2 Milliarden US-Dollar ist dies die bislang teuerste Naturkatastrophe dieser Art.
25.–27. April 2011 320 Mehr als 150 Tornados forderten in einer äußerst kurzen Zeitspanne von wenigen Stunden in Alabama, Georgia, Mississippi und Tennessee mehr als 320 Menschenleben. Das Zentrum der Katastrophe war Tuscaloosa, wo ein 1,5 km breiter Tornado über die Stadt hinwegzog.228 Personen kamen alleine in Alabama ums Leben, die Anzahl der Tornados und der verursachte Schaden übersteigen die Werte des Super Outbreak von 1974, der bis dahin als das schwerste Ereignis dieser Art galt.
21.–26. Mai 2011 162 Eine Serie von mindestens 241 bestätigten Tornados sorgte innerhalb von 6 Tagen für 162 Todesopfer und richtete große Schäden in Arkansas, Kansas, Minnesota, Oklahoma und insbesondere Missouri an. Allein der Joplin-Tornado ( EF5 ) in Joplin, Missouri am 21. Mai, forderte 158 Menschenleben.
2./3. März 2012 41 Eine Serie von 70 bestätigten Tornados forderte viele Menschenleben in Kentucky, Indiana, Alabama und Oklahoma,
20. Mai 2013 EF5 24 Der Moore-Tornado (EF5) in Moore, Oklahoma gilt als einer der stärksten Wirbelstürme der US-Geschichte. Seine Trümmerwolke war bis zu sechs Kilometer breit und somit deutlich breiter als der Wirbel (2,1 km) selbst. Er hielt 27 Kilometer lang Bodenkontakt, zerstörte 12.000 Häuser und brachte zudem zwei Schulen zum Einsturz. Er war der vierte schwere Tornado in Moore binnen vierzehn Jahren und erreichte Windgeschwindigkeit von 340 km/h. Mehrere hundert Menschen wurden verletzt.
31. Mai 2013 EF3 8 Der El-Reno-Tornado (EF3) Der El Reno Tornado erreichte nach Abschätzung aus Dopplerradarbildern Windgeschwindigkeiten von bis zu 480 km/h, was der höchsten Stufe auf der Enhanced Fujita Skala entspricht: einem EF5. Er wurde jedoch im Nachgang vom National Weather Service auf eine EF3 herab gestiftet. Ausschlaggebend für die Einteilung sind offiziell nämlich nicht die Geschwindigkeit, sondern die aufgetretenen Schäden, die demnach “nur” im EF3-Bereich lagen. Allerdings muss bedacht werden, dass der Tornado “nur” über ländliche Regionen und daher oft schlicht über freie Felder zog. Was passiert wäre, wenn der Tornado direkt über El Reno oder gar Oklahoma City gewütet hätte, möchte man sich gar nicht vorstellen. Mit Sicherheit wäre ihm dann aber der EF5-Status erhalten geblieben. Er ist der bis heute größte je gemessene Tornado mit einem zeitweilig maximalen Durchmesser von 4,2 km. Durch den Tornado starben mindestens 8 Menschen, wobei mindestens 151 verletzt wurden. Eine Besonderheit des Tornados war, dass er ein Multivortex-Tornado war (d.h. bestehend aus mehreren Wirbeln, die um ein gemeinsames Zentrum kreisen).
27.–29. April 2014 35 Eine Serie von Tornados zog über Alabama, Kentucky und Mississippi,
16. Juni 2014 2 Tornado in Pilger, Pilger (Nebraska), zwei Tornados zogen nebeneinanderher
25. März 2015 Sand Springs, Oklahoma
9. April 2015 Rochelle, Illinois
16.–18. November 2015 Outbreak in den Great Plains und den Südstaaten
23.–25. Dezember 2015 13 Outbreak im Mittleren Westen und in den Südstaaten (13 Tote)
26.–28. Dezember 2015 59 Outbreak in den südlichen Great Plains und in den Südstaaten (59 Tote)
3. März 2019 23 In Alabama und Georgia bildeten sich mindestens ein Dutzend Tornados. Alle Todesopfer und 97 Verletzte wurden dabei einem Tornado der Stärke EF4 zugeschrieben, der zum größten Teil in Lee County (Alabama) 43 Kilometer lang Bodenkontakt hielt.
2./3. März 2020 EF3 24 In der Nacht bildeten sich mehrere Tornados über Tennessee, einer (EF3) zog auch durch die Hauptstadt Nashville, Der stärkste (EF4) zog durch Putnam County, Es kamen mehrere Menschen ums Leben, über 300 wurden verletzt. Fast 50 Gebäude wurden zerstört und zahlreiche Gebäude, Straßen und Brücken wurden beschädigt, bei mehr als 47.000 Haushalten fiel der Strom aus.
12./13. April 2020 33 An einer langgestreckten Unwetterfront bildete sich am Ostersonntag in den Bundesstaaten Texas, Louisiana, Arkansas, Mississippi, Tennessee, Alabama, Georgia, North Carolina und South Carolina eine Serie von etwa 60 Tornados. Dabei kamen mindestens 33 Menschen ums Leben. Bei mehr als einer Million Haushalten fiel der Strom aus. Die Unterbringung der obdachlos gewordenen Menschen in Notunterkünften gestaltete sich durch die COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen Maßnahmen schwierig.
10. und 11. Dezember 2021 (Ortszeit) 70 (alleine in Kentucky) Serie von mindestens 24 Tornados entlang einer Nord–Süd verlaufenden Unwetterfront. In Mayfield, Kentucky, wurden 200 mph (322 km/h) Wind erreicht und das Dach einer Kerzenfabrik stürzte über 110 Mitarbeitern der Nachtschicht vor Weihnachten ein. In Earlington, Kentucky, entgleiste ein Zug und rammte Häuser. In Edwardsville, Illinois, stürzte um 20 Uhr Ortszeit das Dach eines Verteilzentrums von Amazon teilweise und eine Wand ein, es gab Tote und Eingeschlossene. In Arkansas (im Nordosten bildete sich eine Superzelle) sind die Orte Monette und Trumann betroffen – 2 Tote in einem Pflegeheim. Auch Tennessee, Missouri und Mississippi waren betroffen. Die Front zog am Morgen des Samstags (11.12.) ostwärts.

Wie schnell bewegt sich ein Tornado?

Page 2 – Tornado in Kansas im Mai 2008. (Foto: Sean Waugh/NOAA/NSSL) Ein Tornado bezeichnet eine kleinräumige, stark rotierende Luftsäule mit senkrechter Drehachse, die Bodenkontakt haben muss. Durch die hohen Windgeschwindigkeiten im Randbereich und dem starken Unterdruck im Zentrum sind Tornados mit einem außerordentlich hohen Schadenspotenzial verbunden.

  1. Der Durchmesser eines Tornados liegt zwischen 50 und 1.000 m (Mittel ~ 100 m), die Windgeschwindigkeit beträgt nach der Enhanced Fujita-Skala (EF) über 105 km/h (EF0, siehe Tab.).
  2. Sehr starke Tornados ab Kategorie EF3 treten ausschließlich in Verbindung mit Superzellen auf, während sich schwächere Tornados auch an den Flanken einer Gewitterlinie bilden können.

Die Abschätzung der Windgeschwindigkeiten erfolgt meistens durch das Schadensmuster am Boden, da Messungen in der Regel nicht vorliegen. Die bisher höchste Windgeschwindigkeiten eines Tornados (~ 480 km/h) wurde mit Hilfe eines mobilen Doppler-Radars am 3.

Klasse Geschwindigkeit (km/h) Wahrscheinlichkeit des Auftretens (%)
EF0 105–137 53,3
EF1 138–178 31,6
EF2 179–218 10,7
EF3 219–266 3,4
EF4 267–322 0,7
EF5 > 323 0,1

Die Lebensdauer eines Tornados reicht von wenigen Sekunden bis zu einer halben Stunde. In sehr seltenen Fällen kann sie auch über eine Stunde andauern. Die Rotation von Tornados ist auf der Nordhalbkugel aufgrund der Rechtsdrehung des Windes in der Grenzschicht meistens zyklonal (gegen den Uhrzeigersinn).

Die Entstehung eines Tornados ist recht kompliziert und bis heute nicht vollständig verstanden. Wichtige Voraussetzungen sind die typischen Bedingungen für hochreichende Feuchtkonvektion – insbesondere feuchtwarme Luftmassen (= Energie) – sowie eine hohe Windrichtungsscherung (vertikale Änderungen des Horizontalwindes mit der Höhe).

USA: 1.100 Tornadoereignisse pro Jahr Aufzeichnung von Tornados in den USA von 1950 bis 2014. (Foto: NASA Earth Observatory/Joshua Stevens) Tornados treten auf fast allen Kontinenten und in sehr vielen Regionen in den mittleren Breiten auf. Am häufigsten werden sie in den USA beobachtet.

  1. Dort kommt es pro Jahr im Mittel zu 1.100 Tornadoereignissen (Brooks, 2013).
  2. Europaweit sind es nach der European Severe Weather Database () etwa 300-500 Ereignisse pro Jahr.
  3. In Deutschland sind jährlich durchschnittlich 30-50 Ereignisse zu beobachten, wobei die relative Verteilung in den verschiedenen Intensitätsklassen ähnlich zu der in den USA ist (Dotzek et al., 2003).

So wurde beispielsweise am 10. Juli 1968 in Baden-Württemberg (Pforzheim) ein Tornado der Stärke EF4 (bzw. F4) mit maximalen Windgeschwindigkeiten von fast 400 km/h beobachtet. Der Unterschied in der relativen Häufigkeit zwischen USA und Deutschland (Europa) lässt sich damit erklären, dass in Europa die Alpen ein direktes Aufeinandertreffen kalter Polarluft mit feucht-warmer mediterraner Luft verhindern.

Relevant ist hier also die Energie aus den bodennahen Luftschichten, die ihr Maximum im Juli hat. Da in Nordamerika das zentrale Gebirge, die Rocky Mountains, in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet ist, können dort feucht-warme Luftmassen aus dem Golf von Mexico auf kalte Luftmassen aus Alaska bzw. auf trockene Luft aus dem Westen treffen (Graf et al., 2011).

Da der Temperaturgradient im Frühjahr noch sehr stark ausgeprägt ist, die bodennahe Luft aber schon einen hohen Energiegehalt aufweist, ergibt sich hier die größte Häufigkeit schwerer Tornadoereignisse. Studien in den USA können derzeit keine Zunahme der Tornadotage feststellen (außer der, der durch die Zunahme an Beobachtungen verursacht wird).

  • Allerdings beobachtet der US-amerikanische Metereologe Harold E.
  • Brooks (Brooks 2013) eine Zunahme der Anzahl der Tornadoereignisse an einem Tag sowie eine Änderung des jahreszeitlichen Auftretens. Text: Dr.
  • Susanna Mohr, Karlsruher Institut für Technologie Brooks, H., 2013: Increased variability of tornado occurrence in the United States in recent years.7th Eur.

Conf. on Severe Storms, 3 – 7 Juni 2013, Helsinki, Finnland. Dotzek, N., 2001: Tornados in Germany, Atmo.Res.56, 233 – 251. Dotzek, N., 2003: An updated estimate of tornado occurrence in Europe, Atmo.Res.67, 153 – 161. Dotzek, N., Grieser, J. und Brooks, H.E., 2003: Statistical modeling of tornado intensity distributions.

Wo gibt es die meisten Tornados in Deutschland?

Deutschland – Ich möchte Videos von Youtube auf dem Wetterkanal angezeigt bekommen. Hierbei werden personenbezogene Daten (IP-Adresse o.ä.) an Youtube übertragen. Anzeige erlauben Abb.: Tornado am 05.05.2015 nahe Bützow, Stärke F3 (ab ca, 255 km/h) Seit etwa 15 Jahren werden Tornados in Deutschland wieder systematisch erfasst.

Für eine seriöse Statistik reichen diese Zahlen noch nicht aus, aber man kann einen kleinen Trend erkennen. In der Nordhälfte des Landes treten mehr Tornados auf als im Süden Deutschlands. Dies gilt auch für die starken Tornados ab Stärke F3 (ab 255 km/h). Tornados ab Stärke F4 sind in Baden-Württemberg und Bayern nur insgesamt zwei bekannt, im übrigen Land sind es 11 Fälle ab der Stärke F4.

Es deutet sich also ein Nord-Süd-Gefälle an. Aus Deutschland sind bisher zwei F5-Tornados aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen bekannt.

Wie lange braucht ein Tornado um zu entstehen?

Was ist ein Tornado? – Tornado stammt aus dem Spanischen und bedeutet “drehend”. In den USA werden sie aus dem gleichen Grund umgangssprachlich “Twister” genannt, in Deutschland heißen sie auch Windhose oder Großtrombe. Auch wenn Tornados in Mitteleuropa noch nicht lange erforscht werden, sind sie doch meist ebenso gefährlich wie die in Amerika.

  • Schon 1917 definierte der deutsche Metereologe Alfred Wegener Tornados so: ein schnell rotierender Luftwirbel, der von der Unterseite einer Wolke bis zum Erdboden reicht und am unteren Ende alles mitreißt.
  • Leine Tornados wirbeln Laub oder Staub auf, große zerstören Städte.
  • Auch der Durchmesser des Schlauchs variiert stark, 20 Meter sind vorstellbar, aber auch ein Kilometer.

Wandert der Luftschlauch über Wasser, saugt er es hoch und wird so zur Wasserhose. Meteorologen haben großen Respekt vor diesen lebensgefährlichen Wirbelstürmen. Tornados entstehen in wenigen Minuten, sind schwer vorhersagbar, schlagen unberechenbare Haken – und fast alles, was der gierige Luftschlauch ansaugt, zerlegt er mit brachialer Gewalt in Trümmer, auch Meteorologen oder deren Messgeräte.

Wann gibt es ein Tornado?

Einleitung – Tornados 2023 bisher Die ersten Tornados im Jahr 2023 sind bereits aufgetreten. Da waren zum einen die in den Medien doch recht präsenten Tornados in Mittelhessen am 26. März (Annerod und Wetzlar) der Stärke F1 sowie zwei Tornados am 01. Februar (Lashorst: F2, Hinte: F1).

  1. Die in Deutschland statistisch klassischen Tornadomonate stehen aber erst noch bevor.
  2. Eine gute Gelegenheit also ein wenig in die Statistikkiste zu schauen.
  3. Datenbasis und gesammelte Tornadofälle Fangen wir zunächst einmal mit der Datenbasis der folgenden Statistiken an.
  4. Gesammelt werden Tornados in der Europäischen Unwetterdatenbank (ESWD – European Severe Weather Database ), die vom ESSL ( European Severe Storms Laboratory – Europäisches Unwetterlabor) betrieben wird.

Schaut man in diese Datenbank, so findet man dort aktuell insgesamt 2477 Einträge. Der erste dokumentierte Tornadofall stammt aus dem Jahr 689. Die Karte zeigt alle Tornadofälle aus der Europäischen Unwetterdatenbank (ESWD) in Deutschland von 689 bis 2023. Zoom Bis etwa zum Jahr 2000 bleibt die Anzahl der dokumentierten Tornadofälle noch recht übersichtlich. Etwa zur Jahrtausendwende kamen dann mehrere Ereignisse zusammen, die eine deutlich bessere Dokumentation zuließen.

Da war zum einen das Aufkommen der Digitalfotografie und zum anderen das Internet. Dadurch war ein Austausch von Tornadofällen auch mit Bildern deutlich einfacher. Unter anderem hat man sich in Wetterforen ausgetauscht. Mittlerweile ist quasi jeder mit einem Handy ein potentieller Tornadofotograf. Hinzu kam die Gründung von Skywarn Deutschland 2003, deren Mitglieder sich gezielt mit der Verfolgung und Dokumentation von Unwettern beschäftigen – auch bekannt als “Gewitterjäger”.

Eine professionelle Aufarbeitung von Tornadofällen kam mit der Gründung der Tornadoarbeitsgruppe im Jahr 2007 in Gang. In den vergangenen Jahren leistete auch die Seite tornadomap.org (Hendrik Sass) einen wichtigen Beitrag zur Kartierung und Analyse von deutschen Tornadofällen. Die Grafik zeigt die Entwicklung der Tornadozahlen in den vergangenen 70 Jahren. Gekennzeichnet wurden wesentliche Meilensteine hin zu einer stabilen jährlichen Statistik. Zoom Wie viele Tornados gibt es im Jahr? Berücksichtigt man diese Dinge, dann lässt sich festhalten, dass brauchbare Statistiken rund um Tornados in Deutschland etwa ab dem Jahr 2000 zur Verfügung stehen.

  1. Diese Daten sind damit auch die Grundlage für die folgenden Statistiken.
  2. Im Mittel gibt es zwischen 2001 und 2022 jährlich etwa 47 Tornados in Deutschland, davon sind etwa 17 Wasserhosen (Tornados über Wasser).
  3. Tornados lassen sich nach Ihrer Stärke kategorisieren.
  4. Einteilen lassen sich Tornados zum Beispiel nach der Fujita Skala in Stärke F0 (64-116 km/h ) bis F5 (419-512 km/h ).

F5 Tornados sind äußerst selten. In der Datenbank lassen sich gerade einmal zwei Fälle finden (29.6.1764 in Woldegk und 23.04.1800 in Dittersdorf), aber auch bei F4 Tornados sind nur elf Fälle dokumentiert, der letzte in Bad Liebenwerda in Brandenburg (24.05.1979).

  1. Bei den F3 Tornados gibt etwa alle zwei Jahre einen Fall.
  2. Interessanter wird es bei den F2 Tornados.
  3. In der Statistik von 2001 bis 2022 finden sich durchschnittlich etwa fünf Ereignisse pro Jahr.
  4. Hinzu kommen im Schnitt elf F1 und knapp sieben F0 Tornados.
  5. Der größte Anteil der Fälle wird allerdings “unbekannt” geführt.

Das kann daran liegen, dass der Fall nicht näher untersucht wurde oder es keine Bilder zur genauen Beurteilung gab. Mit einer ziemlich hohen Wahrscheinlichkeit kann aber angenommen werden, dass es sich um schwache Tornados gehandelt hat. Daher wurden diese in den folgenden Statistiken auch den schwachen Tornados (F0 und F1) zugeordnet. Die Grafik zeigt die Entwicklung der Tornadozahlen seit dem Jahr 2001. Dabei wurden die Tornados in schwache und starke Tornados unterteilt und die Wasserhosen extra geführt. Zoom Gibt es eine Zunahme der Tornadofälle in Deutschland? Eine weitere Erkenntnis liefern die ” Tornadostripes ” auch noch.

Man sieht, dass es mal schwächere und mal stärkere Phasen gibt. In den vergangenen Jahren war das Aufkommen der Tornados in Deutschland tatsächlich eher unterdurchschnittlich. Im Jahr 2022 gab es beispielsweise 34 Fälle, wobei alleine sieben Fälle am Tag des “Paderborntornados” auftraten ( https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2022/5/30.html ).

Damit lässt sich auch festhalten: Es gibt bisher keine Zunahme von Tornados in Deutschland infolge des Klimawandels, weder bei der Stärke, noch bei der Anzahl. Auch zu erwähnen ist, dass es neben den dokumentierten Tornadofällen auch noch eine Dunkelziffer gibt.

  • Um wie viele es sich tatsächlich handelt, ist schwierig zu sagen.
  • Es dürften aber wenigstens ein Duzend sein.
  • Jedes Jahr gibt es zahlreiche Verdachtsfälle (ein Vielfaches der offiziellen Zahlen).
  • Bei diesen Fällen ist es nicht möglich das Auftreten eines Tornados nachzuweisen.
  • Zum Beispiel, weil man nicht weiß, ob ein Wirbel Bodenkontakt hatte.

Diese Fälle werden unter https://tornadoliste.de / gesammelt. Die Grafik zeigt die Entwicklung der Tornadozahlen seit dem Jahr 2000. Es lässt sich bisher keine Zunahme der Zahlen erkennen. Zoom Wann treten Tornados im Jahresverlauf hauptsächlich auf? Schaut man sich den Jahresverlauf der Tornadozahlen an, so sieht man, dass die meisten Tornados zwischen Mai und August auftreten. Die Grafik zeigt die prozentuale monatliche Verteilung der Tornados in Deutschland. Die Tornados wurden unterteilt in starke und schwache Tornados sowie Wasserhosen. Zoom Zu welcher Tageszeit gibt es die meisten Tornados? Nun noch ein Blick auf den Tagesgang.

Nicht überraschend treten die meisten Tornados in den Nachmittags- und Abendstunden auf. Diese Zeit fällt auch mit dem Maximum der solaren Einstrahlung und (damit) dem Maximum der Gewitteraktivität zusammen. Auffällig ist dabei, dass starke Tornados tendenziell etwas später am Tag auftreten. Bei den Wasserhosen gibt es ein viel breiteres Spektrum an Zeiten, wann man diese beobachten kann.

Herausarbeiten lässt sich neben einem Minimum um die Mittags- bzw. frühe Nachmittagszeit, ein Hauptmaximum am Vormittag. Dass nachts kaum Wasserhosen in der Datenbank zu finden sind, lässt sich recht einfach erklären: Man sieht sie einfach nicht. Es ist also davon auszugehen, dass daraus auch eine gewisse Dunkelziffer resultiert. Die Grafik zeigt die prozentuale Verteilung der Tornados in Deutschland im Laufe des Tages. Die Tornados wurden unterteilt in starke und schwache Tornados sowie Wasserhosen. Zoom Nun aber genug zu Statistiken. Entscheidend für das Auftreten von Tornados ist vor allem, dass die passenden Zutaten zusammenkommen.

Wie entstehen Tornados und Hurrikans?

Entstehung von Wirbelstürmen Voraussetzung ist eine Wassertemperatur von mindestens 26 Grad Celsius. Wenn dann große Mengen an Wasser verdunsten und die warme Luft nach oben steigt, kann ein Tiefdruckgebiet entstehen. Durch die Drehbewegung der Erde kreisen schließlich nachströmende Luftmassen schnell um dieses Gebiet.

Bei welcher Windstärke entsteht ein Tornado?

Tornados klassifiziert nach der EF-Skala – EF0-Tornados haben Windgeschwindigkeiten zwischen 104 und 137 Stundenkilometern. EF1-Tornados haben Windgeschwindigkeiten zwischen 138 und 177 Stundenkilometern. EF2-Tornados haben Windgeschwindigkeiten zwischen 178 und 217 Stundenkilometern. EF3-Tornados haben Windgeschwindigkeiten zwischen 218 und 265 Stundenkilometern. EF4-Tornados haben Windgeschwindigkeiten zwischen 266 und 322 Stundenkilometern. EF5-Tornados haben Windgeschwindigkeiten ab 322 Stundenkilometern.