Wie Kalt Ist Es Im Weltall?

Wie Kalt Ist Es Im Weltall

Wie kalt kann es im Weltraum sein?

Wie wirkt Sonnenstrahlung im leeren Raum (Weltraum)? Was würde beispielsweise mit einer Fliege geschehen, die in der Lage wäre, die Erde und ihre Atmosphäre zu verlassen und sich der Sonne zu nähern? Würde sie einfach nur erfrieren oder irgendwann verschmoren? – Im Grunde beides zugleich.

Obwohl es im Weltraum sehr kalt ist (-270,43 Grad Celsius), beträgt bei einem Astronauten die Temperatur seines Raumanzugs auf der Seite, die der Sonne zugewandt ist, etwa 120 Grad Celsius. Der Bereich des Raumanzugs, der sich im Schatten befindet, hat hingegen eine Temperatur von -101 Grad Celsius! Nicht anders verhielte es sich bei einer Fliege, die ohne Schutzanzug von der Erde in Richtung Sonne unterwegs wäre: Ihr Kopf würde rauchen, ihr Po einfrieren.

Der Grund dafür ist die elektromagnetische Strahlung der Sonne. In Sternen wird Energie freigesetzt. Dies geschieht hauptsächlich, indem Wasserstoffatomkerne miteinander verschmelzen (fusionieren). Die so entstehenden Heliumatomkerne sind leichter als die Summe der fusionierenden Wasserstoffatomkerne.

  • Die Differenz dieser Massen wird in Energie umgewandelt, gemäß der von Albert Einstein gefundenen Beziehung E = m c², in der m die Massendifferenz ist und c² die Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat.
  • Die Hälfte dieser frei werdenden Energie benötigt der Stern, um der Gravitation entgegenzuwirken.
  • Diese will den Stern am liebsten kollabieren lassen.

Sterne sind also stabil, solange der thermische Druck (der den Stern aufblähen möchte), genau so groß ist wie der Gravitationsdruck, der den Stern zusammendrücken möchte. Der überwiegende Teil der jetzt noch verbleibenden Energie wird durch elektromagnetische Strahlung, also durch Licht, in den Weltraum abgestrahlt.

Dort reist dieses Licht so lange, bis es irgendwo im All auf Materie trifft, bei der es seine Energie abladen kann – sei es eine Fliege, ein Astronaut, die Internationale Raumstation oder eine Staubwolke. Wenn man nun ganz genau sein will, so muss man berücksichtigen, dass der Weltraum nicht wirklich leer ist.

Zwischen den Sternen befindet sich die so genannte interstellare Materie. Außerdem gibt es riesengroße Staub- und Molekülwolken. Sie absorbieren das Licht der Sterne und heizen sich dabei etwas auf. Die Verteilung dieser interstellaren Materie schwankt stark.

  1. Die Absorption des Sternlichtes hängt folglich auch von der Entfernung ab, das heißt, von der Menge des interstellaren Gases entlang des Lichtlaufweges.
  2. Bei den Abständen in unserem Sonnensystem spielt das aber keine Rolle.
  3. Diese Frage beantwortete Prof. Dr. rer. nat.
  4. Werner Becker vom Max-Planck Institut für extraterrestrische Physik in München-Garching,

(Redaktion WiD: mba)

Wie kalt ist es im Weltall ohne Sonne?

Warum ist das Weltall so kalt? Das Universum wird durch die Ausdehnung kälter. Alle Galaxien streben voneinander weg, und damit dehnt sich das Universum aus. Alle Materie verdünnt sich, und die Wellenlänge der Strahlung, die im Universum vorhanden ist, wird auseinander gedehnt. Strahlung mit einer längeren Wellenlänge hat gewissermaßen Energie verloren.

Man kann dem Universum eine Temperatur zuordnen. Früher war die sehr hoch, Millionen Grad. Sie hat sich jetzt so weit abgekühlt, dass das Universum eine Temperatur von -270°C hat. Sie liegt also 3°C über diesem absoluten physikalischen Nullpunkt. Und das wird immer weniger werden. Wohin diese Energie geht, ist unklar.

Es ist nämlich nicht klar, ob auf den Kosmos bezogen der Energieerhaltungssatz gelten soll. Man weiß nicht, ob man dem Universum überhaupt eine gewisse Energiemenge absolut zuordnen kann. Denn nur unter dieser Bedingung könnte man die Frage formulieren:

Warum ist es im Weltraum kalt obwohl die Sonne scheint?

Sicherlich hast du dich auch schon einmal gefragt, warum es im Weltall kalt ist, obwohl dort ja auch die Sonne scheint. Das liegt daran, dass im Weltall eine absolute Leere herrscht. Dort gibt es keine Luft, kein Gas, kein Wasser, keinen Boden, nicht einmal Staub.

Was ist die niedrigste Temperatur im Weltraum?

Antwort: – Der kälteste bisher entdeckte, natürliche Ort im Universum ist der 5000 Lichtjahre entfernte Boomerang Nebel. Hier herrschen Temperaturen von -272,15 Grad Celsius. Doch ist dies die kälteste Temperatur, die möglich ist? Betrachten wir zunächst, was mit „Temperatur” überhaupt gemeint ist.

  1. Die Temperatur ist ein Maß für die durchschnittliche Bewegungsenergie von Molekülen.
  2. Was heißt das? Sowohl Festkörper als auch Flüssigkeiten und Gase sind aus Molekülen zusammengesetzt, die verschiedene Bewegungen ausführen können.
  3. In Gasen bewegen sich die Moleküle weitgehend unabhängig voneinander.
  4. In einem Festkörper hingegen sind die Moleküle eng miteinander verbunden.

Bewegt sich ein Molekül, reißt es die anderen sozusagen mit: Auf diese Weise breiten sich Schallwellen im Festkörper aus. Hält man seine Hand zum Beispiel gegen einen heißen Gegenstand, so wird Energie in Form von Stößen der Moleküle gegen unsere Haut übertragen.

Die Bewegung der Moleküle wird von uns als Wärme erfasst. Aus all dem folgt, dass der Zustand, in dem alle Moleküle sich in Ruhe befinden, der tiefsten theoretisch möglichen Temperatur entspricht – also dem Zustand, bei dem die durchschnittliche Bewegungsenergie der Moleküle gleich Null ist. Zur Temperaturmessung benutzen wir üblicherweise ein Thermometer, welches mit einer Flüssigkeit (Quecksilber, Alkohol) gefüllt ist.

Diese dehnt sich mit zunehmender Bewegungsenergie der Moleküle aus. In der Physik wird die Temperatur in Kelvin gemessen. Auf dieser Skala liegt der absolute Temperaturnullpunkt bei 0 Grad Kelvin. In der Celsius-Skala entspricht dies -273,2 Grad Celsius.

Die Einheit 1 °C entspricht 1 Grad Kelvin. Ist der absolute Temperaturnullpunkt erreichbar? Nach dem dritten Hauptsatz der Thermodynamik kann man sich dem absoluten Nullpunkt wohl beliebig nahe annähern, ihn aber nie exakt erreichen. Der Grund dafür ergibt sich aus den Gesetzen der Quantenmechanik, denen zufolge immer eine quantenmechanische Restbewegung bestehen bleibt, die als Nullpunktsenergie bezeichnet wird.

Im Labor ist es bereits gelungen kleine Proben von Gasen und Metallen auf wenige Millardstel Kelvin abzukühlen. : Was ist die tiefste Temperatur, die möglich ist?

Was passiert wenn man auf dem Mond den Helm abnimmt?

Benutzen Astronautinnen und Astronauten einen Fallschirm, wenn sie zur Erde zurückkehren? Wurde schon ein Planet entdeckt, auf dem irgendwann Menschen leben können? Und was würde eigentlich passieren, wenn man ohne Raumanzug in das Weltall gehen würde? – Das sind einige der spannenden Fragen, die ihr zum Thema Astronauten wissen wolltet.

Noch mehr Fragen und die entsprechenden Antworten gibt es jetzt hier. Frage: Yannick fragt: Wie verläuft der Start in einer Rakete? Antwort: Mit dem Zünden der Triebwerke beginnt der Aufstieg ins All. Diese Phase bis zum Einschwenken in die Umlaufbahn dauert nur acht Minuten. Die Astronautinnen und Astronauten werden dabei durch die Beschleunigung in die Sitze gepresst – mit etwa dem Dreifachen ihres normalen Gewichts.

Dabei rüttelt und schüttelt es die Crew schon etwas durch – denn die Vibrationen der Rakete sind deutlich spürbar. Im Orbit angekommen werden die Triebwerke ausgestellt – und von einer Sekunde zur anderen setzt Schwerelosigkeit ein. Man darf jetzt den Helm abnehmen und die Handschuhe ausziehen – und schon muss man darauf achten, dass nicht etwas davonschwebt. Eine riesige Raumstation, die sich um sich selbst dreht und so Schwerkraft erzeugt. Diese futuristische Zeichnung stammt aus den Archiven der NASA. Bild: NASA Antwort: Theoretisch möglich wäre das schon – und es hat auch schon einige Überlegungen zu künstlicher Schwerkraft gegeben.

Man müsste ein Raumschiff nur wie eine sehr große „Tonne” bauen, die sich andauernd dreht. Dann wird – wie in der Trommel einer Waschmaschine beim Schleudergang – alles nach außen gedrückt. Natürlich nicht zu stark Damit sich das dann für die Crew so anfühlt wie die Schwerkraft der Erde, müsste die Raumstation aber sehr groß sein.

Und deshalb sieht man so etwas bisher nur in Science-Fiction-Filmen – denn der Aufwand wäre enorm. Ganz im Kleinen gibt es aber so etwas übrigens schon: Die Rede ist von sogenannten Zentrifugen, die man auch an Bord der Internationalen Raumstation ISS findet.

  • Die sind sogar noch kleiner als Waschmaschinen – und sie drehen sich auch nicht ganz so schnell.
  • Darin erzeugt man zum Beispiel für Experimente mit Pflanzen oder auch Einzellern – kleinsten Lebewesen – künstliche Schwerkraft.
  • Und zwar ganz langsam und allmählich steigernd.
  • So kann man dann herausfinden, ab welcher Stärke die Organismen überhaupt Schwerkraft wahrnehmen.

Frage: Achim möchte gerne wissen, ob ein Astronaut bzw. eine Astronautin unendlich weit fliegen würde, wenn er bzw. sie sich von einer Raumstation abstoßen würde? Antwort: Zunächst einmal: Ein Astronaut bzw. eine Astronautin sollte das nicht tun! Denn man würde tatsächlich weit ins All und weg von der Raumstation schweben – ohne eine Chance auf Rückkehr. Vor vielen Jahren hat die NASA einen Rucksack mit Düsen entwickelt – der inzwischen aber nicht mehr verwendet wird. Damit konnten sich Astronauten tatsächlich vom Raumschiff entfernen. Bild: NASA Aber nun zur physikalischen Erklärung: Der sogenannte „Impulserhaltungssatz” besagt, dass – vereinfacht ausgedrückt – eine Bewegung konstant bleibt, wenn sie nicht durch äußere Einflüsse verändert wird.

  • Zum besseren Verständnis: Wenn du dich im Schwimmbad kräftig vom Beckenrand abstößt, gleitest du einige Meter durchs Wasser – das dich aber allmählich abbremst.
  • Die Reibung an den Wassermolekülen: Das ist der äußere Einfluss, der die Bewegung verändert und die Energie, die du beim Abstoßen eingesetzt hast, langsam „auffrisst”.

Wenn sich aber ein Astronaut bzw. eine Astronautin irgendwo ganz weit draußen im luftleeren Weltraum von einem Raumschiff abstoßen würde, gäbe es keine andere Kraft, die das beeinflussen könnte: Man würde immer weiter geradeaus schweben. Frage: Ben fragt, wie Astronautinnen und Astronauten aus dem Weltraum zurück zur Erde kommen und ob sie dabei einen Fallschirm benutzen. Eine Sojus-Landekapsel gleitet am Fallschirm zur Erde zurück. Bild: ESA, CNES Antwort: Gagarin hat tatsächlich einen Fallschirm benutzt. Die Kapsel hatte ihn zunächst wieder Richtung Erde gebracht, aber ein paar tausend Meter über dem Boden betätigte Gagarin den Schleudersitz und segelte dann am Fallschirm zur Erde.

  • Das war aber eine Ausnahme.
  • Normalerweise bleiben Raumfahrende in der Rückkehrkapsel, bis sie den Erdboden erreicht.
  • Diese Kapsel dringt zunächst aus dem Weltraum in die immer dichter werdenden Luftschichten der Erde ein und wird dadurch abgebremst.
  • Dann öffnen sich große Fallschirme, an denen die Kapsel selbst zum Boden schwebt.

Zuletzt zündet noch eine kleine Bremsrakete ganz kurz vor dem Aufsetzen. Beim amerikanischen Shuttle funktioniert die Landung anders: Es hat ja Flügel und landet wie ein Flugzeug. Frage: Stefanie will wissen: Wie kann man Blut abnehmen, ohne dass dann Blutstropfen in der ISS herumfliegen? Eine Astronautin trinkt per Strohhalm. Bild: ESA, CNES Antwort: Die Spritze oder Kanüle fängt das Blut ja gleich auf – wie beim Arzt auf der Erde, wo ja auch kein Tropfen daneben gehen sollte. Aber der Umgang mit Flüssigkeiten ist schon eine besondere Sache.

Zum Beispiel beim Trinken. Astronautinnen und Astronauten können natürlich nicht aus einem Becher trinken – dann würden tatsächlich tausend Tropfen durch die Raumstation schweben. Also benutzen sie Getränkepackungen mit Strohhalmen. Und statt einer Dusche werden nasse Handtücher zum Waschen verwendet. Frage: Richard und Rudi fragen: Wird es Hubschrauber geben, die leise fliegen aber trotzdem effizient bleiben? Antwort: Wir arbeiten gerade daran.

Hier erfährst du mehr dazu. Frage: Elias fragt: Was passiert, wenn man ohne Raumanzug in das Weltall geht? Antwort: Man würde innerhalb von Sekunden sterben. Im Weltall gibt es keine Luft zum Atmen – es herrscht Vakuum. Hinzu kommen die extremen Temperaturen: weit unter minus 100 Grad auf der Schattenseite der Erde, weit über plus 100 Grad.

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Raumanzüge versorgen Astronautinnen und Astronauten beim Spacewalk mit Atemluft und isolieren das Innere des Anzugs auch gegen die Außentemperaturen. Frage: Laura überlegt, ob es schwierig ist, Pflanzen in der Schwerelosigkeit zu züchten? Antwort: Ja, jedenfalls nicht so leicht wie auf der Erde. Es gibt dazu immer wieder Experimente, weil man ja auch darüber nachdenkt, ob man Pflanzen etwa auf eine Reise zum Mars mitnehmen kann, um die Astronauten unterwegs mit nachwachsender Nahrung zu versorgen.

Das wollte man gerade eben mit dem Pflanzen-Experiment auf der ISS testen – im Rahmen der Mission MagISStra mit dem italienischen ESA-Astronauten Paolo Nespoli an Bord. Doch Paolo musste den Versuch vorzeitig beenden, weil es bei den Pflanzen zu einem Pilzbefall gekommen war.

  1. Weitere Infos zu diesem Experiment und dem wissenschaftlichen Hintergrund findest du hier,
  2. Frage: Lukas fragt: Wurde schon ein Planet entdeckt, auf dem irgendwann Menschen leben können? Antwort: Nein, bisher noch nicht.
  3. In unserem Sonnensystem ist die Erde der einzige Planet, auf dem Menschen leben können – ein Grund mehr, sorgsam mit unserer Umwelt umzugehen.

Es wäre aber denkbar, dass auf anderen Himmelskörpern wie etwa dem Mars einfache Lebensformen – etwa Bakterien – existiert haben oder vielleicht sogar noch existieren. Denn dort muss es einmal Wasser gegeben haben: Die Bilder von Raumsonden, die den Mars erkunden, zeigen jedenfalls ausgetrocknete Flussläufe.

  1. Und Wasser gilt als eine der wichtigsten Voraussetzungen für Leben.
  2. Aber bisher hat man noch keine Mikroorganismen oder andere Lebewesen auf dem Mars gefunden.
  3. Für uns Menschen ist jedenfalls dort kein Leben möglich – schon allein wegen der viel zu dünnen Atmosphäre.
  4. Nebenbei bemerkt: Es gibt einige ganz utopische Überlegungen, den Mars in eine zweite Erde zu verwandeln.

Das nennt man „Terraforming”. Im Internet findest du dazu sicher eine Menge an Einträgen. Aber es handelt sich dabei um Science Fiction, nicht so sehr um wirklich ernsthafte Forschung. Diese Zeichnung – es handelt sich also nicht um ein Foto – zeigt einen der wenigen Gesteinplaneten (er wird OGLE-2005-BLG-390Lb genannt), die man bisher entdeckt hat. Er ist aber wohl so weit von seiner sehr kleinen Sonne entfernt, dass es dort minus 200 Grad kalt sein dürfte.

  1. Bild: NASA, ESA, STScI Fast schon realistisch ist dagegen die Überlegung, ob es in der Nähe von anderen Sonnen erdähnliche Planeten gibt.
  2. Das ist sogar ziemlich wahrscheinlich.
  3. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben außerhalb unseres eigenen Sonnensystems mittlerweile schon über 5000 Planeten entdeckt, die um andere Sterne kreisen.

Allerdings sind das meist sehr große Planeten – einfach weil man sie leichter mit unseren heutigen Instrumenten finden kann. Diese Riesen-Planeten bestehen aus Gas – ähnlich wie Jupiter und Saturn. Leben dürfte es dort kaum geben. Aber die Entwicklung geht weiter und es wurden auch schon Gesteinsplaneten entdeckt.

Einige von ihnen haben sogar den richtigen Abstand zu ihrem Stern – nicht zu nah und nicht zu weit weg. Dorthin fliegen wird für uns jedoch leider nicht möglich sein: Die Entfernungen zu anderen Sonnensystemen sind so riesig, dass nie ein Raumschiff dorthin reisen kann – es wäre viele Tausende von Jahren und noch länger unterwegs.

Frage: Marco möchte mehr über die Zusammenarbeit mit Ländern wie Indien und China erfahren. Antwort: China und Indien gehören inzwischen auch zu den großen Raumfahrtnationen der Erde. Und wir arbeiten in einer ganzen Reihe von Projekten zusammen. China hat selbst mittlerweile eigene Astronauten ins All gebracht und ist an der Forschung in Schwerelosigkeit interessiert.

  1. Da gibt es eine Zusammenarbeit bei verschiedenen wissenschaftlichen Experimenten.
  2. Onkret werden auf dem unbemannten chinesischen Raumschiff Shenzhou 8, das im Herbst 2011 starten soll, auch sieben biologische Experimente – etwa Algenkulturen – aus Deutschland mitfliegen.
  3. Man will so untersuchen, wie sich Zellen in Schwerelosigkeit verhalten.

Indien ist noch nicht so sehr an der bemannten Raumfahrt beteiligt, dafür aber in der Erdbeobachtung äußerst aktiv – und auch da gibt es eine Zusammenarbeit. Frage: Aaron interessiert sich für die künftigen Raumfahrt-Missionen, die von deutscher Seite geplant werden – ob mit oder ohne Astronautinnen und Astronauten.

Antwort: Astronautinnen und Astronauten werden auch in den nächsten Jahren immer wieder zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Deutschland ist daran über die Europäische Weltraum-Organisation ESA beteiligt. Dort gibt es ein Astronauten-Team, in dem Deutschland, Frankreich, Italien und viele andere Länder vertreten sind.

Wann der oder die nächste Deutsche zur ISS fliegen wird, steht noch nicht fest. Aber unabhängig davon werden andauernd viele Experimente deutscher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der ISS durchgeführt. Daneben sind auch unbemannte Missionen geplant – manche von der ESA, andere vom DLR.

Eines der größten und wichtigsten Projekte: das europäische Satellitennavigationssystem Galileo. Dabei sollen rund 30 Satelliten die Erde umkreisen und dafür sorgen, dass man noch viel genauer als bisher per „Navi” den Weg zum Ziel findet. Das betrifft übrigens nicht nur das Navigationsgerät im Auto, sondern etwa auch Flugzeuge und Schiffe, die ja ebenfalls Satelliten zur Positionsbestimmung nutzen.

Und auch über einen Roboter-Satelliten denken wir nach, der andere Satelliten notfalls repariert oder vielleicht auch Weltraumschrott einfängt. Frage: Willy hat die sehr spezielle Frage: Was ist NT-GTF? Antwort: Dabei geht es um besonders umweltfreundliche und leise Triebwerke für Flugzeuge.

  • Ganz allgemein verständlich wird das Thema hier dargestellt.
  • Frage: Die Frage von Nico lautet: Wie lange wäre man unterwegs, wenn man von der Erde bis zum Neptun und wieder zurück fliegt? Antwort: Zum Neptun wäre es schon eine ziemlich lange Reise! Immerhin handelt es sich um den äußersten Planeten unseres Sonnensystems.

Die unbemannte Sonde Voyager 2 ist vor langer Zeit einmal bis dorthin geflogen. Sie startete im Jahre 1977 – und erst zwölf Jahre später, im August 1989, flog sie ziemlich dicht am Neptun vorbei. Wollte man von dort aus auch wieder zurück fliegen, wäre man mindestens noch einmal so lange unterwegs. Dieses Foto stammt von Voyager 2. Es zeigt Neptun und seinen Mond Triton. Bild: NASA Aber das ist eigentlich nicht nötig. Denn Astronautinnen und Astronauten würde man sicher nicht zum Neptun schicken. Ihn kann man besser mit unbemannten Sonden untersuchen – und die müssen nicht mehr zurück zur Erde.

So fliegt Voyager 2 und auch die Schwestersonde Voyager 1 immer weiter in die Tiefen des Alls – und für den Fall, dass sie eines fernen Tages einmal Außerirdischen in die Hände fallen (oder was immer bei Außerirdischen wohl „Hände” sind), sind da auf einer CD sogar Grußbotschaften von der Erde an Bord.

Frage: Pascal: Wie viele Satelliten hat die ESA aktuell im Weltraum? Antwort: Insgesamt umkreisen zwölf ESA-Satelliten die Erde. Hier eine Webseite, auf der du die aktuellen Positionen sehen kannst. Aber neben der Europäischen Weltraum-Organisation ESA selbst, in der viele europäischen Länder zusammenarbeiten, gibt es ja auch noch die Dinge, die jedes Land für sich allein macht.

  • Und so haben viele europäische Länder auch noch ihre eigenen Satelliten – das macht insgesamt rund 60 weitere Satelliten aus.
  • Frage: Thomas hat sich anscheinend sehr genau mit dem europäischen Raumtransporter ATV beschäftigt, der unbemannt zur ISS fliegt und die Crew mit Nachschub versorgt – unter anderem auch mit Sauerstoff.

Er fragt: Aus welchem Material und wie dick ist der Sauerstofftank im ATV, der 28 MPa aushalten kann? Antwort: Wir haben die Frage direkt mal an unsere Kolleginnen und Kollegen bei Astrium in Bremen weitergeleitet,die darauf geantwortet haben: Der Tank besteht aus einem inneren Kern von 1 mm Stärke aus einer Nickel-Chrom-Basis (mit verschiedenen anderen Beimischungen).

  • Dieser Kern ist mit Kohlefasern in einer Stärke von 8,3 mm umwickelt.
  • Die gesamte Wandstärke ist also 9 mm.
  • Frage: Yannick interessiert sich dafür, ob man auf der ISS auch mal Zeit für sich allein hat.
  • Antwort: Ja, das hat man.
  • Die ISS ist ja sehr groß und man kann sich da in seiner Freizeit auch in eines der Module zurückziehen.

Die Crewmitglieder müssen sich ja schließlich auch mal irgendwann entspannen – da ist Freizeit sozusagen „Pflicht”, damit man bei der nächsten Schicht, wenn man wieder arbeiten muss, auch wirklich ausgeruht und konzentriert ist. Jeder Astronaut und jede Astronautin darf einige persönliche Gegenstände mitnehmen – sozusagen als privates „Handgepäck”.

Kann man im Weltall sprechen?

Stille im Weltraum Archiv “Wer, wenn ich schriee, hörte mich denn aus der Engel Ordnungen?” fragt Rilke. Damond Benningfield | 16.05.2001 In den Weiten des Weltalls hört niemand Ihren Schrei. Nicht einmal eine Explosion, eine Rakete oder das Rauschen eines vorbeiziehenden Meteoriten ist vernehmbar.Schall kann sich im All nicht ausbreiten, weil dies größtenteils leer ist. Es ist ein fast perfektes Vakuum.Schallwellen sind vergleichbar mit den Wellen, die Sie sehen, wenn Sie einen Stein in einen Teich werfen.

Beim Sprechen bringen unsere Stimmbänder die Luft zum Schwingen, die unsere Lungen verlässt. Diese Schwingungen breiten sich von Molekül zu Molekül in der Luft aus – ähnlich wie die Wellen im Wasser eines Teichs. Unsere Ohren spüren die Schwingungen – unser Gehirn interpretiert sie als Schall. Genau das passiert auch beim Klang einer Sirene oder beim Summen eines Insekts.

Wir hören die Geräusche, weil sie die Luft in ihrer Umgebung zum Schwingen bringen. Im Weltraum gibt es nichts, das den Schall tragen könnte. Würden Sie auf der Kommandobrücke eines Weltraumschiffes stehen und sehen, wie ein anderes Schiff vorbeizieht, würden Sie keinen Ton hören.

  1. Selbst wenn Sie beobachten könnten, wie ein anderes Schiff explodiert, bliebe es still.
  2. Nur wenn Trümmer auf Ihr Schiff treffen, könnten Sie den Aufprall hören.
  3. Ansonsten wäre das Feuerwerk gespenstisch still.
  4. Geräusche aus dem Weltraum hören wir über das Radio – wie beispielsweise die Kommunikation mit Astronauten.

Wie sichtbares Licht sind auch Radiowellen elektromagnetische Strahlung. Auch sie breitet sich in der Leere des Weltraums mit Lichtgeschwindigkeit aus. : Stille im Weltraum

Wie hoch ist der Druck im All?

Der Druck ist definiert als der Betrag einer senkrecht und gleichmäßig auf eine Flächeneinheit wirkenden Kraft. p = F A ” role=”presentation” style=”text-align: center; position: relative;”> p = F A

p ” role=”presentation” style=”position: relative;”> p Druck
F Kraft ; 1 N = 1 kg m s -2
A Fläche

Formel 1-3: Druckdefinition In einem geschlossenen Behälter führen die Gasteilchen thermische Bewegungen aus. Bei der Wechselwirkung mit der Wand kommt es zu einer Vielzahl von Stößen auf atomarer und molekularer Ebene. Jeder einzelne Stoß übt durch Impulsübertragung eine Kraft auf die Wand des Behälters aus. Wie Kalt Ist Es Im Weltall Abbildung 1.2: Definition des Totaldrucks In der Praxis hat man es nur in Ausnahmefällen mit einem einheitlichen Gas zu tun. Wesentlich häufiger sind Gemische aus verschiedenen Gasarten. Jede einzelne Gaskomponente übt einen spezifischen Druck aus, den man unabhängig vom Druck der anderen Komponenten messen könnte. Wie Kalt Ist Es Im Weltall Abbildung 1.3: Definition des Partialdrucks Ein Beispiel für ein Gasgemisch ist unsere Umgebungsluft. Ihre Partialdruckzusammensetzung ist in Tabelle 1.1 gezeigt.

Gasart Chem. Formel Volumen-% Partialdruck
Stickstoff N 2 78,09 780,9
Sauerstoff O 2 20,95 209,5
Wasserdampf H 2 O < 2,3 < 23,3
Argon Ar 9,3·10 -1 9,3
Kohlendioxid CO 2 3,0·10 -2 3,0·10 -1
Neon Ne 1,8·10 -3 1,8·10 -2
Wasserstoff H 2 < 1·10 -3 < 1·10 -2
Helium He 5,0·10 -4 5,0·10 -3
Methan CH 4 2,0·10 -4 2,0·10 -3
Krypton Kr 1,1·10 -4 1,1·10 -3
Kohlenmonoxid CO < 1,6·10 -5 < 1,6·10 -4
Xenon Xe 9,0·10 -6 9,0,10 -5
Distickstoffoxid N 2 O 5,0·10 -6 5,0·10 -5
Ammoniak NH 3 2,6·10 -6 2,6·10 -5
Ozon O 3 2,0·10 -6 2,0·10 -5
Wasserstoffperoxid H 2 O 2 4,0·10 -8 4,0·10 -7
Iod I 2 3,5·10 -9 3,5·10 -8
Radon Rn 7,0·10 -18 7,0·10 -17

Tabelle 1.1: Zusammensetzung der atmosphärischen Luft. Die angegebenen Partialdrücke sind auf 1.000 hPa bezogen. Hinweise: Der angegebene Wert für Wasserdampf ist der Sättigungszustand bei 293 K (20 °C). Die Werte für Kohlendioxid und Kohlenmonoxid schwanken in Abhängigkeit von Ort und Zeit.

Die Angabe für Kohlenmonoxid ist der Spitzenwert einer Großstadt. Andere Quellen sprechen von einer natürlichen Wasserstoffkonzentration von 5·10 -5 % und einem Partialdruck von 5 · 10 -4 hPa. Im Weltraum können je nach Nähe zu Galaxien Drücke unterhalb von 10 -18 hPa herrschen. Auf der Erde wurde über technische erzeugte Drücke von weniger als 10 -16 hPa berichtet.

Der Bereich von Atmosphärendruck bis 10 -16 hPa überstreicht 19 Zehnerpotenzen. Spezifisch auf den jeweiligen Druckbereich angepasste Arten der Vakuumerzeugung und -messung führen zu der in Tabelle 1.2 gezeigten Unterteilung der einzelnen Druckbereiche.

Druckbereich Druck in hPa Druck in Pa Teilchen pro cm 3 Mittlere freie Weglänge in m
Atmosphärendruck 1.013,25 101.325 2,7·10 19 6,8·10 -8
Grobvakuum (GV) 3001 30.000100 10 19 10 16 10 -8 10 -4
Feinvakuum (FV) 110 -3 10010 -1 10 16 10 13 10 -4 10 -1
Hochvakuum (HV) 10 -3 10 -8 10 -1 10 -6 10 13 10 8 10 -1 10 4
Ultrahochvakuum (UHV) 10 -8 10 -11 10 -6 10 -9 10 8 10 5 10 4 10 7
Extrem hohes Vakuum (XHV) <10 -11 <10 -9 <10 5 >10 7

Tabelle 1.2: Druckbereiche in der Vakuumtechnik Die Maßeinheit des Drucks ist das Pascal. Die Einheit wurde nach dem französischen Mathematiker, Physiker, Literaten und Philosophen Blaise Pascal (1623 – 1662) benannt. Die SI-Einheit Pascal setzt sich nach Formel 1-3 zusammen aus Pa = N m -2,

Pa bar hPa µbar Torr micron atm at mm WS psi psf
Pa 1 1·10 -5 1·10 -2 10 7,5·10 -3 7,5 9,87·10 -6 1,02·10 -5 0,102 1,45·10 -4 2,09·10 -2
bar 1·10 5 1 1·10 3 1·10 6 750 7,5·10 5 0,987 1,02 1,02·10 4 14,5 2,09·10 3
hPa 100 1·10 -3 1 1.000 0,75 750 9,87·10 -4 1,02·10 -3 10,2 1,45·10 -2 2,09
µbar 0,1 1·10 -6 1·10 -3 1 7,5·10 -4 0,75 9,87·10 -7 1,02·10 -6 1,02·10 -2 1,45·10 -5 2,09·10 -3
Torr 1,33·10 2 1,33·10 -3 1,33 1.330 1 1.000 1,32·10 -3 1,36·10 -3 13,6 1,93·10 -2 2,78
micron 0,133 1,33·10 -6 1,33·10 -3 1,33 1·10 -3 1 1,32·10 -6 1,36·10 -6 1,36·10 -2 1,93·10 -5 2,78·10 -3
atm 1,01·10 5 1,013 1.013 1,01·10 6 760 7,6·10 5 1 1,03 1,03·10 4 14,7 2,12·10 3
at 9,81·10 4 0,981 981 9,81·10 5 735,6 7,36·10 5 0,968 1 1·10 -4 14,2 2,04·10 3
mm WS 9,81 9,81·10 -5 9,81·10 -2 98,1 7,36·10 -2 73,6 9,68·10 -5 1·10 -4 1 1,42·10 -3 0,204
psi 6,89·10 3 6,89·10 -2 68,9 6,89·10 4 51,71 5,17·10 4 6,8·10 -2 7,02·10 -2 702 1 144
psf 47,8 4,78·10 -4 0,478 478 0,359 359 4,72·10 -4 4,87·10 -4 4,87 6,94·10 -3 1

Tabelle 1.3: Umrechnungstabelle für Druckeinheiten

Wie lange kann man ohne Raumanzug im Weltall überleben?

Wie lange kann ich theoretisch im All überleben? – Bevor wir erfrieren, ist es jedoch wahrscheinlicher, dass die Sonne unsere Haut verbrannt hat. “Hier auf der Erde schützt uns unsere Erdatmosphäre vor der kosmischen Strahlung”, erklärt Ärztin Randrianarisoa.

  • Schon der Sonnenbrand im Sommer zeigt, was Strahlung mit unserem Körper anrichten kann.
  • Im All ist die Belastung um ein Vielfaches größer.” Der Raumanzug schützt also nicht nur vor dem Vakuum, sondern auch vor der kosmischen Strahlung.
  • Die NASA schätzt die Zeit im Weltall bis zum Tod auf maximal 80 Sekunden – es wird also ganz schnell gehen, wenn wir überhaupt so weit kommen.

Letztendlich juckt uns die Strahlung auch nicht mehr wirklich, weil alle anderen Dinge, die wir schon aufgezählt eigentlich das weitaus größere Problem sind. Um das nochmal zusammenzufassen: Ohne Anzug im Weltall würden wir innerhalb weniger Sekunden das Bewusstsein verlieren, innerlich kochen, anschwellen, unsere Augen und unsere Lunge würden platzen und wir an unserem eigenen Blut ertrinken.

Was ist die höchste Temperatur im Universum?

Natürliche Ober- und Untergrenzen sind in der Physik nicht unüblich. Es geht nicht schneller als Lichtgeschwindigkeit (300.000 Kilometer/Sekunde), zeitlich nicht kürzer als die Planck-Zeit (etwa 10 -42 Sekunden) und nicht kälter als der absolute Nullpunkt (-273 Grad Celsius).

  • Gibt es auch für die Temperatur eine Höchstgrenze? Ein Gegenstück zum absoluten Nullpunkt? Sehr simpel betrachtet handelt es sich bei der Temperatur um die Bewegungsenergie von Teilchen.
  • Genauer hingeschaut ist es die mittlere, ungeordnete, kinetische Energie von Atomen und Molekülen in einem System.

Am absoluten Nullpunkt bei -273 Grad Celsius haben die Teilchen keinerlei Energie, sie bewegen sich nicht, es herrscht absoluter Stillstand der Moleküle. Beschleunigt man die Teilchen, nimmt gleichzeitig ihre Masse zu. Sie nehmen so weiter Energie auf oder werden heißer, obwohl sie nahe der Lichtgeschwindigkeit nicht mehr deutlich schneller werden.

Das wusste schon Einstein und beschrieb dies in seiner Relativitätstheorie. Irgendwann sind die Teilchen jedoch so schwer, dass sich ein schwarzes Loch bildet. Gerade in dem Augenblick kurz bevor das schwarze Loch entsteht, herrscht die höchste mögliche Temperatur, die Masse erreichen kann: 1,42×10 32 Grad Celsius – die Planck Temperatur.

Eine wahnwitzige Zahl, die nur in der theoretischen Physik eine Rolle spielt. Der Theorie vom Urknall zufolge war das Universum eine Planck-Zeit nach dem Big Bang, also 10 -42 Sekunden danach, genauso heiß. Nirgends um uns herum, nicht einmal im Inneren unserer Sonne oder eines neu geformten Neutronensterns, lassen sich annähernd so hohe Temperaturen finden.

Den Rekord für die höchste vom Menschen verursachte Temperatur halten Wissenschaftler*innen vom CERN. Sie ließen 2012 Blei-Ionen miteinander im Teilchenbeschleuniger LHC kollidieren und erreichten so eine Temperatur von 5,5×10 12 Grad Celsius – immer noch nur ein Bruchteil im Vergleich zur Planck-Temperatur.

Wenn wir annehmen, dass die Stringtheorie unsere Natur beschreibt, so gibt es bereits eine Maximaltemperatur, die kleiner ist als die Planck-Temperatur (wir wissen aber nicht wir viel kleiner sie ist). Die grundlegende Idee von Stringtheorie ist, dass unsere Teilchen eigentlich Schwingungsmoden von winzigen „Fäden” (strings) sind.

Wie bei der Schwingung einer Gitarrensaite gibt es für jeden Ton unendlich viele „Obertöne”. Daher hat jedes leichte Teilchen unendlich viele schwere Partnerteilchen. Beim Versuch ein Gas aus strings stark zu erhitzen werden immer mehr von den schweren Partnerteilchen produziert und beschleunigt, sodass die mittlere Bewegungsenergie, also die Energie pro Teilchen, begrenzt bleibt.

Diese obere Grenze nennt sich „Hagedorntemperatur”. Bei der Beantwortung der Frage half uns Dr. Jakob Moritz, Theoretische Physik an der Cornell University, USA. Redaktion: Yannick Brenz Sie haben auch eine Frage an die Wissenschaft? Die Online-Redaktion von WiD sucht Experten, die sich mit diesem Thema auskennen, und beantwortet Ihre Frage.

Was ist kälter als 273 Grad?

Eine Temperatur jenseits des absoluten Nullpunkts Atome bei negativer Kelvin-Temperatur sind die heißesten Systeme der Welt Was für die viele Menschen im Winter normal ist, war in der Physik bislang unmöglich: eine negative Temperatur. Auf der Celsius-Skala überraschen Minus-Grade nur im Sommer.

Auf der absoluten Temperatur-Skala, die von Physikern verwendet wird und auch Kelvin-Skala heißt, kann der Nullpunkt jedoch nicht unterschritten werden – zumindest nicht in dem Sinne, dass etwas kälter als null Kelvin wird. Der physikalischen Bedeutung der Temperatur zufolge hat ein Gas eine umso niedrigere Temperatur, je langsamer die chaotische Bewegung seiner Teilchen ist.

Bei null Kelvin (minus 273 Grad Celsius) kommen die Teilchen zum Stillstand und alle Unordnung verschwindet. Nichts kann also kälter sein als der absolute Nullpunkt der Kelvin-Skala. Physiker der Ludwig-Maximilians-Universität München und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik in Garching haben nun im Labor ein atomares Gas geschaffen, das trotzdem negative Kelvin-Werte annehmen kann. Heiße Minusgrade: Bei einer negativen absoluten Temperatur (rote Kugeln) kehrt sich die Energieverteilung von Teilchen im Vergleich zur positiven Temperatur (blaue Kugeln) um. Dann weisen viele Teilchen eine hohe und wenige eine niedrige Energie auf. Das entspricht einer Temperatur, die heißer ist als eine unendlich hohe Temperatur, bei der sich die Teilchen über alle Energien gleich verteilen.

Experimentell ist eine negative Kelvin-Temperatur nur zu erreichen, wenn der Energie eine obere Grenze gesetzt wird, so wie still stehende Teilchen eine untere Grenze für die Bewegungsenergie bei positiver Temperatur bilden – das haben Physiker der LMU sowie des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik nun geschafft.

Wer Wasser zum Kochen bringen will, muss ihm Energie zuführen. Während des Erhitzens bewegen sich die Wassermoleküle im Durchschnitt immer schneller; sie erhöhen ihre Bewegungsenergie. Dabei haben die einzelnen Moleküle sehr unterschiedliche Energie – von ganz langsam bis sehr schnell.

  • Zustände niedriger Energie sind dabei wahrscheinlicher als solche mit hoher Energie – nur wenige Teilchen bewegen sich also sehr schnell.
  • Diese Verteilung wird in der Physik Boltzmann-Verteilung genannt.
  • Physiker um Ulrich Schneider und Immanuel Bloch haben nun ein Gas realisiert, in dem diese Verteilung genau umgedreht ist: Viele Teilchen weisen eine hohe Energie auf und nur wenige eine niedrige.

Diese Umkehrung der Verteilung der Energie bedeutet nun gerade, dass die Teilchen eine negative Temperatur angenommen haben. „Die umgekehrte Boltzmann-Verteilung ist genau das, was eine negative absolute Temperatur ausmacht, und die haben wir erreicht”, sagt Ulrich Schneider.

Wie heiß ist die Sonne im Weltall?

Der “Dampfkochtopf” im Inneren der Sonne – Trotzdem: Sie hat beachtliche Eigenschaften. Hätte man zur Zeit der Pharaonen einen Berg Kohle so groß wie die Sonne entzündet, dann wäre der schon längst abgebrannt. Erst im 20. Jahrhundert lernten die Menschen zu verstehen, was die Sonne so beständig leuchten lässt: Sie ist ein verlässlicher Kernfusionsreaktor, der der Erde noch für etwa fünf Milliarden Jahre Energie liefern wird.

  1. Die Sonne ist eine Kugel, die hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium besteht.
  2. In Kernreaktionen in ihrem Innern verschmilzt Wasserstoff zu Helium, dabei werden riesige Energiemengen frei.
  3. Die im Sonneninnern entstandene braucht 100.000 Jahre um an die Oberfläche zu gelangen.
  4. Die Sonne ist heiß – für uns unvorstellbar heiß.

In ihrem Innern herrschen Temperaturen von rund 15 Millionen Grad, an der Oberfläche rund 5500 Grad Celsius und in der Korona, das ist die äußerste Gashülle der Sonne, über eine Million Grad. Die Korona ist nur bei einer Sonnenfinsternis sichtbar.

Wie hoch war die Temperatur beim Urknall?

Der Urknall – kühler als gedacht Nach dem Urknall ist das Universum wesentlich schneller abgekühlt als bislang vermutet. Oxford (Großbritannien)/Waterloo (Kanada) – Zu diesem Schluss kommen jetzt zwei Forscher aus England und Kanada. Nach ihren Berechnungen betrug die Temperatur im Kosmos bereits 10 hoch minus 32 Sekunden nach seiner Entstehung nur noch 11.000 Grad Celsius.

Die Wissenschaftler präsentieren ihre Überlegungen in einer Vorabveröffentlichung im Internet. “Das ist extrem kühl – nicht die Zillionen von Grad, die man normalerweise erwartet”, kommentiert Joao Magueijo vom Perimeter Institute im kanadischen Waterloo gegenüber dem Magazin “New Scientist” den Befund.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Pedro Ferreira von der University of Oxford hat Magueijo berechnet, wie sich die Temperatur auf die so genannte Inflation auswirkt, eine kurzzeitige Phase nach dem Urknall, in der sich das Universum gemäß dem heutigen Standardmodell mit immenser Geschwindigkeit gewaltig aufgebläht hat.

Die Berechnungen der beiden Physiker zeigen, dass die thermischen Fluktuationen durch die Inflation ebenfalls aufgebläht werden. Sind diese Fluktuationen zu groß, so könnten nach der Inflation keine Galaxien und Galaxienhaufen entstehen. Aus der Tatsache, dass es im heutigen Universum jedoch Galaxien und Galaxienhaufen gibt, lassen sich deshalb Rückschlüsse auf die Größe der thermischen Fluktuationen – und damit auch auf die Temperatur – vor der Inflationsphase des Kosmos ziehen.

Ferreira und Magueijo schränken allerdings ein, dass diese Überlegungen nur korrekt sind, wenn das Universum in einem Zustand des thermischen Gleichgewichts begann. Es gäbe für die Entstehung des Kosmos jedoch auch alternative Szenarien, für die sich keine Aussage über die Temperatur vor der Inflationsphase machen lasse.

Wie heißt das Land wo es nie dunkel wird?

Was ist die Mitternachtssonne (norwegisch midnattssol) in Norwegen? – Kurz gesagt, gibt es während der Mitternachtssonne in Norwegen keinen Sonnenuntergang. Die Sonne steht dauerhaft über dem Horizont. Das Phänomen der Mitternachtssonne kann nördlich des Polarkreises, bei 66° 33′ 55″, beobachtet werden.

Wie heißt der Ort wo es nie dunkel wird?

Das Wichtigste zum Thema Barrow, Alaska –

  • Barrow ist eine Stadt in Alaska, direkt am Arktischen Ozean – und die nördlichste Siedlung in den USA. Hier geht die Sonne zwischen 10. Mai und 2. August nicht unter.
  • In der Stadt lebt auch die größte Eskimo-Gemeinde des US-Bundes-Staates. Barrow hat etwa 4.000 Einwohner:innen,
  • Die Eskimos jagen den Großteil ihrer Nahrung selbst. Zu einem großen Teil besteht das Essen dort aus Fisch,

Wie heißt der Ort wo es nie dunkel ist?

Polarnacht in Alaska: Ein Urlaub in der Dunkelheit – Dieses Phänoment trägt den klangvollen Namen Polarnacht – und noch ausgeprägter ist die in Utqiaġvik in Alaska. Dort geht die Sonne im Winter 65 Tage lang nicht auf. Lediglich für ein paar Stunden am Tag kriecht die Sonne bis kurz unter den Horizont und taucht die Umgebung in grau-violettes Dämmerlicht.

  1. Weiterlesen nach der Anzeige Für die etwa 4.000 Einwohner der nördlichsten Stadt der USA – die bis zum Jahr 2016 Barrow hieß – hat am 18.
  2. November die lange Polarnacht begonnen.
  3. Der letzte Tag hatte nur noch eine Dauer von knapp 64 Minuten und die Sonne geht erst wieder am 23.
  4. Januar 2019 um 13.04 Uhr auf.

Utqiaġvik liegt knapp 320 Kilometer oberhalb des Polarkreises. Das ist die gedachte Linie, an der es einen Tag im Jahr eine Polarnacht und einen Polartag gibt. Je weiter es von dort aus Richtung Norden geht, desto länger wird die Polarnacht. „Das geschieht jedes Jahr”, sagt CNN -Meteorologe Judson Jones.

Wann zerfällt das Universum?

Ende des Universums : Tod der Sterne – 30. Dezember 2015, 21:54 Uhr Diese als “Krebs-Nebel” bekannte Struktur zeigt die Überreste einer Supernova-Explosion innerhalb unserer Milchstraße, die im Jahr 1054 n. Chr. stattfand. Ein großer, sterbender Stern schleuderte seine Hülle ins All. (Foto: dpa) Ob Terror oder Klimawandel: In diesem Jahr wurde die Menschheit mit bedrohlichen Szenarien konfrontiert.

Kosmologen indes sagen dem ganzen Universum eine ungemütliche Zukunft vorher. Von Robert Gast Als Erstes geht es der Erde an den Kragen. In sieben Milliarden Jahren wird die Sonne plötzlich anschwellen und zu einem fetten, roten Riesenstern anwachsen. Erst verschlingt der glühende Gasball Merkur und Venus, dann die Erde.

Schon in den Jahren davor wird es so heiß auf dem blauen Planeten, dass die Ozeane verdampfen und mit ihnen alle verbliebenen Lebewesen. Womöglich wird es den Nachfahren der heutigen Menschheit bis dahin gelungen sein, neue Lebensräume im All zu besiedeln.

  1. Doch mit dem Ende der Erde wird der kosmische Überlebenskampf noch längst nicht vorbei sein.
  2. So zumindest besagt es das derzeitige Weltbild der Physik,
  3. Es zeichnet eine ferne Zukunft, in der das Universum Schritt für Schritt dunkel, kalt und lebensfeindlich wird – bis es sein Finale in einer Katastrophe findet, die den Hitzetod der Erde beschaulich wirken lässt.

Seit dem Urknall vor 13,8 Milliarden Jahren dehnt sich das Universum immer weiter aus. Bereits in den 1920er-Jahren erkannten Astronomen, dass sich fast alle Galaxien mit großer Geschwindigkeit von unserer Galaxie, der Milchstraße, entfernen. Das brachte das damals vorherrschende Weltbild zu Fall.

  1. Diesem zufolge war das Universum statisch – eine Auffassung, die noch Albert Einstein in seiner 1915 erschienenen Relativitätstheorie verteidigt hatte,
  2. Heute besteht kein Zweifel mehr: Das Weltall schwillt an.
  3. Einst benachbarte Galaxien stieben auseinander wie Silvesterraketen.
  4. Zwar gibt es Hunderte Milliarden dieser scheibenförmigen Ansammlungen von Sternen im Weltall.

Weil der Abstand zwischen ihnen aber mit Überlichtgeschwindigkeit wächst, könnte in gut zehn Milliarden Jahren nur noch das Licht einer Handvoll Nachbargalaxien die Milchstraße erreichen. Alle anderen Galaxien haben sich zu weit entfernt.

Wie schnell gefriert ein Mensch im Weltall?

Schockfrosten im All ist ein Mythos – Falsch ist der Mythos vom Schockfrost im All. Es ist zwar im Weltall unvorstellbar kalt – bis zu Minus 270 Grad. Trotzdem würde unser Körper nicht so schnell auskühlen – auch dies ist im Vakuum begründet. Auf der Erde geben wir unsere Körperwärme an die Umgebungsluft ab – genauer gesagt an Atome oder Moleküle in der Luft.

  • Aber im Vakuum sind so unglaublich wenig Teilchen im Raum, dass wir unsere Körperwärme nicht an diese übertragen können”, erklärt Ärztin Randrianarisoa.
  • Ein Schockfrosten innerhalb weniger Sekunden sei Quatsch.
  • Trotzdem würden wir irgendwann gefrieren.
  • Unser Körper kann die Wärme nämlich auch über Strahlung abgeben.

Das dauert nur einfach extrem viel länger.”

Was war die kälteste Temperatur auf der Welt?

Die zehn kältesten Orte der Erde

Die meisten Menschen frieren schon, wenn die Temperaturen knapp unter null Grad liegen. Doch auf der Erde gibt es Regionen, in denen fast das gesamte Jahr Minusgrade im zweistelligen Bereich herrschen. Dort gefriert Wasser sofort zu Eiszapfen, Haut und sogar Muskeln frieren innerhalb von kürzester Zeit ein und die extremen Temperaturen sind für Mensch und Tier lebensfeindlich. Das kanadische ist kein Ort für kälteempfindliche Menschen. Das Gebiet rund um den kleinen Ort Snag gilt als die kälteste Region Nordamerikas. Im Winter 1947 fiel das Thermometer auf unfassbare -63 °C. Das frühere Goldgräber-Paradies Yukon ist heute ein beliebtes Reiseziel für Outdoor-Begeisterte, die die endlose Wildnis erleben, die Nordlichter bestaunen und den Polarkreis entdecken wollen. Auch Forscher in der dürfen nicht leicht frieren. Hier beträgt die Jahresdurchschnittstemperatur -49 °C. Die Temperaturen schwanken zwischen -82 und fast schon warmen -13 °C. In der Amundsen-Scott-Südpolstation arbeiten im Sommer rund 130 Forscher, von denen nur 50 auch überwintern. Die kälteste Hauptstadt der Welt ist die der Mongolei. In der Millionenstadt, auch Ulan Bator genannt, beträgt die Jahresdurchschnittstemperatur gerade einmal -2 °C. Während der Sommermonate ist es in Ulaanbaatar, das 1.350 Meter über dem Meeresspiegel liegt, zwar recht warm, doch im Winter herrscht klirrende Kälte. Dann liegen die durchschnittlichen Temperaturen meist zwischen -17 und -21 °C. Auch in Deutschland kann es richtig kalt werden. Am im bayerischen Nationalpark Berchtesgaden wurde im Winter 2001 die Rekordtemperatur von −45,9 °C gemessen. Dass es an diesem Bergsee so kalt wird, liegt an seiner besonderen Lage – in den Bergkessel fallen im Winter nur selten Sonnenstrahlen und die kalte Luft staut sich in der Senke. An keinem anderen Ort der Welt ist es kälter als hier: die in der Ostantarktis ist der Kältepol der Erde. Die Forschungsstation liegt auf einem zugefrorenen See auf 3.488 Metern Höhe. Die Forscher müssen jedoch nicht befürchten, dass der See eines Tages schmilzt und die Station darin versinkt, denn zwischen April bis Oktober liegt die Durchschnittstemperatur bei −65 °C. In der kleinen Siedlung im Norden Alaskas zeigte das Thermometer im Winter 1947 −62 °C an. Damit ist Prospect Creek der kälteste Ort der USA. Während der Bauarbeiten der Trans-Alaska-Pipeline dienten die wenigen Häuser des Ortes als Bauarbeiterunterkünfte. Heute ist die Siedlung komplett verlassen – nur noch Bären und Abenteurer wagen sich in kalte Region. Oimjakon, ein kleines Dorf im Osten Russlands, ist der kälteste dauerhaft bewohnte Ort der Welt.1933 müssen die Einwohner ganz besonders gefroren haben – damals zeigte das Thermometer eine Tiefsttemperatur von −67,8 °C an. Einige hundert Menschen trotzen der winterlichen Kälte in und siedeln hier seit Jahrhunderten. Kältefrei gibt es für die einheimischen Schüler übrigens erst am -52 °C. 1954 wurde am Standort der damaligen Station im Norden Grönlands die niedrigste jemals in Grönland gemessene Temperatur aufgezeichnet: unglaubliche −65,9 °C. Im gleichen Jahr wurde die Station, die zwei Jahre lang zur Überwinterung eines britischen Expeditionsteams diente, aufgegeben. Nach Ulaanbaatar ist, die Hauptstadt Kasachstan, die zweitkälteste Stadt der Welt. Im Winter beträgt die durchschnittliche Temperatur gerade einmal -15 °C, wobei der eisige Steppenwind es meist noch kälter erscheinen lässt. In Astana wurden in einem Rekordwinter sogar schon -52 °C gemessen. Im Sommer kommt man hingegen richtig ins Schwitzen. Dann steigt das Thermometer locker auf über dreißig Grad. Ein Besuch der Kleinstadt ist nur etwas für Hartgesottene. Bis 1926 galt die Stadt im Osten Russland als das kälteste bewohnte Gebiet der Erde.1892 war mit −67,8 °C der absolute Kälterekord aufgestellt worden. Einige Jahrzehnte später wurde Werchojansk allerdings vom benachbarten Oimjakon als kälteste Stadt der Welt abgelöst. Dennoch herrschen in der Region heute im Januar durchschnittlich −48,9 °C.

In manchen Regionen der Welt ist es so kalt, dass Wasser innerhalb von Sekunden gefriert. Wir stellen euch die zehn kältesten Orte der Welt vor. Die meisten Menschen frieren schon, wenn die Temperaturen knapp unter null Grad liegen. Doch auf der Erde gibt es Regionen, in denen fast das gesamte Jahr Minusgrade im zweistelligen Bereich herrschen.

  1. Dort gefriert Wasser sofort zu Eiszapfen, die Haut und sogar Muskeln frieren innerhalb von kürzester Zeit ein und die extremen Temperaturen sind für Mensch und Tier lebensfeindlich.
  2. Daher ist es unvorstellbarer, dass in diesen kalten Regionen teilweise tatsächlich Menschen leben.
  3. Wir stellen zehn der kältesten – bewohnten und unbewohnten – Orte der Welt vor.

Klickt euch oben durch die Galerie und erfahrt, in welchen Regionen der Welt besonders lebensfeindliche Minusgrade herrschen!

in Kanada, -63 °C in der Antarktis -82,8 °C in der Mongolei, -44,4 °C in Deutschland, -45,9 °C in der Antarktis, −89.2 °C in Alaska, -62 °C in Russland, -67,8 °C in Grönland -65,9 °C in Kasachstan, -52 °C in Russland, −67,8 °C

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: Die zehn kältesten Orte der Erde

Wie kalt ist es in der Stratosphäre?

Stratosphäre (15 bis 50 Kilometer Höhe) – Ab hier wird es nach oben hin nicht mehr kälter, sondern wärmer. Der Grund dafür: In der oberen Stratosphärenregion wird die ultraviolette (UV) Strahlung des Sonnenlichtes durch die Ozonschicht absorbiert und in Wärme umgewandelt.

Die Ozonschicht befindet sich über den mittleren Breiten in einer Höhe von zirka 20 bis 45 Kilometern Höhe. Die UV-Filterfunktion des Ozons ist von großer Bedeutung, denn würde die energiereiche UV-Strahlung die Erdoberfläche erreichen, wäre das für das Leben dort eine große Bedrohung. Durch die Wärme, die bei der Absorption in der Ozonschicht entsteht, steigt die Temperatur in der Stratosphäre von minus 80 Grad Celsius auf null Grad Celsius an.

Obwohl die Stratosphäre im Gegensatz zur Troposphäre fast keinen Wasserdampf enthält, kann es unter extrem kalten Bedingungen zur Ausbildung von perlmuttartig schimmernden Stratosphärenwolken kommen.

Ist es unter der Erde kälter?

Weitere Einflussfaktoren – Weitere Einflussfaktoren auf den Temperaturverlauf im Erdreich sind die Wärmestrahlung der Erde, der geothermische Wärmefluss, der Grundwasserfluss, die Gesteinswärmeleitung sowie der Niederschlag. In Abbildung 2 habe ich versucht diese Einflussfaktoren noch einmal bildlich darzustellen. Affiliate Link, Preise zuletzt aktualisiert am 16.09.2023. Angaben ohne Gewähr. / Bildquelle: Amazon Partnerprogramm Abbildung 2: Temperaturverlauf im Erdreich und deren Einflussfaktoren Hier kann man gut nachverfolgen wie sich die verschiedenen Temperatureinflüsse in den jeweiligen Tiefen verändern. Bis zu einer Tiefe von 20 m hat man je nach Jahreszeit unterschiedliche Temperaturen (siehe Abbildung 1).

  1. Ab einer Tiefe von 20 m kann man von einer konstanten Temperatur um die 10 °C sprechen.
  2. Die äußeren Witterungseinflüsse haben hier keinen Einfluss mehr auf die Temperatur im Boden.
  3. Bis zu einer Tiefe von 100 m steigen die Temperaturen auf ungefähr 15 °C an.
  4. In der Tiefe von 2.000 m liegen die Temperaturen bei ca.60 – 80 °C und in einer Tiefe von 5.000 m herrschen Temperaturen von 150 – 200 °C.

Dieser Temperaturverlauf macht deutlich, wie viel Wärme in der Erde gespeichert ist. Um diese Wärme zu gewinnen und nutzbar zu machen gibt es verschiedene Möglichkeiten und Technologien, welche ich in meinem Beitrag „ Was ist Geothermie ” kurz angesprochen habe.

  • In meinen nächsten Beiträgen werde ich euch Erdwärmesonden und Erdwärmekollektoren etwas genauer vorstellen, da diese für die Gewinnung von Oberflächennaher Geothermie ein wichtiges Instrument darstellen.
  • Falls ihr Fragen, Anregungen oder Kritik zum Temperaturverlauf im Erdreich habt, nutzt die Kommentarfunktion.

Liebe Grüße! Martin Weiterführende Links und Quellen: Wikipedia – Geothermie Wikipedia – geothermische Tiefenstufe Enercret GmbH – Geothermie Bayrisches Landesamt für Umwelt – Geothermie Erdgekoppelte Wärmepumpen – Geschichte, Systeme, Auslegung, Installation, Dipl.- Geol.

Burkhard Sanner, IZWBerichte 2/92, November 1992 VDI 4640 Blatt1: Stand Dezember 2000 – Thermische Nutzung des Untergrundes – Grundlagen, Genehmigungen, Umweltaspekte VDI 4640 Blatt2: September2001 – Thermische Nutzung des Untergrundes – Erdgekoppelte Wärmepumpenanlagen Titelbild: Das Titelbild ist von Ged Caroll und steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY 2.0 – Link zum Foto: http://www.flickr.com/photos/renaissancechambara/4938639714/, An dem Bild wurden folgende Veränderungen vorgenommen: Tonwertkorrektur, Kontrast- und Helligkeitsänderung, Bildzuschnitt) Beitrag bewerten und teilen: 4.03 avg.

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