Wie Lange Dauert Eine Geburt?

Wie lange dauert eine Geburt maximal?

Die Geburt kann lange dauern: durchschnittlich 13 Stunden beim ersten Kind und 8 Stunden bei weiteren. Der Geburtsvorgang gliedert sich in mehrere Phasen. In jedem Fall ist die Geburt eines Kindes für seine Eltern ein Höhepunkt ihres Lebens. Zwar ist die Entbindung für Mutter und Kind ein echter Kraftakt – doch schließlich können Sie Ihr Kleines endlich in die Arme nehmen.

Die Geburt wird üblicherweise in drei Phasen unterteilt. Während der Eröffnungsphase rückt das Baby immer näher Richtung Beckenausgang. Die werdende Mutter erlebt dies durch “echte” Wehen. In der Austreibungsphase kommt das Kind tatsächlich auf die Welt. Sie beginnt, wenn der Muttermund weit genug geöffnet ist. Als beendet gilt die Geburt erst nach der sogenannten Nachgeburtphase, in der die Plazenta geboren wird. In den ersten Stunden nach der Geburt sollten Mutter und Kind unter genauer Beobachtung stehen.

Phase Geschehen im Körper Symptome bei der Mutter
Eröffnungsphase Baby rückt Richtung Beckenausgang Einsetzen der “echten” Wehen, eventuell Blasensprung
Austreibungsphase Muttermund öffnet sich, Baby kommt auf die Welt Verkürzung der Abstände zwischen den Wehen, Blasensprung (falls noch nicht geschehen)
Nachgeburtphase Gebärmutter zieht sich zusammen, Plazenta wird ausgestoßen Plazenta wird geboren

Wenn das Baby ausgereift ist und Mamas Bauch deshalb zu eng wird, will es raus. Der Geburtsvorgang beginnt mit der sogenannten Eröffnungsphase. Zuerst verkürzt und lockert sich der Gebärmutterhals und anschließend öffnet sich der Muttermund Schritt für Schritt.

  1. Diese körperlichen Vorgänge bei der Mutter werden durch regelmäßige Wehen begleitet: Die rhythmischen Muskelkontraktionen der Gebärmutter dauern zwischen 30 und 90 Sekunden an und treten zu Beginn der Eröffnungsphase meist 1- bis 3-mal in 30 Minuten auf.
  2. An dieser Regelmäßigkeit erkennt man, dass es sich um “echte” Wehen handelt und sich das Baby auf seinen Weg ins Leben macht.

Diese “echten” Wehen sind von ihrer Intensität und Regelmäßigkeit her nicht mit den Vor- oder Senkwehen vergleichbar, die sich schon einige Wochen vor der Geburt zeigen. Vor- und Senkwehen sind ungleichmäßig und werden als weniger schmerzhaft empfunden; sie sind eher als ein Ziehen und ein Druck im Unterbauch spürbar.

Sie dienen dazu, dass das Baby langsam die optimale Stellung für die Geburt im Becken einnimmt. Bei jeder 10. Frau platzt jedoch die Fruchtblase, bevor sich Wehen zeigen. Auch dann sollte sich die Schwangere unverzüglich auf den Weg ins Krankenhaus machen beziehungsweise ihrer Hebamme Bescheid geben! Im Prinzip ist ein Blasensprung zwar völlig undramatisch und meist setzen nach wenigen Stunden spontan die Wehen ein oder die noch nicht ausreichenden Wehen werden innerhalb der folgenden 18 Stunden mit einem Wehenmittel unterstützt.

Doch wenn der Kopf des Babys zu diesem Zeitpunkt noch nicht sicher im Becken sitzt, kann die Nabelschnur durch die Schwerkraft nach unten, vor den Kopf des Babys rutschen und durch den Druck abgedrückt werden (Nabelschnurvorfall). Um diese Komplikation zu vermeiden, gehen werdende Mütter auf Nummer sicher, wenn sie sich nach einem schwallartigen Blasensprung hinlegen und auch die Fahrt ins Krankenhaus liegend antreten.

Ist das Köpfchen bereits optimal im Becken eingestellt, ist die herausfließende Menge an Fruchtwasser überschaubar. Mehr lesen » Hausgeburt: Pro & Contra Die Häufigkeit der Wehen nimmt im Verlauf der Eröffnungsphase langsam zu, durchschnittlich dauert sie bei Erstgebärenden zwischen 8 und 14 Stunden – es kann aber auch viel schneller gehen, denn bei Mehrgebärenden dauert diese erste Phase der Entbindung durchschnittlich nur 2 bis 6 Stunden.

In dieser Zeit schiebt sich das Baby durch die Eröffnungswehen immer tiefer Richtung Beckenausgang. Durch den Druck weitet sich der Muttermund und die Mutter wird mehr und mehr den Drang verspüren, das Baby herauszuschieben. Doch bis der Muttermund annähernd (8 cm) oder mit 10 Zentimetern vollständig eröffnet ist, muss die Gebärende diesen Drang noch unterdrücken.

  1. Dabei helfen können ihr eine liebevolle Begleitperson, die in der Geburtsvorbereitung erlernten Atemübungen und natürlich die Hebamme.
  2. Zudem gibt es heute viele schmerzlindernde Methoden,
  3. Hat sich der Muttermund annähernd oder vollständig geöffnet, beginnt die Austreibungsphase.
  4. Schon bald wird das Baby da sein, denn sobald das Köpfchen sich optimal am Beckenausgang eingestellt hat, darf die Mutter ihr Kind unter den Wehen aktiv herausschieben.

Deren Häufigkeit steigt in der frühen Austreibungsphase auf etwa 6 bis 7 innerhalb von 15 Minuten an. Falls die Fruchtblase noch nicht geplatzt ist, geschieht der sogenannte Blasensprung meistens jetzt. Die meisten Frauen erleben diese Phase der Geburt als die anstrengendste, sie können die Austreibungsphase aber aktiv unterstützen.

  1. Und auch für das Kind bedeutet sie Schwerstarbeit.
  2. Deshalb werden spätestens jetzt die Herztöne des Babys per CTG kontinuierlich überwacht, um eine eventuelle Beeinträchtigung der Versorgung des Babys sofort erkennen zu können.
  3. Mehr lesen » Geburtspositionen Während der Austreibungsphase rutscht das Kind immer tiefer in den Geburtskanal.

Ist sein Köpfchen am Beckenboden angelangt, sieht man es bereits von außen. “Das Baby kommt!” wird die Hebamme dann wahrscheinlich rufen und der Mutter damit neue Kraft verleihen, die sie zu Spitzenleistungen beflügelt. Dennoch muss das Pressen für den endgültigen Durchtritt des Köpfchens behutsam erfolgen, damit sich das Dammgewebe langsam dehnen kann und nicht unnötig reißt.

Dammschnitte werden heute nur noch selten durchgeführt – meist nur, wenn es zu Komplikationen kommt, die eine Beschleunigung der Austreibungsphase verlangen. Sie kann beim ersten Kind bis zu 2 Stunden dauern. Bei weiteren Geburten verkürzt sie sich teilweise bis auf nur 20 Minuten. Ist der Kopf des Babys ganz geboren, ist das meiste geschafft.

Noch 1 bis 2 Presswehen und der neue Erdenbürger kann von seinen Eltern in die Arme genommen werden. Denn sind Kopf und Schultern draußen, gleiten Rumpf und Beine leicht und zügig nach. Das Baby ist geboren! Auch wenn das Baby jetzt bereits auf der Welt ist, gilt die Geburt erst als beendet, wenn die Plazenta (Mutterkuchen) geboren ist.

Sobald das Kind abgenabelt ist, zieht sich die Gebärmutter neuerlich zusammen, um die Plazenta auszustoßen. Weder das Abnabeln tut dem Kind weh, noch die Geburt der Plazenta der Mutter. Je nach Stärke und Dauer der Nachwehen dauert es im Schnitt 10 bis 30 Minuten, bis auch die Plazenta gelöst und geboren ist.

In dieser Zeit liegt das Baby meist auf der Brust der Mutter, damit beide ersten Kontakt zueinander aufnehmen können ( Bonding ). Vielleicht saugt das Kind nun auch zum ersten Mal an der Brust seiner Mutter – dadurch wird die Geburt der Plazenta zusätzlich angeregt, da so neuerlich ein Schwall des “Liebes-Hormons” Oxytocin ausgeschüttet wird.

  • Eine seiner Aufgaben im weiblichen Körper besteht auch darin, die Kontraktionen der Gebärmutter zu fördern.
  • Hebamme oder Arzt werden die Plazenta und die Häute der Fruchtblase schließlich auf Vollständigkeit untersuchen, denn es dürfen keine Reste in der Gebärmutter bleiben.
  • Sollte dies jedoch der Fall sein, kann der Arzt sie aufspüren und entfernen.

Dieser Eingriff erfolgt normalerweise problemlos mit einer Kurznarkose. Kam es bei der Entbindung zu einem Dammschnitt, -riss oder anderen Geburtsverletzungen, werden diese nach der Geburt der Plazenta versorgt. Das Baby kann in dieser Zeit in den Armen der Mutter bleiben oder der Vater und die Hebamme nehmen es ihr ab, um das Baby zu versorgen.

Wie lange dauert die schnellste Geburt?

Rekordgeburten : Außergewöhnlicher Start ins Leben – 23. Juli 2012, 11:48 Uhr Riesen-Babys, winzige Frühchen, greise Mütter und Mehrlinge: Das Leben bricht sich manchmal auf verblüffende Weise Bahn. Manche der Rekordgeburten sind medizinische Erfolgsgeschichten, einige enden problematisch. Berit Uhlmann 8 Bilder Quelle: picture alliance / dpa 1 / 8 Das dickste Baby Laut Guinness-Buch der Rekorde wog das schwerste Neugeborene aller Zeiten 10,2 Kilogramm. Der Junge wurde 1955 im italienischen Aversa geboren. In Deutschland stellte 2011 ein sechs Kilogramm schwerer Junge einen Rekord auf.

  1. Nach unseren Recherchen ist in Deutschland niemals zuvor ein so schweres Kind ohne Operation geboren worden”, teilte die Berliner Charité mit, in der das Kind zur Welt kam.
  2. Der Junge ist auf dem Foto links zu sehen, rechts neben ihm liegt ein normal großes Baby, das etwas über drei Kilogramm wiegt.
  3. Die Entbindung der schwer übergewichtigen Mutter dauerte sieben Stunden und verlief ohne Komplikationen.

Die Frau hatte einen Kaiserschnitt abgelehnt. Normalerweise wird er Frauen mit einem Geburtsgewicht über 4,5 Kilogramm angeraten. Doch diese Mutter war einiges gewohnt: Das Sechs-Kilo-Baby namens Jihad war ihr 14. Kind – und zugleich ihr viertes Baby mit einem Geburtsgewicht über fünf Kilo. Quelle: dpa/dpaweb 2 / 8 Das leichteteste Baby Eine Handvoll Mensch: 2004 kam in Chicago Rumaisa Rahman auf die Welt. Sie wog knapp 244 Gramm und war nur 25 Zentimeter groß, das ist halb so viel wie ein reif geborenes Baby. Das Kind hält gleich zwei Weltrekorde: den des kleinsten Babys und – zusammen mit ihrer Schwester – den der kleinsten Zwillinge.

Ihre Schwester brachte es bei der Geburt auf knapp 600 Gramm. Ende 2011 berichteten Ärzte über das weitere Schicksal der Mädchen: Beide sind gesund, entwickeln sich normal und besuchen die Schule. Das ist durchaus ein Wunder, denn bei so kleinen Frühchen drohen unter anderem Lungen-, Darm und Augenprobleme.

Rumaisa kam nach 25 Wochen und sechs Tagen zur Welt. Damit ist sie zwar das kleinste, aber nicht das jüngste Frühchen. Quelle: picture alliance / dpa 3 / 8 Das jüngste Frühchen Sie verblieb nur halb so lang wie andere Kinder im Mutterleib. Nach nur 21 Wochen und fünf Tagen kam in Fulda die kleine Frieda auf die Welt. Zusammen mit einem kanadischen Jungen, der nach genauso vielen Tagen geboren wurde, dürfte Frieda das jüngste Frühchen sein. Quelle: AFP 4 / 8 Die älteste Mutter 2008 wurde die Inderin Rajo Devi mit 70 Jahren von einer Tochter entbunden. Ihr Ehemann war zu dem Zeitpunkt 72 Jahre alt. Das Kind soll sie einer Eizellenspende und künstlicher Befruchtung verdanken. Die Eltern hatten Medienberichten zufolge unter ihrer jahrzehntelangen Kinderlosigkeit gelitten, die in Indien als Stigma empfunden wird. Quelle: dpa 5 / 8 Die Mutter mit den meisten Kindern Die meisten Kinder aller Zeiten hat laut Guiness-Buch eine Russin zur Welt gebracht. Die Frau, die nur als Gattin von Fjodor Wassilijew bekannt ist, brachte in ihrem Leben (1707 bis etwa 1782) 69 Kinder auf die Welt, darunter 16 Zwillinge, sieben Drillinge und vier Vierlinge. Quelle: dpa 6 / 8 Die meisten Kinder während einer Geburt Es gibt Überlieferungen von Frauen, die Zehnlinge auf die Welt gebracht haben. Allerdings sind diese Berichte nicht bestätigt. Den Rekord der Mehrlingsgeburten dürften die Achtlings-Mütter halten.1998 kamen in Texas die ersten lebendgeborenen Achtlinge zur Welt, ein Kind jedoch nur eine Woche später.

Die zweiten Achtlinge brachte 2009 Nadya Suleman (Foto) zur Welt. Die Frau wurde durch künstliche Befruchtung mit Spendersamen schwanger. Ihr Fall verursachte weltweites Aufsehen, denn sie hatte bereits sechs Kinder, die ebenfalls aus einer künstlichen Befruchtung hervorgegangen waren, war alleinstehend und erwerbslos.

Ihre Geschichte scheint nicht gut auszugehen. Nach Medienberichten steckt sie in ernsten finanziellen Schwierigkeiten. Quelle: ddp 7 / 8 Ungewöhnliche Mehrlingsgeburten Diese Vierlinge (Foto) sind eine medizinische Sensation: Sie sind zwei eineiige Zwillingspärchen. Die Chance auf ein solches Doppelpack an Zwillingen liegt bei nur 1:30 Millionen, teilte die Universität Bonn mit, wo die Jungen 2004 in der 30. Quelle: dpa 8 / 8 Ungewöhnliche Geburtstage Eine US-Amerikanerin hat es fertig gebracht, drei Kinder jeweils an einem Schalttag zur Welt zu bringen. Das jüngste wurde am 29. Februar 2012 geboren. Die Familie hat insgesamt fünf Kinder. Laut Guiness-Buch gibt es zudem eine ganze Reihe von Familien, bei denen Kinder über vier Generationen jeweils am gleichen Tag zur Welt kamen.

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Wie lange dauert es wenn man die Geburt einleitet?

Wie lange dauert es, bis die Wehen dann einsetzen? – Die Einleitung der Geburt kann unterschiedlich lange dauern. Ebenso wie die natürliche Geburt, können weder Ärzte noch Hebammen vorhersagen, wie lange es dauert, bis die Geburt beginnt. Manche Hebammen berichten, dass die Dauer der Geburtseinleitung beim Wehentropf bei rund drei Stunden liegt.

Wie lange dauert es wenn man im Kreißsaal ist?

Wie lange bleibt man nach der Geburt im Krankenhaus? – Die Dauer des Aufenthaltes nach der Geburt wird durch verschiedene Faktoren bedingt und variiert daher individuell. In der Regel bleiben Frauen nach einer vaginalen Geburt drei Tage im Krankenhaus, nach einem Kaiserschnitt 4-5 Tage.

Es gibt auch die Möglichkeit einer frühzeitigen Entlassung, hierbei gehen Mutter und Kind frühestens sechs Stunden nach der Geburt nach Hause. Zu beachten ist hierbei, dass Sie dringend eine Wochenbetthebamme und einen niedergelassenen Kinderarzt brauchen, um die notwendigen Untersuchungen durchzuführen (U2, Neugeborenenscreening, Überwachung des allgemeinen Gesundheitszustandes und des Stillens).

Die Entlassung am Entlasstag ist zwischen 11 und 12 Uhr vormittags geplant.

Kann man schmerzfrei gebären?

Epiduralanästhesie – Die Epiduralanästhesie (PDA) ist die wirksamste Methode zur Bekämpfung von Geburtsschmerzen. Sie ermöglicht eine nahezu schmerzfreie Geburt. Ziel einer PDA ist es, Frau und Kind die Geburt zu erleichtern, die Schmerzen während der Eröffnungs- und Austreibungsphase zu reduzieren, ohne dabei den natürlichen Geburtsverlauf zu beeinflussen.

Mit einem Spezialkatheter wird nach Bedarf eine Mischung aus Schmerz- und Betäubungsmittel in den Periduralraum im unteren Bereich der Wirbelsäule – nicht ins Rückenmark – eingeführt. Nach etwa 15 bis 20 Minuten werden die Wehen nur noch als Druck wahrgenommen, die Schmerzen sind (so gut wie) verschwunden.

Die Frau kann trotzdem aktiv an der Geburt mitwirken, sich aufrichten und sogar aufstehen. Das Kind wird nicht von den Medikamenten beeinflusst. Auch wenn ein Kaiserschnitt durchgeführt wird, ist die Periduralanästhesie von Vorteil: Die Gebärende kann die Geburt nahezu schmerzfrei und bei vollem Bewusstsein miterleben und ihr Kind sofort sehen und in den Arm nehmen.

Wie fühlt es sich an zu gebären?

Die Geburt Wenn dein Bauch richtig groß und rund geworden ist (nach etwa 40 Wochen), spürst du eines Tages kräftige Wehen. Das ist ein Zeichen, dass jetzt bald die Geburt losgeht. Wichtige Informationen rund um die Geburt und für die Zeit kurz danach findest du hier.

Eine Geburtswehe fühlt sich so ähnlich an wie ein Krampf oder ein starker Menstruations- oder Rückenschmerz. Wenn du die Wehen regelmäßig spürst, ist es Zeit, in die Klinik zu fahren. Wann das genau ist und wie du das merkst, besprichst du am besten vorher mit deiner Hebamme, deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Übrigens: Die allerwenigsten Kinder kommen tatsächlich an dem errechneten Geburtstermin zur Welt. Die meisten werden bis zu zwei Wochen davor oder danach geboren. Eher selten kommt das Baby viel später als erwartet. Manchmal kann es dann nötig sein, Mittel und Methoden anzuwenden, die Wehen auslösen und damit die Geburt einleiten.

Manchmal platzt die Fruchtblase, in der das Baby liegt, schon sehr früh. Das merkst du daran, dass du plötzlich etwas durchsichtiges Fruchtwasser verlierst. In seltenen Fällen kommt es gleich in einem Schwall. Dann legst du dich sofort hin und schiebst dir zwei Kissen unter den Po. Wichtig: Lass’ dich in diesem Fall liegend in die Klinik bringen – am besten mit dem Krankenwagen.

Falls die Wehen früher als zwei Wochen vor dem errechneten Termin einsetzen, heißt es: Ruhe bewahren und deine Ärztin, deinen Arzt oder deine Hebamme verständigen. Falls du sie nicht erreichen kannst, rufst du am besten als nächstes die Klinik an, bei der du dich angemeldet hast.

Ist auch dort niemand erreichbar, wählst du den Notruf mit der Telefonnummer 112 an. Der Krankenwagen fährt dich dann zur nächstgelegenen Entbindungsstation. Vielleicht fragst du dich in den Wochen vorher, ob du die Geburt schaffst? Ja, das wirst du ganz bestimmt – so wie das schon Millionen von Mädchen und Frauen auf der ganzen Welt vor dir geschafft haben.

Du kannst dich außerdem darauf verlassen, dass dich erfahrene Hebammen, Ärztinnen oder Ärzte bei der Geburt begleiten. Sie werden dir helfen, wenn die Schmerzen zu stark werden.Die moderne Geburtshilfe kennt eine Menge Möglichkeiten, Schmerzen zu lindern und Frauen zu helfen, besser mit ihnen zurecht zu kommen.

  1. Das sind zum Beispiel gezielte Atmung, Akupressur, homöopathische Mittel, ein entspannendes Bad oder entkrampfende Zäpfchen.
  2. Verschiedene Techniken, mit dem Schmerz umzugehen, lernst du auch während eines Geburtsvorbereitungskurses.
  3. Das stärkste Schmerzmittel ist die so genannte Peridural-Anästhesie (PDA).

Dabei werden Bauch und Becken örtlich betäubt. Eine PDA ist so wirksam, dass sie sogar bei einem Kaiserschnitt eingesetzt wird. Eine Geburt tut tatsächlich weh – aber sie ist keineswegs nur ein schmerzhaftes Erlebnis. Viele Frauen sind überrascht, wie selbstverständlich ihr Körper weiß, was er wann zu tun hat.

  1. Das zu wissen, kann das Vertrauen in deinen eigenen Körper stärken.
  2. Und schließlich: Wenn das Baby erst in deinen Armen liegt, sind Schmerz und Anstrengung schnell vergessen.
  3. Während der Geburt wird dich eine Hebamme, eine Ärztin oder ein Arzt begleiten und dir mit Tipps und Anleitungen zur Seite stehen.

Die Geburt selbst läuft in verschiedenen Phasen ab:

In der Eröffnungsphase dehnt sich der Muttermund zehn Zentimeter weit, bis er vollständig geöffnet ist. Wie lange dies dauert, hängt unter anderem von der Stärke der Wehen ab. Bei Frauen, die ihr erstes Kind bekommen, sind es durchschnittlich acht Stunden.

Danach folgt die meist nur einige Minuten lange Übergangsphase: Die Wehen werden intensiver, und das Köpfchen des Babys rutscht in die richtige Position, was sich im Bauch ziemlich wild anfühlen kann.

In der Endphase wird das Kind hinausgeschoben: normalerweise kommt zuerst das Köpfchen, dann die Schultern, der Körper und die Beine. Die Geburt ist geschafft – euer Baby ist da!

Wenn die Nabelschnur nicht mehr pulsiert, nabeln die Geburtshelferinnen oder -helfer das Kind ab. Das tut nicht weh. Das Kleine wird dir auf die Brust gelegt, und du kannst es zum ersten Mal betrachten, auf deiner Haut fühlen und seine Wärme spüren. In der Nachgeburtsphase wird der Mutterkuchen (die Plazenta) ausgestoßen.

  • Nach der Entbindung sorgen Nachwehen dafür, dass sich die stark gedehnte Gebärmutter wieder zusammenzieht.
  • Das kann noch einmal kurz weh tun, hilft aber, die Wunde zu schließen und Gebärmutter und Bauch wieder „in Form” zu bringen.
  • Das ist sogar ausdrücklich erwünscht.
  • Schön wäre es, wenn der Vater des Kindes mitkäme.

Auch ihm nützt es und es macht ihn sicherer, wenn er Informationen über Schwangerschaft und Geburt bekommt. Wenn er dich nicht zum Kurs begleiten kann oder möchte oder du lieber jemand anderes dabei hättest, kann jede Person mitkommen, der du vertraust.

Sinnvoll ist es, immer dieselbe Person mitzunehmen. Denn auch sie muss gut informiert sein, um dich in der Schwangerschaft und vielleicht sogar auch bei der Geburt unterstützen zu können. Deine Begleitung lernt zum Beispiel, dich bei den Wehenschmerzen zu massieren und dir Mut zu machen, wenn du erschöpft bist.

Es ist auch deshalb wichtig, dass du jemanden an deiner Seite hast, weil es sein kann, dass du während der Geburt sehr aufgeregt bist und von dem im Kurs Gelernten einiges vergisst, wenn die Schmerzen stärker werden.Aber es ist auch kein Problem, wenn du niemanden hast, der dich zum Kurs begleiten kann.

  • Auch andere Schwangere kommen allein zum Kurs, und es ergeben sich dort meistens schnell Kontakte.
  • Und in der Klinik sind kompetente Leute für dich da, wenn dein Kind zur Welt kommt.
  • Wenn du schwanger bist, hast du ein Recht auf Beratung.
  • In einer Schwangerschaftsberatungsstelle können alle möglichen Fragen geklärt werden, etwa nach finanzieller Unterstützung.

Eine Beratung ist auch dann wichtig, wenn du einen Schwangerschaftskonflikt hast. Vor einem möglichen Schwangerschaftsabbruch besteht die Pflicht, sich durch eine anerkannte Schwangerschaftsberatungsstelle dazu beraten zu lassen. Darüber wird dann eine Bescheinigung ausgestellt.

Die Beratungsbescheinigung ist gesetzlich vorgeschrieben. Eine Schwangerschaftsberatung können Schwangere und werdende Väter in jedem Alter in Anspruch nehmen. Beratungen zu Fragen rund um die Schwangerschaft oder eine Schwangerschaftskonfliktberatung sind kostenlos. Übrigens: Alle Beraterinnen und Berater stehen unter Schweigepflicht.

Sie dürfen auch deinen Eltern vom Inhalt des Beratungsgesprächs nichts mitteilen, wenn du das nicht möchtest. In einer Beratung kann auch geklärt werden, ob im Fall eines Schwangerschaftsabbruchs die Einverständniserklärung der Eltern nötig ist. Wenn du schwanger bist, liegt eine aufregende Zeit vor dir! Eine Schwangerschaft dauert von deiner letzten Regelblutung bis zur Geburt etwa vierzig Wochen. In deinem Körper und deiner Seele wird sich in dieser Zeit eine Menge verändern. Das kann sehr schön sein – und manchmal auch anstrengend. Wie Lange Dauert Eine Geburt Schwangere haben einen gesetzlichen Anspruch auf zehn Vorsorgeuntersuchungen. Die meisten Untersuchungen können sowohl Hebammen als auch Ärztinnen oder Ärzten durchführen. Es gibt auch Praxen, in denen Frauenärzte und Hebammen eng zusammenarbeiten. Wie Lange Dauert Eine Geburt Deine Frauenärztin oder dein Frauenarzt beantworten dir viele Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt, und sie machen alle nötigen Vorsorgeuntersuchungen. Zusätzlich kannst du die Betreuung durch eine Hebamme in Anspruch nehmen. Wie Lange Dauert Eine Geburt Hebammen sind während der Schwangerschaft, bei der Geburt und in der ersten Zeit nach der Entbindung für dich da. Sie kümmern sich um deine Gesundheit und kommen sogar nach Hause, um nach dir und dem Baby zu schauen. Wie Lange Dauert Eine Geburt Nach der Hälfte der Schwangerschaft beginnen die ersten Vorbereitungen auf die Geburt. Damit ihr einschätzen könnt, worum ihr euch in welchem Monat am besten kümmert, findet ihr hier wichtige Informationen und Checklisten. Wie Lange Dauert Eine Geburt Die ersten Tage mit dem Neugeborenen sind eine ganz besondere Zeit. Viele Mütter (und Väter) sind glücklich, stolz oder total aufgekratzt. Andere sind erstmal sehr erschöpft und brauchen Ruhe. Auch das Baby muss sich umstellen. Wie Lange Dauert Eine Geburt Damit ihr den Überblick behaltet, haben wir verschiedene Checklisten zusammengestellt. Sie zeigen euch, worum ihr euch wann am besten kümmert, an wen ihr euch wenden könnt und wer euch bei den verschiedenen Wegen begleiten kann. Wie Lange Dauert Eine Geburt Internetportal mit seriösen und fachlich korrekten Informationen für Jugendliche zu Liebe, Partnerschaft, Sexualität und Verhütung. : Die Geburt

Wie lange dauert es wenn der Muttermund 8 cm offen ist?

2. Aktivphase – Mit jeder Phase rückt die Geburt des eigenen Kindes näher. Auch in der aktiven Phase liegt das Hauptaugenmerk auf weiterer Ausdehnung des Muttermundes. Eine verstärkte Wehentätigkeit (die Abstände zwischen den Kontraktionen werden kürzer), soll dazu führen, dass sich der Muttermund auf 8 cm öffnet,

Ist eine schnelle Geburt schmerzhafter?

Wie kommt es überhaupt zu einer Sturzgeburt? – Wieso manche Babys so schnell auf die Welt kommen, ist nicht hinreichend erforscht. Bei Mehrfachgebärenden kommt es öfter zu einer Sturzgeburt – wahrscheinlich, weil der Geburtskanal schon etwas vorgedehnt ist.

  1. Ein weiterer Auslöser kann eine stark erhöhte Wehentätigkeit sein.
  2. Normalerweise kommen Geburtswehen etwa alle drei Minuten und dauern je eine Minute – das heißt: etwa drei Wehen alle zehn Minuten.
  3. Doch es passiert schon mal, dass die Wehen fast ohne Pause kommen, was den Geburtsvorgang extrem beschleunigt.

Ein solcher Wehensturm kann für die werdende Mutter sehr unangenehm sein”, erklärt Dr. Waltraut Merz, Leitende Ärztin der Geburtshilfe am Universitätsklinikum Bonn. Was einen solchen Wehensturm auslöst, sei jedoch noch nicht ausreichend erforscht. Daneben nennt Dr.

Wie lange dauert die Geburt wenn der Muttermund offen ist?

Die Geburtsphasen | Die Techniker Jede Wehe bringt Sie Ihrem Kind ein kleines Stück näher. Die Kontraktionen Ihrer Gebärmutter unterscheiden sich in Stärke, Dauer und Frequenz. Ab der 38. Schwangerschaftswoche lockern meist schmerzlose Vorwehen Ihren Muttermund auf und gehen dann in sogenannte Senkwehen über.

  1. Diese lassen den Kopf Ihres Babys in Ihr Becken eintreten.
  2. Ihr Muttermund weitet sich ein wenig und Ihr Kind wird nach unten geschoben.
  3. Anfangs gleichen Wehen Menstruationskrämpfen.
  4. Sie werden immer intensiver und treten in immer kürzeren Abständen auf.
  5. Wenn Sie regelmäßige im Abstand von fünf bis zehn Minuten haben, sollten Sie Ihre Hebamme, Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren oder in die Klinik fahren.

Diese Phase bezeichnet den Zeitraum vom Beginn Ihrer Geburtswehen bis zur vollständigen Öffnung des (Portio). Falls Sie bereits entbunden haben, dauert diese Phase etwa sechs bis sieben Stunden. Bei Erstgebärenden können es bis zu zwölf Stunden sein. Eröffnungswehen sind stark, regelmäßig wiederkehrend und können schmerzhaft sein.

Anfänglich treten sie etwa alle 15 Minuten auf, gegen Ende der Phase im Abstand von etwa ein bis zwei Minuten. Eröffnungswehen dauern ungefähr eine Minute und bewirken, dass Ihr Baby gegen den Muttermund geschoben wird. Der Kopf Ihres Babys beugt sich und tritt tiefer. Hormone bewirken, dass sich Ihr Muttermund leichter dehnt.

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Am Ende der Eröffnungsphase sind die Wehenpausen sehr kurz und die Wehen kommen mit großer Kraft. Versuchen Sie, weiterhin die erlernte Atemtechnik anzuwenden und nicht zu pressen, bis der Muttermund vollständig geöffnet ist. Der Kopf Ihres Babys liegt dann in der Scheide.

  • Diese Phase beginnt, wenn der Muttermund vollständig geöffnet ist, und endet mit der Geburt Ihres Kindes.
  • Sie kann zwischen 20 Minuten und einer Stunde dauern.
  • Wegen heftiger Wehen und der starken Dehnung des Muttermundes und des Dammbereichs kann die Austreibungsphase schmerzhaft sein – dafür können Sie ab jetzt aktiv mithelfen und dürfen nun endlich pressen.

Die Wehen schieben den Kopf Ihres Kindes tiefer in Ihr Becken. Erreicht er den Beckenboden, entsteht durch den Druck auf Nerven im Bereich des Steißbeins oft ein starker Drang, zu pressen. Presswehen treten ungefähr drei- bis viermal innerhalb von zehn Minuten auf.

Lassen Sie sich von Ihrem Pressdrang und den Anweisungen der Hebamme leiten. Bei zwei Drittel der Gebärenden platzt gegen Ende der Eröffnungsphase schmerzlos die Fruchtblase (Blasensprung). Wenn die Fruchtblase trotz Wehen nicht platzt, kann eine Hebamme sie mit einem kleinen Häkchen öffnen (Blasensprengung, Amniotomie).

In der Regel ist das schmerzlos. Wenn der Kopf Ihres Babys durch die Scheide tritt, schützt die Hebamme Ihren Dammbereich vor einer Überdehnung. Dabei stützt sie mit einer Hand den Damm und führt mit der anderen den Kopf Ihres Kindes. Falls nötig, kann ein Arzt oder eine Ärztin Ihren Dammbereich mit einem sogenannten (Episiotomie) vor größeren Verletzungen schützen.

  1. Ist der Kopf Ihres Babys geboren, haben Sie die größte Anstrengung hinter sich.
  2. Für die Geburt der Schultern dreht Ihr Kind seinen Körper in die Ausgangslage zurück.
  3. Die Hebamme stützt dabei den Kopf Ihres Babys.
  4. Senkt sich dieser ab, hilft das, die Schultern zu gebären.
  5. Ihr Baby gleitet anschließend heraus, oftmals mit einem Schwall Fruchtwasser.

Nach der Geburt wird Ihr Kind zwischen Ihre Beine gelegt. Die Hebamme kann die Nabelschnur nach etwa ein bis fünf Minuten – spätestens nachdem sie auspulsiert hat – abklemmen. Danach wird sie durchtrennt. In der Regel legt die Hebamme Ihr Kind anschließend auf Ihren Bauch.

  1. Der erste Hautkontakt, den Ihr Baby mit Ihnen hat, kann ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl entstehen lassen (Bonding).
  2. Denn Ihr Körper und der Ihres Kindes produzieren das Hormon Oxytocin, das noch in den nächsten Tagen Ihre Bindung fördern kann.
  3. Die medizinischen Fachkräfte versuchen, Sie und Ihr Kind in dieser sogenannten sensiblen Phase möglichst ungestört beisammen zu lassen.

Die Geburt der Plazenta dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Hormone bewirken, dass sich Ihre Gebärmutter zusammenzieht. Dadurch löst sich die Plazenta von Ihrer Gebärmutterwand und bildet die Nachgeburt., wie viel Blut Sie in dieser Phase verlieren. Außerdem überprüft sie, ob die Nachgeburt vollständig ist.

Die medizinischen Informationen der Techniker sind von renommierten Organisationen für Qualität, Neutralität und Transparenz zertifiziert.

Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut. Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF), Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) – Frauenärzte-im-netz: Geburtsphasen, 26.11.2021.

URL: https://www.frauenaerzte-im-netz.de/schwangerschaft-geburt/geburt/geburtsphasen/ (abgerufen am: 20.01.2022). Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) – Familienplanung.de: Die Geburtsphasen, 11.11.2010. URL: https://www.familienplanung.de/schwangerschaft/die-geburt/geburtsverlauf/die-geburtsphasen/ (abgerufen am: 20.01.2022).

Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG), Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft (DGHW): S3-Leitlinie Vaginale Geburt am Termin. Stand: 22.12.2020. URL: https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/015-083.html (abgerufen am: 31.01.2022).

Ist eine eingeleitete Geburt schmerzhafter?

Risiken der Geburtseinleitung – Das Hauptrisiko einer eingeleiteten Entbindung ist das Ablösen der Plazenta (Mutterkuchen) im Mutterleib. Dadurch kann der Mutterkuchen das Ungeborene nicht mehr richtig versorgen. Im schlimmsten Fall kann es hier zu einem Sauerstoffmangel des Kindes während der Geburt kommen (Hypoxie) oder sogar zum Kindstod,

  1. Omplikationen zeigen sich hierbei durch ein sogenanntes pathologisches CTG.
  2. Zu den weiteren Risiken für Mutter und Kind zählt die seltene Uterusruptur,
  3. Darunter versteht man ein spontanes Aufreißen des Uterus, welches zum Ausstoßen des Fötus in die Bauchhöhle führen kann.
  4. Außerdem kommt es bei einer künstlich eingeleiteten Geburt etwas häufiger zum gefürchteten Gebärmutterriss,

Nach der Geburt sind die Blutungen der Mutter zudem manchmal stärker, weil die Gebärmutter mehr Mühe hat, sich wieder zusammenzuziehen. Auch Herzprobleme der Frau während der Entbindung können auftreten. Des Weiteren ist die Infektionsgefahr der Gebärmutter bei einer eingeleiteten Geburt erhöht.

Wie sind die Schmerzen bei der Geburt?

Wie fühlen sich die Schmerzen bei der Geburt an? – „Wie sehr tut eine Geburt weh?”: Das ist vermutlich die am meisten gestellte Frage von Schwangeren. Ehrlich gesagt ist es schwer, diesen Schmerz wirklich treffend zu beschreiben. Wo Wehen wehtun, ist ebenfalls von Frau zu Frau unterschiedlich.

  1. Wir versuchen es einmal so zu beschreiben: Der Schmerz fühlt sich so ähnlich an wie eine Mischung aus starken Menstruationsschmerzen mit üblen Magen-Darm-Krämpfen und Rückenschmerzen.
  2. Die Schmerzen bei Geburtswehen erzeugen eine Spannung im Bauch, die bis zu einem gewissen Punkt immer intensiver wird und dann langsam wieder abnimmt,

Dann tritt eine Ruhephase ein, die im Laufe der Geburt stetig kürzer wird. Manche Frauen sprechen von einem scharfen ziehenden Schmerz oder intensivem Stechen, andere empfinden den Schmerz bei der Geburt als eher dumpf. Wissenschaftler, die versucht haben, die Intensität dieses Schmerzes einzuordnen, beschreiben ihn so: Es tut so weh, als würde jemand mit einem Stilettoabsatz auf deinen Handrücken treten.

Wie lange dauert eine Wehe an?

Hilfestellung, wann man ins Krankenhaus / Geburtshaus losfahren soll –

Die Wehen kommen alle fünf bis sieben Minuten, Jede Wehe dauert mindestens 30 – 60 Sekunden und die Wehen werden zunehmend stärker, Bei einem Blasensprung – ganz unabhängig davon, ob schon Wehen eingesetzt haben oder nicht. Ob man bei Blasensprung liegend ins Krankenhaus fahren sollte oder nicht, wird kontroversiell diskutiert. Am besten fragen Sie Ihre Hebamme, die Ihre persönliche Situation kennt. Das Bauchgefühl oder körperliche Signale zeigen, dass eine Kontrolle wichtig wäre.

Wie Lange Dauert Eine Geburt

Wird man nach der Geburt gewaschen?

Baden – Bis vor wenigen Jahren wurde empfohlen, Babys täglich ausgiebig zu baden. Heute wissen wir aber, daß die Haut des Babys von einem “Mantel” umgeben ist, der neben Schweiß, Fett und vielen anderen Substanzen auch Keime enthält, mit denen das Baby von Anfang an vertraut ist.

Rankmachende Erreger können die Barriere dieses Schutzmantels normalerweise nicht passieren.In der modernen Säuglingspflege wird deshalb versucht, die natürlichen Schutzfunktionen des kleinen Körpers zu erhalten. Unmittelbar nach der Geburt wird das Kind nur ganz kurz gebadet, um ihm die sogenannte Käseschmiere nicht ganz abzuwaschen.

Die Käseschmiere ist eine Schicht aus Talg, die die Haut im Fruchtwasser schützt.Auch danach wird heute grundsätzlich empfohlen, die Kinder nur ein- bis zweimal pro Woche kurz zu baden. Natürlich gilt hier wie immer die Regel der Vernunft: Wenn das Baby stark geschwitzt oder die Windel einmal nicht “dicht” gehalten hat, dann ist ein zusätzliches Bad selbstverständlich eine Wohltat.

Was hat man während Geburt an?

Für die erste Geburtsphase ist ein langer Bademantel ideal. Für den Kreißsaal selbst bietet sich ein langes Oberteil wie ein T-Shirt oder Nachthemd an, da viele Frauen zwar unten frei aber doch etwas bedeckt sein möchten.

Wie viele Leute dürfen bei der Geburt dabei sein?

Die Geburt eines Kindes ist ein zutiefst berührendes, aber auch sehr störanfälliges Ereignis. Die richtige Begleitung von Mutter und Kind ist deshalb sehr wichtig. Sie erfordert von allen Beteiligten ein hohes Maß an Verständnis und Einfühlungsvermögen.

Die meisten Frauen wünschen sich, ihr Kind in ruhiger Atmosphäre im Kreis vertrauter Menschen zur Welt zu bringen. Um das Gebären ihres Kindes als ein beglückendes Familienereignis erleben zu können, möchten viele Frauen von ihrem Partner und einer kompetenten Hebamme liebevoll umsorgt werden. Doch auch eine gute Freundin oder eine andere vertraute Person können eine gute Unterstützung und Begleitung sein.

Da eine Geburt sehr anstrengend ist, Konzentration erfordert und überdies eine sehr intime Angelegenheit ist, ist es wichtig, sich gut zu überlegen, wer bei diesem ganz besonderen Ereignis dabei sein soll. Erfahrungsgemäß ist es am besten, wenn nur ein bis zwei Personen als Geburtsbegleiter anwesend sind.

Sind geburtsschmerzen die schlimmsten Schmerzen?

Gebärende erleben Geburtswehen zudem sehr unterschiedlich: Manche haben nur leichte Schmerzen und erleben die Wehen eher als starkes Ziehen, für andere sind sie extrem belastend.

Was war das Schlimmste an der Geburt?

Häufige Komplikationen während der Geburt | Die Techniker Sind die Wehen zu kurz, zu selten oder schwach, reden Ärztinnen und Ärzte von einer Wehenschwäche. Je nachdem, ob sie zu Beginn oder erst während der Geburt auftritt, wird zwischen einer primären und einer sekundären Wehenschwäche unterschieden.

  • Damit Wehen einsetzen, reicht manchmal schon ein warmes Bad oder ein Spaziergang.
  • Unter Umständen fördern Ärztinnen und Ärzte Ihre Wehen auch medikamentös.
  • Ommt die Geburt trotzdem zum Stillstand, kann es nötig sein, Ihr Baby per oder mithilfe einer Zange oder Saugglocke auf die Welt zu holen.
  • Im günstigsten Fall liegt Ihr Baby bei der Geburt in sogenannter Schädellage, mit dem Kopf nach unten in Ihrem Becken und das Gesicht zu Ihrem Rücken gerichtet.

Bei etwa drei bis fünf Prozent der Schwangerschaften nimmt das Baby jedoch eine andere ein, wodurch eine natürliche Geburt unter Umständen erschwert wird oder nicht mehr möglich ist. Zu den häufigsten Fehllagen zählen:

Beckenendlage: In dieser Position liegt das Kind mit dem Kopf nach oben und dem Po und den Füßen im Becken. Oft ist es möglich, das Baby durch äußere Handgriffe zu wenden und in eine Schädellage zu bringen. In einigen Fällen kann es jedoch nötig sein, das Kind per Kaiserschnitt auf die Welt zu holen. Querlage: Das Baby liegt quer im Becken der Mutter. Wendet sich das Baby noch von allein, ist eine natürliche Geburt möglich. Um Kind und Mutter nicht zu gefährden, muss die Geburt andernfalls per Kaiserschnitt erfolgen. Hintere Hinterhauptslage: Zwar liegt das Köpfchen nach unten im Becken, das Gesicht zeigt dabei aber zum Bauch der Mutter. Babys in der hinteren Hinterhauptslage werden daher auch “Sternengucker” genannt. Da der Kopf in dieser Lage mit dem größten Durchmesser durch das Becken gleiten muss, wird in einigen Fällen bei der Mutter ein durchgeführt.

Um festzustellen, ob es Ihrem Baby während der Geburt gut geht, kontrolliert Ihre Hebamme, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt die kindlichen Herztöne mithilfe eines. Zu Abweichungen vom normalen Herztonmuster kann es kommen, wenn Ihr Kind gestresst oder einer konkreten Gefahr ausgesetzt ist.

Droht eine gefährliche Geburtskomplikation wie beispielsweise ein Sauerstoffmangel, beschleunigt Ihr ärztliches Behandlungsteam die Geburt meist mithilfe eines Kaiserschnitts. Zu den Gründen für einen Sauerstoffmangel während der Geburt zählen unter anderem eine Nabelschnurumschlingung und eine vorzeitige Plazentaablösung.

Die Nabelschnur versorgt Ihr ungeborenes Baby mit Sauerstoff und allen wichtigen Nährstoffen. In seltenen Fällen kann sie aber auch zu einer Gefahr für Ihr Baby werden. Zu den häufigsten Nabelschnurkomplikationen zählen:

Nabelschnurumschlingung: Bei etwa jeder fünften Geburt schlingt sich die Nabelschnur ein oder mehrere Male um einzelne Körperteile des Kindes. In den meisten Fällen ist eine Nabelschnurumschlingung unproblematisch. Verursacht die Umschlingung jedoch eine Unterversorgung, beschleunigt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt die Geburt beispielsweise durch einen Kaiserschnitt. Nabelschnurknoten: Bei einer sehr langen Nabelschnur kann Ihr Baby durch eine Nabelschnurschlinge hindurchschlüpfen und dadurch einen Nabelschnurknoten verursachen. Um mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen, kontrolliert Ihre Ärztin oder Ihr Arzt die kindlichen Herztöne mit einem CTG. Nabelschnurvorfall: Rutscht die Nabelschnur nach dem Blasensprung vor den vorangehenden Teil des Kindes, können Teile der Nabelschnur abgeklemmt werden. Damit Ihr Kind keinen Schaden durch einen Sauerstoffmangel erleidet, führen Ärztinnen und Ärzte in der Regel einen Notfallkaiserschnitt durch. Ein Nabelschnurvorfall ist eine äußerst seltene Komplikation, die nur 0,3 Prozent aller Geburten betrifft.

Bei einer vorzeitigen Plazentaablösung löst sich ein Teil oder der komplette Mutterkuchen noch vor der Geburt von der Gebärmutterwand ab. In der Folge kann es unter anderem zu einem Sauerstoffmangel beim Kind und einem erheblichen Blutverlust bei der Mutter kommen.

Zu den Risikofaktoren zählen beispielsweise Narben in der Gebärmutter, und ein chronisch erhöhter Bluthochdruck der Mutter. Eine vorzeitige Plazentaablösung kommt zwar nur selten vor, stellt in der Regel aber eine Notfallsituation dar, bei der das Kind mittels Notfallkaiserschnitt entbunden wird. Zu Komplikationen kann es auch noch in der Nachgeburtsphase kommen.

Treten schwerwiegende auf, kann dies auf eine sogenannte Uterusatonie hindeuten. Da sich hierbei die Gebärmutter nach der Geburt nicht ausreichend zusammenzieht, erleidet die Mutter einen Blutverlust, der schlimmstenfalls lebensbedrohlich ist. Damit sich die Gebärmutter zusammenzieht und die Blutung gestoppt wird, kommen unter anderem Wehenmittel, Akupunktur oder ein Eisbeutel auf dem Unterbauch zum Einsatz.

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Die medizinischen Informationen der Techniker sind von renommierten Organisationen für Qualität, Neutralität und Transparenz zertifiziert.

Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut. Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz – Gesundheit.gv.at: Geburtskomplikationen, 19.12.2019.

URL: https://www.gesundheit.gv.at/leben/eltern/geburt/geburtsablauf/geburtskomplikationen (abgerufen am: 12.07.2022).Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) – Familienenplanung.de: Lexikon – Buchstabe C. CTG. URL: https://www.familienplanung.de/service/lexikon/ctg/ (abgerufen am: 12.07.2022).Goerke, Kay – Pschyrembel Online: Uterusatonie, 04.2020.

URL: https://www.pschyrembel.de/Uterusatonie/K035E (abgerufen am: 12.07.2022).Kainer, F.; Nolden, A.: Das große Buch zur Schwangerschaft – Umfassender Rat für jede Woche, München, 3. Aufl.2019 (S.302). Speitel, Anja – Minimed.at: Komplikationen bei der Geburt, 27.01.2014.

Hat das Kind bei der Geburt Schmerzen?

Frühkindliche Entwicklung : Wann beginnt der Schmerz? – 9. September 2011, 11:35 Uhr Ab wann ein Kind Schmerzen empfinden kann, war lange Zeit unklar. In der Vergangenheit wurden Frühchen sogar ohne Betäubung operiert, weil man dachte, sie würden darunter nicht leiden. Erst relativ spät im Mutterleib, aber doch schon vor der Geburt, sind Babys in der Lage, Schmerzen zu spüren. Um zwischen Schmerz und Berührung trennen zu können, muss das Gehirn aber eine gewisse Reife erlangen – und dies scheint einer britischen Studie zufolge erst zwischen der 35.

Und 37. Woche der Embryonalentwicklung der Fall zu sein, also wenige Wochen vor dem errechneten Geburtstermin ( Current Biology, online). Die britischen Wissenschaftler untersuchten das Schmerzempfinden in diesem zarten Alter allerdings nicht an Ungeborenen, sondern an 46 Kindern, die bereits zur Welt gekommen waren.

Die Forscher fügten den Kindern, deren Entwicklungsalter zwischen 28 und 45 Wochen betrug, auch nicht absichtlich Schmerzen zu. Sie beobachteten nur die Hirnströme der Babys, wenn diesen für einen Routinetest Blut aus der Ferse abgenommen wurde. Bis zum Alter von 35 Wochen ergaben sich dabei im Gehirn die gleichen unspezifischen Aktivitätsmuster – egal, ob die Frühgeborenen den Stich in die Ferse ertragen mussten oder ob nur jemand mit einem Reflexhämmerchen klopfte.

“Erst nach der 35. Woche begann das Gehirn, die beiden Stimuli auf unterschiedliche Art zu verarbeiten”, sagt Rebeccah Slater vom University College London. Trotzdem könnten jüngere Babys aber unter dem Stich leiden, betont sie. Noch vor 25 Jahren hätten Ärzte die ihrer Ansicht nach gefühllosen Frühchen ohne Narkose operiert, erzählt Gerhard Jorch, Neonatologe an der Uni Magdeburg.

Inzwischen sei bekannt, dass ab der 20. Woche Schmerzrezeptoren vorhanden seien. Kurz danach reagieren Frühgeborene mimisch und mit Abwehr auf Schmerzen; Herzfrequenz und Blutdruck steigen. “Es kann gut sein, dass die Empfindung qualitativ eine andere ist als im späteren Alter”, sagt Jorch.

Ist eine Geburt Aushaltbar?

Erwartungen an den Schmerz – „Die Geburt war gar nicht so schlimm, wie ich dachte.” Dieser Satz aus dem Mund frisch gebackener Mütter ist keine Seltenheit. Er sagt etwas über die Erwartung aus, die Frauen während der Schwangerschaft an den Geburtsschmerz und seine Intensität hatten.

Solche Erwartungen spielen vor und während der Geburt ebenfalls eine Rolle. Ich habe schon Gebärende erlebt, die während der gesamten Geburt auf jene heftigsten Schmerzen warteten, die sie sich vorher ausgemalt hatten – aber bis zum ersten Schrei ihres Babys nicht kamen. Daraus lässt sich schlussfolgern: Die Erwartung von (starken) Geburtsschmerzen erzeugt diese nicht in jedem zwingend.

Allerdings gibt es auch den umgekehrten Fall: Eine Schwangere ist fest davon überzeugt, dass sie die Wehen locker wegsteckt – und wird dann von ihrer Intensität völlig überrumpelt. Hier spielt auch die subjektive Schmerzwahrnehmung ein Rolle. Manche Menschen haben eine hohe Schmerztoleranz und empfinden etwas als „noch gut aushaltbar”.

Andere fühlen sich dagegen schnell vom Schmerz überwältigt und an den Rand des Erträglichen gebracht. In dieser Weise bringt auch jede einzelne Frau ihr persönliches Schmerzerleben zur Geburt mit. Und das ist absolut okay. Hier wäre jede Bewertung beispielsweise in „mehr” oder „weniger” tapfer völlig fehl am Platz.

Jede Gebärende hat das Recht auf ihr Empfinden, das Recht, so zu sein, wie sie ist – und das Recht auf die jeweils passende individuelle Unterstützung! Hier kommen wir Hebammen im Kreißsaal ins Spiel: Es ist unsere Aufgabe, jede Gebärende so zu unterstützen sowie ihr Sicherheit zu geben, dass sie selbst zur Expertin in eigener Sache wird.

Das schaffen wir Hebammen aber nur dann, wenn die werdenden Mamas gut vorbereitet in den Kreißsaal kommen. Wenn sie schon selbstbewusst und selbstbestimmt die Latenzphase meistern konnten. Damit dir das auch gelingt, solltest du den Geburtsvorbereitungskurs möglichst gemeinsam mit deinem Partner, deiner Partnerin machen, den du zur Geburt mitnimmst.

Optimalerweise kannst du dann selbst bestimmen, was dir gerade guttun würde – z.B. Bewegung, eine Massage von ihrer Geburtsbegleitung, Zuspruch oder einfach nur „Lasst mich möglichst in Ruhe!”. Auch in welcher Position du dein Kind auf die Welt bringen möchtest, kannst du am besten entscheiden.

Wenn dir das gelingt, dann wirst du zu einer aktiven Gebärenden und zu einer Managerin deiner Schmerzen werden. Dann wirst du sehen: Eine Geburt ist Arbeit – aber sie tut gar nicht so sehr weh. Eine schützende Umgebung, in der du dich wohl fühlen kannst, unterstützt diesen Geburtsverlauf. Deshalb ist die Wahl des Geburtsortes wichtig.

Nicht (nur) die Entfernung ist ein Argument für den Geburtsort, sondern ob du dich dort beschützt und gut aufgehoben fühlen kannst.

Wie lange dauert die Geburt wenn der Muttermund offen ist?

Die Geburtsphasen | Die Techniker Jede Wehe bringt Sie Ihrem Kind ein kleines Stück näher. Die Kontraktionen Ihrer Gebärmutter unterscheiden sich in Stärke, Dauer und Frequenz. Ab der 38. Schwangerschaftswoche lockern meist schmerzlose Vorwehen Ihren Muttermund auf und gehen dann in sogenannte Senkwehen über.

Diese lassen den Kopf Ihres Babys in Ihr Becken eintreten. Ihr Muttermund weitet sich ein wenig und Ihr Kind wird nach unten geschoben. Anfangs gleichen Wehen Menstruationskrämpfen. Sie werden immer intensiver und treten in immer kürzeren Abständen auf. Wenn Sie regelmäßige im Abstand von fünf bis zehn Minuten haben, sollten Sie Ihre Hebamme, Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren oder in die Klinik fahren.

Diese Phase bezeichnet den Zeitraum vom Beginn Ihrer Geburtswehen bis zur vollständigen Öffnung des (Portio). Falls Sie bereits entbunden haben, dauert diese Phase etwa sechs bis sieben Stunden. Bei Erstgebärenden können es bis zu zwölf Stunden sein. Eröffnungswehen sind stark, regelmäßig wiederkehrend und können schmerzhaft sein.

  • Anfänglich treten sie etwa alle 15 Minuten auf, gegen Ende der Phase im Abstand von etwa ein bis zwei Minuten.
  • Eröffnungswehen dauern ungefähr eine Minute und bewirken, dass Ihr Baby gegen den Muttermund geschoben wird.
  • Der Kopf Ihres Babys beugt sich und tritt tiefer.
  • Hormone bewirken, dass sich Ihr Muttermund leichter dehnt.

Am Ende der Eröffnungsphase sind die Wehenpausen sehr kurz und die Wehen kommen mit großer Kraft. Versuchen Sie, weiterhin die erlernte Atemtechnik anzuwenden und nicht zu pressen, bis der Muttermund vollständig geöffnet ist. Der Kopf Ihres Babys liegt dann in der Scheide.

  1. Diese Phase beginnt, wenn der Muttermund vollständig geöffnet ist, und endet mit der Geburt Ihres Kindes.
  2. Sie kann zwischen 20 Minuten und einer Stunde dauern.
  3. Wegen heftiger Wehen und der starken Dehnung des Muttermundes und des Dammbereichs kann die Austreibungsphase schmerzhaft sein – dafür können Sie ab jetzt aktiv mithelfen und dürfen nun endlich pressen.

Die Wehen schieben den Kopf Ihres Kindes tiefer in Ihr Becken. Erreicht er den Beckenboden, entsteht durch den Druck auf Nerven im Bereich des Steißbeins oft ein starker Drang, zu pressen. Presswehen treten ungefähr drei- bis viermal innerhalb von zehn Minuten auf.

  1. Lassen Sie sich von Ihrem Pressdrang und den Anweisungen der Hebamme leiten.
  2. Bei zwei Drittel der Gebärenden platzt gegen Ende der Eröffnungsphase schmerzlos die Fruchtblase (Blasensprung).
  3. Wenn die Fruchtblase trotz Wehen nicht platzt, kann eine Hebamme sie mit einem kleinen Häkchen öffnen (Blasensprengung, Amniotomie).

In der Regel ist das schmerzlos. Wenn der Kopf Ihres Babys durch die Scheide tritt, schützt die Hebamme Ihren Dammbereich vor einer Überdehnung. Dabei stützt sie mit einer Hand den Damm und führt mit der anderen den Kopf Ihres Kindes. Falls nötig, kann ein Arzt oder eine Ärztin Ihren Dammbereich mit einem sogenannten (Episiotomie) vor größeren Verletzungen schützen.

Ist der Kopf Ihres Babys geboren, haben Sie die größte Anstrengung hinter sich. Für die Geburt der Schultern dreht Ihr Kind seinen Körper in die Ausgangslage zurück. Die Hebamme stützt dabei den Kopf Ihres Babys. Senkt sich dieser ab, hilft das, die Schultern zu gebären. Ihr Baby gleitet anschließend heraus, oftmals mit einem Schwall Fruchtwasser.

Nach der Geburt wird Ihr Kind zwischen Ihre Beine gelegt. Die Hebamme kann die Nabelschnur nach etwa ein bis fünf Minuten – spätestens nachdem sie auspulsiert hat – abklemmen. Danach wird sie durchtrennt. In der Regel legt die Hebamme Ihr Kind anschließend auf Ihren Bauch.

  • Der erste Hautkontakt, den Ihr Baby mit Ihnen hat, kann ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl entstehen lassen (Bonding).
  • Denn Ihr Körper und der Ihres Kindes produzieren das Hormon Oxytocin, das noch in den nächsten Tagen Ihre Bindung fördern kann.
  • Die medizinischen Fachkräfte versuchen, Sie und Ihr Kind in dieser sogenannten sensiblen Phase möglichst ungestört beisammen zu lassen.

Die Geburt der Plazenta dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Hormone bewirken, dass sich Ihre Gebärmutter zusammenzieht. Dadurch löst sich die Plazenta von Ihrer Gebärmutterwand und bildet die Nachgeburt., wie viel Blut Sie in dieser Phase verlieren. Außerdem überprüft sie, ob die Nachgeburt vollständig ist.

Die medizinischen Informationen der Techniker sind von renommierten Organisationen für Qualität, Neutralität und Transparenz zertifiziert.

Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut. Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF), Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) – Frauenärzte-im-netz: Geburtsphasen, 26.11.2021.

  1. URL: https://www.frauenaerzte-im-netz.de/schwangerschaft-geburt/geburt/geburtsphasen/ (abgerufen am: 20.01.2022).
  2. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) – Familienplanung.de: Die Geburtsphasen, 11.11.2010.
  3. URL: https://www.familienplanung.de/schwangerschaft/die-geburt/geburtsverlauf/die-geburtsphasen/ (abgerufen am: 20.01.2022).

Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG), Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft (DGHW): S3-Leitlinie Vaginale Geburt am Termin. Stand: 22.12.2020. URL: https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/015-083.html (abgerufen am: 31.01.2022).

Kann eine Geburt mehrere Tage dauern?

Senkwehen: langsame Vorbereitung auf die Geburt – Ab der 36. Schwangerschaftswoche spüren viele Schwangere die ersten Senkwehen. Sie können etwas länger dauern als die Vorwehen – bis zu eine Minute und über bis zu drei Stunden hinweg mit grossen Abständen von mehr als 15 Minuten.

  1. Häufig gesellt sich während der Wehen ein ziehender Unterleibsschmerz ähnlich den Menstruationsschmerzen hinzu, der auch in den unteren Rücken ausstrahlen kann.
  2. Während der Senkwehen rutscht das Köpfchen des Kindes tiefer ins kleine Becken.
  3. Das ist oft von aussen erkennbar: Der Babybauch sinkt insgesamt tiefer.

Und manchmal macht sich dies durch unangenehme Gefühle im Beckenbereich oder ein Stechen in der Scheide bemerkbar.

Wie lange dauert die längste Schwangerschaft?

Längste ektope Schwangerschaft – “Vergessen”: Mutter trägt 38 Jahre Babyskelett im Bauch Freitag, 22.08.2014 | 15:03 In den 70er-Jahren erfuhr eine Inderin, dass ihr Baby außerhalb der Gebärmutterhöhle wächst und nicht überleben wird – sie ließ sich behandeln.

  1. Was sie nicht realisierte: Sie trug ihr ungeborenes Kind weiter in sich.
  2. Erst jetzt haben Ärzte das Skelett entfernt.
  3. Ganze 38 Jahre trug eine Frau in Indien ihr ungeborenes Kind in sich, bevor das Babyskelett durch eine Operation entfernt wurde.
  4. Wie die britische Nachrichtenseite „International Business Times” berichtet, ist dies die längste bekannte ektope Schwangerschaft.

Bei dieser Form der Schwangerschaft wächst der Fötus nicht in der Gebärmutterhöhle, sondern in anderen Stellen im Körper der Frau. In den meisten Fällen ist er wegen fehlender Nährstoffe nicht überlebensfähig. Dem Bericht zufolge hatte die Inderin als 24-Jährige erfahren, dass ihr Baby zwischen Uterus, Darm und Blase heranwächst und daher kaum Überlebenschancen bestehen. Schwangerschaft & Geburt – ein unvergessliches Erlebnis Unser PDF-Ratgeber zeigt Ihnen alles über Entbindung, Stillen, Wissen der Hebammen und wie sich der Körper verändert. Plus: Ärzte, Kliniken und wichtige Termine.