Wie Lange Dauert Es Bis Diclofenac Abgebaut Ist?

Wie Lange Dauert Es Bis Diclofenac Abgebaut Ist

Wann ist Diclofenac aus dem Körper?

Wie schnell wirkt Aspirin? – Acetylsalicylsäure (ASS) ist wasserlöslich und wird schon im Magen resorbiert. Die Bioverfügbarkeit beträgt 50 bis 70 Prozent. Als Brausetablette setzt die volle Wirkung schon nach 20 Minuten ein. Als Tablette benötigt ASS eher eine Stunde, bis der Schmerz nachlässt. Nach zwei Stunden ist die Halbwertszeit erreicht.

Wie wird Diclofenac im Körper abgebaut?

Umweltbelastung durch Schmerzmittel mit Diclofenac lässt sich verringern Der in vielen Schmerz- und Rheumamitteln enthaltene Wirkstoff Diclofenac kann bereits in niedrigen Konzentrationen Lebewesen in Gewässern und die Vogelwelt schädigen. „Auf Schmerzmittel kann man nicht immer verzichten.

Aber jeder kann etwas tun, um die Umweltbelastung durch Diclofenac zu verringern”, sagt Professor Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK). Wenn Diclofenac eingenommen wird, wird der Arzneistoff im Körper verstoffwechselt und anschließend mit dem Urin ausgeschieden.

Aber bei der äußerlichen Anwendung kann Diclofenac unverändert in das Abwasser gelangen. In den Kläranlagen kann es nur teilweise eliminiert werden. Schulz: „Patientinnen und Patienten können einiges tun, um die Umwelt davor zu schützen. Das pharmazeutische Personal in Apotheken kann dazu beraten.” Schmerzgele sind die häufigste Anwendungsform von Diclofenac.

  1. Sie werden vor allem bei Gelenk- und Muskelbeschwerden, zum Teil großflächig, auf die Haut aufgetragen.
  2. Die AMK empfiehlt das folgende Vorgehen, um die Abwasserbelastung mit Diclofenac relevant zu reduzieren: Patienten sollen nur die Menge des Gels aus der Tube entnehmen, die sie für eine Anwendung brauchen.

Nach dem Auftragen und Einreiben des Gels werden die Hände zuerst mit einem Papiertuch abgewischt, das dann im Restmüll entsorgt wird. Erst danach spült man seine Hände mit Wasser ab. Die Hautpartie, auf der das Gel angewendet wurde, wird erst nach ausreichender Einwirkzeit gewaschen oder abgeduscht.

Wie lange dauert es bis Schmerzmittel aus dem Körper sind?

Wie lange wirkt eine Tablette? – Grundsätzlich kann man bei Tabletten davon ausgehen, dass es ungefähr zwischen einer halben und eineinhalb Stunden dauert, bis die Wirkung eintritt. Das gilt auch für die am häufigsten eingenommenen, rezeptfrei erhältlichen Schmerzmittel.

Bei Paracetamol Tabletten liegt zum Beispiel die höchste Konzentration des Wirkstoffes im Blut nach einer Stunde vor. Genauso lang ist auch die Halbwertszeit, also die Zeit, nach der noch die Hälfte des Wirkstoffes vorhanden ist. Je höher diese Halbwertszeit ist, desto länger hält die Wirkung einer Tablette an.Bei Acetylsalicylsäure (ASS), besser bekannt als der Wirkstoff in Aspirintabletten, dauert es ebenfalls ungefähr eine Stunde, bis die Tablette wirkt.

Die Halbwertszeit von ASS ist jedoch länger als bei Paracetamol und liegt bei zwei Stunden.Noch einmal höher ist diese Halbwertszeit bei Ibuprofen, nämlich zwei bis vier Stunden. Bis die maximale Konzentration des Wirkstoffs erreicht ist, dauert es bei diesem Schmerzmittel aber auch länger, nämlich eine bis zwei Stunden.Auch bei Naproxen dauert es meistens zwischen einer und zwei Stunden, bis man das Gefühl hat, dass die Schmerzen nachlassen.

Es gehört außerdem zu den Schmerzmitteln, die vergleichsweise lange wirken, und zwar bis zu 12 Stunden.Das Schmerzmittel, das in Tablettenform am längsten wirkt, ist Diclofenac. Gleichzeitig hat es jedoch auch den Nachteil, dass es im Vergleich sehr lange dauern kann, bis es wirkt. Das hängt sehr stark von den Tabletten selbst ab.

Verfügen diese über einen säurefesten Überzug, damit sie im Magen nicht zu schnell von der Magensäure zerlegt werden, kann es entsprechend auch mehrere Stunden dauern, bis das Mittel seine Wirkung entfaltet.Insgesamt hält die Wirkung der meisten Schmerzmittel für eine Dauer von durchschnittlich vier bis sechs Stunden an.

Wie bei allen Medikamenten ist es trotzdem wichtig, sich an die empfohlenen Abstände zwischen der Einnahme mehrerer Tabletten zu halten. Außerdem sollte man die Dosis nicht kontinuierlich steigern.Wenn sich die Beschwerden nicht schnell verbessern, ist es sinnvoller, Rücksprache mit dem Arzt zu halten und die tatsächliche Ursache abklären zu lassen.

Ohne die richtige Behandlung kann sich das eigentliche Problem im Laufe der Zeit noch weiter verschlimmern. So kann es zum Beispiel bei Rückenschmerzen vorkommen, dass man durch Schmerzmittel die Symptome für eine Weile lindert, das eigentliche Problem aber nicht löst.

Rezeptfreie Medikamente sollte man ohne ärztlichen Rat nie länger einnehmen, als im Beipackzettel angegeben ist. Auch hier sind Schmerzmittel ein gutes Beispiel: Eine zu lange Einnahme kann sogar eigene Beschwerden nach sich ziehen, zum Beispiel neue Kopfschmerzen. Paracetamol belastet die Leber, ASS den Magen.

Deswegen sollte man gerade Schmerzmittel in der kleinstmöglichen Dosierung und nur so kurz wie unbedingt nötig anwenden. : Wie lange dauert es, bis eine Tablette wirkt?

Wie viel Diclofenac darf man pro Tag nehmen?

Der empfohlene Dosisbereich für Erwachsene liegt zwischen 50 und 150 mg Diclofenac-Natrium pro Tag. Diclofenac Heumann wird unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (z.B. einem Glas Wasser) ein bis zwei Stunden vor der Mahlzeit auf nüchternen Magen eingenommen.

Was macht Diclofenac mit dem Körper?

Schäden an Nieren, Herz und Magen möglich – Diclofenac hilft besonders gut gegen Gelenkschmerzen, hat aber im Vergleich zu anderen Mitteln aus derselben Wirkstoffgruppe (), die stärksten Nebenwirkungen. Diclofenac hemmt in den Körperzellen bestimmte Enzyme, die für Schmerzen und Entzündungen verantwortlich sind, aber auch unsere Organe schützen.

Was passiert wenn man zu viel Diclofenac nimmt?

Welche Nebenwirkungen sind von Diclofenac bekannt? – Ohne ärztlichen Rat sollte das Schmerzmittel Diclofenac nicht länger bzw. nicht in höherer Dosierung eingenommen werden. Zu den häufigsten, kurzfristig auftretenden Nebenwirkungen gehören Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

  1. Der Wirkstoff kann zu Magengeschwüren und Magen-Darm-Blutungen führen, die in Ausnahmefällen eine Anämie (Blutarmut) verursachen.
  2. Diclofenac verursacht ebenfalls häufig eine Steigerung des Blutdrucks.
  3. Diclofenac beeinflusst die Blutgerinnung schwächer als beispielsweise Acetylsalicylsäure.
  4. Dennoch kann nach größeren Operationen das Risiko von Nachblutungen steigen.

Alle Informationen zu Nebenwirkungen finden Sie in der Packungsbeilage.

Was verträgt sich nicht mit Diclofenac?

Wechselwirkungen – Kombinieren Sie die Einnahme von Diclofenac nicht mit der Einnahme von anderen Medikamenten, ohne dass Ihre Ärzt*in Bescheid weiß. Leider gibt es zahlreiche Wechselwirkungen zwischen Diclofenac und anderen Medikamenten. So hemmt Diclofenac die Wirkung von Medikamenten gegen Bluthochdruck wie ACE-Hemmern und Diuretika,

  • Auch steigt das Risiko für Nierenschäden, wenn Sie gleichzeitig Diclofenac und ACE-Hemmer oder Diuretika einnehmen.
  • Nehmen Sie zusätzlich zu Diclofenac ASS (Acetylsalicylsäure) oder einen anderen Wirkstoff aus der Gruppe der NSAR ein, steigt das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre und Magen-Darm-Blutungen stark an.

Außerdem wird die blutverdünnende Wirkung von ASS gehemmt. Vermeiden Sie daher solche Kombinationen. Ist das nicht möglich, dann lassen Sie zwischen beiden Einnahmen mindestens 2 Stunden verstreichen. Teilen Sie Ihrer Ärzt*in alle Medikamente mit, die Sie einnehmen.

Was ist stärker Diclofenac oder Ibuprofen?

Saure antipyretische Analgetika – Saure antipyretische Analgetika, die auch als nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) bezeichnet werden, wirken über eine unselektive Hemmung der Cyclooxygenasen 1 und 2 (COX-1 und COX-2). Diese Enzyme wandeln ihre Substrate unter anderem in Prostaglandine und Thromboxane um.

Tab.1: Unerwünschte Wirkungen von Ibuprofen, Diclofenac und ASS in analgetischer Dosierung

unerwünschte Wirkung Ursache
gastrointestinale Beschwerden (wie Übelkeit, Sodbrennen), Rezidivulzera, Mikroblutungen COX-Hemmung → Bildung von PGE 2 und PGI 2 ↓, lokale Schleimhautschädigung 1
Überempfindlichkeitsreaktionen COX-Hemmung → Bildung von Leukotrienen ↑
Auslösen von Asthmaanfällen COX-Hemmung → Bildung von Leukotrienen ↑
Blutungszeit ↑ COX-Hemmung → Thromboxan-A 2 -Synthese 2 ↓
Nierenschäden 3 COX-Hemmung
kardiovaskuläre Komplikationen COX-Hemmung
vorzeitiger Verschluss des Ductus arteriosus botalli COX-Hemmung → Bildung von Prostaglandinen ↓
Uterusmotilität ↓ COX-Hemmung → Bildung von Prostaglandinen ↓
Serumtransaminasen ↑
1 verstärkt bei ASS; 2 in analgetischer Dosierung vor allem bei ASS relevant; 3 bei chronischem Gebrauch

Kontraindiziert sind die Substanzen dieser Gruppe bei

Magen-Darm-Ulzera (auch in der Anamnese), Asthma bronchiale, schwerer Leber- und Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz, hämorrhagischer Diäthese sowie im dritten Trimenon einer Schwangerschaft.

Chemisch handelt es sich unter anderem um Salicylate, Proprion- und Essigsäure-Derivate. Im Organismus sind sie zu 99% an Plasmaproteine gebunden. Die gute antiphlogistische Wirkung soll auf der Fähigkeit des proteingebundenen Arzneistoffs beruhen, sich im entzündeten und damit sauren Gewebe anreichern zu können.

  1. Ob das saure Milieu im entzündeten Gewebe dazu beiträgt, den Anteil von proteingebundenem und damit pharmakologisch aktivem Wirkstoff zu erhöhen, ist ungeklärt.
  2. Die Hypothese, dass die Anreicherung auf einem im Sauren vergleichsweise höheren Anteil an nicht dissoziiertem, membrangängigem Arzneistoff basiert, der in der Lage ist, in die Zelle und somit an den Wirkort zu gelangen, konnte experimentell nie belegt werden.

Zumindest die Tatsache, dass die nicht-sauren selektiven COX-2-Hemmer ebenfalls antiphlogistisch wirken, spricht gegen diese Hypothese, Acetylsalicylsäure (ASS) ASS wird bei Zahnschmerzen bzw. nach kieferchirurgischen Eingriffen zur Analgesie nicht empfohlen (siehe auch Interview).

  • Bereits durch einmalige Gabe wird durch die COX-Hemmung die Synthese von Thromboxan A 2 in den Thrombozyten vermindert und somit deren Aggregation gehemmt.
  • Da die COX-Inhibition durch ASS im Gegensatz zur Hemmung durch Diclofenac oder Ibuprofen irreversibel ist und die kernlosen Thrombozyten nicht zur Proteinbiosynthese befähigt sind, hält der Effekt und somit die erhöhte Blutungsneigung mehrere Tage an, solange bis neue Thrombozyten ausgereift sind.

Zumindest nach kieferchirurgischen Eingriffen hat eine verlängerte Blutungszeit nur unter ASS eine ­klinische Relevanz. Ibuprofen Ibuprofen ist die nach kieferchirurgischen Eingriffen am häufigsten verschriebene Substanz und auch für die Behandlung von Zahnschmerzen gut geeignet.

Ibuprofen wirkt stärker analgetisch, antipyretisch und antiphlogistisch als vergleichbare Dosen ASS. Epidemiologischen Untersuchungen zufolge hat Ibuprofen von allen NSAR das geringste relative Risiko für gastrointestinale Nebenwirkungen. Laut der Datenbank Embryotox ist Ibuprofen das NSAR der Wahl in den ersten zwei Dritteln der Schwangerschaft sowie in der Stillzeit.

In der Selbstmedikation steht Ibuprofen in Dosierungen von 200 oder 400 mg zu Verfügung, die maximale Tagesdosis beträgt 1,2 g. Das Dosierungsintervall sollte sechs Stunden nicht unterschreiten. Ist ein besonders schneller Wirkeintritt gewünscht, kann auf das DL-Lysin-Salz zurückgegriffen werden.683,47 mg Ibuprofen-Lysinat entsprechen hier 400 mg Ibuprofen.

  1. Die Anwendung in der Selbstmedikation ist laut Packungsbeilage auf vier Tage begrenzt.
  2. Auf ärztliche Verschreibung beträgt die maximale Einzeldosis 800 mg, die maximale Tagesdosis 2,4 g.
  3. Diclofenac Laut einer Erhebung eines Internetportals, bei der über 700 Patienten zu ihren Analgetika-Verordnungen nach Weisheitszahnextraktion befragt wurden, wird Diclofenac in dieser Indikation nur sehr selten verordnet (2%),

Medizinische Gründe dafür gibt es nicht. Eher im Gegenteil: Diclofenac wirkt im Vergleich zu Ibuprofen in vergleichbarer Dosierung stärker analgetisch. Auch die Leitlinie erachtet die Substanz im Mund-Kiefer-chirurgischen Bereich als geeignet, Diclofenac kann als Analgetikum in den ersten beiden Dritteln der Schwangerschaft verwendet werden.

Besser erprobt ist jedoch Ibuprofen. Letzteres ist wie schon erwähnt auch NSAR der Wahl in der Stillzeit. Bei gelegentlicher Einnahme oder kurzfristiger Therapie ist laut Embryotox jedoch auch ­Diclofenac akzeptabel. Im OTC-Bereich wird Diclofenac in einer Dosierung von 12,5 bis 25 mg bis zu einer maximalen Tagesdosis von 75 mg eingesetzt.

Auch hier ist die Anwendung laut Packungsbeilage auf vier Tage begrenzt. Auf ärztliche Verordnung beträgt die maximale Tagesdosis 150 mg. Hier sind verschiedenste, teilweise retardierte Einzeldosen von 50, 75, 100 und 150 mg im Handel. Häufig ist auch ein schnell freisetzender Anteil mit einem langsam freisetzenden kombiniert.

Der Wirkungsmechanismus der nicht-sauren antipyretischen Analgetika wie Paracetamol und Metamizol ist nach wie vor nicht abschließend geklärt. Sie sind ZNS-gängig und sollen dort die Prostaglandin-Synthese hemmen, die durch nozizeptive Stimuli hervorgerufen wird. Im entzündeten Gewebe und in der Peripherie wird eine Konzentration erreicht, die für eine klinisch relevante COX-Hemmung erforderlich wäre, nicht erreicht.

Dementsprechend wirken diese Substanzen zwar analgetisch und antipyretisch, aber nicht ausreichend antiphlogistisch. Dies stellt bei Schmerzen, die mit Entzündungen einhergehen, einen gewissen Nachteil gegenüber den NSAR dar. Die typischen NSAR-Nebenwirkungen wie gastrointestinale Komplikationen oder eine erhöhte Blutungsneigung sowie eine Erhöhung des kardiovaskulären Risikos spielen hier keine bzw.

  • Nur eine geringere Rolle.
  • So gibt es lediglich einzelne Berichte über kardiovaskuläre Komplikationen nach Paracetamol-Gabe.
  • Insgesamt scheint das Nebenwirkungsprofil dieser Gruppe aber etwas günstiger zu sein.
  • Paracetamol Paracetamol gilt in den üblichen Dosierungen bei kurzzeitiger Anwendung als sehr gut verträglich.

Seine analgetische Potenz ist allerdings etwas geringer als die der NSAR bei vergleichbarer Dosis. Das zeigt auch ein Cochrane-Review aus dem Jahre 2013, dessen Autoren zu dem Schluss kommen, dass es gute Evidenz für die Überlegenheit von Ibuprofen 400 mg gegenüber Paracetamol 1000 mg nach einer Weisheitszahnextraktion gibt,

Wird man von Diclofenac müde?

Häufige Nebenwirkungen von Ibuprofen – Je nach Dosierung und individueller Verträglichkeit führt Ibuprofen sehr häufig bis häufig zu Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt wie, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung sowie Blutungen in Magen und Darm.

Auch Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, eine Magenschleimhautentzündung () oder eine Entzündung der Mundschleimhaut können durch Ibuprofen ausgelöst werden. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (, ) können durch Ibuprofen verstärkt werden. Weitere häufige Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen,,, Erregungszustände, Reizbarkeit oder Müdigkeit, vor allem bei häufiger Einnahme.

Auch Hautausschläge, Juckreiz oder, oder Nierenprobleme sind mitunter auf die Einnahme von Ibuprofen zurückzuführen.

Wie bekomme ich Medikamente aus dem Körper?

Die Ausscheidung beschreibt, wie das Arzneimittel den Körper wieder verlässt. Ob die Nieren in der Lage sind, Arzneimittel auszuscheiden, hängt u.a. von den Eigenschaften der jeweiligen Substanz ab. Voraussetzung ist, dass der Wirkstoff und/oder seine Abbauprodukte wasserlöslich und nicht nennenswert an Proteine gebunden sind.

Der Säuregehalt des Urins, welcher von der Ernährung, Medikamenten und Nierenerkrankungen beeinflusst wird, kann sich auf die Rate auswirken, in der die Nieren bestimmte Arzneimittel ausscheiden. Bei der Behandlung von Arzneimittelvergiftungen wird mitunter der Säuregehalt des Urins durch die Gabe von basischen Substanzen (Antazida) wie Natriumbikarbonat oder sauren Verbindungen wie Ammoniumchlorid verändert, um die Ausscheidung eines Wirkstoffes zu beschleunigen.

Die Fähigkeit der Nieren zur Ausscheidung von Arzneimitteln hängt außerdem von den folgenden Faktoren ab:

Urinfluss Blutversorgung der Nieren Zustand der Nieren

Neben anderen Krankheiten können insbesondere Bluthochdruck, Diabetes und wiederholte Niereninfektionen, der Kontakt mit hohen Dosen giftiger Chemikalien und altersbedingte Veränderungen die Nierenfunktion beeinträchtigen. Mit voranschreitendem Alter nimmt die Nierenfunktion allmählich ab.

Die Nieren eines 85-Jährigen scheiden Arzneimittel nur halb so effektiv aus wie die eines 35-Jährigen. Bei Menschen mit reduzierter Nierenfunktion kann die „normale” Dosierung eines primär über die Nieren ausgeschiedenen Arzneimittels zu hoch sein und Nebenwirkungen hervorrufen. Daher müssen medizinische Fachkräfte die Dosierung gelegentlich aufgrund einer eingeschränkten Nierenfunktion einer Person anpassen.

Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion benötigen geringere Dosierungen als solche mit normaler Nierenfunktion. Manche Medikamente passieren die Leber unverändert und gehen in die Gallenflüssigkeit über. Andere Medikamente werden in der Leber in Metaboliten umgewandelt, bevor sie in der Gallenflüssigkeit ausgeschieden werden.

  1. In beiden Fällen tritt die Gallenflüssigkeit dann in den Verdauungstrakt über.
  2. Von dort aus werden Arzneimittel entweder über den Stuhl ausgeschieden oder in das Blut resorbiert und damit wiederverwertet.
  3. Wenn die Leber nicht normal funktioniert, muss die Dosierung eines primär über den Leberstoffwechsel ausgeschiedenen Arzneimittels evtl.

angeglichen werden. Die Abschätzung, wie gut die Leber Medikamente metabolisiert (und damit eliminiert), ist jedoch schwieriger als bei der Niere. HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: DIE AUSGABE FÜR MEDIZINISCHE FACHKREISE ANSEHEN DIE AUSGABE FÜR MEDIZINISCHE FACHKREISE ANSEHEN Copyright © 2023 Merck & Co., Inc., Rahway, NJ, USA und seine verbundenen Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten.

Wie wird Schmerzmittel abgebaut?

Gefahren – Der Abbau von Paracetamol erfolgt vor allem in der Leber, wo der größte Teil des Stoffes durch Verbindung mit Sulfaten oder Glucuronid inaktiviert und dann über die Nieren ausgeschieden wird. Ein kleiner Teil wird über das Cytochrom P450 – Enzym -System abgebaut.

Die toxische Wirkung beim Abbau lässt sich auf ein in kleinen Mengen entstehendes Produkt zurückführen, das N -Acetyl- p -benzochinon-Imin (NAPQI). Paracetamol und die größeren Anteile der Abbauprodukte sind vollkommen unschädlich. Eine Überdosierung über 150 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht oder 7,5 Gramm für Erwachsene führt mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu einer irreversiblen Schädigung der Leberzellen oder gar zum Leberversagen.

Dieses kann zum Tod führen, wenn es nicht behandelt wird. Ein geeignetes Gegenmittel bei einer Paracetamolvergiftung ist – als SH-Donator – N-Acetylcystein, falls es innerhalb von zehn Stunden verabreicht wird. Wer Alkohol zu sich genommen hat, sollte Paracetamol nicht verwenden, da die mit dem Alkoholabbau beschäftigte Leber dieses nicht mehr korrekt verarbeiten kann.

Kann man 2 Diclofenac auf einmal nehmen?

Medikament – Patienteninformation für “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” W) Was ist das Wichtigste, was Sie über dieses Arzneimittel wissen sollten? W.1.Herz-/Kreislaufrisiko Diclofenac kann bei längerer Anwendung ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall mit sich bringen, eventuell mit tödlichem Ausgang.

  • Diese Nebenwirkungen können ohne Vorwarnung eintreten.
  • Mit zunehmender Therapiedauer und hoher Dosis steigt dieses Risiko an.
  • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn in Ihrer Familie Herzerkrankungen vorgekommen sind, wenn Ihr Cholesterin oder Ihr Blutdruck erhöht ist oder andere Herz-/Kreislauferkrankungen vorliegen, oder wenn Sie unter Zuckerkrankheit (Diabetes) leiden.W.2.Magen-/Darm-Risiko Diclofenac bringt ein erhöhtes Risiko für Magen-, Speiseröhren- oder Darmgeschwüre, Blutungen und Magen- oder Darmdurchbruch mit sich.

Diese Nebenwirkungen können ohne Vorwarnung und zu jeder Zeit auftreten und tödlich sein. Das Risiko ist erhöht bei Langzeittherapie, hohem Alkoholkonsum, höherem Alter sowie gleichzeitiger Anwendung von zusätzlichen Medikamenten wie zum Beispiel Blutverdünnern oder Kortison-Präparaten.W.3.Was kann ich selbst zur Vermeidung schwerwiegender Nebenwirkungen tun? Überschreiten Sie nicht die von Ihrem Arzt empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer! W.4.Beenden Sie die Anwendung des Arzneimittels und informieren Sie umgehend Ihren Arzt: – wenn Sie Herzbeschwerden haben, wie z.B.

  • Schmerzen in der Brust, – wenn es bei Ihnen zu starken Magenschmerzen oder Sodbrennen kommt, es Anzeichen von Blutungen im Magen oder Darm gibt, wie schwarzer oder blutiger Stuhl oder Erbrechen von Blut.
  • Zur vollständigen Information zu diesem Arzneimittel lesen Sie bitte die folgenden Kapitel 1 bis 6.1.Was ist “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” und wofür wird es angewendet? 1.1.Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel? “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” enthält den Wirkstoff Diclofenac, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten nicht-steroidalen Antiphlogistika/Analgetika.

Diese sind schmerzstillende und entzündungshemmende Arzneimittel.

  • Diclofenac wird üblicherweise in Salzform als Diclofenac-Natrium oder Diclofenac-Kalium angewendet.
  • Diclofenac ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
  • Ausnahmen sind:
  • – Diclofenac zum Einnehmen zur Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen und Fieber in einer Dosierung bis 25 mg je abgeteilter Form und einer Tages-Dosis von 25 bis maximal 75 mg für eine maximale Anwendungsdauer von drei (als Fiebermittel) oder vier (als Schmerzmittel) Tagen.
  • – Diclofenac zur Anwendung auf der Haut in Konzentrationen bis zu 5% mit Ausnahme der Anwendung bei Thrombophlebitis superficialis und aktinischer Keratose.

1.2.Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?

  1. Diclofenac-Natrium zur längeren Behandlung gibt es üblicherweise
  2. – als magensaftresistente Tablette, Filmtablette oder Kapsel mit 25 mg bis 75 mg,
  3. – als Retardtablette oder Retardkapsel mit 75 und 150 mg,
  4. – als Zäpfchen mit 25 mg bis 100 mg.
  5. Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.

1.3.Diclofenac zur längeren Behandlung wird angewendet zur

  • symptomatischen Behandlung von Schmerz und Entzündung bei
  • – akuten Gelenkentzündungen (akuten Arthritiden), einschließlich Gichtanfall,
  • – chronischen Gelenkentzündungen (chronischen Arthritiden), insbesondere bei rheumatoider Arthritis (chronische Polyarthritis),
  • – Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) und anderen entzündlich-rheumatischen Wirbelsäulenerkrankungen,
  • – Reizzuständen bei degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen (Arthrosen und Spondylarthrosen),
  • – entzündlichen weichteilrheumatischen Erkrankungen,
  • – schmerzhaften Schwellungen oder Entzündungen nach Verletzungen.

Bei magensaftresistenten und retardierten Arzneiformen ist zu beachten, dass der Wirkstoff Diclofenac möglicherweise verzögert freigesetzt wird; daher kann es zu einem späteren Wirkungseintritt kommen. Deshalb sollten sie nicht zur Einleitung der Behandlung von Erkrankungen verwendet werden, bei denen ein rascher Wirkungseintritt benötigt wird.2.Was müssen Sie vor der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” beachten? 2.1.”Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” darf nicht angewendet werden,

  1. – bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Diclofenac oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels,
  2. – wenn Sie in der Vergangenheit mit Asthmaanfällen, Nasenschleimhautschwellungen oder Hautreaktionen nach der Anwendung von Acetylsalicylsäure oder anderen nicht-steroidalen Entzündungshemmern reagiert haben,
  3. – bei ungeklärten Blutbildungsstörungen,
  4. – bei bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen Magen/Zwölffingerdarm-Geschwüren (peptischen Ulzera) oder Blutungen (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Geschwüre oder Blutungen),
  5. – bei Magen-Darm-Blutung oder -Durchbruch (Perforation) in der Vorgeschichte im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR),
  6. – bei Hirnblutungen (zerebrovaskulären Blutungen) oder anderen aktiven Blutungen,
  7. – bei schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen,
  8. – bei schwerer Herzschwäche (Herzinsuffizienz),
  9. – im letzten Drittel der Schwangerschaft.

2.2.Besondere Vorsicht bei der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” ist erforderlich

  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” einnehmen.
  • Bevor Sie Diclofenac erhalten, informieren Sie Ihren Arzt,
  • – wenn Sie rauchen,
  • – wenn Sie zuckerkrank sind (Diabetes),
  • – wenn Sie Angina Pectoris, Blutgerinnsel, hohen Blutdruck, erhöhte Cholesterin- oder Triglyzeridwerte haben.
  • Nebenwirkungen können minimiert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten, fürdie Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird.
  • – Wirkungen auf den Magen-Darm-Trakt
  • Eine gleichzeitige Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” mit anderen NSAR, einschließlich sogenannten COX-2-Hemmern (Cyclooxygenase-2-Hemmern), sollte vermieden werden.
  • – Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschwüre und Durchbrüche (Perforationen)

Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschwüre und Perforationen, auch mit tödlichem Ausgang, wurden unter allen NSAR, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende Ereignisse im Magen-Darm-Trakt in der Vorgeschichte zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf.

  1. Das Risiko für das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen, Geschwüren und Durchbrüchen ist höher mit steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit Geschwüren in der Vorgeschichte, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Durchbruch und bei älteren Patienten.
  2. Diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verfügbaren Dosis beginnen.

Für diese Patienten sowie für Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrig-dosierter Acetylsalicylsäure (ASS) oder anderen Arzneimitteln, die das Risiko für Magen-Darm-Erkrankungen erhöhen können, benötigen, sollte eine Kombinationstherapie mit magenschleimhautschützenden Arzneimitteln (z.B.

  1. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden.
  2. Wenn Sie, insbesondere in höherem Alter, eine Vorgeschichte von Nebenwirkungen am Magen-Darm-Trakt aufweisen, sollten Sie jegliche ungewöhnliche Symptome im Bauchraum (vor allem Magen-DarmBlutungen) insbesondere am Anfang der Therapie Ihrem Arzt oder Apotheker melden.

Vorsicht ist angeraten, wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko für Geschwüre oder Blutungen erhöhen können, wie z.B. orale und systemische Kortikosteroide, blutgerinnungshemmende Medikamente wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, die unter anderem zur Behandlung von depressiven Verstimmungen eingesetzt werden, oder Thrombozytenaggregationshemmer wie ASS.

  1. Wenn es bei Ihnen unter “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” zu Magen-Darm-Blutungen oder Geschwüren kommt, ist die Behandlung abzusetzen.
  2. NSAR, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, sollten bei Patienten mit einer gastrointestinalen Erkrankung in der Vorgeschichte (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) mit Vorsicht angewendet werden, da sich ihr Zustand verschlechtern kann.
  3. – Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System

Arzneimittel wie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sind mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle (“Herzinfarkt”) oder Schlaganfälle verbunden. Jedwedes Risiko ist wahrscheinlicher mit hohen Dosen und länger dauernder Behandlung. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer! Wenn Sie denken, dass Sie ein Risiko für Herzprobleme oder einen Schlaganfall aufweisen könnten (z.B.

  • Wenn Sie hohen Blutdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte haben oder Raucher sind), sollten Sie Ihre Behandlung mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen.
  • Sollten Sie während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Anzeichen oder Symptome von Herzproblemen oder Problemen mit Ihren Blutgefäßen wie Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, Schwäche oder Sprachstörungen feststellen, kontaktieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt.

– Hautreaktionen Unter NSAR-Therapie, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, wurde sehr selten über schwerwiegende Hautreaktionen mit Rötung und Blasenbildung, einige mit tödlichem Ausgang, berichtet (exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom).

Das höchste Risiko für derartige Reaktionen scheint zu Beginn der Therapie zu bestehen, da diese Reaktionen in der Mehrzahl der Fälle im ersten Behandlungsmonat auftraten. Beim ersten Anzeichen von Hautausschlägen, Schleimhautläsionen oder sonstigen Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion sollte “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” abgesetzt und umgehend der Arzt konsultiert werden.

– Wirkungen auf die Leber Patienten mit Leberfunktionsstörungen erfordern eine sorgfältige ärztliche Überwachung, da sich ihr Zustand verschlechtern könnte. Wie bei anderen Arzneimitteln aus der Klasse der NSAR kann sich bei Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” die Leberfunktion verschlechtern.

Als Vorsichtsmaßnahme ist daher bei einer länger andauernden Behandlung mit “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” eine regelmäßige Bestimmung der Leberfunktion durch Ihren Arzt angezeigt. “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sollte abgesetzt werden, wenn eine Beeinträchtigung der Leberfunktion anhält oder sich verstärkt, wenn bestimmte Anzeichen für eine Lebererkrankung festgestellt werden oder wenn andere Erscheinungsformen auftreten (z.B.

sog. Eosinophilie, Hautausschlag). Eine Leberentzündung (Hepatitis) kann ohne vorausgehende Symptome auftreten. Vorsicht ist angezeigt, bei der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” bei Patienten mit einer bestimmten Störung der Blutbildung (sog.

  • – bei bestimmten Autoimmunerkrankungen (systemischer Lupus erythematodes und Mischkollagenose)
  • Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich,
  • – direkt nach größeren chirurgischen Eingriffen (unter Umständen erhöhte Blutungsneigung bzw. Verschlechterung der Nierenfunktion)

– wenn Sie an Allergien, Hautreaktionen auf andere Arzneimittel, Asthma, Heuschnupfen, chronischen Nasenschleimhautschwellungen oder chronischen, die Atemwege verengenden Atemwegserkrankungen leiden, da Sie ein erhöhtes Risiko für allergische Reaktionen haben.

Diese können sich äußern als Überempfindlichkeitsreaktion, Asthmaanfälle (sogenanntes Analgetika-Asthma), schmerzhafte Schwellung von Haut und Schleimhäuten oder Nesselsucht. – bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion. Da Flüssigkeitsretention und Ödeme in Verbindung mit NSAR-Therapie, einschließlich Diclofenac, berichtet wurden, ist besondere Vorsicht geboten bei Patienten mit eingeschränkter Herz- und Nierenfunktion, bei Patienten, die schon an Bluthochdruck leiden bzw.

gelitten haben, älteren Patienten und Patienten, die auch mit sogenannten Diuretika und anderen Medikamenten, die die Nierenfunktion erheblich beeinträchtigen können, behandelt werden. Außerdem sollte man vorsichtig therapieren bei Patienten, die an einer erheblichen Verringerung des Flüssigkeitsvolumens leiden, z.B.

  • Vor oder nach einer größeren Operation.
  • Bei solchen Patienten wird eine vorsorgliche Überwachung der Nierenfunktion empfohlen.
  • Nach Abbruch der Therapie erfolgt gewöhnlich die Wiederherstellung des Zustands vor Behandlungsbeginn.
  • Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B.
  • Anaphylaktischer Schock) werden sehr selten bei der Anwendung von Diclofenac beobachtet.

Diese können auch auftreten, wenn Sie vorher noch kein Arzneimittel, das zu den NSAR gehört, angewendet haben. Bei ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion nach Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” muss die Therapie abgebrochen werden.

  • Der Symptomatik entsprechende, medizinisch erforderliche Maßnahmen müssen durch fachkundige Personen eingeleitet werden.
  • Diclofenac kann vorübergehend die Blutplättchenaggregation hemmen.
  • Patienten mit einer Gerinnungsstörung sollten daher sorgfältig überwacht werden.
  • Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung oder zur Senkung des Blutzuckers einnehmen, sollten vorsichtshalber Kontrollen der Blutgerinnung bzw.

der Blutzuckerwerte erfolgen. Bei länger dauernder Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” ist eine regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion sowie des Blutbildes erforderlich. Bei Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” vor operativen Eingriffen ist der Arzt oder Zahnarzt zu befragen bzw.

zu informieren. Bei längerem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie trotz der Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” häufig unter Kopfschmerzen leiden! Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.

Wie andere NSAR kann Diclofenac die Anzeichen und Symptome einer Infektion maskieren. Wenn während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Zeichen einer Infektion (z.B. Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern, sollten Sie daher unverzüglich Ihren Arzt zu Rate ziehen.

Wie andere Arzneimittel, die die Prostaglandinsynthese hemmen, kann “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” es Ihnen erschweren, schwanger zu werden. Sie sollten Ihren Arzt informieren, wenn Sie planen, schwanger zu werden oder wenn Sie Probleme haben, schwanger zu werden. Hinweis zu sonstigen Bestandteilen: Arzneimittel zum Einnehmen können verschiedene Zuckerarten enthalten.

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten deshalb Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen.2.2.a) Kinder Zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen bei Kindern liegt zur Dosierung kein ausreichendes Erkenntnismaterial vor.

Kinder über 16 Jahren: Bitte beachten Sie die Dosierungsvorschriften! 2.2.b) Ältere Patienten Bei älteren Patienten treten häufiger Nebenwirkungen nach Anwendung von NSAR, einschließlich Diclofenac auf, insbesondere Blutungen und Durchbrüche im Magen- und Darmbereich, die unter Umständen lebensbedrohlich sein können.

Daher ist bei älteren Patienten eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich. Es wird empfohlen, dass bei älteren Patienten, die gebrechlich sind oder ein geringes Körpergewicht haben, die niedrigste noch wirksame Dosis eingesetzt wird.2.2.c) Schwangerschaft Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

  1. Wird während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” eine Schwangerschaft festgestellt, so ist der Arzt zu benachrichtigen.
  2. Sie dürfen Diclofenac im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden.
  3. Im letzten Drittel der Schwangerschaft darf “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” wegen eines erhöhten Risikos von Komplikationen für Mutter und Kind nicht angewendet werden.2.2.d) Stillzeit Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Um unerwünschte Wirkungen auf den Säugling zu vermeiden, sollte Diclofenac nicht während der Stillzeit angewendet werden, da Diclofenac und seine Abbauprodukte in geringen Mengen in die Muttermilch übergehen.2.2.e) Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen Da bei der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” zentralnervöse Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schwindel auftreten können, insbesondere in höherer Dosierung, kann im Einzelfall das Reaktionsvermögen verändert und die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden.

  • Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren.
  • Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
  • Fahren Sie in diesem Fall nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen! Unterlassen Sie riskante Aktivitäten! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt! 2.3.Bei Anwendung von Diclofenac mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw.

vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.2.3.a) Digoxin, Phenytoin, Lithium Die gleichzeitige Anwendung von Diclofenac und Digoxin (Arzneimittel zur Stärkung der Herzkraft), Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen) oder Lithium (Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Störungen) kann die Konzentration dieser Arzneimittel im Blut erhöhen.

Eine Kontrolle der Serum-Lithium-Spiegel ist nötig. Eine Kontrolle der Serum-Digoxin- und der Serum-Phenytoin-Spiegel wird empfohlen.2.3.b) Corticosteroide Die gleichzeitige Verabreichung kann das Risiko von Geschwüren oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt erhöhen.2.3.c) Bestimmte Antidepressiva (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)) Die gleichzeitige Verabreichung kann das Risiko von Blutungen im Magen-Darm-Trakt erhöhen.2.3.d) Diuretika, ACE-Hemmer (Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer) und Angiotensin-II-Antagonisten Nichtsteroidale Antiphlogistika können die Wirkung von Diuretika (entwässernden Arzneimittel) und anderen Antihypertonika (blutdrucksenkenden Arzneimittel) abschwächen.

Bei gleichzeitiger Anwendung kann weiterhin das Risiko für das Auftreten einer Nierenfunktionsstörung erhöht sein. Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist (z.B. bei dehydrierten Patienten oder bei älteren Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion), kann die gleichzeitige Verabreichung eines ACE-Hemmers oder von Angiotensin-II-Antagonisten (Arzneimittel zur Behandlung von Herzschwäche und zur Blutdrucksenkung) und Substanzen, welche die Cyclooxygenase hemmen, eine weitere Verschlechterung der Nierenfunktion bewirken, einschließlich eines möglichen akuten Nierenversagens, das meist reversibel ist.

  • Aus diesem Grunde sollte eine derartige Kombination, insbesondere bei älteren Patienten, mit Vorsicht verabreicht werden.
  • Die Patienten sollten ausreichend hydriert werden.
  • Außerdem sollte die Kontrolle der Nierenfunktion nach Beginn der Begleittherapie und danach in regelmäßigen Abständen in Betracht gezogen werden.

Die gleichzeitige Gabe von Diclofenac und kaliumsparenden Diuretika (bestimmten Arzneimitteln zur Entwässerung) kann zu einer Erhöhung der Kaliumkonzentration im Blut führen. Eine Kontrolle des Kalium-Spiegels wird daher empfohlen.2.3.e) Antidiabetika Vereinzelt wurde über eine Beeinflussung des Blutzuckerspiegels nach Gabe von Diclofenac berichtet, die bei Diabetikern eine Dosisanpassung der blutzuckersenkenden (antidiabetischen) Medikation erforderte.

Daher wird bei einer gleichzeitigen Therapie empfohlen, den Blutzuckerspiegel genau zu kontrollieren.2.3.f) Methotrexat Die Gabe von Diclofenac innerhalb von 24 Stunden vor oder nach der Gabe von Methotrexat kann zu einer erhöhten Konzentration von Methotrexat und einer Verstärkung seiner unerwünschten Wirkungen führen.2.3.g) Probenecid Arzneimittel, die Probenecid (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht) enthalten, können die Ausscheidung des Wirkstoffes von Diclofenac verzögern.

Dadurch kann es zu einer Anreicherung des Wirkstoffes von Diclofenac im Körper mit einer Verstärkung seiner unerwünschten Wirkungen kommen.2.3.h) Cyclosporin und Tacrolimus Nichtsteroidale entzündungshemmende Arzneimittel (wie Diclofenac) können die nierenschädigende Wirkung von Cyclosporin (Mittel, das zur Verhinderung von Transplantatabstoßungen, aber auch in der Rheumabehandlung eingesetzt wird) und Tacrolimus verstärken.2.3.i) Chinolon-Antibiotika Vereinzelt wurde über Krämpfe berichtet, die möglicherweise auf die gleichzeitige Anwendung von Chinolon-Antibiotika und Diclofenac zurückzuführen sind.2.3.j) Colestipol und Cholestyramin Diese Arzneimittel können zu einer verzögerten und verminderten Aufnahme von Diclofenac führen.

Diclofenac sollte deshalb mindestens eine Stunde vor oder 4 bis 6 Stunden nach Colestipol oder Cholestyramin eingenommen werden.2.3.k) Voriconazol und Sulfinpyrazon Wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Voriconazol oder Sulfinpyrazon (sogenannte CYP2C9 Inhibitoren) enthalten, kann es zu einer Anreicherung von Diclofenac im Körper und damit zu einer Verstärkung der unerwünschten Wirkungen kommen.2.3.l) Thrombozytenaggregationshemmer und Antikoagulanzien Nichtsteroidale Antiphlogistika können die Wirkung von Gerinnungshemmern, wie zum Beispiel Warfarin, und Thrombozytenaggregationshemmer, wie Acetylsalicylsäure, verstärken.

Die gleichzeitige Anwendung kann das Risiko von Magen-Darm-Blutungen erhöhen.2.4.Bei Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken.3.Wie ist “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” anzuwenden? Wenden Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” immer genau nach Anweisung des Arztes an.

  • Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind! 3.1.Art der Anwendung: 3.1.a) Tabletten/Kapseln/Retardtabletten/Retardkapseln nehmen Sie unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit ein.
  • Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, empfiehlt es sich, es während der Mahlzeiten einzunehmen.3.1.b) Magensaftresistente, monolithische Darreichungsformen nehmen Sie unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (einem Glas Wasser) ein bis zwei Stunden vor der Mahlzeit auf nüchternen Magen ein.3.1.c) Trinktabletten/Brausetabletten Die Tablette in einem Glas Wasser zerfallen lassen, umrühren und trinken.

Gegebenenfalls die im Glas verbleibenden Reste erneut mit etwas Wasser aufschwemmen und einnehmen.3.1.d) Zäpfchen

  1. Führen Sie das Zäpfchen möglichst nach dem Stuhlgang tief in den After ein.
  2. Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.
  3. Bei rheumatischen Erkrankungen kann die Anwendung von Diclofenac über einen längeren Zeitraum erforderlich sein.

3.2.Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gelten die folgenden Dosierungsrichtlinien Zur Therapie rheumatischer Erkrankungen wird Diclofenac in Abhängigkeit von der Schwere der Erkrankung dosiert. Der empfohlene Dosisbereich für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren liegt zwischen 50 und 150 mg Diclofenac-Natrium pro Tag, evtl.

  • Verteilt auf 2 bis 3 Einzelgaben.
  • Retardtabletten 100 mg: Erwachsene erhalten 1-mal täglich 1 Retardtablette.
  • Bei Bedarf kann die Tages-Dosis durch zusätzliche Gabe von 1 Tablette mit 50 mg Diclofenac-Natrium auf 150 mg Diclofenac-Natrium erhöht werden.
  • Retardtabletten 150 mg: Erwachsene erhalten 1 Retardtablette (entsprechend 150 mg Diclofenac-Natrium).

Die empfohlene Dosierung entspricht der maximalen Tages-Dosis und soll nicht überschritten werden. Zäpfchen 100 mg: Erwachsene erhalten täglich 1 Zäpfchen (entsprechend 100 mg Diclofenac-Natrium).3.3.Wenn Sie eine größere Menge von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” eingenommen/angewendet haben als Sie sollten: Als Symptome einer Überdosierung können zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit und Bewusstlosigkeit (bei Kindern auch myoklonische Krämpfe) sowie Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auftreten.

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Des Weiteren sind Blutungen im Magen-Darm-Trakt und Funktionsstörungen von Leber und Nieren möglich. Ferner kann es zu Blutdruckabfall, verminderter Atmung (Atemdepression) und zur blauroten Färbung von Haut und Schleimhäuten (Zyanose) kommen. Es gibt kein spezifisches Gegenmittel (Antidot). Nehmen/wenden Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” nach den Anweisungen des Arztes bzw.

der in der Packungsbeilage angegebenen Dosierungsanleitung ein/an. Wenn Sie das Gefühl haben, keine ausreichende Schmerzlinderung zu spüren, dann erhöhen Sie nicht selbstständig die Dosierung, sondern fragen Sie Ihren Arzt. Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt.

  • Wie alle Arzneimittel kann “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
  • – sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
  • – häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
  • – gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
  • – selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
  • – sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
  • – Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden

4.1.Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten? Die folgenden Nebenwirkungen erwähnen solche, die bei “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” und/oder anderen Darreichungsformen von Diclofenac berichtet wurden, sowohl bei Kurzzeit- als auch bei Langzeitanwendung.

Bei den folgenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen muss berücksichtigt werden, dass sie überwiegend -Dosisabhängig und interindividuell unterschiedlich sind. Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen den Verdauungstrakt. Magen-/Zwölffingerdarm-Geschwüre (peptische Ulzera), Perforationen (Durchbrüche) oder Blutungen, manchmal tödlich, können auftreten, insbesondere bei älteren Patienten.

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, abdominale Schmerzen, Teerstuhl, Bluterbrechen, geschwürige Entzündung der Mundschleimhaut (ulzerative Stomatitis), Verschlimmerung von Colitis und Morbus Crohn sind nach Anwendung berichtet worden.

  1. Insbesondere das Risiko für das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen ist abhängig vom Dosisbereich und der Anwendungsdauer.
  2. Wassereinlagerungen (Ödeme), Bluthochdruck und Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) wurden im Zusammenhang mit NSAR-Behandlung, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, berichtet.
  3. Arzneimittel wie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sind mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle (“Herzinfarkt”) oder Schlaganfälle verbunden, vor allem bei hohen Dosen und Langzeitbehandlung.

4.1.a) Herzerkrankungen Diese Nebenwirkungen können gelegentlich auftreten, insbesondere wenn “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” über einen längeren Zeitraum in hohen Dosierungen (150 mg/Tag) eingenommen wird: Herzinfarkt, Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), Herzklopfen (Palpitationen), Brustschmerz.

Sehr selten: Wassereinlagerungen (Ödeme).4.1.b) Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Sehr selten: Störungen der Blutbildung (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose) Erste Anzeichen können sein: Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen.

In diesen Fällen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt aufzusuchen. Jegliche Selbstbehandlung mit schmerz- oder fiebersenkenden Arzneimitteln sollte unterbleiben.

  • Bei der Langzeittherapie sollte das Blutbild regelmäßig kontrolliert werden.
  • Sehr selten kann es zu einer hämolytischen Anämie (Blutarmut durch beschleunigten Abbau von roten Blutkörperchen) oder einer aplastischen Anämie (Blutarmut aufgrund von Blutbildungsstörungen) kommen.
  • C) Erkrankungen des Nervensystems
  • Häufig: zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit.
  • Sehr selten: Sensibilitätsstörungen, Störungen der Geschmacksempfindung, Gedächtnisstörungen, Desorientierung, Krämpfe, Zittern, Schlaganfall, Augenerkrankungen.
  • Sehr selten: Sehstörungen (Verschwommen- und Doppeltsehen).

4.1.d) Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths Häufig: Schwindel. Sehr selten: Ohrgeräusche (Tinnitus), vorübergehende Hörstörungen.4.1.e) Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

  1. Sehr häufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, geringfügige Magen- oder Darm-Blutverluste, die in Ausnahmefällen eine Blutarmut (Anämie) verursachen können.
  2. Häufig: Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Blähungen (Flatulenz), Bauchschmerz, Bauchkrämpfe, Appetitlosigkeit (Inappetenz) sowie Magen-Darm-Geschwüre (unter Umständen mit Blutung und Durchbruch).
  3. Gelegentlich: blutiges Erbrechen (Hämatemesis), Blut im Stuhl oder blutiger Durchfall, Teerstuhl.
  4. Selten: Entzündung der Magenschleimhaut.

Sehr selten: Mundschleimhautentzündung (einschließlich geschwürige Entzündung der Mundschleimhaut), Zungenentzündung, Ösophagusläsionen (Schädigung der Speiseröhre), Verstopfung sowie Beschwerden im Unterbauch, wie z.B. Dickdarmentzündung (Colitis), blutende Dickdarmentzündungen (hämorrhagische Colitis), Verstärkung eines Morbus Crohn/einer Colitis ulcerosa (bestimmte, mit Geschwüren einhergehende Dickdarmentzündungen), membranartige Darmverengungen (intestinale Strikturen), Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) Sollten stärkere Schmerzen im Oberbauch, eine Schwarzfärbung des Stuhls oder Blut im Stuhl auftreten, so müssen Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” absetzen und den Arzt sofort informieren.

Beenden Sie die Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” und sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt, wenn Sie Folgendes beobachten: Leichte Krämpfe und Schmerzempfindlichkeit im Bauch, die kurz nach Beginn der Behandlung auftreten, gefolgt von rektalen Blutungen oder blutigem Durchfall, in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach Einsetzen der Bauchschmerzen (Häufigkeit nicht bekannt, Häufigkeit aufgrundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).4.1.f) Erkrankungen der Nieren und Harnwege Gelegentlich: Ausbildung von Ödemen (Wassereinlagerung im Körper), insbesondere bei Patienten mit Bluthochdruck oder eingeschränkter Nierenfunktion.

Sehr selten: Nierengewebsschädigungen (interstitielle Nephritis, Papillennekrose), die mit akuter Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz), Eiweiß im Harn (Proteinurie) und/oder Blut im Harn (Hämaturie) einhergehen können; nephrotisches Syndrom (Wassereinlagerung im Körper und starke Eiweißausscheidung im Harn), akutes Nierenversagen Verminderung der Harnausscheidung, Einlagerung von Wasser im Körper (Ödeme) sowie allgemeines Unwohlsein können Ausdruck einer Nierenerkrankung bis hin zum Nierenversagen sein.

  • Sollten die genannten Symptome auftreten oder sich verschlimmern, so müssen Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” absetzen und sofort Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen.4.1.g) Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Häufig: entzündliche Hautveränderung.
  • Gelegentlich: Haarausfall.
  • Sehr selten: Hautausschlag mit Rötung (Ekzem, Erythem, Exanthem), Lichtüberempfindlichkeit, kleinfleckige Hautblutungen, schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Blasenbildung (z.B.

Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom), entzündliche Erkrankung der Haut mit Rötung, großblättriger Schuppung, Schwellung, Juckreiz, Spannungsgefühl und Frösteln (Dermatitis exfoliativa), entzündliche Rötung (Erythrodermie).4.1.h) Infektionen und parasitäre Erkrankungen Sehr selten ist im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung spezieller entzündungshemmender Arzneimittel (NSAR), zu diesen gehört auch “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, eine Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen (z.B.

Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis) beschrieben worden Wenn während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Zeichen einer Infektion (z.B. Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte daher unverzüglich der Arzt zu Rate gezogen werden.

Sehr selten wurde unter der Anwendung von Diclofenac die Symptomatik einer nicht auf einer Infektion beruhenden Hirnhautentzündung (aseptische Meningitis) wie starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinstrübung beobachtet.

  • Häufig: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Hautjucken.
  • Gelegentlich: Nesselsucht (Urtikaria).
  • Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich niedriger Blutdruck und Schockzustand).
  • Sehr selten: schwere allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen.
  • Sie können sich äußern als Angioödem einschließlich Schwellungen: von Gesicht, Zunge und innerem Kehlkopf mit Einengung der Luftwege, Luftnot, Herzjagen, Blutdruckabfall bis zum bedrohlichen Schock.
  • Beim Auftreten einer dieser Erscheinungen, die schon bei Erstanwendung vorkommen können, ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.
  • In diesen Fällen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt aufzusuchen.
  • Sehr selten wurden allergisch bedingte Entzündungen der Blutgefäße (Vaskulitis) und der Lunge (Pneumonitis) beobachtet.

4.1.k) Leber- und Gallenerkrankungen Häufig: Erhöhung der Leberenzymwerte im Blut. Gelegentlich: Leberschäden, insbesondere bei Langzeittherapie, akute Leberentzündung mit oder ohne Gelbsucht sehr selten sehr schwer (fulminant) verlaufend, auch ohne Voranzeichen.

  1. Sehr selten: psychotische Reaktionen, Depression, Angstgefühle, Albträume, Schlaflosigkeit Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums.
  2. Selten: Asthma (einschließlich Atemnot).
  3. Sehr selten: interstitielle Lungenentzündung (Pneumonitis).
  4. Befolgen Sie die oben bei bestimmten Nebenwirkungen aufgeführten Verhaltensmaßregeln!

4.2.Gegenmaßnahmen Wenn während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” die oben beschriebenen Beschwerden neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte die Anwendung sofort beendet und unverzüglich der Arzt zu Rate gezogen werden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.

  1. Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B.
  2. Übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können.
  3. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn (Website: www.bfarm.de) anzeigen.

  • Lagern Sie das Arzneimittel bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf, so weit der Hersteller keine anderen Angaben macht.
  • Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
  • Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

  1. 6.Quelle und Bearbeitungsstand
  2. Information der SCHOLZ Datenbank auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten
  3. Copyright by ePrax GmbH, München; November 2016 (3)

: Diclofenac-ratiopharm 75 mg SL Retardkapseln

Was ist eine Alternative zu Diclofenac?

Doc Ibuprofen Schmerzgel vs. Voltaren – So enthält Doc Ibuprofen Schmerzgel etwa nicht Diclofenac als Wirkstoff, sondern Ibuprofen. Ibuprofen wird häufig in Mitteln gegen leichte bis mäßige Schmerzen wie Kopfschmerzen, Nacken- und Rückenschmerzen oder auch Verspannungen, Zerrungen und Gelenkschmerzen verwendet, da es entzündungshemmend wirkt.

Kann Diclofenac Entzündungen heilen?

Diclofenac – Lang wirksam im Entzündungsgewebe Von Brigitte M. Gensthaler, München Das nicht steroidale Antiphlogistikum Diclofenac hat eine kurze Halbwertszeit. Doch seine antientzündliche Wirkung hält länger an, als die Plasmaspiegel vermuten lassen.

In der Regel reicht für die gewünschte Schmerzlinderung eine zwei- bis dreimal tägliche Einnahme aus. »Die unterschiedliche Verteilung von Säuren und Basen im Organismus entdeckten Forscher vor etwa 30 Jahren «, sagte Professor Dr. Kay Brune von der Universität Erlangen-Nürnberg auf einem von Novartis unterstützten Pressegespräch.

Während sich nicht saure, nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) homogen im Körper verteilen, reichern sich saure Verbindungen in Leber, Niere, Herz, Magenwand und im Blut an. Sie hemmen die Cyclooxygenasen (COX) und in der Folge die Bildung von Prostaglandinen.

Darauf beruhen therapeutisch erwünschte, aber auch unerwünschte Effekte. Die über COX-1 gebildeten Prostaglandine vermitteln überwiegend physiologische Effekte. So tragen sie zum Schutz der Magenschleimhaut und des Endothels bei und fördern die ausreichende Durchblutung des Nierenepithels. Die COX-2 wird im entzündeten Gewebe exprimiert, ist jedoch auch konstitutiv im Gefäßendothel, in Heilungsarealen des Magens und im Nierengewebe aktiv.

COX-Hemmer mit langer Halbwertszeit blockieren dauerhaft die Prostaglandinbildung im gesamten Organismus. »Für die Verträglichkeit ist es jedoch günstiger, wenn gewebsprotektive Prostaglandine, zum Beispiel Prostacyclin im Gefäßendothel, nicht über 24 Stunden gehemmt werden«, sagte Brune.

Gleiches gelte für die Nierenfunktion. Dies gelinge beispielsweise mit NSAR mit kurzer Halbwertszeit wie Diclofenac, Ketoprofen oder Ibuprofen. Deren antiinflammatorisch- analgetischer Effekt hält wesentlich länger an, als die Eliminationshalbwertszeit vermuten lässt, da sie sich im Entzündungsgewebe anreichern.

Brune erläuterte den Mechanismus: Die sauren NSAR haben eine sehr hohe Plasmaproteinbindung (etwa 99 Prozent). In Körperregionen mit offenem Endothel, zum Beispiel an der Niere oder im Entzündungsgewebe, kann der Albumin-gebundene Wirkstoff die Blutbahn verlassen.

  1. Bei pH-Werten von etwa 5 bis 6, wie sie im entzündeten Gewebe vorliegen, nimmt die Bindung an Plasmaproteine ab und die freie Säure wird in das alkalische bis neutrale Milieu des Zellinneren verteilt.
  2. Intrazellulär »trifft« der Arzneistoff auch sein Zielmolekül: die COX am endoplasmatischen Retikulum.

Es sei gut belegt, dass Diclofenac auch bei zweimal täglicher Einnahme die Prostaglandinbildung im Entzündungsgewebe rund um die Uhr blockiert. Während der Arzneistoff hier persistiert, fällt der Plasmaspiegel rasch ab. Auch aus stark durchbluteten Organen wie der Niere werde das freie NSAR wieder ausgeschwemmt.

  1. Dadurch sei der zentrale Bereich bald »weitgehend frei von einer massiven COX-Hemmung«, erklärte der Pharmakologe.
  2. In dieser Zeit könne sich das System erholen und zum Beispiel retiniertes Wasser ausscheiden.
  3. Bei Stoffen mit langer Halbwertszeit oder bei häufiger Dosierung kurz wirksamer Stoffe entfalle dieses »Erholungsintervall«.

Brunes Fazit für die Praxis: Werden Diclofenac oder Ibuprofen bis zu dreimal täglich in niedriger Dosierung eingenommen, seien sie gut verträglich. Bei häufigerer Anwendung und hohen Dosen gehe dieser Vorteil verloren. Dies erkläre, warum Patienten bei Einnahme von hoch dosiertem oder retardiertem Diclofenac eher Probleme mit der Verträglichkeit bekommen als bei niedrig dosiertem Wirkstoff, wie er für die Selbstmedikation zugelassen ist.

Wie viel Diclofenac 50 mg darf man am Tag nehmen?

Medikament – Patienteninformation für “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” W) Was ist das Wichtigste, was Sie über dieses Arzneimittel wissen sollten? W.1.Herz-/Kreislaufrisiko Diclofenac kann bei längerer Anwendung ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall mit sich bringen, eventuell mit tödlichem Ausgang.

Diese Nebenwirkungen können ohne Vorwarnung eintreten. Mit zunehmender Therapiedauer und hoher Dosis steigt dieses Risiko an. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn in Ihrer Familie Herzerkrankungen vorgekommen sind, wenn Ihr Cholesterin oder Ihr Blutdruck erhöht ist oder andere Herz-/Kreislauferkrankungen vorliegen, oder wenn Sie unter Zuckerkrankheit (Diabetes) leiden.W.2.Magen-/Darm-Risiko Diclofenac bringt ein erhöhtes Risiko für Magen-, Speiseröhren- oder Darmgeschwüre, Blutungen und Magen- oder Darmdurchbruch mit sich.

Diese Nebenwirkungen können ohne Vorwarnung und zu jeder Zeit auftreten und tödlich sein. Das Risiko ist erhöht bei Langzeittherapie, hohem Alkoholkonsum, höherem Alter sowie gleichzeitiger Anwendung von zusätzlichen Medikamenten wie zum Beispiel Blutverdünnern oder Kortison-Präparaten.W.3.Was kann ich selbst zur Vermeidung schwerwiegender Nebenwirkungen tun? Überschreiten Sie nicht die von Ihrem Arzt empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer! W.4.Beenden Sie die Anwendung des Arzneimittels und informieren Sie umgehend Ihren Arzt: – wenn Sie Herzbeschwerden haben, wie z.B.

Schmerzen in der Brust, – wenn es bei Ihnen zu starken Magenschmerzen oder Sodbrennen kommt, es Anzeichen von Blutungen im Magen oder Darm gibt, wie schwarzer oder blutiger Stuhl oder Erbrechen von Blut. Zur vollständigen Information zu diesem Arzneimittel lesen Sie bitte die folgenden Kapitel 1 bis 6.1.Was ist “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” und wofür wird es angewendet? 1.1.Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel? “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” enthält den Wirkstoff Diclofenac, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten nicht-steroidalen Antiphlogistika/Analgetika.

Diese sind schmerzstillende und entzündungshemmende Arzneimittel.

  • Diclofenac wird üblicherweise in Salzform als Diclofenac-Natrium oder Diclofenac-Kalium angewendet.
  • Diclofenac ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
  • Ausnahmen sind:
  • – Diclofenac zum Einnehmen zur Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen und Fieber in einer Dosierung bis 25 mg je abgeteilter Form und einer Tages-Dosis von 25 bis maximal 75 mg für eine maximale Anwendungsdauer von drei (als Fiebermittel) oder vier (als Schmerzmittel) Tagen.
  • – Diclofenac zur Anwendung auf der Haut in Konzentrationen bis zu 5% mit Ausnahme der Anwendung bei Thrombophlebitis superficialis und aktinischer Keratose.

1.2.Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?

  1. Diclofenac-Natrium zur längeren Behandlung gibt es üblicherweise
  2. – als magensaftresistente Tablette, Filmtablette oder Kapsel mit 25 mg bis 75 mg,
  3. – als Retardtablette oder Retardkapsel mit 75 und 150 mg,
  4. – als Zäpfchen mit 25 mg bis 100 mg.
  5. Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.

1.3.Diclofenac zur längeren Behandlung wird angewendet zur

  • symptomatischen Behandlung von Schmerz und Entzündung bei
  • – akuten Gelenkentzündungen (akuten Arthritiden), einschließlich Gichtanfall,
  • – chronischen Gelenkentzündungen (chronischen Arthritiden), insbesondere bei rheumatoider Arthritis (chronische Polyarthritis),
  • – Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) und anderen entzündlich-rheumatischen Wirbelsäulenerkrankungen,
  • – Reizzuständen bei degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen (Arthrosen und Spondylarthrosen),
  • – entzündlichen weichteilrheumatischen Erkrankungen,
  • – schmerzhaften Schwellungen oder Entzündungen nach Verletzungen.

Bei magensaftresistenten und retardierten Arzneiformen ist zu beachten, dass der Wirkstoff Diclofenac möglicherweise verzögert freigesetzt wird; daher kann es zu einem späteren Wirkungseintritt kommen. Deshalb sollten sie nicht zur Einleitung der Behandlung von Erkrankungen verwendet werden, bei denen ein rascher Wirkungseintritt benötigt wird.2.Was müssen Sie vor der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” beachten? 2.1.”Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” darf nicht angewendet werden,

  1. – bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Diclofenac oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels,
  2. – wenn Sie in der Vergangenheit mit Asthmaanfällen, Nasenschleimhautschwellungen oder Hautreaktionen nach der Anwendung von Acetylsalicylsäure oder anderen nicht-steroidalen Entzündungshemmern reagiert haben,
  3. – bei ungeklärten Blutbildungsstörungen,
  4. – bei bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen Magen/Zwölffingerdarm-Geschwüren (peptischen Ulzera) oder Blutungen (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Geschwüre oder Blutungen),
  5. – bei Magen-Darm-Blutung oder -Durchbruch (Perforation) in der Vorgeschichte im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR),
  6. – bei Hirnblutungen (zerebrovaskulären Blutungen) oder anderen aktiven Blutungen,
  7. – bei schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen,
  8. – bei schwerer Herzschwäche (Herzinsuffizienz),
  9. – im letzten Drittel der Schwangerschaft.

2.2.Besondere Vorsicht bei der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” ist erforderlich

  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” einnehmen.
  • Bevor Sie Diclofenac erhalten, informieren Sie Ihren Arzt,
  • – wenn Sie rauchen,
  • – wenn Sie zuckerkrank sind (Diabetes),
  • – wenn Sie Angina Pectoris, Blutgerinnsel, hohen Blutdruck, erhöhte Cholesterin- oder Triglyzeridwerte haben.
  • Nebenwirkungen können minimiert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten, fürdie Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird.
  • – Wirkungen auf den Magen-Darm-Trakt
  • Eine gleichzeitige Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” mit anderen NSAR, einschließlich sogenannten COX-2-Hemmern (Cyclooxygenase-2-Hemmern), sollte vermieden werden.
  • – Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschwüre und Durchbrüche (Perforationen)

Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschwüre und Perforationen, auch mit tödlichem Ausgang, wurden unter allen NSAR, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende Ereignisse im Magen-Darm-Trakt in der Vorgeschichte zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf.

  • Das Risiko für das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen, Geschwüren und Durchbrüchen ist höher mit steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit Geschwüren in der Vorgeschichte, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Durchbruch und bei älteren Patienten.
  • Diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verfügbaren Dosis beginnen.

Für diese Patienten sowie für Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrig-dosierter Acetylsalicylsäure (ASS) oder anderen Arzneimitteln, die das Risiko für Magen-Darm-Erkrankungen erhöhen können, benötigen, sollte eine Kombinationstherapie mit magenschleimhautschützenden Arzneimitteln (z.B.

Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden. Wenn Sie, insbesondere in höherem Alter, eine Vorgeschichte von Nebenwirkungen am Magen-Darm-Trakt aufweisen, sollten Sie jegliche ungewöhnliche Symptome im Bauchraum (vor allem Magen-DarmBlutungen) insbesondere am Anfang der Therapie Ihrem Arzt oder Apotheker melden.

Vorsicht ist angeraten, wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko für Geschwüre oder Blutungen erhöhen können, wie z.B. orale und systemische Kortikosteroide, blutgerinnungshemmende Medikamente wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, die unter anderem zur Behandlung von depressiven Verstimmungen eingesetzt werden, oder Thrombozytenaggregationshemmer wie ASS.

  1. Wenn es bei Ihnen unter “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” zu Magen-Darm-Blutungen oder Geschwüren kommt, ist die Behandlung abzusetzen.
  2. NSAR, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, sollten bei Patienten mit einer gastrointestinalen Erkrankung in der Vorgeschichte (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) mit Vorsicht angewendet werden, da sich ihr Zustand verschlechtern kann.
  3. – Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System

Arzneimittel wie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sind mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle (“Herzinfarkt”) oder Schlaganfälle verbunden. Jedwedes Risiko ist wahrscheinlicher mit hohen Dosen und länger dauernder Behandlung. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer! Wenn Sie denken, dass Sie ein Risiko für Herzprobleme oder einen Schlaganfall aufweisen könnten (z.B.

wenn Sie hohen Blutdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte haben oder Raucher sind), sollten Sie Ihre Behandlung mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen. Sollten Sie während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Anzeichen oder Symptome von Herzproblemen oder Problemen mit Ihren Blutgefäßen wie Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, Schwäche oder Sprachstörungen feststellen, kontaktieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt.

– Hautreaktionen Unter NSAR-Therapie, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, wurde sehr selten über schwerwiegende Hautreaktionen mit Rötung und Blasenbildung, einige mit tödlichem Ausgang, berichtet (exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom).

Das höchste Risiko für derartige Reaktionen scheint zu Beginn der Therapie zu bestehen, da diese Reaktionen in der Mehrzahl der Fälle im ersten Behandlungsmonat auftraten. Beim ersten Anzeichen von Hautausschlägen, Schleimhautläsionen oder sonstigen Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion sollte “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” abgesetzt und umgehend der Arzt konsultiert werden.

– Wirkungen auf die Leber Patienten mit Leberfunktionsstörungen erfordern eine sorgfältige ärztliche Überwachung, da sich ihr Zustand verschlechtern könnte. Wie bei anderen Arzneimitteln aus der Klasse der NSAR kann sich bei Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” die Leberfunktion verschlechtern.

  • Als Vorsichtsmaßnahme ist daher bei einer länger andauernden Behandlung mit “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” eine regelmäßige Bestimmung der Leberfunktion durch Ihren Arzt angezeigt.
  • Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sollte abgesetzt werden, wenn eine Beeinträchtigung der Leberfunktion anhält oder sich verstärkt, wenn bestimmte Anzeichen für eine Lebererkrankung festgestellt werden oder wenn andere Erscheinungsformen auftreten (z.B.

sog. Eosinophilie, Hautausschlag). Eine Leberentzündung (Hepatitis) kann ohne vorausgehende Symptome auftreten. Vorsicht ist angezeigt, bei der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” bei Patienten mit einer bestimmten Störung der Blutbildung (sog.

  • – bei bestimmten Autoimmunerkrankungen (systemischer Lupus erythematodes und Mischkollagenose)
  • Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich,
  • – direkt nach größeren chirurgischen Eingriffen (unter Umständen erhöhte Blutungsneigung bzw. Verschlechterung der Nierenfunktion)

– wenn Sie an Allergien, Hautreaktionen auf andere Arzneimittel, Asthma, Heuschnupfen, chronischen Nasenschleimhautschwellungen oder chronischen, die Atemwege verengenden Atemwegserkrankungen leiden, da Sie ein erhöhtes Risiko für allergische Reaktionen haben.

  1. Diese können sich äußern als Überempfindlichkeitsreaktion, Asthmaanfälle (sogenanntes Analgetika-Asthma), schmerzhafte Schwellung von Haut und Schleimhäuten oder Nesselsucht.
  2. Bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion.
  3. Da Flüssigkeitsretention und Ödeme in Verbindung mit NSAR-Therapie, einschließlich Diclofenac, berichtet wurden, ist besondere Vorsicht geboten bei Patienten mit eingeschränkter Herz- und Nierenfunktion, bei Patienten, die schon an Bluthochdruck leiden bzw.

gelitten haben, älteren Patienten und Patienten, die auch mit sogenannten Diuretika und anderen Medikamenten, die die Nierenfunktion erheblich beeinträchtigen können, behandelt werden. Außerdem sollte man vorsichtig therapieren bei Patienten, die an einer erheblichen Verringerung des Flüssigkeitsvolumens leiden, z.B.

  • Vor oder nach einer größeren Operation.
  • Bei solchen Patienten wird eine vorsorgliche Überwachung der Nierenfunktion empfohlen.
  • Nach Abbruch der Therapie erfolgt gewöhnlich die Wiederherstellung des Zustands vor Behandlungsbeginn.
  • Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B.
  • Anaphylaktischer Schock) werden sehr selten bei der Anwendung von Diclofenac beobachtet.

Diese können auch auftreten, wenn Sie vorher noch kein Arzneimittel, das zu den NSAR gehört, angewendet haben. Bei ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion nach Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” muss die Therapie abgebrochen werden.

Der Symptomatik entsprechende, medizinisch erforderliche Maßnahmen müssen durch fachkundige Personen eingeleitet werden. Diclofenac kann vorübergehend die Blutplättchenaggregation hemmen. Patienten mit einer Gerinnungsstörung sollten daher sorgfältig überwacht werden. Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung oder zur Senkung des Blutzuckers einnehmen, sollten vorsichtshalber Kontrollen der Blutgerinnung bzw.

der Blutzuckerwerte erfolgen. Bei länger dauernder Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” ist eine regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion sowie des Blutbildes erforderlich. Bei Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” vor operativen Eingriffen ist der Arzt oder Zahnarzt zu befragen bzw.

  • Zu informieren.
  • Bei längerem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.
  • Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie trotz der Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” häufig unter Kopfschmerzen leiden! Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.

Wie andere NSAR kann Diclofenac die Anzeichen und Symptome einer Infektion maskieren. Wenn während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Zeichen einer Infektion (z.B. Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern, sollten Sie daher unverzüglich Ihren Arzt zu Rate ziehen.

  1. Wie andere Arzneimittel, die die Prostaglandinsynthese hemmen, kann “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” es Ihnen erschweren, schwanger zu werden.
  2. Sie sollten Ihren Arzt informieren, wenn Sie planen, schwanger zu werden oder wenn Sie Probleme haben, schwanger zu werden.
  3. Hinweis zu sonstigen Bestandteilen: Arzneimittel zum Einnehmen können verschiedene Zuckerarten enthalten.

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten deshalb Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen.2.2.a) Kinder Zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen bei Kindern liegt zur Dosierung kein ausreichendes Erkenntnismaterial vor.

Inder über 16 Jahren: Bitte beachten Sie die Dosierungsvorschriften! 2.2.b) Ältere Patienten Bei älteren Patienten treten häufiger Nebenwirkungen nach Anwendung von NSAR, einschließlich Diclofenac auf, insbesondere Blutungen und Durchbrüche im Magen- und Darmbereich, die unter Umständen lebensbedrohlich sein können.

Daher ist bei älteren Patienten eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich. Es wird empfohlen, dass bei älteren Patienten, die gebrechlich sind oder ein geringes Körpergewicht haben, die niedrigste noch wirksame Dosis eingesetzt wird.2.2.c) Schwangerschaft Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wird während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” eine Schwangerschaft festgestellt, so ist der Arzt zu benachrichtigen. Sie dürfen Diclofenac im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden. Im letzten Drittel der Schwangerschaft darf “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” wegen eines erhöhten Risikos von Komplikationen für Mutter und Kind nicht angewendet werden.2.2.d) Stillzeit Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Um unerwünschte Wirkungen auf den Säugling zu vermeiden, sollte Diclofenac nicht während der Stillzeit angewendet werden, da Diclofenac und seine Abbauprodukte in geringen Mengen in die Muttermilch übergehen.2.2.e) Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen Da bei der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” zentralnervöse Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schwindel auftreten können, insbesondere in höherer Dosierung, kann im Einzelfall das Reaktionsvermögen verändert und die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden.

  1. Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren.
  2. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
  3. Fahren Sie in diesem Fall nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen! Unterlassen Sie riskante Aktivitäten! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt! 2.3.Bei Anwendung von Diclofenac mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw.

vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.2.3.a) Digoxin, Phenytoin, Lithium Die gleichzeitige Anwendung von Diclofenac und Digoxin (Arzneimittel zur Stärkung der Herzkraft), Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen) oder Lithium (Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Störungen) kann die Konzentration dieser Arzneimittel im Blut erhöhen.

  • Eine Kontrolle der Serum-Lithium-Spiegel ist nötig.
  • Eine Kontrolle der Serum-Digoxin- und der Serum-Phenytoin-Spiegel wird empfohlen.2.3.b) Corticosteroide Die gleichzeitige Verabreichung kann das Risiko von Geschwüren oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt erhöhen.2.3.c) Bestimmte Antidepressiva (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)) Die gleichzeitige Verabreichung kann das Risiko von Blutungen im Magen-Darm-Trakt erhöhen.2.3.d) Diuretika, ACE-Hemmer (Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer) und Angiotensin-II-Antagonisten Nichtsteroidale Antiphlogistika können die Wirkung von Diuretika (entwässernden Arzneimittel) und anderen Antihypertonika (blutdrucksenkenden Arzneimittel) abschwächen.

Bei gleichzeitiger Anwendung kann weiterhin das Risiko für das Auftreten einer Nierenfunktionsstörung erhöht sein. Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist (z.B. bei dehydrierten Patienten oder bei älteren Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion), kann die gleichzeitige Verabreichung eines ACE-Hemmers oder von Angiotensin-II-Antagonisten (Arzneimittel zur Behandlung von Herzschwäche und zur Blutdrucksenkung) und Substanzen, welche die Cyclooxygenase hemmen, eine weitere Verschlechterung der Nierenfunktion bewirken, einschließlich eines möglichen akuten Nierenversagens, das meist reversibel ist.

Aus diesem Grunde sollte eine derartige Kombination, insbesondere bei älteren Patienten, mit Vorsicht verabreicht werden. Die Patienten sollten ausreichend hydriert werden. Außerdem sollte die Kontrolle der Nierenfunktion nach Beginn der Begleittherapie und danach in regelmäßigen Abständen in Betracht gezogen werden.

Die gleichzeitige Gabe von Diclofenac und kaliumsparenden Diuretika (bestimmten Arzneimitteln zur Entwässerung) kann zu einer Erhöhung der Kaliumkonzentration im Blut führen. Eine Kontrolle des Kalium-Spiegels wird daher empfohlen.2.3.e) Antidiabetika Vereinzelt wurde über eine Beeinflussung des Blutzuckerspiegels nach Gabe von Diclofenac berichtet, die bei Diabetikern eine Dosisanpassung der blutzuckersenkenden (antidiabetischen) Medikation erforderte.

Daher wird bei einer gleichzeitigen Therapie empfohlen, den Blutzuckerspiegel genau zu kontrollieren.2.3.f) Methotrexat Die Gabe von Diclofenac innerhalb von 24 Stunden vor oder nach der Gabe von Methotrexat kann zu einer erhöhten Konzentration von Methotrexat und einer Verstärkung seiner unerwünschten Wirkungen führen.2.3.g) Probenecid Arzneimittel, die Probenecid (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht) enthalten, können die Ausscheidung des Wirkstoffes von Diclofenac verzögern.

Dadurch kann es zu einer Anreicherung des Wirkstoffes von Diclofenac im Körper mit einer Verstärkung seiner unerwünschten Wirkungen kommen.2.3.h) Cyclosporin und Tacrolimus Nichtsteroidale entzündungshemmende Arzneimittel (wie Diclofenac) können die nierenschädigende Wirkung von Cyclosporin (Mittel, das zur Verhinderung von Transplantatabstoßungen, aber auch in der Rheumabehandlung eingesetzt wird) und Tacrolimus verstärken.2.3.i) Chinolon-Antibiotika Vereinzelt wurde über Krämpfe berichtet, die möglicherweise auf die gleichzeitige Anwendung von Chinolon-Antibiotika und Diclofenac zurückzuführen sind.2.3.j) Colestipol und Cholestyramin Diese Arzneimittel können zu einer verzögerten und verminderten Aufnahme von Diclofenac führen.

Diclofenac sollte deshalb mindestens eine Stunde vor oder 4 bis 6 Stunden nach Colestipol oder Cholestyramin eingenommen werden.2.3.k) Voriconazol und Sulfinpyrazon Wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Voriconazol oder Sulfinpyrazon (sogenannte CYP2C9 Inhibitoren) enthalten, kann es zu einer Anreicherung von Diclofenac im Körper und damit zu einer Verstärkung der unerwünschten Wirkungen kommen.2.3.l) Thrombozytenaggregationshemmer und Antikoagulanzien Nichtsteroidale Antiphlogistika können die Wirkung von Gerinnungshemmern, wie zum Beispiel Warfarin, und Thrombozytenaggregationshemmer, wie Acetylsalicylsäure, verstärken.

Die gleichzeitige Anwendung kann das Risiko von Magen-Darm-Blutungen erhöhen.2.4.Bei Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken.3.Wie ist “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” anzuwenden? Wenden Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” immer genau nach Anweisung des Arztes an.

Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind! 3.1.Art der Anwendung: 3.1.a) Tabletten/Kapseln/Retardtabletten/Retardkapseln nehmen Sie unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit ein. Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, empfiehlt es sich, es während der Mahlzeiten einzunehmen.3.1.b) Magensaftresistente, monolithische Darreichungsformen nehmen Sie unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (einem Glas Wasser) ein bis zwei Stunden vor der Mahlzeit auf nüchternen Magen ein.3.1.c) Trinktabletten/Brausetabletten Die Tablette in einem Glas Wasser zerfallen lassen, umrühren und trinken.

Gegebenenfalls die im Glas verbleibenden Reste erneut mit etwas Wasser aufschwemmen und einnehmen.3.1.d) Zäpfchen

  1. Führen Sie das Zäpfchen möglichst nach dem Stuhlgang tief in den After ein.
  2. Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.
  3. Bei rheumatischen Erkrankungen kann die Anwendung von Diclofenac über einen längeren Zeitraum erforderlich sein.

3.2.Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gelten die folgenden Dosierungsrichtlinien Zur Therapie rheumatischer Erkrankungen wird Diclofenac in Abhängigkeit von der Schwere der Erkrankung dosiert. Der empfohlene Dosisbereich für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren liegt zwischen 50 und 150 mg Diclofenac-Natrium pro Tag, evtl.

  1. Verteilt auf 2 bis 3 Einzelgaben.
  2. Retardtabletten 100 mg: Erwachsene erhalten 1-mal täglich 1 Retardtablette.
  3. Bei Bedarf kann die Tages-Dosis durch zusätzliche Gabe von 1 Tablette mit 50 mg Diclofenac-Natrium auf 150 mg Diclofenac-Natrium erhöht werden.
  4. Retardtabletten 150 mg: Erwachsene erhalten 1 Retardtablette (entsprechend 150 mg Diclofenac-Natrium).

Die empfohlene Dosierung entspricht der maximalen Tages-Dosis und soll nicht überschritten werden. Zäpfchen 100 mg: Erwachsene erhalten täglich 1 Zäpfchen (entsprechend 100 mg Diclofenac-Natrium).3.3.Wenn Sie eine größere Menge von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” eingenommen/angewendet haben als Sie sollten: Als Symptome einer Überdosierung können zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit und Bewusstlosigkeit (bei Kindern auch myoklonische Krämpfe) sowie Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auftreten.

  • Des Weiteren sind Blutungen im Magen-Darm-Trakt und Funktionsstörungen von Leber und Nieren möglich.
  • Ferner kann es zu Blutdruckabfall, verminderter Atmung (Atemdepression) und zur blauroten Färbung von Haut und Schleimhäuten (Zyanose) kommen.
  • Es gibt kein spezifisches Gegenmittel (Antidot).
  • Nehmen/wenden Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” nach den Anweisungen des Arztes bzw.

der in der Packungsbeilage angegebenen Dosierungsanleitung ein/an. Wenn Sie das Gefühl haben, keine ausreichende Schmerzlinderung zu spüren, dann erhöhen Sie nicht selbstständig die Dosierung, sondern fragen Sie Ihren Arzt. Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt.

  • Wie alle Arzneimittel kann “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
  • – sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
  • – häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
  • – gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
  • – selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
  • – sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
  • – Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden

4.1.Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten? Die folgenden Nebenwirkungen erwähnen solche, die bei “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” und/oder anderen Darreichungsformen von Diclofenac berichtet wurden, sowohl bei Kurzzeit- als auch bei Langzeitanwendung.

  1. Bei den folgenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen muss berücksichtigt werden, dass sie überwiegend -Dosisabhängig und interindividuell unterschiedlich sind.
  2. Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen den Verdauungstrakt.
  3. Magen-/Zwölffingerdarm-Geschwüre (peptische Ulzera), Perforationen (Durchbrüche) oder Blutungen, manchmal tödlich, können auftreten, insbesondere bei älteren Patienten.

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, abdominale Schmerzen, Teerstuhl, Bluterbrechen, geschwürige Entzündung der Mundschleimhaut (ulzerative Stomatitis), Verschlimmerung von Colitis und Morbus Crohn sind nach Anwendung berichtet worden.

  1. Insbesondere das Risiko für das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen ist abhängig vom Dosisbereich und der Anwendungsdauer.
  2. Wassereinlagerungen (Ödeme), Bluthochdruck und Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) wurden im Zusammenhang mit NSAR-Behandlung, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, berichtet.
  3. Arzneimittel wie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sind mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle (“Herzinfarkt”) oder Schlaganfälle verbunden, vor allem bei hohen Dosen und Langzeitbehandlung.

4.1.a) Herzerkrankungen Diese Nebenwirkungen können gelegentlich auftreten, insbesondere wenn “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” über einen längeren Zeitraum in hohen Dosierungen (150 mg/Tag) eingenommen wird: Herzinfarkt, Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), Herzklopfen (Palpitationen), Brustschmerz.

Sehr selten: Wassereinlagerungen (Ödeme).4.1.b) Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Sehr selten: Störungen der Blutbildung (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose) Erste Anzeichen können sein: Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen.

In diesen Fällen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt aufzusuchen. Jegliche Selbstbehandlung mit schmerz- oder fiebersenkenden Arzneimitteln sollte unterbleiben.

  • Bei der Langzeittherapie sollte das Blutbild regelmäßig kontrolliert werden.
  • Sehr selten kann es zu einer hämolytischen Anämie (Blutarmut durch beschleunigten Abbau von roten Blutkörperchen) oder einer aplastischen Anämie (Blutarmut aufgrund von Blutbildungsstörungen) kommen.
  • C) Erkrankungen des Nervensystems
  • Häufig: zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit.
  • Sehr selten: Sensibilitätsstörungen, Störungen der Geschmacksempfindung, Gedächtnisstörungen, Desorientierung, Krämpfe, Zittern, Schlaganfall, Augenerkrankungen.
  • Sehr selten: Sehstörungen (Verschwommen- und Doppeltsehen).

4.1.d) Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths Häufig: Schwindel. Sehr selten: Ohrgeräusche (Tinnitus), vorübergehende Hörstörungen.4.1.e) Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

  1. Sehr häufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, geringfügige Magen- oder Darm-Blutverluste, die in Ausnahmefällen eine Blutarmut (Anämie) verursachen können.
  2. Häufig: Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Blähungen (Flatulenz), Bauchschmerz, Bauchkrämpfe, Appetitlosigkeit (Inappetenz) sowie Magen-Darm-Geschwüre (unter Umständen mit Blutung und Durchbruch).
  3. Gelegentlich: blutiges Erbrechen (Hämatemesis), Blut im Stuhl oder blutiger Durchfall, Teerstuhl.
  4. Selten: Entzündung der Magenschleimhaut.

Sehr selten: Mundschleimhautentzündung (einschließlich geschwürige Entzündung der Mundschleimhaut), Zungenentzündung, Ösophagusläsionen (Schädigung der Speiseröhre), Verstopfung sowie Beschwerden im Unterbauch, wie z.B. Dickdarmentzündung (Colitis), blutende Dickdarmentzündungen (hämorrhagische Colitis), Verstärkung eines Morbus Crohn/einer Colitis ulcerosa (bestimmte, mit Geschwüren einhergehende Dickdarmentzündungen), membranartige Darmverengungen (intestinale Strikturen), Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) Sollten stärkere Schmerzen im Oberbauch, eine Schwarzfärbung des Stuhls oder Blut im Stuhl auftreten, so müssen Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” absetzen und den Arzt sofort informieren.

Beenden Sie die Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” und sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt, wenn Sie Folgendes beobachten: Leichte Krämpfe und Schmerzempfindlichkeit im Bauch, die kurz nach Beginn der Behandlung auftreten, gefolgt von rektalen Blutungen oder blutigem Durchfall, in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach Einsetzen der Bauchschmerzen (Häufigkeit nicht bekannt, Häufigkeit aufgrundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).4.1.f) Erkrankungen der Nieren und Harnwege Gelegentlich: Ausbildung von Ödemen (Wassereinlagerung im Körper), insbesondere bei Patienten mit Bluthochdruck oder eingeschränkter Nierenfunktion.

Sehr selten: Nierengewebsschädigungen (interstitielle Nephritis, Papillennekrose), die mit akuter Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz), Eiweiß im Harn (Proteinurie) und/oder Blut im Harn (Hämaturie) einhergehen können; nephrotisches Syndrom (Wassereinlagerung im Körper und starke Eiweißausscheidung im Harn), akutes Nierenversagen Verminderung der Harnausscheidung, Einlagerung von Wasser im Körper (Ödeme) sowie allgemeines Unwohlsein können Ausdruck einer Nierenerkrankung bis hin zum Nierenversagen sein.

Sollten die genannten Symptome auftreten oder sich verschlimmern, so müssen Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” absetzen und sofort Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen.4.1.g) Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Häufig: entzündliche Hautveränderung. Gelegentlich: Haarausfall. Sehr selten: Hautausschlag mit Rötung (Ekzem, Erythem, Exanthem), Lichtüberempfindlichkeit, kleinfleckige Hautblutungen, schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Blasenbildung (z.B.

Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom), entzündliche Erkrankung der Haut mit Rötung, großblättriger Schuppung, Schwellung, Juckreiz, Spannungsgefühl und Frösteln (Dermatitis exfoliativa), entzündliche Rötung (Erythrodermie).4.1.h) Infektionen und parasitäre Erkrankungen Sehr selten ist im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung spezieller entzündungshemmender Arzneimittel (NSAR), zu diesen gehört auch “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, eine Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen (z.B.

  • Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis) beschrieben worden Wenn während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Zeichen einer Infektion (z.B.
  • Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte daher unverzüglich der Arzt zu Rate gezogen werden.
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Sehr selten wurde unter der Anwendung von Diclofenac die Symptomatik einer nicht auf einer Infektion beruhenden Hirnhautentzündung (aseptische Meningitis) wie starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinstrübung beobachtet.

  • Häufig: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Hautjucken.
  • Gelegentlich: Nesselsucht (Urtikaria).
  • Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich niedriger Blutdruck und Schockzustand).
  • Sehr selten: schwere allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen.
  • Sie können sich äußern als Angioödem einschließlich Schwellungen: von Gesicht, Zunge und innerem Kehlkopf mit Einengung der Luftwege, Luftnot, Herzjagen, Blutdruckabfall bis zum bedrohlichen Schock.
  • Beim Auftreten einer dieser Erscheinungen, die schon bei Erstanwendung vorkommen können, ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.
  • In diesen Fällen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt aufzusuchen.
  • Sehr selten wurden allergisch bedingte Entzündungen der Blutgefäße (Vaskulitis) und der Lunge (Pneumonitis) beobachtet.

4.1.k) Leber- und Gallenerkrankungen Häufig: Erhöhung der Leberenzymwerte im Blut. Gelegentlich: Leberschäden, insbesondere bei Langzeittherapie, akute Leberentzündung mit oder ohne Gelbsucht sehr selten sehr schwer (fulminant) verlaufend, auch ohne Voranzeichen.

  1. Sehr selten: psychotische Reaktionen, Depression, Angstgefühle, Albträume, Schlaflosigkeit Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums.
  2. Selten: Asthma (einschließlich Atemnot).
  3. Sehr selten: interstitielle Lungenentzündung (Pneumonitis).
  4. Befolgen Sie die oben bei bestimmten Nebenwirkungen aufgeführten Verhaltensmaßregeln!

4.2.Gegenmaßnahmen Wenn während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” die oben beschriebenen Beschwerden neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte die Anwendung sofort beendet und unverzüglich der Arzt zu Rate gezogen werden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.

Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn (Website: www.bfarm.de) anzeigen.

  • Lagern Sie das Arzneimittel bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf, so weit der Hersteller keine anderen Angaben macht.
  • Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
  • Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

  1. 6.Quelle und Bearbeitungsstand
  2. Information der SCHOLZ Datenbank auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten
  3. Copyright by ePrax GmbH, München; November 2016 (3)

: Diclofenac-ratiopharm 50 mg magensaftresistent Tab

Ist Diclofenac ein Opiat?

Der Begriff Analgetika ist ein anderer Ausdruck für Schmerzmittel. Grundsätzlich unterscheiden wir 2 große Gruppen der Analgetika, nämlich die Opiat- von den Nicht-Opiat-Analgetika. Zu den Nicht-Opiat-Schmerzmitteln gehören entzündungshemmende Medikamente wie z.B.

Diclofenac und Ibuprofen sowie die Coxibe, die sich, im Gegensatz zu den älteren Rheumamitteln wie Diclofenac und anderen, durch eine bessere Magen-Darm Verträglichkeit auszeichnen. Eigentlich sind die genannten Medikamente keine Schmerzmittel, sondern vielmehr Entzündungshemmer. Das bedeutet, dass die Hauptwirkung dieser Medikamente darin besteht, dass sie eine Entzündung dämpfen und auf diese Weise den Schmerz indirekt lindern.

Ist aber keine Schmerzreaktion vorhanden, so können diese Medikamente nicht wirksam sein! Eine längerfristige Einnahme dieser Medikamentengruppe sollte bei Nebenwirkungen auf Nierenfunktion, Blutdruck und Schleimhautveränderungen sorgfältig abgewogen werden und kommt in der Behandlung chronischer Schmerzen eher selten in Betracht.

Als weiteres Nicht-Opiat-Schmerzmittel steht Metamizol (Novaminsulfon) u.a. als entkrampfendes Medikament zur Verfügung. Paracetamol spielt in der Schmerztherapie eine eher untergeordnete Rolle. Zu den sog. opioiden Schmerzmitteln zur Linderung von Schmerzen mittelstarker Intensität zählen Tramadol und Tilidin.

Es handelt sich hierbei um eher schwach wirksame, künstliche Opiate. Zu den Opiat-Schmerzmitten zur Linderung von Schmerzen von hoher Intensität zählen die Morphinabkömmlinge. Zur Zeit stehen Morphin, Hydromorphon, Oxycodon und in Pflasterform Fentanyl und Buprenorphin zur Verfügung.

  • Zu beachten ist aber dabei, dass nicht alle Schmerzformen durch Opiate beeinflussbar sind.
  • Entzündungsbedingte Schmerzen reagieren gar nicht auf diese Medikamente, Nervenschmerzen nur teilweise.
  • Im Zweifelsfalle kann eine Testinfusion mit Opiaten über die Ansprechbarkeit der Schmerzen auf diese Analgetika Aufschluss geben.

Hauptnebenwirkungen der Opiate Medikamente sind Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen. Diese Nebenwirkungen können mit Antiemetika (Medikamenten gegen Übelkeit/Erbrechen) und Laxantien (Medikamente gegen Verstopfung) behandelt werden. Die genannten Medikamente gegen Übelkeit sind meist nur in den ersten 2-3 Wochen der Behandlung, die Mittel gegen Verstopfung allerdings auch oft über längere Zeiträume erforderlich.

Bei chronischen Schmerz ist die Gabe von sog. retardierten Opiate die Therapieform der Wahl. Diese Medikamente wirken im Gegensatz zu den sog. unretardierten Formen deutlich länger, benötigen aber auch längere Zeit, um im Körper wirksam werden zu können. Daher sind sie nicht als Medikamente “bei Bedarf” gedacht.

Unretardierte Präparate können bei regelmäßigem Gebrauch zu Abhängigkeit bzw. Sucht führen und kommen daher in der Therapie chronischer Schmerzen nur als sog. “on-top-Medikation” vor. Hierunter versteht man die Gabe eines schnellwirksamen Opiates bei besonderen Belastungssituation zusätzlich zu dem retardierten Präparat.

Warum Diclofenac vor dem Essen?

Schnelle Wirkung bei akuten Schmerzen – Ein schneller Wirkungseintritt ist vor allem bei der Therapie akuter Beschwerden erwünscht. Geeignete Darreichungsformen hierfür sind Sublingualtabletten bzw. -sprays, Schmelz- und Kautabletten, Zerbeißkapseln, Lösungen und Suspensionen wie Tropfen, Säfte, Brause-, oder Disperstabletten.

  • Standardarzneiform für Diclofenac ist die magensaftresistente Tablette.
  • Die Einnahme sollte nüchtern erfolgen, da Diclofenac ein Wirkstoff mit schneller Resorption ist und deshalb insbesondere die Magenentleerung die Anflutungsgeschwindigkeit bestimmt.
  • Da sich die Tablette erst im Darm auflöst, ist in der ersten Stunde nach der Einnahme keine Wirkung zu erwarten.

Der Patient mit akuten Schmerzen läuft Gefahr, an der Wirkung zu zweifeln oder nimmt in diesem Zeitraum sogar eine zweite Tablette ein. Geeigneter bei akutem Schmerz ist die Einnahme von Diclofenac in Form einer Dispers- oder Trinktablette. Nach nüchterner Einnahme erfährt der Patient bereits nach etwa 30 Minuten eine Schmerzlinderung.

Die Auswirkung des Einnahmezeitpunktes ist bei Arzneistoffen meist umso ausgeprägter, je geringer die absolute Bioverfügbarkeit ist (z.B. Itraconazol, Bisphosphonate, Saquinavir, Halofantrin). Arzneistoffe mit ausgeprägtem “Absorptionsfenster” im Dünndarm sind in der Regel mit dem Essen einzunehmen (z.B. Cephalosporine). Wird ein möglichst schneller Wirkeintritt des Arzneistoffs angestrebt, ist die Einnahme nach dem Essen möglichst zu vermeiden (z.B. NSAID, Schlafmittel). Arzneistoffe mit Wirkung auf das Verdauungssystem oder den Glucosestoffwechsel sind in der Regel direkt mit den ersten Bissen einer Mahlzeit einzunehmen (z.B. Pankreasenzyme, Orlistat, Acarbose, Sulfonylharnstoffe und Glinide).

Zolmitriptan dagegen ist ein Wirkstoff mit langsamer Resorption, sodass nicht die Magenentleerung, sondern die Resorptionsgeschwindigkeit für die Anflutungsgeschwindigkeit verantwortlich ist. Nach nüchterner Einnahme einer Filmtablette tritt die Wirkung nach etwa einer Stunde ein (T max 2 bis 3 h).

  1. Bei der Schmelztablette dagegen ist der Wirkeintritt verzögert, da Zolmitriptan nicht über die Mundschleimhaut resorbiert wird (T max 3 bis 4 h).
  2. Der therapeutische Vorteil der Schmelztablette besteht somit nur darin, dass sie auch dann eingenommen werden kann, wenn keine Flüssigkeit verfügbar ist, oder um Übelkeit und Erbrechen zu vermeiden, die mit der Einnahme von Tabletten mit Flüssigkeit einhergehen können.

Den schnellsten Wirkeintritt erfährt der Patient bei der Anwendung von Zolmitriptan als Nasenspray. Ein langsamer Wirkungseintritt ist vor allem erwünscht zur Vermeidung von mit Plasmaspiegelspitzen assoziierten Nebenwirkungen in der Dauertherapie und wird durch den Einsatz von Retardformen erreicht.

Wie viel Diclofenac ist schädlich?

Bei niedriger Dosierung Die Ergebnisse zeigen, dass Ibuprofen bei Dosierungen bis zu 1200 mg pro Tag nicht mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist. Bei Diclofenac war das Risiko auch in Dosierungen unter 100 mg pro Tag noch erhöht, wenn auch geringer.

Wie lange darf man Diclofenac Tabletten einnehmen?

Was ist bei der Anwendung zu beachten? – Diclofenac liegt in verschiedenen Wirkstärken und Darreichungsformen vor. So gibt es den Wirkstoff beispielsweise als Tablette, in Form von Retardkapseln (mit verzögerter und lang anhaltender Wirkung), als Gel, Zäpfchen oder Schmerzpflaster.

  1. Wichtig: Je nach Darreichungsform gelten zum Teil unterschiedliche Empfehlungen, wie Sie den Arzneistoff am besten anwenden und was Sie beachten sollten.
  2. Unbedingt im Beipackzettel nachschauen! Generell wird Diclofenac als Tablette besser vertragen, wenn Sie diese nicht auf nüchternen Magen, sondern zum Essen und mit einem Glas Wasser einnehmen.

Wenden Sie die Arznei als Gel an, dann sollten Sie wenig Gel auf die betroffene Stelle auftragen, es gut einreiben und sich anschließend die Hände waschen. Handelt es sich um Retardkapseln oder –tabletten dürfen Sie diese im Normalfall nicht teilen. Wenden Sie rezeptfreie Schmerzmittel, die Sie wegen Fieber oder Schmerzen einnehmen, nicht länger als vier Tage an – es sei denn, der Arzt hat etwas anderes empfohlen!

Wie lange darf man Diclofenac 100 einnehmen?

Medikament – Patienteninformation für “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” W) Was ist das Wichtigste, was Sie über dieses Arzneimittel wissen sollten? W.1.Herz-/Kreislaufrisiko Diclofenac kann bei längerer Anwendung ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall mit sich bringen, eventuell mit tödlichem Ausgang.

Diese Nebenwirkungen können ohne Vorwarnung eintreten. Mit zunehmender Therapiedauer und hoher Dosis steigt dieses Risiko an. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn in Ihrer Familie Herzerkrankungen vorgekommen sind, wenn Ihr Cholesterin oder Ihr Blutdruck erhöht ist oder andere Herz-/Kreislauferkrankungen vorliegen, oder wenn Sie unter Zuckerkrankheit (Diabetes) leiden.W.2.Magen-/Darm-Risiko Diclofenac bringt ein erhöhtes Risiko für Magen-, Speiseröhren- oder Darmgeschwüre, Blutungen und Magen- oder Darmdurchbruch mit sich.

Diese Nebenwirkungen können ohne Vorwarnung und zu jeder Zeit auftreten und tödlich sein. Das Risiko ist erhöht bei Langzeittherapie, hohem Alkoholkonsum, höherem Alter sowie gleichzeitiger Anwendung von zusätzlichen Medikamenten wie zum Beispiel Blutverdünnern oder Kortison-Präparaten.W.3.Was kann ich selbst zur Vermeidung schwerwiegender Nebenwirkungen tun? Überschreiten Sie nicht die von Ihrem Arzt empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer! W.4.Beenden Sie die Anwendung des Arzneimittels und informieren Sie umgehend Ihren Arzt: – wenn Sie Herzbeschwerden haben, wie z.B.

Schmerzen in der Brust, – wenn es bei Ihnen zu starken Magenschmerzen oder Sodbrennen kommt, es Anzeichen von Blutungen im Magen oder Darm gibt, wie schwarzer oder blutiger Stuhl oder Erbrechen von Blut. Zur vollständigen Information zu diesem Arzneimittel lesen Sie bitte die folgenden Kapitel 1 bis 6.1.Was ist “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” und wofür wird es angewendet? 1.1.Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel? “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” enthält den Wirkstoff Diclofenac, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten nicht-steroidalen Antiphlogistika/Analgetika.

Diese sind schmerzstillende und entzündungshemmende Arzneimittel.

  • Diclofenac wird üblicherweise in Salzform als Diclofenac-Natrium oder Diclofenac-Kalium angewendet.
  • Diclofenac ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
  • Ausnahmen sind:
  • – Diclofenac zum Einnehmen zur Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen und Fieber in einer Dosierung bis 25 mg je abgeteilter Form und einer Tages-Dosis von 25 bis maximal 75 mg für eine maximale Anwendungsdauer von drei (als Fiebermittel) oder vier (als Schmerzmittel) Tagen.
  • – Diclofenac zur Anwendung auf der Haut in Konzentrationen bis zu 5% mit Ausnahme der Anwendung bei Thrombophlebitis superficialis und aktinischer Keratose.

1.2.Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?

  1. Diclofenac-Natrium zur längeren Behandlung gibt es üblicherweise
  2. – als magensaftresistente Tablette, Filmtablette oder Kapsel mit 25 mg bis 75 mg,
  3. – als Retardtablette oder Retardkapsel mit 75 und 150 mg,
  4. – als Zäpfchen mit 25 mg bis 100 mg.
  5. Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.

1.3.Diclofenac zur längeren Behandlung wird angewendet zur

  • symptomatischen Behandlung von Schmerz und Entzündung bei
  • – akuten Gelenkentzündungen (akuten Arthritiden), einschließlich Gichtanfall,
  • – chronischen Gelenkentzündungen (chronischen Arthritiden), insbesondere bei rheumatoider Arthritis (chronische Polyarthritis),
  • – Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) und anderen entzündlich-rheumatischen Wirbelsäulenerkrankungen,
  • – Reizzuständen bei degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen (Arthrosen und Spondylarthrosen),
  • – entzündlichen weichteilrheumatischen Erkrankungen,
  • – schmerzhaften Schwellungen oder Entzündungen nach Verletzungen.

Bei magensaftresistenten und retardierten Arzneiformen ist zu beachten, dass der Wirkstoff Diclofenac möglicherweise verzögert freigesetzt wird; daher kann es zu einem späteren Wirkungseintritt kommen. Deshalb sollten sie nicht zur Einleitung der Behandlung von Erkrankungen verwendet werden, bei denen ein rascher Wirkungseintritt benötigt wird.2.Was müssen Sie vor der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” beachten? 2.1.”Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” darf nicht angewendet werden,

  1. – bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Diclofenac oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels,
  2. – wenn Sie in der Vergangenheit mit Asthmaanfällen, Nasenschleimhautschwellungen oder Hautreaktionen nach der Anwendung von Acetylsalicylsäure oder anderen nicht-steroidalen Entzündungshemmern reagiert haben,
  3. – bei ungeklärten Blutbildungsstörungen,
  4. – bei bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen Magen/Zwölffingerdarm-Geschwüren (peptischen Ulzera) oder Blutungen (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Geschwüre oder Blutungen),
  5. – bei Magen-Darm-Blutung oder -Durchbruch (Perforation) in der Vorgeschichte im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR),
  6. – bei Hirnblutungen (zerebrovaskulären Blutungen) oder anderen aktiven Blutungen,
  7. – bei schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen,
  8. – bei schwerer Herzschwäche (Herzinsuffizienz),
  9. – im letzten Drittel der Schwangerschaft.

2.2.Besondere Vorsicht bei der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” ist erforderlich

  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” einnehmen.
  • Bevor Sie Diclofenac erhalten, informieren Sie Ihren Arzt,
  • – wenn Sie rauchen,
  • – wenn Sie zuckerkrank sind (Diabetes),
  • – wenn Sie Angina Pectoris, Blutgerinnsel, hohen Blutdruck, erhöhte Cholesterin- oder Triglyzeridwerte haben.
  • Nebenwirkungen können minimiert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten, fürdie Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird.
  • – Wirkungen auf den Magen-Darm-Trakt
  • Eine gleichzeitige Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” mit anderen NSAR, einschließlich sogenannten COX-2-Hemmern (Cyclooxygenase-2-Hemmern), sollte vermieden werden.
  • – Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschwüre und Durchbrüche (Perforationen)

Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschwüre und Perforationen, auch mit tödlichem Ausgang, wurden unter allen NSAR, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende Ereignisse im Magen-Darm-Trakt in der Vorgeschichte zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf.

Das Risiko für das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen, Geschwüren und Durchbrüchen ist höher mit steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit Geschwüren in der Vorgeschichte, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Durchbruch und bei älteren Patienten. Diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verfügbaren Dosis beginnen.

Für diese Patienten sowie für Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrig-dosierter Acetylsalicylsäure (ASS) oder anderen Arzneimitteln, die das Risiko für Magen-Darm-Erkrankungen erhöhen können, benötigen, sollte eine Kombinationstherapie mit magenschleimhautschützenden Arzneimitteln (z.B.

Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden. Wenn Sie, insbesondere in höherem Alter, eine Vorgeschichte von Nebenwirkungen am Magen-Darm-Trakt aufweisen, sollten Sie jegliche ungewöhnliche Symptome im Bauchraum (vor allem Magen-DarmBlutungen) insbesondere am Anfang der Therapie Ihrem Arzt oder Apotheker melden.

Vorsicht ist angeraten, wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko für Geschwüre oder Blutungen erhöhen können, wie z.B. orale und systemische Kortikosteroide, blutgerinnungshemmende Medikamente wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, die unter anderem zur Behandlung von depressiven Verstimmungen eingesetzt werden, oder Thrombozytenaggregationshemmer wie ASS.

  1. Wenn es bei Ihnen unter “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” zu Magen-Darm-Blutungen oder Geschwüren kommt, ist die Behandlung abzusetzen.
  2. NSAR, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, sollten bei Patienten mit einer gastrointestinalen Erkrankung in der Vorgeschichte (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) mit Vorsicht angewendet werden, da sich ihr Zustand verschlechtern kann.
  3. – Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System

Arzneimittel wie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sind mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle (“Herzinfarkt”) oder Schlaganfälle verbunden. Jedwedes Risiko ist wahrscheinlicher mit hohen Dosen und länger dauernder Behandlung. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer! Wenn Sie denken, dass Sie ein Risiko für Herzprobleme oder einen Schlaganfall aufweisen könnten (z.B.

wenn Sie hohen Blutdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte haben oder Raucher sind), sollten Sie Ihre Behandlung mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen. Sollten Sie während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Anzeichen oder Symptome von Herzproblemen oder Problemen mit Ihren Blutgefäßen wie Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, Schwäche oder Sprachstörungen feststellen, kontaktieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt.

– Hautreaktionen Unter NSAR-Therapie, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, wurde sehr selten über schwerwiegende Hautreaktionen mit Rötung und Blasenbildung, einige mit tödlichem Ausgang, berichtet (exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom).

Das höchste Risiko für derartige Reaktionen scheint zu Beginn der Therapie zu bestehen, da diese Reaktionen in der Mehrzahl der Fälle im ersten Behandlungsmonat auftraten. Beim ersten Anzeichen von Hautausschlägen, Schleimhautläsionen oder sonstigen Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion sollte “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” abgesetzt und umgehend der Arzt konsultiert werden.

– Wirkungen auf die Leber Patienten mit Leberfunktionsstörungen erfordern eine sorgfältige ärztliche Überwachung, da sich ihr Zustand verschlechtern könnte. Wie bei anderen Arzneimitteln aus der Klasse der NSAR kann sich bei Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” die Leberfunktion verschlechtern.

Als Vorsichtsmaßnahme ist daher bei einer länger andauernden Behandlung mit “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” eine regelmäßige Bestimmung der Leberfunktion durch Ihren Arzt angezeigt. “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sollte abgesetzt werden, wenn eine Beeinträchtigung der Leberfunktion anhält oder sich verstärkt, wenn bestimmte Anzeichen für eine Lebererkrankung festgestellt werden oder wenn andere Erscheinungsformen auftreten (z.B.

sog. Eosinophilie, Hautausschlag). Eine Leberentzündung (Hepatitis) kann ohne vorausgehende Symptome auftreten. Vorsicht ist angezeigt, bei der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” bei Patienten mit einer bestimmten Störung der Blutbildung (sog.

  • – bei bestimmten Autoimmunerkrankungen (systemischer Lupus erythematodes und Mischkollagenose)
  • Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich,
  • – direkt nach größeren chirurgischen Eingriffen (unter Umständen erhöhte Blutungsneigung bzw. Verschlechterung der Nierenfunktion)

– wenn Sie an Allergien, Hautreaktionen auf andere Arzneimittel, Asthma, Heuschnupfen, chronischen Nasenschleimhautschwellungen oder chronischen, die Atemwege verengenden Atemwegserkrankungen leiden, da Sie ein erhöhtes Risiko für allergische Reaktionen haben.

Diese können sich äußern als Überempfindlichkeitsreaktion, Asthmaanfälle (sogenanntes Analgetika-Asthma), schmerzhafte Schwellung von Haut und Schleimhäuten oder Nesselsucht. – bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion. Da Flüssigkeitsretention und Ödeme in Verbindung mit NSAR-Therapie, einschließlich Diclofenac, berichtet wurden, ist besondere Vorsicht geboten bei Patienten mit eingeschränkter Herz- und Nierenfunktion, bei Patienten, die schon an Bluthochdruck leiden bzw.

gelitten haben, älteren Patienten und Patienten, die auch mit sogenannten Diuretika und anderen Medikamenten, die die Nierenfunktion erheblich beeinträchtigen können, behandelt werden. Außerdem sollte man vorsichtig therapieren bei Patienten, die an einer erheblichen Verringerung des Flüssigkeitsvolumens leiden, z.B.

vor oder nach einer größeren Operation. Bei solchen Patienten wird eine vorsorgliche Überwachung der Nierenfunktion empfohlen. Nach Abbruch der Therapie erfolgt gewöhnlich die Wiederherstellung des Zustands vor Behandlungsbeginn. Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. anaphylaktischer Schock) werden sehr selten bei der Anwendung von Diclofenac beobachtet.

Diese können auch auftreten, wenn Sie vorher noch kein Arzneimittel, das zu den NSAR gehört, angewendet haben. Bei ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion nach Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” muss die Therapie abgebrochen werden.

Der Symptomatik entsprechende, medizinisch erforderliche Maßnahmen müssen durch fachkundige Personen eingeleitet werden. Diclofenac kann vorübergehend die Blutplättchenaggregation hemmen. Patienten mit einer Gerinnungsstörung sollten daher sorgfältig überwacht werden. Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung oder zur Senkung des Blutzuckers einnehmen, sollten vorsichtshalber Kontrollen der Blutgerinnung bzw.

der Blutzuckerwerte erfolgen. Bei länger dauernder Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” ist eine regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion sowie des Blutbildes erforderlich. Bei Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” vor operativen Eingriffen ist der Arzt oder Zahnarzt zu befragen bzw.

zu informieren. Bei längerem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie trotz der Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” häufig unter Kopfschmerzen leiden! Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.

Wie andere NSAR kann Diclofenac die Anzeichen und Symptome einer Infektion maskieren. Wenn während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Zeichen einer Infektion (z.B. Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern, sollten Sie daher unverzüglich Ihren Arzt zu Rate ziehen.

  1. Wie andere Arzneimittel, die die Prostaglandinsynthese hemmen, kann “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” es Ihnen erschweren, schwanger zu werden.
  2. Sie sollten Ihren Arzt informieren, wenn Sie planen, schwanger zu werden oder wenn Sie Probleme haben, schwanger zu werden.
  3. Hinweis zu sonstigen Bestandteilen: Arzneimittel zum Einnehmen können verschiedene Zuckerarten enthalten.

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten deshalb Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen.2.2.a) Kinder Zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen bei Kindern liegt zur Dosierung kein ausreichendes Erkenntnismaterial vor.

Inder über 16 Jahren: Bitte beachten Sie die Dosierungsvorschriften! 2.2.b) Ältere Patienten Bei älteren Patienten treten häufiger Nebenwirkungen nach Anwendung von NSAR, einschließlich Diclofenac auf, insbesondere Blutungen und Durchbrüche im Magen- und Darmbereich, die unter Umständen lebensbedrohlich sein können.

Daher ist bei älteren Patienten eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich. Es wird empfohlen, dass bei älteren Patienten, die gebrechlich sind oder ein geringes Körpergewicht haben, die niedrigste noch wirksame Dosis eingesetzt wird.2.2.c) Schwangerschaft Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

  1. Wird während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” eine Schwangerschaft festgestellt, so ist der Arzt zu benachrichtigen.
  2. Sie dürfen Diclofenac im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden.
  3. Im letzten Drittel der Schwangerschaft darf “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” wegen eines erhöhten Risikos von Komplikationen für Mutter und Kind nicht angewendet werden.2.2.d) Stillzeit Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Um unerwünschte Wirkungen auf den Säugling zu vermeiden, sollte Diclofenac nicht während der Stillzeit angewendet werden, da Diclofenac und seine Abbauprodukte in geringen Mengen in die Muttermilch übergehen.2.2.e) Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen Da bei der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” zentralnervöse Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schwindel auftreten können, insbesondere in höherer Dosierung, kann im Einzelfall das Reaktionsvermögen verändert und die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden.

  • Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren.
  • Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
  • Fahren Sie in diesem Fall nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen! Unterlassen Sie riskante Aktivitäten! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt! 2.3.Bei Anwendung von Diclofenac mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw.

vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.2.3.a) Digoxin, Phenytoin, Lithium Die gleichzeitige Anwendung von Diclofenac und Digoxin (Arzneimittel zur Stärkung der Herzkraft), Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen) oder Lithium (Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Störungen) kann die Konzentration dieser Arzneimittel im Blut erhöhen.

Eine Kontrolle der Serum-Lithium-Spiegel ist nötig. Eine Kontrolle der Serum-Digoxin- und der Serum-Phenytoin-Spiegel wird empfohlen.2.3.b) Corticosteroide Die gleichzeitige Verabreichung kann das Risiko von Geschwüren oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt erhöhen.2.3.c) Bestimmte Antidepressiva (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)) Die gleichzeitige Verabreichung kann das Risiko von Blutungen im Magen-Darm-Trakt erhöhen.2.3.d) Diuretika, ACE-Hemmer (Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer) und Angiotensin-II-Antagonisten Nichtsteroidale Antiphlogistika können die Wirkung von Diuretika (entwässernden Arzneimittel) und anderen Antihypertonika (blutdrucksenkenden Arzneimittel) abschwächen.

Bei gleichzeitiger Anwendung kann weiterhin das Risiko für das Auftreten einer Nierenfunktionsstörung erhöht sein. Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist (z.B. bei dehydrierten Patienten oder bei älteren Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion), kann die gleichzeitige Verabreichung eines ACE-Hemmers oder von Angiotensin-II-Antagonisten (Arzneimittel zur Behandlung von Herzschwäche und zur Blutdrucksenkung) und Substanzen, welche die Cyclooxygenase hemmen, eine weitere Verschlechterung der Nierenfunktion bewirken, einschließlich eines möglichen akuten Nierenversagens, das meist reversibel ist.

  • Aus diesem Grunde sollte eine derartige Kombination, insbesondere bei älteren Patienten, mit Vorsicht verabreicht werden.
  • Die Patienten sollten ausreichend hydriert werden.
  • Außerdem sollte die Kontrolle der Nierenfunktion nach Beginn der Begleittherapie und danach in regelmäßigen Abständen in Betracht gezogen werden.

Die gleichzeitige Gabe von Diclofenac und kaliumsparenden Diuretika (bestimmten Arzneimitteln zur Entwässerung) kann zu einer Erhöhung der Kaliumkonzentration im Blut führen. Eine Kontrolle des Kalium-Spiegels wird daher empfohlen.2.3.e) Antidiabetika Vereinzelt wurde über eine Beeinflussung des Blutzuckerspiegels nach Gabe von Diclofenac berichtet, die bei Diabetikern eine Dosisanpassung der blutzuckersenkenden (antidiabetischen) Medikation erforderte.

Daher wird bei einer gleichzeitigen Therapie empfohlen, den Blutzuckerspiegel genau zu kontrollieren.2.3.f) Methotrexat Die Gabe von Diclofenac innerhalb von 24 Stunden vor oder nach der Gabe von Methotrexat kann zu einer erhöhten Konzentration von Methotrexat und einer Verstärkung seiner unerwünschten Wirkungen führen.2.3.g) Probenecid Arzneimittel, die Probenecid (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht) enthalten, können die Ausscheidung des Wirkstoffes von Diclofenac verzögern.

Dadurch kann es zu einer Anreicherung des Wirkstoffes von Diclofenac im Körper mit einer Verstärkung seiner unerwünschten Wirkungen kommen.2.3.h) Cyclosporin und Tacrolimus Nichtsteroidale entzündungshemmende Arzneimittel (wie Diclofenac) können die nierenschädigende Wirkung von Cyclosporin (Mittel, das zur Verhinderung von Transplantatabstoßungen, aber auch in der Rheumabehandlung eingesetzt wird) und Tacrolimus verstärken.2.3.i) Chinolon-Antibiotika Vereinzelt wurde über Krämpfe berichtet, die möglicherweise auf die gleichzeitige Anwendung von Chinolon-Antibiotika und Diclofenac zurückzuführen sind.2.3.j) Colestipol und Cholestyramin Diese Arzneimittel können zu einer verzögerten und verminderten Aufnahme von Diclofenac führen.

Diclofenac sollte deshalb mindestens eine Stunde vor oder 4 bis 6 Stunden nach Colestipol oder Cholestyramin eingenommen werden.2.3.k) Voriconazol und Sulfinpyrazon Wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Voriconazol oder Sulfinpyrazon (sogenannte CYP2C9 Inhibitoren) enthalten, kann es zu einer Anreicherung von Diclofenac im Körper und damit zu einer Verstärkung der unerwünschten Wirkungen kommen.2.3.l) Thrombozytenaggregationshemmer und Antikoagulanzien Nichtsteroidale Antiphlogistika können die Wirkung von Gerinnungshemmern, wie zum Beispiel Warfarin, und Thrombozytenaggregationshemmer, wie Acetylsalicylsäure, verstärken.

Die gleichzeitige Anwendung kann das Risiko von Magen-Darm-Blutungen erhöhen.2.4.Bei Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken.3.Wie ist “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” anzuwenden? Wenden Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” immer genau nach Anweisung des Arztes an.

  1. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind! 3.1.Art der Anwendung: 3.1.a) Tabletten/Kapseln/Retardtabletten/Retardkapseln nehmen Sie unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit ein.
  2. Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, empfiehlt es sich, es während der Mahlzeiten einzunehmen.3.1.b) Magensaftresistente, monolithische Darreichungsformen nehmen Sie unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (einem Glas Wasser) ein bis zwei Stunden vor der Mahlzeit auf nüchternen Magen ein.3.1.c) Trinktabletten/Brausetabletten Die Tablette in einem Glas Wasser zerfallen lassen, umrühren und trinken.

Gegebenenfalls die im Glas verbleibenden Reste erneut mit etwas Wasser aufschwemmen und einnehmen.3.1.d) Zäpfchen

  1. Führen Sie das Zäpfchen möglichst nach dem Stuhlgang tief in den After ein.
  2. Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.
  3. Bei rheumatischen Erkrankungen kann die Anwendung von Diclofenac über einen längeren Zeitraum erforderlich sein.

3.2.Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gelten die folgenden Dosierungsrichtlinien Zur Therapie rheumatischer Erkrankungen wird Diclofenac in Abhängigkeit von der Schwere der Erkrankung dosiert. Der empfohlene Dosisbereich für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren liegt zwischen 50 und 150 mg Diclofenac-Natrium pro Tag, evtl.

  • Verteilt auf 2 bis 3 Einzelgaben.
  • Retardtabletten 100 mg: Erwachsene erhalten 1-mal täglich 1 Retardtablette.
  • Bei Bedarf kann die Tages-Dosis durch zusätzliche Gabe von 1 Tablette mit 50 mg Diclofenac-Natrium auf 150 mg Diclofenac-Natrium erhöht werden.
  • Retardtabletten 150 mg: Erwachsene erhalten 1 Retardtablette (entsprechend 150 mg Diclofenac-Natrium).

Die empfohlene Dosierung entspricht der maximalen Tages-Dosis und soll nicht überschritten werden. Zäpfchen 100 mg: Erwachsene erhalten täglich 1 Zäpfchen (entsprechend 100 mg Diclofenac-Natrium).3.3.Wenn Sie eine größere Menge von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” eingenommen/angewendet haben als Sie sollten: Als Symptome einer Überdosierung können zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit und Bewusstlosigkeit (bei Kindern auch myoklonische Krämpfe) sowie Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auftreten.

  • Des Weiteren sind Blutungen im Magen-Darm-Trakt und Funktionsstörungen von Leber und Nieren möglich.
  • Ferner kann es zu Blutdruckabfall, verminderter Atmung (Atemdepression) und zur blauroten Färbung von Haut und Schleimhäuten (Zyanose) kommen.
  • Es gibt kein spezifisches Gegenmittel (Antidot).
  • Nehmen/wenden Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” nach den Anweisungen des Arztes bzw.

der in der Packungsbeilage angegebenen Dosierungsanleitung ein/an. Wenn Sie das Gefühl haben, keine ausreichende Schmerzlinderung zu spüren, dann erhöhen Sie nicht selbstständig die Dosierung, sondern fragen Sie Ihren Arzt. Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt.

  • Wie alle Arzneimittel kann “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
  • – sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
  • – häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
  • – gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
  • – selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
  • – sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
  • – Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden

4.1.Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten? Die folgenden Nebenwirkungen erwähnen solche, die bei “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” und/oder anderen Darreichungsformen von Diclofenac berichtet wurden, sowohl bei Kurzzeit- als auch bei Langzeitanwendung.

  1. Bei den folgenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen muss berücksichtigt werden, dass sie überwiegend -Dosisabhängig und interindividuell unterschiedlich sind.
  2. Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen den Verdauungstrakt.
  3. Magen-/Zwölffingerdarm-Geschwüre (peptische Ulzera), Perforationen (Durchbrüche) oder Blutungen, manchmal tödlich, können auftreten, insbesondere bei älteren Patienten.

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, abdominale Schmerzen, Teerstuhl, Bluterbrechen, geschwürige Entzündung der Mundschleimhaut (ulzerative Stomatitis), Verschlimmerung von Colitis und Morbus Crohn sind nach Anwendung berichtet worden.

  1. Insbesondere das Risiko für das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen ist abhängig vom Dosisbereich und der Anwendungsdauer.
  2. Wassereinlagerungen (Ödeme), Bluthochdruck und Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) wurden im Zusammenhang mit NSAR-Behandlung, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, berichtet.
  3. Arzneimittel wie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sind mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle (“Herzinfarkt”) oder Schlaganfälle verbunden, vor allem bei hohen Dosen und Langzeitbehandlung.

4.1.a) Herzerkrankungen Diese Nebenwirkungen können gelegentlich auftreten, insbesondere wenn “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” über einen längeren Zeitraum in hohen Dosierungen (150 mg/Tag) eingenommen wird: Herzinfarkt, Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), Herzklopfen (Palpitationen), Brustschmerz.

Sehr selten: Wassereinlagerungen (Ödeme).4.1.b) Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Sehr selten: Störungen der Blutbildung (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose) Erste Anzeichen können sein: Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen.

In diesen Fällen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt aufzusuchen. Jegliche Selbstbehandlung mit schmerz- oder fiebersenkenden Arzneimitteln sollte unterbleiben.

  • Bei der Langzeittherapie sollte das Blutbild regelmäßig kontrolliert werden.
  • Sehr selten kann es zu einer hämolytischen Anämie (Blutarmut durch beschleunigten Abbau von roten Blutkörperchen) oder einer aplastischen Anämie (Blutarmut aufgrund von Blutbildungsstörungen) kommen.
  • C) Erkrankungen des Nervensystems
  • Häufig: zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit.
  • Sehr selten: Sensibilitätsstörungen, Störungen der Geschmacksempfindung, Gedächtnisstörungen, Desorientierung, Krämpfe, Zittern, Schlaganfall, Augenerkrankungen.
  • Sehr selten: Sehstörungen (Verschwommen- und Doppeltsehen).

4.1.d) Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths Häufig: Schwindel. Sehr selten: Ohrgeräusche (Tinnitus), vorübergehende Hörstörungen.4.1.e) Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

  1. Sehr häufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, geringfügige Magen- oder Darm-Blutverluste, die in Ausnahmefällen eine Blutarmut (Anämie) verursachen können.
  2. Häufig: Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Blähungen (Flatulenz), Bauchschmerz, Bauchkrämpfe, Appetitlosigkeit (Inappetenz) sowie Magen-Darm-Geschwüre (unter Umständen mit Blutung und Durchbruch).
  3. Gelegentlich: blutiges Erbrechen (Hämatemesis), Blut im Stuhl oder blutiger Durchfall, Teerstuhl.
  4. Selten: Entzündung der Magenschleimhaut.

Sehr selten: Mundschleimhautentzündung (einschließlich geschwürige Entzündung der Mundschleimhaut), Zungenentzündung, Ösophagusläsionen (Schädigung der Speiseröhre), Verstopfung sowie Beschwerden im Unterbauch, wie z.B. Dickdarmentzündung (Colitis), blutende Dickdarmentzündungen (hämorrhagische Colitis), Verstärkung eines Morbus Crohn/einer Colitis ulcerosa (bestimmte, mit Geschwüren einhergehende Dickdarmentzündungen), membranartige Darmverengungen (intestinale Strikturen), Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) Sollten stärkere Schmerzen im Oberbauch, eine Schwarzfärbung des Stuhls oder Blut im Stuhl auftreten, so müssen Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” absetzen und den Arzt sofort informieren.

Beenden Sie die Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” und sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt, wenn Sie Folgendes beobachten: Leichte Krämpfe und Schmerzempfindlichkeit im Bauch, die kurz nach Beginn der Behandlung auftreten, gefolgt von rektalen Blutungen oder blutigem Durchfall, in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach Einsetzen der Bauchschmerzen (Häufigkeit nicht bekannt, Häufigkeit aufgrundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).4.1.f) Erkrankungen der Nieren und Harnwege Gelegentlich: Ausbildung von Ödemen (Wassereinlagerung im Körper), insbesondere bei Patienten mit Bluthochdruck oder eingeschränkter Nierenfunktion.

Sehr selten: Nierengewebsschädigungen (interstitielle Nephritis, Papillennekrose), die mit akuter Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz), Eiweiß im Harn (Proteinurie) und/oder Blut im Harn (Hämaturie) einhergehen können; nephrotisches Syndrom (Wassereinlagerung im Körper und starke Eiweißausscheidung im Harn), akutes Nierenversagen Verminderung der Harnausscheidung, Einlagerung von Wasser im Körper (Ödeme) sowie allgemeines Unwohlsein können Ausdruck einer Nierenerkrankung bis hin zum Nierenversagen sein.

  • Sollten die genannten Symptome auftreten oder sich verschlimmern, so müssen Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” absetzen und sofort Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen.4.1.g) Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Häufig: entzündliche Hautveränderung.
  • Gelegentlich: Haarausfall.
  • Sehr selten: Hautausschlag mit Rötung (Ekzem, Erythem, Exanthem), Lichtüberempfindlichkeit, kleinfleckige Hautblutungen, schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Blasenbildung (z.B.

Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom), entzündliche Erkrankung der Haut mit Rötung, großblättriger Schuppung, Schwellung, Juckreiz, Spannungsgefühl und Frösteln (Dermatitis exfoliativa), entzündliche Rötung (Erythrodermie).4.1.h) Infektionen und parasitäre Erkrankungen Sehr selten ist im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung spezieller entzündungshemmender Arzneimittel (NSAR), zu diesen gehört auch “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, eine Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen (z.B.

Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis) beschrieben worden Wenn während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Zeichen einer Infektion (z.B. Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte daher unverzüglich der Arzt zu Rate gezogen werden.

Sehr selten wurde unter der Anwendung von Diclofenac die Symptomatik einer nicht auf einer Infektion beruhenden Hirnhautentzündung (aseptische Meningitis) wie starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinstrübung beobachtet.

  • Häufig: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Hautjucken.
  • Gelegentlich: Nesselsucht (Urtikaria).
  • Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich niedriger Blutdruck und Schockzustand).
  • Sehr selten: schwere allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen.
  • Sie können sich äußern als Angioödem einschließlich Schwellungen: von Gesicht, Zunge und innerem Kehlkopf mit Einengung der Luftwege, Luftnot, Herzjagen, Blutdruckabfall bis zum bedrohlichen Schock.
  • Beim Auftreten einer dieser Erscheinungen, die schon bei Erstanwendung vorkommen können, ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.
  • In diesen Fällen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt aufzusuchen.
  • Sehr selten wurden allergisch bedingte Entzündungen der Blutgefäße (Vaskulitis) und der Lunge (Pneumonitis) beobachtet.

4.1.k) Leber- und Gallenerkrankungen Häufig: Erhöhung der Leberenzymwerte im Blut. Gelegentlich: Leberschäden, insbesondere bei Langzeittherapie, akute Leberentzündung mit oder ohne Gelbsucht sehr selten sehr schwer (fulminant) verlaufend, auch ohne Voranzeichen.

  1. Sehr selten: psychotische Reaktionen, Depression, Angstgefühle, Albträume, Schlaflosigkeit Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums.
  2. Selten: Asthma (einschließlich Atemnot).
  3. Sehr selten: interstitielle Lungenentzündung (Pneumonitis).
  4. Befolgen Sie die oben bei bestimmten Nebenwirkungen aufgeführten Verhaltensmaßregeln!

4.2.Gegenmaßnahmen Wenn während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” die oben beschriebenen Beschwerden neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte die Anwendung sofort beendet und unverzüglich der Arzt zu Rate gezogen werden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.

Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn (Website: www.bfarm.de) anzeigen.

  • Lagern Sie das Arzneimittel bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf, so weit der Hersteller keine anderen Angaben macht.
  • Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
  • Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

  1. 6.Quelle und Bearbeitungsstand
  2. Information der SCHOLZ Datenbank auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten
  3. Copyright by ePrax GmbH, München; November 2016 (3)

: Diclofenac-ratiopharm 100 mg Retardkapseln

Wie viel Diclofenac 50 mg darf man am Tag nehmen?

Medikament – Patienteninformation für “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” W) Was ist das Wichtigste, was Sie über dieses Arzneimittel wissen sollten? W.1.Herz-/Kreislaufrisiko Diclofenac kann bei längerer Anwendung ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall mit sich bringen, eventuell mit tödlichem Ausgang.

  1. Diese Nebenwirkungen können ohne Vorwarnung eintreten.
  2. Mit zunehmender Therapiedauer und hoher Dosis steigt dieses Risiko an.
  3. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn in Ihrer Familie Herzerkrankungen vorgekommen sind, wenn Ihr Cholesterin oder Ihr Blutdruck erhöht ist oder andere Herz-/Kreislauferkrankungen vorliegen, oder wenn Sie unter Zuckerkrankheit (Diabetes) leiden.W.2.Magen-/Darm-Risiko Diclofenac bringt ein erhöhtes Risiko für Magen-, Speiseröhren- oder Darmgeschwüre, Blutungen und Magen- oder Darmdurchbruch mit sich.
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Diese Nebenwirkungen können ohne Vorwarnung und zu jeder Zeit auftreten und tödlich sein. Das Risiko ist erhöht bei Langzeittherapie, hohem Alkoholkonsum, höherem Alter sowie gleichzeitiger Anwendung von zusätzlichen Medikamenten wie zum Beispiel Blutverdünnern oder Kortison-Präparaten.W.3.Was kann ich selbst zur Vermeidung schwerwiegender Nebenwirkungen tun? Überschreiten Sie nicht die von Ihrem Arzt empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer! W.4.Beenden Sie die Anwendung des Arzneimittels und informieren Sie umgehend Ihren Arzt: – wenn Sie Herzbeschwerden haben, wie z.B.

Schmerzen in der Brust, – wenn es bei Ihnen zu starken Magenschmerzen oder Sodbrennen kommt, es Anzeichen von Blutungen im Magen oder Darm gibt, wie schwarzer oder blutiger Stuhl oder Erbrechen von Blut. Zur vollständigen Information zu diesem Arzneimittel lesen Sie bitte die folgenden Kapitel 1 bis 6.1.Was ist “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” und wofür wird es angewendet? 1.1.Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel? “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” enthält den Wirkstoff Diclofenac, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten nicht-steroidalen Antiphlogistika/Analgetika.

Diese sind schmerzstillende und entzündungshemmende Arzneimittel.

  • Diclofenac wird üblicherweise in Salzform als Diclofenac-Natrium oder Diclofenac-Kalium angewendet.
  • Diclofenac ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
  • Ausnahmen sind:
  • – Diclofenac zum Einnehmen zur Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen und Fieber in einer Dosierung bis 25 mg je abgeteilter Form und einer Tages-Dosis von 25 bis maximal 75 mg für eine maximale Anwendungsdauer von drei (als Fiebermittel) oder vier (als Schmerzmittel) Tagen.
  • – Diclofenac zur Anwendung auf der Haut in Konzentrationen bis zu 5% mit Ausnahme der Anwendung bei Thrombophlebitis superficialis und aktinischer Keratose.

1.2.Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?

  1. Diclofenac-Natrium zur längeren Behandlung gibt es üblicherweise
  2. – als magensaftresistente Tablette, Filmtablette oder Kapsel mit 25 mg bis 75 mg,
  3. – als Retardtablette oder Retardkapsel mit 75 und 150 mg,
  4. – als Zäpfchen mit 25 mg bis 100 mg.
  5. Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.

1.3.Diclofenac zur längeren Behandlung wird angewendet zur

  • symptomatischen Behandlung von Schmerz und Entzündung bei
  • – akuten Gelenkentzündungen (akuten Arthritiden), einschließlich Gichtanfall,
  • – chronischen Gelenkentzündungen (chronischen Arthritiden), insbesondere bei rheumatoider Arthritis (chronische Polyarthritis),
  • – Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) und anderen entzündlich-rheumatischen Wirbelsäulenerkrankungen,
  • – Reizzuständen bei degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen (Arthrosen und Spondylarthrosen),
  • – entzündlichen weichteilrheumatischen Erkrankungen,
  • – schmerzhaften Schwellungen oder Entzündungen nach Verletzungen.

Bei magensaftresistenten und retardierten Arzneiformen ist zu beachten, dass der Wirkstoff Diclofenac möglicherweise verzögert freigesetzt wird; daher kann es zu einem späteren Wirkungseintritt kommen. Deshalb sollten sie nicht zur Einleitung der Behandlung von Erkrankungen verwendet werden, bei denen ein rascher Wirkungseintritt benötigt wird.2.Was müssen Sie vor der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” beachten? 2.1.”Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” darf nicht angewendet werden,

  1. – bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Diclofenac oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels,
  2. – wenn Sie in der Vergangenheit mit Asthmaanfällen, Nasenschleimhautschwellungen oder Hautreaktionen nach der Anwendung von Acetylsalicylsäure oder anderen nicht-steroidalen Entzündungshemmern reagiert haben,
  3. – bei ungeklärten Blutbildungsstörungen,
  4. – bei bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen Magen/Zwölffingerdarm-Geschwüren (peptischen Ulzera) oder Blutungen (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Geschwüre oder Blutungen),
  5. – bei Magen-Darm-Blutung oder -Durchbruch (Perforation) in der Vorgeschichte im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR),
  6. – bei Hirnblutungen (zerebrovaskulären Blutungen) oder anderen aktiven Blutungen,
  7. – bei schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen,
  8. – bei schwerer Herzschwäche (Herzinsuffizienz),
  9. – im letzten Drittel der Schwangerschaft.

2.2.Besondere Vorsicht bei der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” ist erforderlich

  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” einnehmen.
  • Bevor Sie Diclofenac erhalten, informieren Sie Ihren Arzt,
  • – wenn Sie rauchen,
  • – wenn Sie zuckerkrank sind (Diabetes),
  • – wenn Sie Angina Pectoris, Blutgerinnsel, hohen Blutdruck, erhöhte Cholesterin- oder Triglyzeridwerte haben.
  • Nebenwirkungen können minimiert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten, fürdie Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird.
  • – Wirkungen auf den Magen-Darm-Trakt
  • Eine gleichzeitige Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” mit anderen NSAR, einschließlich sogenannten COX-2-Hemmern (Cyclooxygenase-2-Hemmern), sollte vermieden werden.
  • – Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschwüre und Durchbrüche (Perforationen)

Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschwüre und Perforationen, auch mit tödlichem Ausgang, wurden unter allen NSAR, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende Ereignisse im Magen-Darm-Trakt in der Vorgeschichte zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf.

Das Risiko für das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen, Geschwüren und Durchbrüchen ist höher mit steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit Geschwüren in der Vorgeschichte, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Durchbruch und bei älteren Patienten. Diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verfügbaren Dosis beginnen.

Für diese Patienten sowie für Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrig-dosierter Acetylsalicylsäure (ASS) oder anderen Arzneimitteln, die das Risiko für Magen-Darm-Erkrankungen erhöhen können, benötigen, sollte eine Kombinationstherapie mit magenschleimhautschützenden Arzneimitteln (z.B.

  1. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden.
  2. Wenn Sie, insbesondere in höherem Alter, eine Vorgeschichte von Nebenwirkungen am Magen-Darm-Trakt aufweisen, sollten Sie jegliche ungewöhnliche Symptome im Bauchraum (vor allem Magen-DarmBlutungen) insbesondere am Anfang der Therapie Ihrem Arzt oder Apotheker melden.

Vorsicht ist angeraten, wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko für Geschwüre oder Blutungen erhöhen können, wie z.B. orale und systemische Kortikosteroide, blutgerinnungshemmende Medikamente wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, die unter anderem zur Behandlung von depressiven Verstimmungen eingesetzt werden, oder Thrombozytenaggregationshemmer wie ASS.

  1. Wenn es bei Ihnen unter “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” zu Magen-Darm-Blutungen oder Geschwüren kommt, ist die Behandlung abzusetzen.
  2. NSAR, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, sollten bei Patienten mit einer gastrointestinalen Erkrankung in der Vorgeschichte (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) mit Vorsicht angewendet werden, da sich ihr Zustand verschlechtern kann.
  3. – Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System

Arzneimittel wie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sind mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle (“Herzinfarkt”) oder Schlaganfälle verbunden. Jedwedes Risiko ist wahrscheinlicher mit hohen Dosen und länger dauernder Behandlung. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer! Wenn Sie denken, dass Sie ein Risiko für Herzprobleme oder einen Schlaganfall aufweisen könnten (z.B.

  • Wenn Sie hohen Blutdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte haben oder Raucher sind), sollten Sie Ihre Behandlung mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen.
  • Sollten Sie während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Anzeichen oder Symptome von Herzproblemen oder Problemen mit Ihren Blutgefäßen wie Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, Schwäche oder Sprachstörungen feststellen, kontaktieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt.

– Hautreaktionen Unter NSAR-Therapie, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, wurde sehr selten über schwerwiegende Hautreaktionen mit Rötung und Blasenbildung, einige mit tödlichem Ausgang, berichtet (exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom).

  1. Das höchste Risiko für derartige Reaktionen scheint zu Beginn der Therapie zu bestehen, da diese Reaktionen in der Mehrzahl der Fälle im ersten Behandlungsmonat auftraten.
  2. Beim ersten Anzeichen von Hautausschlägen, Schleimhautläsionen oder sonstigen Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion sollte “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” abgesetzt und umgehend der Arzt konsultiert werden.

– Wirkungen auf die Leber Patienten mit Leberfunktionsstörungen erfordern eine sorgfältige ärztliche Überwachung, da sich ihr Zustand verschlechtern könnte. Wie bei anderen Arzneimitteln aus der Klasse der NSAR kann sich bei Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” die Leberfunktion verschlechtern.

Als Vorsichtsmaßnahme ist daher bei einer länger andauernden Behandlung mit “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” eine regelmäßige Bestimmung der Leberfunktion durch Ihren Arzt angezeigt. “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sollte abgesetzt werden, wenn eine Beeinträchtigung der Leberfunktion anhält oder sich verstärkt, wenn bestimmte Anzeichen für eine Lebererkrankung festgestellt werden oder wenn andere Erscheinungsformen auftreten (z.B.

sog. Eosinophilie, Hautausschlag). Eine Leberentzündung (Hepatitis) kann ohne vorausgehende Symptome auftreten. Vorsicht ist angezeigt, bei der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” bei Patienten mit einer bestimmten Störung der Blutbildung (sog.

  • – bei bestimmten Autoimmunerkrankungen (systemischer Lupus erythematodes und Mischkollagenose)
  • Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich,
  • – direkt nach größeren chirurgischen Eingriffen (unter Umständen erhöhte Blutungsneigung bzw. Verschlechterung der Nierenfunktion)

– wenn Sie an Allergien, Hautreaktionen auf andere Arzneimittel, Asthma, Heuschnupfen, chronischen Nasenschleimhautschwellungen oder chronischen, die Atemwege verengenden Atemwegserkrankungen leiden, da Sie ein erhöhtes Risiko für allergische Reaktionen haben.

  1. Diese können sich äußern als Überempfindlichkeitsreaktion, Asthmaanfälle (sogenanntes Analgetika-Asthma), schmerzhafte Schwellung von Haut und Schleimhäuten oder Nesselsucht.
  2. Bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion.
  3. Da Flüssigkeitsretention und Ödeme in Verbindung mit NSAR-Therapie, einschließlich Diclofenac, berichtet wurden, ist besondere Vorsicht geboten bei Patienten mit eingeschränkter Herz- und Nierenfunktion, bei Patienten, die schon an Bluthochdruck leiden bzw.

gelitten haben, älteren Patienten und Patienten, die auch mit sogenannten Diuretika und anderen Medikamenten, die die Nierenfunktion erheblich beeinträchtigen können, behandelt werden. Außerdem sollte man vorsichtig therapieren bei Patienten, die an einer erheblichen Verringerung des Flüssigkeitsvolumens leiden, z.B.

vor oder nach einer größeren Operation. Bei solchen Patienten wird eine vorsorgliche Überwachung der Nierenfunktion empfohlen. Nach Abbruch der Therapie erfolgt gewöhnlich die Wiederherstellung des Zustands vor Behandlungsbeginn. Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. anaphylaktischer Schock) werden sehr selten bei der Anwendung von Diclofenac beobachtet.

Diese können auch auftreten, wenn Sie vorher noch kein Arzneimittel, das zu den NSAR gehört, angewendet haben. Bei ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion nach Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” muss die Therapie abgebrochen werden.

  • Der Symptomatik entsprechende, medizinisch erforderliche Maßnahmen müssen durch fachkundige Personen eingeleitet werden.
  • Diclofenac kann vorübergehend die Blutplättchenaggregation hemmen.
  • Patienten mit einer Gerinnungsstörung sollten daher sorgfältig überwacht werden.
  • Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung oder zur Senkung des Blutzuckers einnehmen, sollten vorsichtshalber Kontrollen der Blutgerinnung bzw.

der Blutzuckerwerte erfolgen. Bei länger dauernder Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” ist eine regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion sowie des Blutbildes erforderlich. Bei Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” vor operativen Eingriffen ist der Arzt oder Zahnarzt zu befragen bzw.

  1. Zu informieren.
  2. Bei längerem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.
  3. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie trotz der Einnahme von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” häufig unter Kopfschmerzen leiden! Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.

Wie andere NSAR kann Diclofenac die Anzeichen und Symptome einer Infektion maskieren. Wenn während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Zeichen einer Infektion (z.B. Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern, sollten Sie daher unverzüglich Ihren Arzt zu Rate ziehen.

  1. Wie andere Arzneimittel, die die Prostaglandinsynthese hemmen, kann “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” es Ihnen erschweren, schwanger zu werden.
  2. Sie sollten Ihren Arzt informieren, wenn Sie planen, schwanger zu werden oder wenn Sie Probleme haben, schwanger zu werden.
  3. Hinweis zu sonstigen Bestandteilen: Arzneimittel zum Einnehmen können verschiedene Zuckerarten enthalten.

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten deshalb Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen.2.2.a) Kinder Zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen bei Kindern liegt zur Dosierung kein ausreichendes Erkenntnismaterial vor.

Kinder über 16 Jahren: Bitte beachten Sie die Dosierungsvorschriften! 2.2.b) Ältere Patienten Bei älteren Patienten treten häufiger Nebenwirkungen nach Anwendung von NSAR, einschließlich Diclofenac auf, insbesondere Blutungen und Durchbrüche im Magen- und Darmbereich, die unter Umständen lebensbedrohlich sein können.

Daher ist bei älteren Patienten eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich. Es wird empfohlen, dass bei älteren Patienten, die gebrechlich sind oder ein geringes Körpergewicht haben, die niedrigste noch wirksame Dosis eingesetzt wird.2.2.c) Schwangerschaft Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wird während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” eine Schwangerschaft festgestellt, so ist der Arzt zu benachrichtigen. Sie dürfen Diclofenac im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden. Im letzten Drittel der Schwangerschaft darf “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” wegen eines erhöhten Risikos von Komplikationen für Mutter und Kind nicht angewendet werden.2.2.d) Stillzeit Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Um unerwünschte Wirkungen auf den Säugling zu vermeiden, sollte Diclofenac nicht während der Stillzeit angewendet werden, da Diclofenac und seine Abbauprodukte in geringen Mengen in die Muttermilch übergehen.2.2.e) Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen Da bei der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” zentralnervöse Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schwindel auftreten können, insbesondere in höherer Dosierung, kann im Einzelfall das Reaktionsvermögen verändert und die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden.

Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol. Fahren Sie in diesem Fall nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen! Unterlassen Sie riskante Aktivitäten! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt! 2.3.Bei Anwendung von Diclofenac mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw.

vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.2.3.a) Digoxin, Phenytoin, Lithium Die gleichzeitige Anwendung von Diclofenac und Digoxin (Arzneimittel zur Stärkung der Herzkraft), Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen) oder Lithium (Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Störungen) kann die Konzentration dieser Arzneimittel im Blut erhöhen.

  • Eine Kontrolle der Serum-Lithium-Spiegel ist nötig.
  • Eine Kontrolle der Serum-Digoxin- und der Serum-Phenytoin-Spiegel wird empfohlen.2.3.b) Corticosteroide Die gleichzeitige Verabreichung kann das Risiko von Geschwüren oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt erhöhen.2.3.c) Bestimmte Antidepressiva (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)) Die gleichzeitige Verabreichung kann das Risiko von Blutungen im Magen-Darm-Trakt erhöhen.2.3.d) Diuretika, ACE-Hemmer (Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer) und Angiotensin-II-Antagonisten Nichtsteroidale Antiphlogistika können die Wirkung von Diuretika (entwässernden Arzneimittel) und anderen Antihypertonika (blutdrucksenkenden Arzneimittel) abschwächen.

Bei gleichzeitiger Anwendung kann weiterhin das Risiko für das Auftreten einer Nierenfunktionsstörung erhöht sein. Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist (z.B. bei dehydrierten Patienten oder bei älteren Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion), kann die gleichzeitige Verabreichung eines ACE-Hemmers oder von Angiotensin-II-Antagonisten (Arzneimittel zur Behandlung von Herzschwäche und zur Blutdrucksenkung) und Substanzen, welche die Cyclooxygenase hemmen, eine weitere Verschlechterung der Nierenfunktion bewirken, einschließlich eines möglichen akuten Nierenversagens, das meist reversibel ist.

Aus diesem Grunde sollte eine derartige Kombination, insbesondere bei älteren Patienten, mit Vorsicht verabreicht werden. Die Patienten sollten ausreichend hydriert werden. Außerdem sollte die Kontrolle der Nierenfunktion nach Beginn der Begleittherapie und danach in regelmäßigen Abständen in Betracht gezogen werden.

Die gleichzeitige Gabe von Diclofenac und kaliumsparenden Diuretika (bestimmten Arzneimitteln zur Entwässerung) kann zu einer Erhöhung der Kaliumkonzentration im Blut führen. Eine Kontrolle des Kalium-Spiegels wird daher empfohlen.2.3.e) Antidiabetika Vereinzelt wurde über eine Beeinflussung des Blutzuckerspiegels nach Gabe von Diclofenac berichtet, die bei Diabetikern eine Dosisanpassung der blutzuckersenkenden (antidiabetischen) Medikation erforderte.

Daher wird bei einer gleichzeitigen Therapie empfohlen, den Blutzuckerspiegel genau zu kontrollieren.2.3.f) Methotrexat Die Gabe von Diclofenac innerhalb von 24 Stunden vor oder nach der Gabe von Methotrexat kann zu einer erhöhten Konzentration von Methotrexat und einer Verstärkung seiner unerwünschten Wirkungen führen.2.3.g) Probenecid Arzneimittel, die Probenecid (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht) enthalten, können die Ausscheidung des Wirkstoffes von Diclofenac verzögern.

Dadurch kann es zu einer Anreicherung des Wirkstoffes von Diclofenac im Körper mit einer Verstärkung seiner unerwünschten Wirkungen kommen.2.3.h) Cyclosporin und Tacrolimus Nichtsteroidale entzündungshemmende Arzneimittel (wie Diclofenac) können die nierenschädigende Wirkung von Cyclosporin (Mittel, das zur Verhinderung von Transplantatabstoßungen, aber auch in der Rheumabehandlung eingesetzt wird) und Tacrolimus verstärken.2.3.i) Chinolon-Antibiotika Vereinzelt wurde über Krämpfe berichtet, die möglicherweise auf die gleichzeitige Anwendung von Chinolon-Antibiotika und Diclofenac zurückzuführen sind.2.3.j) Colestipol und Cholestyramin Diese Arzneimittel können zu einer verzögerten und verminderten Aufnahme von Diclofenac führen.

Diclofenac sollte deshalb mindestens eine Stunde vor oder 4 bis 6 Stunden nach Colestipol oder Cholestyramin eingenommen werden.2.3.k) Voriconazol und Sulfinpyrazon Wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Voriconazol oder Sulfinpyrazon (sogenannte CYP2C9 Inhibitoren) enthalten, kann es zu einer Anreicherung von Diclofenac im Körper und damit zu einer Verstärkung der unerwünschten Wirkungen kommen.2.3.l) Thrombozytenaggregationshemmer und Antikoagulanzien Nichtsteroidale Antiphlogistika können die Wirkung von Gerinnungshemmern, wie zum Beispiel Warfarin, und Thrombozytenaggregationshemmer, wie Acetylsalicylsäure, verstärken.

Die gleichzeitige Anwendung kann das Risiko von Magen-Darm-Blutungen erhöhen.2.4.Bei Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken.3.Wie ist “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” anzuwenden? Wenden Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” immer genau nach Anweisung des Arztes an.

Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind! 3.1.Art der Anwendung: 3.1.a) Tabletten/Kapseln/Retardtabletten/Retardkapseln nehmen Sie unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit ein. Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, empfiehlt es sich, es während der Mahlzeiten einzunehmen.3.1.b) Magensaftresistente, monolithische Darreichungsformen nehmen Sie unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (einem Glas Wasser) ein bis zwei Stunden vor der Mahlzeit auf nüchternen Magen ein.3.1.c) Trinktabletten/Brausetabletten Die Tablette in einem Glas Wasser zerfallen lassen, umrühren und trinken.

Gegebenenfalls die im Glas verbleibenden Reste erneut mit etwas Wasser aufschwemmen und einnehmen.3.1.d) Zäpfchen

  1. Führen Sie das Zäpfchen möglichst nach dem Stuhlgang tief in den After ein.
  2. Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.
  3. Bei rheumatischen Erkrankungen kann die Anwendung von Diclofenac über einen längeren Zeitraum erforderlich sein.

3.2.Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gelten die folgenden Dosierungsrichtlinien Zur Therapie rheumatischer Erkrankungen wird Diclofenac in Abhängigkeit von der Schwere der Erkrankung dosiert. Der empfohlene Dosisbereich für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren liegt zwischen 50 und 150 mg Diclofenac-Natrium pro Tag, evtl.

verteilt auf 2 bis 3 Einzelgaben. Retardtabletten 100 mg: Erwachsene erhalten 1-mal täglich 1 Retardtablette. Bei Bedarf kann die Tages-Dosis durch zusätzliche Gabe von 1 Tablette mit 50 mg Diclofenac-Natrium auf 150 mg Diclofenac-Natrium erhöht werden. Retardtabletten 150 mg: Erwachsene erhalten 1 Retardtablette (entsprechend 150 mg Diclofenac-Natrium).

Die empfohlene Dosierung entspricht der maximalen Tages-Dosis und soll nicht überschritten werden. Zäpfchen 100 mg: Erwachsene erhalten täglich 1 Zäpfchen (entsprechend 100 mg Diclofenac-Natrium).3.3.Wenn Sie eine größere Menge von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” eingenommen/angewendet haben als Sie sollten: Als Symptome einer Überdosierung können zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit und Bewusstlosigkeit (bei Kindern auch myoklonische Krämpfe) sowie Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auftreten.

  • Des Weiteren sind Blutungen im Magen-Darm-Trakt und Funktionsstörungen von Leber und Nieren möglich.
  • Ferner kann es zu Blutdruckabfall, verminderter Atmung (Atemdepression) und zur blauroten Färbung von Haut und Schleimhäuten (Zyanose) kommen.
  • Es gibt kein spezifisches Gegenmittel (Antidot).
  • Nehmen/wenden Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” nach den Anweisungen des Arztes bzw.

der in der Packungsbeilage angegebenen Dosierungsanleitung ein/an. Wenn Sie das Gefühl haben, keine ausreichende Schmerzlinderung zu spüren, dann erhöhen Sie nicht selbstständig die Dosierung, sondern fragen Sie Ihren Arzt. Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt.

  • Wie alle Arzneimittel kann “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
  • – sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
  • – häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
  • – gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
  • – selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
  • – sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
  • – Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden

4.1.Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten? Die folgenden Nebenwirkungen erwähnen solche, die bei “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” und/oder anderen Darreichungsformen von Diclofenac berichtet wurden, sowohl bei Kurzzeit- als auch bei Langzeitanwendung.

Bei den folgenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen muss berücksichtigt werden, dass sie überwiegend -Dosisabhängig und interindividuell unterschiedlich sind. Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen den Verdauungstrakt. Magen-/Zwölffingerdarm-Geschwüre (peptische Ulzera), Perforationen (Durchbrüche) oder Blutungen, manchmal tödlich, können auftreten, insbesondere bei älteren Patienten.

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, abdominale Schmerzen, Teerstuhl, Bluterbrechen, geschwürige Entzündung der Mundschleimhaut (ulzerative Stomatitis), Verschlimmerung von Colitis und Morbus Crohn sind nach Anwendung berichtet worden.

  1. Insbesondere das Risiko für das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen ist abhängig vom Dosisbereich und der Anwendungsdauer.
  2. Wassereinlagerungen (Ödeme), Bluthochdruck und Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) wurden im Zusammenhang mit NSAR-Behandlung, einschließlich “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, berichtet.
  3. Arzneimittel wie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” sind mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle (“Herzinfarkt”) oder Schlaganfälle verbunden, vor allem bei hohen Dosen und Langzeitbehandlung.

4.1.a) Herzerkrankungen Diese Nebenwirkungen können gelegentlich auftreten, insbesondere wenn “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” über einen längeren Zeitraum in hohen Dosierungen (150 mg/Tag) eingenommen wird: Herzinfarkt, Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), Herzklopfen (Palpitationen), Brustschmerz.

Sehr selten: Wassereinlagerungen (Ödeme).4.1.b) Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Sehr selten: Störungen der Blutbildung (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose) Erste Anzeichen können sein: Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen.

In diesen Fällen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt aufzusuchen. Jegliche Selbstbehandlung mit schmerz- oder fiebersenkenden Arzneimitteln sollte unterbleiben.

  • Bei der Langzeittherapie sollte das Blutbild regelmäßig kontrolliert werden.
  • Sehr selten kann es zu einer hämolytischen Anämie (Blutarmut durch beschleunigten Abbau von roten Blutkörperchen) oder einer aplastischen Anämie (Blutarmut aufgrund von Blutbildungsstörungen) kommen.
  • C) Erkrankungen des Nervensystems
  • Häufig: zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit.
  • Sehr selten: Sensibilitätsstörungen, Störungen der Geschmacksempfindung, Gedächtnisstörungen, Desorientierung, Krämpfe, Zittern, Schlaganfall, Augenerkrankungen.
  • Sehr selten: Sehstörungen (Verschwommen- und Doppeltsehen).

4.1.d) Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths Häufig: Schwindel. Sehr selten: Ohrgeräusche (Tinnitus), vorübergehende Hörstörungen.4.1.e) Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

  1. Sehr häufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, geringfügige Magen- oder Darm-Blutverluste, die in Ausnahmefällen eine Blutarmut (Anämie) verursachen können.
  2. Häufig: Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Blähungen (Flatulenz), Bauchschmerz, Bauchkrämpfe, Appetitlosigkeit (Inappetenz) sowie Magen-Darm-Geschwüre (unter Umständen mit Blutung und Durchbruch).
  3. Gelegentlich: blutiges Erbrechen (Hämatemesis), Blut im Stuhl oder blutiger Durchfall, Teerstuhl.
  4. Selten: Entzündung der Magenschleimhaut.

Sehr selten: Mundschleimhautentzündung (einschließlich geschwürige Entzündung der Mundschleimhaut), Zungenentzündung, Ösophagusläsionen (Schädigung der Speiseröhre), Verstopfung sowie Beschwerden im Unterbauch, wie z.B. Dickdarmentzündung (Colitis), blutende Dickdarmentzündungen (hämorrhagische Colitis), Verstärkung eines Morbus Crohn/einer Colitis ulcerosa (bestimmte, mit Geschwüren einhergehende Dickdarmentzündungen), membranartige Darmverengungen (intestinale Strikturen), Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) Sollten stärkere Schmerzen im Oberbauch, eine Schwarzfärbung des Stuhls oder Blut im Stuhl auftreten, so müssen Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” absetzen und den Arzt sofort informieren.

Beenden Sie die Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” und sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt, wenn Sie Folgendes beobachten: Leichte Krämpfe und Schmerzempfindlichkeit im Bauch, die kurz nach Beginn der Behandlung auftreten, gefolgt von rektalen Blutungen oder blutigem Durchfall, in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach Einsetzen der Bauchschmerzen (Häufigkeit nicht bekannt, Häufigkeit aufgrundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).4.1.f) Erkrankungen der Nieren und Harnwege Gelegentlich: Ausbildung von Ödemen (Wassereinlagerung im Körper), insbesondere bei Patienten mit Bluthochdruck oder eingeschränkter Nierenfunktion.

Sehr selten: Nierengewebsschädigungen (interstitielle Nephritis, Papillennekrose), die mit akuter Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz), Eiweiß im Harn (Proteinurie) und/oder Blut im Harn (Hämaturie) einhergehen können; nephrotisches Syndrom (Wassereinlagerung im Körper und starke Eiweißausscheidung im Harn), akutes Nierenversagen Verminderung der Harnausscheidung, Einlagerung von Wasser im Körper (Ödeme) sowie allgemeines Unwohlsein können Ausdruck einer Nierenerkrankung bis hin zum Nierenversagen sein.

Sollten die genannten Symptome auftreten oder sich verschlimmern, so müssen Sie “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” absetzen und sofort Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen.4.1.g) Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Häufig: entzündliche Hautveränderung. Gelegentlich: Haarausfall. Sehr selten: Hautausschlag mit Rötung (Ekzem, Erythem, Exanthem), Lichtüberempfindlichkeit, kleinfleckige Hautblutungen, schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Blasenbildung (z.B.

Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom), entzündliche Erkrankung der Haut mit Rötung, großblättriger Schuppung, Schwellung, Juckreiz, Spannungsgefühl und Frösteln (Dermatitis exfoliativa), entzündliche Rötung (Erythrodermie).4.1.h) Infektionen und parasitäre Erkrankungen Sehr selten ist im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung spezieller entzündungshemmender Arzneimittel (NSAR), zu diesen gehört auch “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung”, eine Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen (z.B.

Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis) beschrieben worden Wenn während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” Zeichen einer Infektion (z.B. Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte daher unverzüglich der Arzt zu Rate gezogen werden.

Sehr selten wurde unter der Anwendung von Diclofenac die Symptomatik einer nicht auf einer Infektion beruhenden Hirnhautentzündung (aseptische Meningitis) wie starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinstrübung beobachtet.

  • Häufig: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Hautjucken.
  • Gelegentlich: Nesselsucht (Urtikaria).
  • Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich niedriger Blutdruck und Schockzustand).
  • Sehr selten: schwere allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen.
  • Sie können sich äußern als Angioödem einschließlich Schwellungen: von Gesicht, Zunge und innerem Kehlkopf mit Einengung der Luftwege, Luftnot, Herzjagen, Blutdruckabfall bis zum bedrohlichen Schock.
  • Beim Auftreten einer dieser Erscheinungen, die schon bei Erstanwendung vorkommen können, ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.
  • In diesen Fällen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt aufzusuchen.
  • Sehr selten wurden allergisch bedingte Entzündungen der Blutgefäße (Vaskulitis) und der Lunge (Pneumonitis) beobachtet.

4.1.k) Leber- und Gallenerkrankungen Häufig: Erhöhung der Leberenzymwerte im Blut. Gelegentlich: Leberschäden, insbesondere bei Langzeittherapie, akute Leberentzündung mit oder ohne Gelbsucht sehr selten sehr schwer (fulminant) verlaufend, auch ohne Voranzeichen.

  1. Sehr selten: psychotische Reaktionen, Depression, Angstgefühle, Albträume, Schlaflosigkeit Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums.
  2. Selten: Asthma (einschließlich Atemnot).
  3. Sehr selten: interstitielle Lungenentzündung (Pneumonitis).
  4. Befolgen Sie die oben bei bestimmten Nebenwirkungen aufgeführten Verhaltensmaßregeln!

4.2.Gegenmaßnahmen Wenn während der Anwendung von “Diclofenac-zur-längeren-Behandlung” die oben beschriebenen Beschwerden neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte die Anwendung sofort beendet und unverzüglich der Arzt zu Rate gezogen werden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.

Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn (Website: www.bfarm.de) anzeigen.

  • Lagern Sie das Arzneimittel bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf, so weit der Hersteller keine anderen Angaben macht.
  • Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
  • Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

  1. 6.Quelle und Bearbeitungsstand
  2. Information der SCHOLZ Datenbank auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten
  3. Copyright by ePrax GmbH, München; November 2016 (3)

: Diclofenac-ratiopharm 50 mg magensaftresistent Tab

Was ist stärker Diclofenac oder Ibuprofen?

Saure antipyretische Analgetika – Saure antipyretische Analgetika, die auch als nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) bezeichnet werden, wirken über eine unselektive Hemmung der Cyclooxygenasen 1 und 2 (COX-1 und COX-2). Diese Enzyme wandeln ihre Substrate unter anderem in Prostaglandine und Thromboxane um.

Tab.1: Unerwünschte Wirkungen von Ibuprofen, Diclofenac und ASS in analgetischer Dosierung

unerwünschte Wirkung Ursache
gastrointestinale Beschwerden (wie Übelkeit, Sodbrennen), Rezidivulzera, Mikroblutungen COX-Hemmung → Bildung von PGE 2 und PGI 2 ↓, lokale Schleimhautschädigung 1
Überempfindlichkeitsreaktionen COX-Hemmung → Bildung von Leukotrienen ↑
Auslösen von Asthmaanfällen COX-Hemmung → Bildung von Leukotrienen ↑
Blutungszeit ↑ COX-Hemmung → Thromboxan-A 2 -Synthese 2 ↓
Nierenschäden 3 COX-Hemmung
kardiovaskuläre Komplikationen COX-Hemmung
vorzeitiger Verschluss des Ductus arteriosus botalli COX-Hemmung → Bildung von Prostaglandinen ↓
Uterusmotilität ↓ COX-Hemmung → Bildung von Prostaglandinen ↓
Serumtransaminasen ↑
1 verstärkt bei ASS; 2 in analgetischer Dosierung vor allem bei ASS relevant; 3 bei chronischem Gebrauch

Kontraindiziert sind die Substanzen dieser Gruppe bei

Magen-Darm-Ulzera (auch in der Anamnese), Asthma bronchiale, schwerer Leber- und Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz, hämorrhagischer Diäthese sowie im dritten Trimenon einer Schwangerschaft.

Chemisch handelt es sich unter anderem um Salicylate, Proprion- und Essigsäure-Derivate. Im Organismus sind sie zu 99% an Plasmaproteine gebunden. Die gute antiphlogistische Wirkung soll auf der Fähigkeit des proteingebundenen Arzneistoffs beruhen, sich im entzündeten und damit sauren Gewebe anreichern zu können.

  • Ob das saure Milieu im entzündeten Gewebe dazu beiträgt, den Anteil von proteingebundenem und damit pharmakologisch aktivem Wirkstoff zu erhöhen, ist ungeklärt.
  • Die Hypothese, dass die Anreicherung auf einem im Sauren vergleichsweise höheren Anteil an nicht dissoziiertem, membrangängigem Arzneistoff basiert, der in der Lage ist, in die Zelle und somit an den Wirkort zu gelangen, konnte experimentell nie belegt werden.

Zumindest die Tatsache, dass die nicht-sauren selektiven COX-2-Hemmer ebenfalls antiphlogistisch wirken, spricht gegen diese Hypothese, Acetylsalicylsäure (ASS) ASS wird bei Zahnschmerzen bzw. nach kieferchirurgischen Eingriffen zur Analgesie nicht empfohlen (siehe auch Interview).

Bereits durch einmalige Gabe wird durch die COX-Hemmung die Synthese von Thromboxan A 2 in den Thrombozyten vermindert und somit deren Aggregation gehemmt. Da die COX-Inhibition durch ASS im Gegensatz zur Hemmung durch Diclofenac oder Ibuprofen irreversibel ist und die kernlosen Thrombozyten nicht zur Proteinbiosynthese befähigt sind, hält der Effekt und somit die erhöhte Blutungsneigung mehrere Tage an, solange bis neue Thrombozyten ausgereift sind.

Zumindest nach kieferchirurgischen Eingriffen hat eine verlängerte Blutungszeit nur unter ASS eine ­klinische Relevanz. Ibuprofen Ibuprofen ist die nach kieferchirurgischen Eingriffen am häufigsten verschriebene Substanz und auch für die Behandlung von Zahnschmerzen gut geeignet.

Ibuprofen wirkt stärker analgetisch, antipyretisch und antiphlogistisch als vergleichbare Dosen ASS. Epidemiologischen Untersuchungen zufolge hat Ibuprofen von allen NSAR das geringste relative Risiko für gastrointestinale Nebenwirkungen. Laut der Datenbank Embryotox ist Ibuprofen das NSAR der Wahl in den ersten zwei Dritteln der Schwangerschaft sowie in der Stillzeit.

In der Selbstmedikation steht Ibuprofen in Dosierungen von 200 oder 400 mg zu Verfügung, die maximale Tagesdosis beträgt 1,2 g. Das Dosierungsintervall sollte sechs Stunden nicht unterschreiten. Ist ein besonders schneller Wirkeintritt gewünscht, kann auf das DL-Lysin-Salz zurückgegriffen werden.683,47 mg Ibuprofen-Lysinat entsprechen hier 400 mg Ibuprofen.

  1. Die Anwendung in der Selbstmedikation ist laut Packungsbeilage auf vier Tage begrenzt.
  2. Auf ärztliche Verschreibung beträgt die maximale Einzeldosis 800 mg, die maximale Tagesdosis 2,4 g.
  3. Diclofenac Laut einer Erhebung eines Internetportals, bei der über 700 Patienten zu ihren Analgetika-Verordnungen nach Weisheitszahnextraktion befragt wurden, wird Diclofenac in dieser Indikation nur sehr selten verordnet (2%),

Medizinische Gründe dafür gibt es nicht. Eher im Gegenteil: Diclofenac wirkt im Vergleich zu Ibuprofen in vergleichbarer Dosierung stärker analgetisch. Auch die Leitlinie erachtet die Substanz im Mund-Kiefer-chirurgischen Bereich als geeignet, Diclofenac kann als Analgetikum in den ersten beiden Dritteln der Schwangerschaft verwendet werden.

Besser erprobt ist jedoch Ibuprofen. Letzteres ist wie schon erwähnt auch NSAR der Wahl in der Stillzeit. Bei gelegentlicher Einnahme oder kurzfristiger Therapie ist laut Embryotox jedoch auch ­Diclofenac akzeptabel. Im OTC-Bereich wird Diclofenac in einer Dosierung von 12,5 bis 25 mg bis zu einer maximalen Tagesdosis von 75 mg eingesetzt.

Auch hier ist die Anwendung laut Packungsbeilage auf vier Tage begrenzt. Auf ärztliche Verordnung beträgt die maximale Tagesdosis 150 mg. Hier sind verschiedenste, teilweise retardierte Einzeldosen von 50, 75, 100 und 150 mg im Handel. Häufig ist auch ein schnell freisetzender Anteil mit einem langsam freisetzenden kombiniert.

  1. Der Wirkungsmechanismus der nicht-sauren antipyretischen Analgetika wie Paracetamol und Metamizol ist nach wie vor nicht abschließend geklärt.
  2. Sie sind ZNS-gängig und sollen dort die Prostaglandin-Synthese hemmen, die durch nozizeptive Stimuli hervorgerufen wird.
  3. Im entzündeten Gewebe und in der Peripherie wird eine Konzentration erreicht, die für eine klinisch relevante COX-Hemmung erforderlich wäre, nicht erreicht.

Dementsprechend wirken diese Substanzen zwar analgetisch und antipyretisch, aber nicht ausreichend antiphlogistisch. Dies stellt bei Schmerzen, die mit Entzündungen einhergehen, einen gewissen Nachteil gegenüber den NSAR dar. Die typischen NSAR-Nebenwirkungen wie gastrointestinale Komplikationen oder eine erhöhte Blutungsneigung sowie eine Erhöhung des kardiovaskulären Risikos spielen hier keine bzw.

  • Nur eine geringere Rolle.
  • So gibt es lediglich einzelne Berichte über kardiovaskuläre Komplikationen nach Paracetamol-Gabe.
  • Insgesamt scheint das Nebenwirkungsprofil dieser Gruppe aber etwas günstiger zu sein.
  • Paracetamol Paracetamol gilt in den üblichen Dosierungen bei kurzzeitiger Anwendung als sehr gut verträglich.

Seine analgetische Potenz ist allerdings etwas geringer als die der NSAR bei vergleichbarer Dosis. Das zeigt auch ein Cochrane-Review aus dem Jahre 2013, dessen Autoren zu dem Schluss kommen, dass es gute Evidenz für die Überlegenheit von Ibuprofen 400 mg gegenüber Paracetamol 1000 mg nach einer Weisheitszahnextraktion gibt,

Wie lange darf man Diclofenac Tabletten einnehmen?

Was ist bei der Anwendung zu beachten? – Diclofenac liegt in verschiedenen Wirkstärken und Darreichungsformen vor. So gibt es den Wirkstoff beispielsweise als Tablette, in Form von Retardkapseln (mit verzögerter und lang anhaltender Wirkung), als Gel, Zäpfchen oder Schmerzpflaster.

Wichtig: Je nach Darreichungsform gelten zum Teil unterschiedliche Empfehlungen, wie Sie den Arzneistoff am besten anwenden und was Sie beachten sollten. Unbedingt im Beipackzettel nachschauen! Generell wird Diclofenac als Tablette besser vertragen, wenn Sie diese nicht auf nüchternen Magen, sondern zum Essen und mit einem Glas Wasser einnehmen.

Wenden Sie die Arznei als Gel an, dann sollten Sie wenig Gel auf die betroffene Stelle auftragen, es gut einreiben und sich anschließend die Hände waschen. Handelt es sich um Retardkapseln oder –tabletten dürfen Sie diese im Normalfall nicht teilen. Wenden Sie rezeptfreie Schmerzmittel, die Sie wegen Fieber oder Schmerzen einnehmen, nicht länger als vier Tage an – es sei denn, der Arzt hat etwas anderes empfohlen!

Ist Diclofenac ein Opiat?

Der Begriff Analgetika ist ein anderer Ausdruck für Schmerzmittel. Grundsätzlich unterscheiden wir 2 große Gruppen der Analgetika, nämlich die Opiat- von den Nicht-Opiat-Analgetika. Zu den Nicht-Opiat-Schmerzmitteln gehören entzündungshemmende Medikamente wie z.B.

  1. Diclofenac und Ibuprofen sowie die Coxibe, die sich, im Gegensatz zu den älteren Rheumamitteln wie Diclofenac und anderen, durch eine bessere Magen-Darm Verträglichkeit auszeichnen.
  2. Eigentlich sind die genannten Medikamente keine Schmerzmittel, sondern vielmehr Entzündungshemmer.
  3. Das bedeutet, dass die Hauptwirkung dieser Medikamente darin besteht, dass sie eine Entzündung dämpfen und auf diese Weise den Schmerz indirekt lindern.

Ist aber keine Schmerzreaktion vorhanden, so können diese Medikamente nicht wirksam sein! Eine längerfristige Einnahme dieser Medikamentengruppe sollte bei Nebenwirkungen auf Nierenfunktion, Blutdruck und Schleimhautveränderungen sorgfältig abgewogen werden und kommt in der Behandlung chronischer Schmerzen eher selten in Betracht.

  • Als weiteres Nicht-Opiat-Schmerzmittel steht Metamizol (Novaminsulfon) u.a.
  • Als entkrampfendes Medikament zur Verfügung.
  • Paracetamol spielt in der Schmerztherapie eine eher untergeordnete Rolle.
  • Zu den sog.
  • Opioiden Schmerzmitteln zur Linderung von Schmerzen mittelstarker Intensität zählen Tramadol und Tilidin.

Es handelt sich hierbei um eher schwach wirksame, künstliche Opiate. Zu den Opiat-Schmerzmitten zur Linderung von Schmerzen von hoher Intensität zählen die Morphinabkömmlinge. Zur Zeit stehen Morphin, Hydromorphon, Oxycodon und in Pflasterform Fentanyl und Buprenorphin zur Verfügung.

  • Zu beachten ist aber dabei, dass nicht alle Schmerzformen durch Opiate beeinflussbar sind.
  • Entzündungsbedingte Schmerzen reagieren gar nicht auf diese Medikamente, Nervenschmerzen nur teilweise.
  • Im Zweifelsfalle kann eine Testinfusion mit Opiaten über die Ansprechbarkeit der Schmerzen auf diese Analgetika Aufschluss geben.

Hauptnebenwirkungen der Opiate Medikamente sind Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen. Diese Nebenwirkungen können mit Antiemetika (Medikamenten gegen Übelkeit/Erbrechen) und Laxantien (Medikamente gegen Verstopfung) behandelt werden. Die genannten Medikamente gegen Übelkeit sind meist nur in den ersten 2-3 Wochen der Behandlung, die Mittel gegen Verstopfung allerdings auch oft über längere Zeiträume erforderlich.

Bei chronischen Schmerz ist die Gabe von sog. retardierten Opiate die Therapieform der Wahl. Diese Medikamente wirken im Gegensatz zu den sog. unretardierten Formen deutlich länger, benötigen aber auch längere Zeit, um im Körper wirksam werden zu können. Daher sind sie nicht als Medikamente “bei Bedarf” gedacht.

Unretardierte Präparate können bei regelmäßigem Gebrauch zu Abhängigkeit bzw. Sucht führen und kommen daher in der Therapie chronischer Schmerzen nur als sog. “on-top-Medikation” vor. Hierunter versteht man die Gabe eines schnellwirksamen Opiates bei besonderen Belastungssituation zusätzlich zu dem retardierten Präparat.