Wie Läuft Eine Abtreibung Ab?

Wie Läuft Eine Abtreibung Ab

Wie lange dauert eine Abtreibung ab?

Was passiert bei einem medikamentösen Abbruch? – Ein medikamentöser Schwangerschaftsabbruch ist eine Abtreibung mit Hilfe von Pillen (11). Für den medikamentösen Schwangerschaftsabbruch gibt es zwei Möglichkeiten: Bei der einen werden Mifepriston und Misoprostol verwendet, bei der anderen nur Misoprostol.

  1. Beide Abbruchmethoden können durchgeführt werden, sobald eine Schwangerschaft beginnt, und sind in der Regel bis zur 10.-12.
  2. Schwangerschaftswoche und manchmal auch noch länger möglich – je nachdem, wo du lebst (11).
  3. Meistens ist die erste Pille, die man einnimmt, ein Medikament namens Mifepriston : Es verhindert, dass das Progesteron die Schwangerschaft weiter unterstützt (12).

Du erhältst im Anschluss ein weiteres Medikament, das du mit nach Hause nehmen kannst. An bestimmten Orten wird ein Nachsorgetermin ein oder zwei Wochen nach dem Abbruch vereinbart (12). Zu Hause wirst du ein Medikament namens Misoprostol einnehmen. Misoprostol kann 6-72 Stunden nach Mifepriston eingenommen werden, aber der Zeitpunkt und die Art der Einnahme, die dein:e Arzt oder Ärztin empfiehlt, können von den örtlichen Gesetzen und der individuellen Medikamentenhistorie abhängen (11, 13, 14).

Misoprostol bewirkt, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht/verkrampft und der Gebärmutterhals erweicht, wodurch die innere Auskleidung und der Inhalt abgestoßen werden. Das Medikament besteht aus einer bestimmten Art der Prostaglandine, die dem ähnelt, was regelmäßige Menstruationskrämpfe (und ähnliche Symptome) verursacht (12).

Das Ausmaß der Krämpfe, Schmerzen und Blutungen kann intensiv sein und hängt davon ab, wie weit die Schwangerschaft schon fortgeschritten ist (15). Du kannst etwa eine halbe Stunde vor der Einnahme von Misoprostol ein Mittel gegen Übelkeit und vor dem oder während des Abbruchs ein Schmerzmittel (Ibuprofen) einnehmen (11).

  1. Verzichte auf Aspirin oder andere Schmerzmittel, die die Blutung verstärken könnten (11).
  2. Medikamentöse Schwangerschaftsabbrüche im ersten Trimester sind sicher und sehr effektiv.
  3. Mehr als 95 von 100 Personen, die einen medikamentösen Abbruch haben, benötigen keine weitere Behandlung (16, 17).
  4. In den wenigen Fällen, in denen die Pillen nicht vollständig wirken, wird eine weitere Pille oder eine Ausschabung als Folgemaßnahme eingesetzt.

Schwerwiegendere Komplikationen sind sehr selten und treten in weniger als 0,4 von 100 Fällen auf (6, 17, 18). Vorteile eines medikamentösen Schwangerschaftsabbruchs:

  • Je nachdem, wo du lebst, kann ein medikamentöser Schwangerschaftsabbruch durchgeführt werden, sobald du weißt, dass du schwanger bist
  • So können Spritzen oder eine Narkose vermieden werden, und du hast wahrscheinlich eine gewisse Kontrolle darüber, wann du die zweite Pille nimmst
  • Es besteht die Möglichkeit, zu Hause (oder wo immer es am bequemsten ist) zu sein und den Raum so zu gestalten, dass er deinen Bedürfnissen entspricht
  • Du kannst wählen, ob du jemanden bei dir haben oder allein sein möchtest
  • Es gibt mehr Zeit und Raum, um die Erfahrung zu verarbeiten, wenn das für dich von Bedeutung ist

Risiken eines medikamentösen Schwangerschaftsabbruchs:

  • Der Prozess des Abbruchs dauert 1-2 Tage
  • Blutungen und Krämpfe können recht stark/schmerzhaft sein und länger andauern als bei einer Vakuumaspiration
  • Es kann sein, dass du dich fragst, ob deine Symptome normal sind, wenn du zu Hause bist, und das kann sehr belastend sein
  • Je nachdem, wo du lebst, sind medikamentöse Schwangerschaftsabbrüche in der Regel nicht so spät in der Schwangerschaft möglich wie andere Methoden

Was muss ich tun wenn ich abtreiben will?

Wie wird Mifegyne® angewendet? – Beim Abbruch mit Tabletten werden zwei verschiedene Tabletten im Abstand von zwei Tagen eingenommen. Das erste Medikament wird unter ärztlicher Aufsicht in der Regel in der Praxis eingenommen. Das zweite Medikament nach Absprache entweder wiederum in der Praxis oder zuhause.

  1. Beim ersten Besuch stellt der Arzt / die Ärztin fest, wie lange Sie schon schwanger sind.
  2. In einem persönlichen Gespräch wird geklärt, ob ein medikamentöser Schwangerschaftsabbruch in Frage kommt.
  3. Spricht nichts gegen einen medikamentösen Schwangerschaftsabbruch, nehmen Sie unter ärztlicher Aufsicht drei Tabletten Mifegyne® ein.

Sie erhalten genaue Hinweise, an wen Sie sich wenden können, falls Probleme (zum Beispiel starke Blutungen) auftreten. Danach können Sie die Klinik oder Praxis verlassen. Manchmal kommt es bereits am folgenden Tag zur Blutung, in drei Prozent der Fälle wird bereits vor der Einnahme des Prostaglandins das Schwangerschaftsgewebe ausgestoßen.

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Die meisten Frauen spüren jedoch keine körperliche Veränderung bis zur Einnahme des Prostaglandins.36 bis 48 Stunden nach der Einnahme von Mifegyne® wird das Prostaglandin Cytotec® verabreicht. Cytotec® wird bis zum 49. Tag der Schwangerschaft (7. Woche) als Tablette eingenommen, bis zum 63. Tag (8.-9. Woche) werden die Tabletten vaginal eingeführt.

Bei den meisten Frauen kommt es in den nächsten drei Stunden zum Abbruch, bei jeder vierten Frau aber erst nach mehr als 24 Stunden. Um die Wirksamkeit der Methode zu erhöhen, kann drei Stunden nach der ersten Prostaglandingabe eine zweite erfolgen, wenn bis dahin keine Blutung eingesetzt hat.14 Tage nach Einnahme des Prostaglandins muss eine Nachuntersuchung in der Praxis wahrgenommen werden, um sicherzustellen, dass der Schwangerschaftsabbruch vollständig erfolgte.

Wie läuft es nach einer Abtreibung ab?

Der operative, oder auch chirurgische oder instrumentelle Schwangerschaftsabbruch ist die zweite, sichere Option, eine ungewollte Schwangerschaft zu beenden. – Kliniken, Tageskliniken und manche Praxen führen den operativen Schwangerschaftsabbruch in der Regel ambulant durch. Die Patient*innen können nach einer kurzen Ruhephase nach Hause gehen. Der operative Schwangerschaftsabbruch kann grundsätzlich in Vollnarkose oder örtlicher Betäubung durchgeführt werden; nicht in jedem Haus sind beide Optionen verfügbar. Insbesondere die örtliche Betäubung wird in Deutschland nur noch selten angeboten, während sie in Ländern wie England und den USA sehr gängig ist. Vakkumaspiration: Das Standardverfahren ist die Vakuumaspiration, auch bekannt als Absaugung oder Saugkürettage. Dabei wird ein schmales, steriles Röhren durch Scheide und den vorher vorsichtig gedehnten Gebärmutterhals eingeführt. Durch das in der Gebärmutterhöhle liegende Röhrchen werden die Gebärmutterschleimhaut und die Fruchtblase mitsamt dem Embryo bzw. Fötus abgesaugt. Vor dem Eingriff erfolgt ein Ultraschall, der die Lage der Gebärmutter, die Lokalisation und Größe der Schwangerschaft bestimmt. Meist wird ein sogenanntes ‘Priming’ mit einem Prostaglandin durchgeführt, dass den Gebärmuttermund weicher und leichter dehnbar macht. Nach dem Eingriff erfolgt ein weiterer Ultraschall, um sicher zu gehen, dass die Gebärmutterhöhle leer ist. So wird Infektionen vorgebeugt. Der Eingriff dauert in etwa fünfzehn Minuten. Danach können Schmerzmittel eingenommen werden, viele Patient*innen kommen jedoch ohne aus. Nach dem Eingriff setzt eine unterregelstarke Blutung ein, die bis zu vier Wochen anhalten kann. Eine Nachuntersuchung ist nach zwei Wochen empfohlen. Außerdem beginnt mit dem Abbruch ein neuer Menstruationszyklus, in dem ab dem Tag des Abbruches wieder auf Verhütung geachtet werden muss. Curretage : Leider werden in Deutschland immer noch > 11% der Schwangerschaftsabbrüche mit der sogenannten Kürette durchgeführt. (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2021). Das ist ein löffelartiges Instrument, mit dem die Gebärmutter ausgeschabt wird. Diese Methode wird aufgrund einer höheren Komplikationsrate von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht mehr empfohlen (Quelle: WHO Library Cataloguing-in-Publication Data ). Ein operativer Schwangerschaftsabbruch, der nach anerkannter Methode, in sicherem Setting und von geschultem Personal durchgeführt wird, ist ein sehr sicherer Eingriff. Komplikationen treten äußerst selten auf. Bei Fieber, starker Blutung oder anhaltenden Unterbauchschmerzen muss umgehend ein*e Ärzt*in aufgesucht werden, das passiert bei unter 2% der Eingriffe. Ein komplikationsloser, operativer Abbruch hat keine Auswirkung auf Fruchtbarkeit und spätere Schwangerschaften. Manche Patient*innen bevorzugen den operativen Abbruch, da der Eingriff schnell vorbei und die Schwangerschaft sicher beendet ist. Die psychische Verarbeitung des Geschehenen hängt von der persönlichen Einstellung und der momentanen Lebenssituation ab. Der Abbruch kann beispielsweise eine depressive Verstimmung oder Schlaflosigkeit auslösen. Meist ist jedoch Erleichterung das vorwiegende Gefühl nach dem Abbruch. Bei anhaltenden psychischen Problemen ist eine psychotherapeutische Behandlung empfehlenswert. In Deutschland finden 96,8% aller Abbrüche vor der 14. Schwangerschaftswoche (SSW) statt.42,4 % aller Abbrüche werden bis zur 8. SSW, 75,8% bis zur 10. SSW durchgeführt. (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2021) Viele Menschen haben eine falsche Vorstellung davon, wie fortgeschritten eine Schwangerschaft zu diesem Zeitpunkt ist. Dies erklärt sich sicherlich u.a. dadurch, dass im Internet viele abschreckende Bilder kursieren. Deshalb wollen wir realitätstreue Bilder von Fruchtblasen zeigen. Bei der Angabe von Schwangerschaftswochen sollte beachtet werden, dass ab dem ersten Tag der letzten Menstruationsblutung (p.m.) gerechnet wird. Die ersten vier Wochen beinhalten also einen ‘normalen Menstruationszyklus‘. Ein Embryo bildet sich erst nach ungefähr sechseinhalb Wochen. Bis zur 7. SSW ist ein Embryo mit bloßen Augen nicht erkenntlich. Ab der 8. SSW kann beim medikamentösen Schwangerschaftsabbruch in seltenen Fällen der ausgestoßene Embryo sichtbar sein. Für diejenigen, die sich gerne im Vorhinein damit auseinandersetzen möchten, bilden wir daher im Folgenden auch eine Fruchtblase in der 8. SSW mit sichtbarem Embryo ab. Fruchtblase 5. SSW Fruchtblase 6. SSW Fruchtblase 7. SSW Fruchtblase 8. SSW (mit sichtbarem Embryo) Ultaschallbild der 6. SSW

Wie lange ausruhen nach Abtreibung?

Was geschieht nach dem Eingriff und was ist zu beachten? – Auch bei der ambulanten Gebärmutterausschabung bleiben Sie nach dem Eingriff noch für einige Stunden unter Beobachtung – so lange bis Sie sich fitt für den Heimweg fühlen. Die Narkose wird relativ schnell nachlassen, so dass sie bald wieder ansprechbar sind.

  • Bis Sie wieder völlig klar im Kopf sind, kann es aber noch etwas länger dauern.
  • Sie dürfen daher am Tag des Eingriffs nicht selbst Auto fahren und sollten sich auch nicht alleine mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg machen.
  • Lassen Sie sich von Angehörigen oder Freunden abholen oder nehmen Sie ein Taxi nach Hause.
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Noch mehrere Stunden nach dem Eingriff können sie erschöpft und schläfrig sein. Legen Sie sich also ruhig ins Bett und ruhen sich aus. Einige Schritte sollten Sie aber noch am Operationstag laufen, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Die ersten Tage nach dem Eingriff besteht noch eine Wundblutung, wobei der Blutverlust dabei meist sehr gering ist.

Nach 3-5 Tagen kann die Blutung noch einmal etwas zunehmen, vergleichbar mit einer normalen Regelblutung. Nachfolgend kann noch für etwa 14 Tage bis zur nächsten Regelblutung ein blutig/bräunlicher Ausfluss bestehen. Eventuell spüren sie in der ersten Zeit nach dem Eingriff leicht ziehende Schmerzen, ähnlich den normalen Menstruationsbeschwerden.

Hierüber brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Da der Muttermund in der ersten Zeit noch etwas geöffnet ist sollten Sie in den ersten drei Wochen nach dem Eingriff nicht baden oder Schwimmen gehen, keinen Geschlechtsverkehr haben, keine Tampons benutzen und auf Saunabesuche verzichten.

Eine körperliche Schonung wird für etwa eine Woche empfohlen. Hatten Sie vor dem Eingriff regelmäßige Monatsblutungen ist mit der nächsten Regelblutung etwa 4-8 Wochen nach der Ausschabung zu rechnen. Schon vor dieser Blutung kann aber eine Schwangerschaft eintreten, so dass Sie auch in diesem Zeitraum auf Empfängnisverhütung achten sollten.

Eine Schwangerschaft sollte frühestens drei Monate nach dem Eingriff geplant werden.

Kann ich nach einer Abtreibung wieder arbeiten gehen?

Wie lange soll nach einem Abbruch mit Geschlechtsverkehr, Tampons, Schwimmen, Sport gewartet werden? – In der ersten Woche nach einem Abbruch empfehlen wir von Geschlechtsverkehr, Schwimmen, Baden abzusehen. Es sollten auch keine Tampons sondern nur Binden verwendet werden.

Was ist besser medikamentöse oder operative Abtreibung?

Vorteile des operativen Abbruches: –

Unkompliziert und in wenigen Minuten sicher erledigt, man kann am nächsten Tag sofort wieder arbeiten – während beim medikamentösen Abbruch das Ausstoßen der Schwangerschaft erst 2 Tage später zu Hause erfolgt. In der Regel deutlich kürzere Blutungen, deutlich weniger Schmerzen, da die Schwangerschaft in Kurznarkose abgesaugt wird und die Schwangerschaft nicht ausgestoßen wird.Man bekommt den Abbruch aufgrund der ca.10-minütigen Kurznarkose nicht mit – für viele Frauen in der ohnehin psychisch belastenden Situation ein Vorteil.Beim operativen Abbruch ist es möglich und sinnvoll im Zuge der Narkose gleich eine Spirale einsetzen zu lassen, falls diese Verhütungsart gewünscht wird. Dadurch ist sofort ein sicherer Verhütungsschutz gewährleistet und man erspart sich das schmerzhafte spätere Einsetzen ohne Narkose.

Wie fühlt sich ein Schwangerschaftsabbruch an?

Fehlgeburten, medizinisch Aborte, kommen relativ häufig vor. Bei etwa jeder fünften Schwangerschaft kommt es zu einer Fehlgeburt. Bei einer Fehlgeburt bis zur 12. Schwangerschaftswoche spricht man von einem Frühabort. Eine Fehlgeburt kann unterschiedliche Ursachen haben, die entweder bei der Mutter oder dem Kind liegen.

  • Vaginale Blutungen oder Unterleibsschmerzen können Anzeichen für eine drohende Fehlgeburt sein.
  • Nicht jede Schwangerschaft entwickelt sich komplikationslos.
  • Gerade im Frühstadium der Schwangerschaft kommt es relativ häufig zu Spontanaborten.
  • Man schätzt, dass etwas 20% der Schwangerschaften mit einer Fehlgeburt enden.

Mit zunehmendem Alter der Mutter steigt das Risiko an. Frauen über 35 Jahren erleiden etwa doppelt so häufig Fehlgeburten wie Frauen unter 30 Jahren. Die Gründe für eine Fehlgeburt können sehr unterschiedlich sein und entweder bei der Mutter oder beim Kind liegen.

Infektionen, Hormonelle Störungen, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Uterusmyome oder eine Gebärmutterhalsschwäche können mütterliche Ursachen für eine Fehlgeburt sein. Auf Seiten des Fötus sind es meist Missbildungen und Chromosomenanomalien (z.B. Down Syndrom), die zu einer Fehlgeburt führen. Schmierblutungen, Unterleibsschmerzen oder Kontraktionen der Gebärmutter können Anzeichen für eine drohende Fehlgeburt sein.

Der Abgang von Blutklumpen, Gewebeanteilen und das plötzliche Nachlassen von Schwangerschaftszeichen wie morgendliche Übelkeit deuten auf eine durchgemachte Fehlgeburt hin. In der Frühphase der Schwangerschaft kann die Fehlgeburt auch unbemerkt geschehen.

Bei ersten Anzeichen von Unregelmässigkeiten oder Beschwerden sollte sofort eine gynäkologische Abklärung stattfinden. Drohende Aborte können manchmal mit Bettruhe, wehenhemmenden Medikamenten und mit der Behandlung von möglichen Risikofaktoren verhindert werden. Nur eine Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter kann letztlich Klarheit darüber verschaffen, ob eine Fehlgeburt stattgefunden hat oder nicht.

Bei einem unvollständigen Abort oder wenn der abgestorbene Fötus in der Gebärmutter verbleibt, werden wehenfördernde Medikamente eingesetzt. Oft ist nach einer Fehlgeburt eine Aussschabung der Gebärmutter notwendig. Mehr dazu finden Sie im Kapitel Gebärmutteroperationen,

Jede Fehlgeburt ist ein einschneidendes und belastendes Erlebnis für die Eltern. Eine professionelle psychotherapeutische Begleitung kann helfen, das Erlebnis zu verarbeiten. Totgeborene Kinder mit einem Mindestgewicht von 500 Gramm oder nach der vollendeten 22. Schwangerschaftswoche müssen zwingend beim Zivilstandsamt registriert werden.

Um die Trauerarbeit zu erleichtern und eine allfällige Bestattung zu vereinfachen, können die Eltern aber auch Fehlgeburten unter 500 Gramm und vor der 22. Schwangerschaftswoche beim Zivilstandsamt eintragen lassen.

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Kann man nach einer Abtreibung gleich wieder nach Hause?

Der operative Schwangerschaftsabbruch wird in der Regel ambulant in einer Klinik oder Arztpraxis durchgeführt. Nach dem Eingriff und einer kurzen Ruhephase kann die Frau nach Hause gehen. Der operative Abbruch kann in einer kurzen Vollnarkose oder in örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

Hat das Baby Schmerzen bei der Abtreibung?

Medizinische Eingriffe zur Erhaltung des Lebens und der Gesundheit des Fötus vs. Abtreibung – Die Autoren gehen basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen davon aus, dass ungeborene Kinder ab der 12. Schwangerschaftswoche sehr wahrscheinlich Schmerzen in irgendeiner Form empfinden können.

Diese Erkenntnis ist für sie vor allem im Zusammenhang mit Abtreibungsverfahren von Bedeutung, da man bei allen anderen medizinischen Interventionen am Fötus schon jetzt analgetische und anästhetische Verfahren anwenden würde. Mediziner seien sich hierbei einig, dass Analgesie (Schmerztherapie) und Anästhesie die mütterliche und kindliche Herz-Kreislauf-Stabilität verbessern, für die nötige Unbeweglichkeit des Fötus sorgen und die gefährliche physiologische Stressreaktion des Kindes verhindern würden.

Obwohl die Schmerzerfahrung in den Fällen, in denen es um die Erhaltung des Lebens oder die Gewährleistung der Gesundheit des Kindes gehe, rechtfertigbar wäre, stelle sich die Situation – zumindest aus ethischer Sicht – bei der Abtreibung ganz anders dar.

Wie lange blutet man nach einer Abtreibung?

aktuelle Gesetzeslage zu Abtreibungen in Deutschland und Österreich – Auch in Deutschland und Österreich ist die Situation für Frauen teilweise schwierig: 
Schwangerschaftsabbrüche sind eigentlich gesetzlich verboten und werden nur unter bestimmten Umständen geduldet (Beratungsgespräch).

  • In Deutschland gab es 2021 fast 95.000 Schwangerschaftsabbrüche Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland In Deutschland ist Abtreibung im Strafgesetzbuch grundsätzlich verboten, aber unter bestimmten Bedingungen straffrei.
  • Besteht beispielsweise Gefahr für die Schwangere oder ist sie durch sexualisierte Gewalt schwanger geworden, kann der Abbruch straffrei sein.

Sie muss außerdem eine offizielle Beratung erhalten haben und sie muss je nach Situation einige Fristen einhalten. Außerdem dürfen nur Ärzt:innen die Abbrüche durchführen. In Österreich ist der Abbruch nur dann in den ersten 3 Monaten nicht strafbar, wenn davor eine ärztliche Beratung stattgefunden hat.
 Vorarlbergerinnen müssen außerdem bald in andere Bundesländer pendeln, um eine Abtreibung durchzuführen.

Der einzige Arzt, der Abbrüche anbietet, geht in Pension. Die politische Führung ist dagegen, Abtreibungen in Spitälern durchzuführen. Mehr hier. Wie lange dauert die Hormonumstellung nach Abtreibung? Eine Abtreibung bzw. ein Schwangerschaftsabbruch ist vergleichbar mit der Periode. Etwa zwei Wochen danach kann schon der nächste Eisprung stattfinden.

Das heißt, luteinisierende Hormone, follikelstimulierende Hormone sowie das weibliche Geschlechtshormon Östrogen erreichen wieder ein Maximum. Danach steigt das Hormon Progesteron und sollte keine Befruchtung stattfinden, folgt daraufhin wieder die nächste Menstruation.

  1. Wie verändert sich der Zyklus und die Periode nach der Abtreibung? Da die Abtreibung quasi die Einleitung in den neuen Zyklus ist und mit einer Periode vergleichbar ist, beginnt der Zyklus somit gleich darauf.
  2. Es könnte sein, dass die folgende Menstruation etwas stärker ist.
  3. Es gibt aber keine generelle Beobachtung dazu.

Was passiert mit dem Körper nach der Abtreibung? Bei einer medikamentösen Abtreibung erleben die Frauen den Prozess. Die Blutung ist stärker und kann ca. zwei Wochen anhalten. Beim chirurgischen Schwangerschaftsabbruch erfolgt meist eine Vollnarkose. Frauen bemerken kaum etwas.

  • Verbleibt Gebärmutterschleimhaut in der Gebärmutter, dann kann es zu stärkeren Blutungen kommen.
  • Ann man nach dem Schwangerschaftsabbruch wieder schwanger werden? Nach einem Schwangerschaftsabbruch können Frauen sofort wieder schwanger werden und haben sogar ein größeres Risiko im Vergleich zum Durchschnitt der Frauen, da sie nachweislich fruchtbar sind.

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Wie lange darf man nach einem Schwangerschaftsabbruch nicht arbeiten?

Wie lange soll nach einem Abbruch mit Geschlechtsverkehr, Tampons, Schwimmen, Sport gewartet werden? – In der ersten Woche nach einem Abbruch empfehlen wir von Geschlechtsverkehr, Schwimmen, Baden abzusehen. Es sollten auch keine Tampons sondern nur Binden verwendet werden.

Wie viel kostet abtreiben?

Kosten nach der Beratungsregelung – Frauen, die einen straffreien Schwangerschaftsabbruch (umgangssprachlich auch „Abtreibung” ) nach der Beratungsregelung vornehmen lassen, tragen die Kosten für den Eingriff selbst. Für einen ambulanten Schwangerschaftsabbruch muss man mit Kosten zwischen 350 und 600 Euro rechnen, je nach gewählter Methode ( operativ oder medikamentös ) und der Narkoseart.