Wie Schnell Wirkt Paracetamol?

Wie viel Paracetamol 500 darf man am Tag nehmen?

Die Gesamtdosis an Paracetamol darf für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren bzw. ab 43 kg Körpergewicht 4000 mg Paracetamol (entsprechend 8 Paracetamol 500 mg Tabletten) täglich und für Kinder 60 mg/kg pro Tag nicht übersteigen.

Wie lange hält eine Paracetamol 500 an?

„Ein handelsübliches Schmerzmittel wirkt nicht länger als vier bis sechs Stunden ‘, so könne man laut Casser ungefähr sagen. Im Durchschnitt gelte diese Wirkungsdauer gleichermaßen etwa für eine „Paracetamol 500’ (also mit 500 mg Wirkstoff pro Tablette) wie für Ibuprofen.

Wie wirkt Paracetamol schneller?

Liegen auf der rechten Seite: Wirkung tritt 2,3-mal schneller ein als im Stehen – Die Ergebnisse sind eindeutig: Beim Liegen auf der rechten Seite erreichte der Wirkstoff die tiefste Stelle im Magen am schnellsten und konnte sich so 2,3-mal schneller auflösen als im Stehen. Konkret unterschied sich die Wirkungsdauer wie folgt:

Stehen und Sitzen: 23 Minuten bis Wirkung Liegen auf der rechten Seite: 10 Minuten bis Wirkung Liegen auf der linken Seite: 100 Minuten bis Wirkung

Am längsten brauche der Wirkstoff im Liegen auf der linken Seite, erklären die Forscher. Eine Tablette durchwandere den Magen bis zu zehnmal langsamer als auf der rechten Seite liegend. Auf dem Rücken liegend sei zudem ähnlich effektiv, wie zu stehen, ergänzt Studienautor Rajat Mittal.

In welcher Position wirken Schmerztabletten am schnellsten?

So wirken Schmerztabletten schneller: Auf rechte Seite legen Schmerztabletten wirken laut einer Studie zehnmal schneller, wenn man auf der rechten Seite liegt. Warum das so ist – und warum bei manchen Medikamenten die linke Seite besser ist. Die richtige Position nach der Schmerztablette: Für eine schnelle Wirkung sollte man sich auf die rechte Seite legen.

  1. Quelle: iStock/demaerre Wer Schmerzen hat, möchte, dass sie aufhören – und das möglichst schnell.
  2. Viele Menschen greifen deshalb zu Tabletten.
  3. Doch wie alle Medikamente, die geschluckt werden, haben sie einen weiten Weg, bis der Wirkstoff im Zwölffingerdarm aufgenommen wird.
  4. Wie lange es genau dauert, bis Medikamente wirken, hängt auch von unserer Körperhaltung ab.

Das haben Forschende in einer herausgefunden. Legt man sich auf die rechte Seite, geht es zehnmal schneller als auf der linken: Die Erklärung: Je steiler der Winkel, in dem das Medikament durch den Magen rutscht, desto schneller wirkt es. Wenn man auf der rechten Seite liegt, arbeiten Schwerkraft, Magenkontraktionen und Magensaftströmungen perfekt zusammen.

  • Gerade für die Behandlung bettlägeriger Patient*innen seien die Erkenntnisse hilfreich, sagt Professor Hans-Raimund Casser, Ärztlicher Direktor des DRK-Schmerz-Zentrums in Mainz.
  • Denn sie lassen sich auf andere Medikamente übertragen, die geschluckt werden – zum Beispiel auf so genannte Retardtabletten, die ihren Wirkstoff bewusst langsamer freisetzen sollen.

Hier sollte man sich folglich besser nach links drehen. “Hier gilt ja genau das umgekehrte Prinzip”, sagt Casser. Das Medikament solle möglichst lange im Magen bleiben und dann langsam in den Darm abgegeben werden. “Man könnte auch sagen, wenn ich mich auf die linke Seite lege, wirkt das Medikament erst langsam, aber dafür vielleicht längere Zeit in geringerer Dosis.” Doch nicht nur die Körperhaltung beeinflusse das Wirktempo, sagt Casser.

Die Medikamente einige Minuten vor dem Essen einnehmen. Denn ein voller Magen verringert und verlangsamt die Wirkung.Tabletten immer mit Flüssigkeit schlucken.Wenn möglich Tropfen statt Tabletten nehmen, da sie über die Mund- oder Nasenschleimhaut aufgenommen schneller wirken.

Schmerztabletten sollten maximal vier Tage hintereinander eingenommen werden – und nicht mehr als zehn Stück pro Monat, sofern nicht anders verschrieben.Die richtige Dosierung beachten und die Tageshöchstmenge nicht überschreiten.Passende Schmerzmittel je nach Beschwerden wählen.

Auch bei rezeptfreien Medikamenten können bei falscher oder übermäßiger Einnahme Neben- und Wechselwirkungen oder dauerhafte Organschädigungen auftreten und zu einer Abhängigkeit führen.

Redaktion: Kevin Schubert, Kathrin WolffDesign im Auftrag des ZDF: Jens Albrecht : So wirken Schmerztabletten schneller: Auf rechte Seite legen

Auf welcher Seite muss man liegen damit Tabletten schneller wirken?

Tablettenwirkung: 10 statt 100 Minuten – Bei der Einnahme im Liegen auf der rechten Seite seien die Pillen in den tiefsten Teil des Magens gelangt, heißt es dazu von der Johns-Hopkins-Universität. Sie hätten eine 2,3-mal schnellere Auflösungsrate gehabt wie in aufrechter Körperhaltung, Der Unterschied, wann die Tablettenwirkung einsetzt, ist demnach erheblich: Wenn man auf der linken Seite liegt, kommt die Studie auf eine Wirkung nach 100 Minuten.23 Minuten dauere es im Stehen.

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Kann ich Paracetamol auf nüchternen Magen nehmen?

Schmerzmittel sollten nie auf leeren Magen eingenommen werden. Denn dann könnten sie der Magenschleimhaut schaden. – Schmerzmittel sollten nie auf leeren Magen eingenommen werden. Denn dann könnten sie der Magenschleimhaut schaden. Außerdem werden sie am besten mit einer größeren Menge Wasser geschluckt.

Darauf weist die Zeitschrift „Neue Apotheken Illustrierte” hin. Wichtig ist auch, sie stets von Anfang an so hoch zu dosieren wie ärztlich oder in der Packungsbeilage empfohlen. Eine ausreichend hohe Dosis wirke zuverlässiger als etwa zwei zeitversetzte halbe Mengen. Grundsätzlich gilt bei der Einnahme von Schmerzmitteln: nicht länger als drei Tage am Stück und nicht öfter als zehn Tage pro Monat, wenn es nicht anders ärztlich verordnet wurde.

Die gebräuchlichsten Schmerzmittel sind die nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), angeführt von der (ASS), dicht gefolgt von Diclofenac, Ibuprofen und Paracetamol. Sie alle besitzen spezifische Vor- und Nachteile, die mit dem Arzt oder Apotheker besprochen werden sollten.

Die Einnahme von NSAR ist nicht ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Sie schalten ein, das an Entzündungsreaktionen beteiligt ist aus. Das Enzym, die Cyclooxygenase, spielt nicht nur bei Entzündungen eine Rolle, sondern auch beim Schutz der Darm- und Magenschleimhaut. Folglich kann die längerfristige Enzymhemmung per NSAR unerwünschte Wirkungen hervorrufen, von denen insbesondere die Magenschleimhaut (Reizungen, Entzündungen, Blutungen) betroffen sein kann.

Quelle: dpa/FIN Autor/Autoren: äin-red : Schmerzmittel nicht auf leeren Magen nehmen

Wie viel Paracetamol bei starken Schmerzen?

Einzeldosis: ½ Tablette. Gesamtdosis: 1-4 mal täglich (maximal 2 Tabletten) Zeitpunkt: im Abstand von 6 Stunden, unabhängig von der Mahlzeit.

Sind Ibuprofen und Paracetamol das gleiche?

Ibuprofen gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als nichtsteroidale Antirheumatika/Antiphlogistika (oder NSAR) bezeichnet werden. Paracetamol wirkt auf eine andere Weise als Ibuprofen, aber beide Wirkstoffe bewirken zusammen eine Reduzierung von Schmerzen.

Ist es schlimm wenn man Paracetamol und Ibuprofen zusammen nimmt?

Welche Vorteile hat die kombinierte Einnahme von Paracetamol und Ibuprofen? – Eine Kombination von Paracetamol und Ibuprofen gilt wegen der unterschiedlichen Wirkmechanismen als sinnvoll, da synergistische Effekte vermutet werden. Ibuprofen ist ein peripher wirkendes Analgetikum mit antientzündlichen Eigenschaften.

  1. Die schmerzlindernde Wirkung von Paracetamol kommt vermutlich auf zentraler Ebene im Gehirn und im Rückenmark zustande.
  2. Es gibt mehrere Studien, die eine Überlegenheit der Kombination im Vergleich zu den Einzelsubstanzen zeigen.
  3. Die bisherige Evidenz stammt hauptsächlich aus dem Rx-Bereich.
  4. In einer Studie von Ostojic et al.

bewirkte die Kombination von Ibuprofen und Paracetamol bei Patienten mit akuten Kreuzschmerzen eine schnel­lere und längere Schmerzlinderung als eine Ibuprofen-Monotherapie. In Hinblick auf Schmerzen infolge von Verletzungen der Extremitäten (Frakturen, Verstauchungen, Zerrungen und Muskelschmerzen) vermochte die Kombination von 1.000 mg Paracetamol plus 400 mg Ibuprofen eine vergleichbare Linderung zu erzielen wie die Kombination Oxycodon (5 mg) plus Paracetamol (325 mg).

  • Auch nach einer Zahnextraktion bot die Kombination im Rahmen einer Dose Ranging Study eine sichere und bessere Schmerzlinderung als Placebo.
  • Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2021 bescheinigte der Fixkombination von Ibuprofen und Paracetamol eine eindeutige Wirksamkeit in der Behandlung postoperativer Schmerzen im Vergleich zu Placebo.

Die Autoren beschreiben sie auch in höheren Dosen von bis 400 mg Ibuprofen und 1.000 mg Paracetamol als gut verträglich. Allerdings waren die Ergebnisse zur Sicherheit in den eingeschlossenen Studien heterogen.

Warum kein Paracetamol bei Rückenschmerzen?

Rückenschmerzen: Warum Schmerzmittel nur wenig helfen Sticht und schmerzt es im Rücken, greifen viele Menschen gern zu Schmerz­mitteln. Die helfen aber nur begrenzt – und bergen bei Dauer­gebrauch Risiken, wie aktuelle Studien zeigen. test.de fasst die neuesten Erkennt­nisse zusammen und gibt Tipps, wie sich Betroffene mit akuten Rücken­schmerzen verhalten sollten.

  • Hier verhoben, da falsch bewegt – und schon jagt einem bei jeder Bewegung ein heftiger Schmerz durch den Rücken.
  • Acht von zehn Deutschen kennen das nur zu gut,,
  • Auslöser des Stechens oder Ziehens ist oftmals eine Verspannung in der Rückenmuskulatur.
  • Ungewöhnliche, anstrengende oder einseitige körperliche Belastungen sind typische Schmerzquellen – mitunter aber auch Schäden an den Band­scheiben.

Mediziner finden bei den meisten Betroffenen allerdings keine eindeutige Ursache für die Kreuz­schmerzen. In vielen Fällen sind sie auch kein Grund zur Besorgnis. Betroffene greifen oft zu Schmerzmedikamenten. Meist ist das aber nur bedingt hilf­reich. Denn tatsäch­lich haben Schmerz­mittel bei Rücken­problemen nur einen begrenzten Effekt, wie aktuelle Studien zeigen.

  1. Eine placebo-kontrollierte Studie, publiziert im Fachjournal, konzentriert sich auf den Einsatz von Paracetamol bei Rücken­schmerzen.
  2. Dafür teilten die Forscher mehr als 1 600 Probanden in drei Versuchs­gruppen auf: Die Teilnehmer jeweils einer Gruppe nahmen Paracetamol entweder nach Bedarf ein, als regel­mäßige Dosis oder sie erhielten eine Placebo-Tablette.

Das Ergebnis: Bis die akuten Rücken­beschwerden wieder abge­klungen waren, dauerte es bei allen drei Probanden­gruppen im Mittel gleich lang, nämlich 16 bis 17 Tage. Das bestätigt auch die Erfahrung, wonach die meisten Rücken­schmerzen nach einigen Tagen oder Wochen von selbst wieder vergehen.

  • Über diese guten Aussichten waren auch die Teilnehmer zu Beginn der Studie informiert worden.
  • Bereits in früheren Unter­suchungen war fest­gestellt worden, dass Schmerz­mittel bei Rücken­schmerzen nur einen begrenzten Nutzen haben, darunter Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen.
  • Diese Mittel werden oft bei Rücken­schmerzen einge­nommen.
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Wer bei Rücken­schmerzen nicht auf Medikamente verzichten möchte, etwa um im Alltag möglichst aktiv und mobil zu bleiben, sollte sie möglichst nur kurze Zeit einsetzen. Denn: Die Gefahr von Risiken und Neben­wirkungen steigt mit der Dauer der Einnahme.

  1. Ohne Rück­sprache mit einem Arzt, sollten Paracetamol und Co.
  2. Maximal drei bis vier Tage einge­nommen werden.
  3. Wichtig: Das individuell passende Schmerz­mittel wählen und dabei Vorerkrankungen berück­sichtigen.
  4. Unabhängig. Objektiv.
  5. Unbestechlich.
  6. Paracetamol beispiels­weise greift die Magen-Darm­schleimhaut kaum an und ist gut verträglich.

Allerdings kann der Wirk­stoff schon bei leichter Über­dosierung die Leber schädigen. Mehr als drei Gramm Paracetamol pro Tag sind daher bei Rücken­schmerzen nicht ratsam, maximal sollten es vier Gramm sein. Wer ein Leberleiden hat oder öfter mehr als drei Gläser Alkohol am Tag trinkt, sollte ein anderes Schmerz­mittel wählen.

  1. Wer Rücken­schmerzen mit Paracetamol behandelt, sollte zudem wissen: Auch zahlreiche Erkältungs­mittel gegen Husten und Schnupfen enthalten den Wirk­stoff.
  2. Wer Paracetamol bereits gegen Schmerzen einnimmt, sollte auf diese Erkältungs­mittel verzichten.
  3. Tipp: Grip­postad & Co – die Stiftung Warentest hat auch getestet.

Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen können die Magen­schleimhaut angreifen, Magen­beschwerden auslösen und sogar zu Magen­geschwüren oder Blutungen führen. Wer aktuell ein Magen- oder Darm­geschwür hat, sollte eine Alternative zu den drei Wirk­stoffen wählen.

Auch Menschen mit starken Nierenschäden oder einer ausgeprägten Herz­schwäche wird von den Wirk­stoffen abge­raten. Neuesten Unter­suchungen zufolge können Diclofenac und Ibuprofen bei länger andauernder und hoch­dosierter Einnahme sogar das Risiko für einen Herz­infarkt erhöhen. Tipp : Weitere Informationen erhalten Sie in unserem,

Sich schonen oder gar ins Bett legen – solche Ratschläge gelten bei Rücken­schmerzen als über­holt. Betroffene könnten Schonhaltungen annehmen, die das Leiden noch verschlimmern. Statt­dessen sind Aktivität und Bewegung angebracht. Die Liste der rückenfreundlichen und -stärkenden Aktivitäten ist lang: Spaziergänge, Wanderungen, Fahr­radfahren, Schwimmen in warmem Wasser, Skilang­lauf, Pilates oder auch Yoga zählen zu den hilf­reichen Maßnahmen.

Dabei ist es weniger wichtig, welcher Betätigung jemand nachgeht, sondern dass man sie regel­mäßig ausübt. Das beugt auch erneuten Kreuz­schmerzen vor. Den meisten Rücken­schmerz­geplagten helfen zudem eine Wärm­flasche oder ein Voll­bad sowie Saunagänge. Eine Mischung aus Dehnung, Bewegung und Massagen kann die Beschwerden ebenso lindern.

Tipp: Was Well­ness­massagen leisten können, verrät unser Special, Tipp: Zahlreiche weitere wert­volle Informationen rund um Rücken­schmerzen finden Sie in unserem großen,

Wie Schnell Wirkt Paracetamol 25.02.2020 – Die Auswahl an rezept­freien und verschreibungs­pflichtigen Schmerz­mitteln ist groß. Viele sind laut Bewertung der Stiftung Warentest geeignet. Doch gilt es, einige. Wie Schnell Wirkt Paracetamol 27.01.2023 – Die Pein im Kreuz plagt viele. Wir beant­worten Fragen, was bei akutem und chro­nischem Schmerz hilft, wann Röntgen wirk­lich Sinn macht und wann es ärzt­lichen Rat braucht. Wie Schnell Wirkt Paracetamol 24.07.2023 – Fiebersäfte, Antibiotika, Krebs­medikamente: Hunderte Arzneien sind knapp. Woran das liegt, was die Politik unternehmen will – und welche Optionen Betroffenen bleiben.

: Rückenschmerzen: Warum Schmerzmittel nur wenig helfen

Was hält länger Paracetamol oder Ibuprofen?

Allerdings hält die Wirkung einer Monotherapie mit Ibuprofen nicht so lange an, wie unter Paracetamol. Eine kombinierte oder eine abwechselnde Einnahme der beiden Wirkstoffe scheint Kinder in den ersten 24 Stunden am längsten fieberfrei zu halten.

In welchem Abstand kann ich Paracetamol nehmen?

Der Abstand zwischen 2 Anwendungen muss mindestens 4 Stunden betragen. Es dürfen nicht mehr als 4 Anwendungen innerhalb von 24 Stunden erfolgen. Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz sind die Angaben der Fachinformation zu berücksichtigen.

Für was ist gut Paracetamol?

Generell ist Paracetamol anzuwenden bei Kopfschmerzen, Erkältungsbeschwerden und Fieber.

Was passiert wenn man 2 Paracetamol gleichzeitig nimmt?

Paracetamol, ein häufiger Bestandteil vieler verschreibungspflichtiger und rezeptfreier Arzneimittel, ist in normalen Dosen unbedenklich, aber eine schwere Überdosis kann Leberversagen und Tod verursachen.

Manchmal nehmen Patienten zu viele Produkte zu sich, die Paracetamol enthalten, und vergiften sich dadurch. Je nach der Paracetamol-Menge im Blut liegen keine Symptome vor oder es kommt zu Erbrechen und Bauchschmerzen bis hin zu Leberversagen und Tod. Die Diagnose hängt von der Paracetamol-Menge im Blut und von den Ergebnissen der Leberfunktionstests ab. Es wird Acetylcystein verabreicht, um die Toxizität des Paracetamols zu reduzieren.

Mehr als 100 Präparate enthalten Paracetamol, ein geläufiges nicht verschreibungspflichtiges Schmerzmittel, das auch in vielen verschreibungspflichtigen Kombinationsmedikamenten enthalten ist. Wenn mehrere ähnliche Produkte gleichzeitig eingenommen werden, kann es vorkommen, dass jemand aus Versehen zu viel Paracetamol einnimmt.

Viele Medikamente, die für die Anwendung bei Kindern vorgesehen sind, gibt es in flüssiger Form und in Tabletten- und Kapselform, und es kann vorkommen, dass ein Elternteil mehrere davon gleichzeitig oder innerhalb mehrerer Stunden ausprobiert, um Fieber oder Schmerzen zu behandeln, ohne sich darüber klar zu sein, dass sie alle Paracetamol enthalten.

Paracetamol ist im Allgemeinen ein sehr sicheres Medikament, es ist aber nicht harmlos. Wenn verschiedene Paracetamol-haltige Präparate gleichzeitig eingenommen oder die empfohlene Tagesdosis überschritten wird, besteht die Gefahr einer Vergiftung. Zum Beispiel beträgt die empfohlene Dosis für eine Person, die 70 kg wiegt, alle 6 Stunden zwei bis drei 325-Milligramm-Tabletten.

Eine toxische Dosis für diese Person beträgt mindestens dreißig Tabletten auf einmal. Der Tod ist ausgesprochen unwahrscheinlich, es sei denn, die betreffende Person schluckt mehr als vierzig 325-Milligramm-Tabletten. Eine einzige Überdosis Paracetamol, die eine schwere Vergiftung verursacht, ist daher für gewöhnlich kein Zufall.

Die meisten Überdosierungen verursachen nicht sofort Symptome. Bei einer sehr hohen Überdosis entwickeln sich die Symptome in 4 Stadien:

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Im 1. Stadium (nach mehreren Stunden) kann es vorkommen, dass der Betroffene sich erbricht, er scheint aber nicht krank zu sein. Viele Betroffene haben überhaupt keine Symptome im 1. Stadium. In Stadium 2 (nach 24 bis 72 Stunden) können Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen auftreten. In diesem Stadium weisen Blutuntersuchungen eine Leberfunktionsstörung nach. In Stadium 4 (nach 5 Tagen) erholt sich der Patient entweder schnell wieder oder es kommt zum Versagen der Leber und oft auch anderer Organe, was tödlich sein kann.

Falls die Vergiftung durch mehrere kleinere Dosen, die über eine gewisse Zeit eingenommen wurden, verursacht wurde, ist das erste Anzeichen für Probleme möglicherweise eine Störung der Leberfunktion, manchmal in Verbindung mit einer Gelbsucht und/oder einer Blutung.

Konzentrationen von Paracetamol im Blut Auffällige Leberfunktionstests

Ärzte können die Wahrscheinlichkeit einer Paracetamol-Vergiftung anhand der eingenommenen Menge oder, genauer, anhand der Konzentration von Paracetamol im Blut des Betroffenen bestimmen. Der Anteil von Paracetamol im Blut, der 4 und 24 Stunden nach der Einnahme gemessen wird, kann helfen, das Ausmaß der Schädigung der Leber zu bestimmen.

Aktivkohle und/oder Acetylcystein Manchmal Behandlung für Leberversagen oder Lebertransplantation

Falls das Paracetamol in den vergangenen paar Stunden eingenommen wurde, kann Aktivkohle verabreicht werden. Rührt die Vergiftung von der Einnahme mehrerer kleinerer Dosen über die Zeit her, kann eine Bestimmung der Leberschädigung schwierig werden. Acetylcystein wird verabreicht, wenn die Tests ergeben, dass ein Leberschaden möglich ist, und manchmal, wenn die Schädigung der Leber schon fortgeschritten ist. Copyright © 2023 Merck & Co., Inc., Rahway, NJ, USA und seine verbundenen Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten.

Kann man 2 Paracetamol gleichzeitig nehmen?

Dosierung von PARACETAMOL 500 mg Tabletten Gesamtdosis: 1-4 mal täglich ( maximal 2 Tabletten ) Zeitpunkt: im Abstand von 6 Stunden, unabhängig von der Mahlzeit.

Kann man 1000 mg Paracetamol auf einmal nehmen?

Schweizer Giftnotruf: Mehr Paracetamol-Vergiftungen durch 1000-mg-Tablette Seit 2003 sind in der Schweiz hoch dosierte Paracetamol-Tabletten auf Rezept erhältlich. Schweizerische Pharmakoepidemiologen haben nun gezeigt, dass es nach der Markteinführung mehr Giftnotrufe aufgrund versehentlicher Überdosierungen gab als vorher. Sie schlagen vor, die 1000-mg-Tabletten wieder vom Markt zu nehmen. Wie Schnell Wirkt Paracetamol Eine versehentliche Überdosierung mit Paracetamol-Tabletten passiert mit 500-mg-Tabletten weniger schnell als mit 1000-mg-Tabletten. / Foto: Getty Images/teerawut111 In der Schweiz ist Paracetamol für die Selbstmedikation als 500-mg-Einzeldosis sowie verschreibungspflichtig als 1000-mg-Formulierung erhältlich.

Forscher vom pharmazeutischen Institut der ETH Zürich, dem schweizerischen Apothekerverband SwAPP, der Apotheker aus Industrie, Forschung und Behörden vertritt, sowie dem Nationalen Giftinformationszentrum haben sich nun angesehen, ob sich die Zulassung der hoch dosierten Tabletten im Oktober 2003 auf die Zahl der Vergiftungen ausgewirkt hat – kurz gesagt: hat sie.

Die Autoren um den Doktoranden Adrian Martinez de la Torre verglichen dazu die Zahl aller Giftnotrufe bezüglich Paracetamol zwischen dem 1. Januar 2000 und dem 31. Dezember 2018 vor und nach der Einführung der 1000-mg-Tablette am 3. Oktober 2003. Zudem schauten sie sich die Abverkäufe von OTC- und Rx-Paracetamol-Packungen an.

  • Insgesamt verzeichnete der Giftnotruf in 18 Jahren 15.790 Paracetamol-Vergiftungen.
  • Vor Oktober 2003, als es nur 500-mg-Tabletten gab, seien 120 von 961 Paracetamol-Vergiftungen mit Dosen größer als 10.000 mg passiert (15,3 Prozent).
  • Im Vergleichszeitraum von Oktober 2003 bis Dezember 2018 lag der Anteil dieser toxischen Dosen dann doppelt so hoch bei 30,6 Prozent (1140 von 5696), so die vergangene Woche im Fachjournal »JAMA Network Open« veröffentlichten Ergebnisse.

Die Pharmazeuten verzeichneten einen schnellen Anstieg der Packungen mit 1000-mg-Einzeldosen nach Markteinführung, während die Abgabezahlen für die 500-mg-Tabletten leicht sanken. Bereits 2005 wurden mehr 1000-mg-Tabletten als 500-mg-Dosen abgegeben.

  • Seit 2012 seien vierteljährlich im Schnitt 20,7 Millionen der verschreibungspflichtigen 1000-mg-Tabletten von den Apotheken abgegeben worden im Vergleich zu 2,7 Millionen 500-mg-Tabletten, also die zehnfache Menge.
  • Auch wenn sich nur eine Korrelation und keine Kausalität zwischen der vermehrten Abgabe der hoch dosierten Tabletten und vermehrten Vergiftungen ergeben hatte, schlagen die Autoren der Analyse vor, die Verfügbarkeit der 1000-mg-Einzeldosen in der Schweiz neu zu bewerten, um das Risiko für versehentliche Intoxikationen zu minimieren und zumindest die Packungsgröße zu verkleinern.

»Es ist ein sehr sicheres Medikament, aber nur zur kurzfristigen Schmerzlinderung und solange die tägliche Dosierung nicht über den empfohlenen Bereich hinausgeht«, betont Studienleiterin Dr. Andrea Burden, Professorin für Pharmakoepidemiologie an der ETH Zürich,

  1. Es gebe keinen Bedarf für Packungen mit 40 oder gar 100 Tabletten,
  2. Sollten Einzeldosen von 1000 mg notwendig sein, ließen sich diese auch mit der Einnahme von zwei 500-mg-Tabletten problemlos erreichen.
  3. Paracetamol gilt als gut verträgliches und sicheres Arzneimittel gegen Schmerzen und Fieber, solange die Tageshöchstdosis von 4000 mg für Kinder ab zwölf Jahre und Erwachsene nicht überschritten wird.

Empfohlen wird die bis zu viermal tägliche Einnahme von jeweils 500 mg bis 1000 mg, was einer Tageshöchstdosis von 2000 beziehungsweise 4000 mg entspricht. Für Kinder jünger als zwölf und einem Körpergewicht von unter 43 Kilogramm gilt eine Dosierung von 10 bis 15 mg pro Körpergewicht als Einzeldosis.